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Geburtsberichte
 

Geburt von Jan

von Uwe

spontane Geburt, Im Krankenhaus, Vom Vater geschrieben, schöne Geburt

Wir hatten eine sehr "schnelle" Geburt. Aber der Reihe nach.

Es war um 16:15 ca als mich Bille im Buero anrief und meinte "du, ich glaub da passiert was.. Es läuft." Mit den Worten "Keine Panik, ich komme heim" hatte ich schon meine Sachen gepackt und fuhr, immer daran denkend, dass wir ja bei geplatzter Fruchtblase noch hinreichend Zeit haetten, in gemaessigtem Tempo nach hause (wieso faehrt ploetzlich alles absolute Richtgeschwindigkeit, wenn man es eilig hat).
Zuhause angekommen, konnte ich meine beste Ehefrau von allen stetig zwischen Schlafzimmer und Toilette pendeln sehen weil sie, wie sie es selber ausdrueckte "gerade auslief".
Wir riefen dann im Krankenhaus an und die meinten, wir sollten gleich mal vorbeikommen, damit man nachsehen koenne, ob es schon die Fruchtblase sei . Auf der Fahrt ins Krankenhaus spürte Bille zwar ein leichtes Ziehen, das sie aber schon Tage zuvor gespuert hatte und eigentlich erwarteten wir beide, wieder nach hause geschickt zu werden und alberten deshalb auf der Fahrt rum. Im Krankenhaus angekommen war schnell klar, dass es doch die Fruchtblase war, und Bille wurde in ein Vorbereitungszimmer gelegt und an das CTG angeschlossen. Das war so um 18:30 Uhr. Bis so circa 19:30 passierte nun nichts weiter es kamen zwar, wie ich mitstoppte Wehen im zwei Minutentakt, die aber laut Bille nicht sehr stark waren.
Zuvor hatte der Arzt Bille noch ein Antibiotikum gegeben, da die Fruchtblase schon laenger offen war und hatte gemeint, wenn bis 22:00 Uhr die Wehen nicht staerker wuerden, muesse man eventuell ueber einleitende Massnahmen nachdenken. Es sollte alles ganz anders kommen:

Ab 19:30 fingen die Wehen massiv an staerker zu werden und Sibylles Haende begannen zuerst das Kopfkissen, dann die Matraze und dann alles was sie greifen konnte fest zu umklammern. Zu Beginn konnte sie die Wehen noch "wegatmen", spaeter musste ich sie ab und zu daran erinnern.
Als die Hebamme um ca 20:00 Uhr reinkam, genuegte ihr wohl ein kurzer blick um das zweite anwesende Paar zwangsweise auf den Flur zu verlegen. Kurze Zeit später wurde ein Kreissaaltisch in unser Zimmer geschoben. Das, weil man Sibylle nicht mehr die Verlegung in einen der anderen Kreissaele zumuten wollte. Als dann die Hebamme alles zusammengeholt hatte, was sie brauchte ging es auch schon los mit Presswehen. Irgendwie stand ich ziemlich verdattert dabei, denn meine ganzen schoen angelernten Kenntnisse ueber Strohhalmatmung und Hecheln konnte ich jetzt gerade vergessen.
Es muessen so circa 8-10 Presswehen gewesen sein, dann konnte ich das Koepfchen fuehlen und noch mal etwa 8 Wehen später war unser kleiner Jan am 16.09.99 um 21:01 Uhrschon geboren. Zwischendrin war auch der Arzt wieder zu uns gestossen aber nur um der Hebamme zu helfen und meinte dabei laechelnd, tja, das mit der Einleitung koennen wir uns jetzt wohl schenken (: Sibylle brauchte dabei nicht einmal einen Dammschnitt und musste auch nur mit zwei Stichen genäht werden, was der Arzt nachdem er sie gefragt hatte, auch ohne Betäubung schnell gemacht hat. (Denn er haette alleine zwei Stiche fuer die Betäubung gebraucht, worauf Bille wohl meinte, dann waer das ja ziemlich unnötig) Danach durfte ich Jan baden und dann kamen wir zurück ins "Entbindungszimmer" wo wir so circa eine Stunde Zeit hatten, uns kennenzulernen. Währenddessen tobte draussen der Baer, denn an diesem Abend waren parallel 6 Entbindungen vom Personal zu managen, das heisst, alle Kreissaele waren voll und die "Vorbereitungszimmer" wurden auch genutzt. Man spürte zwar irgendwie, dass der Abend etwas hektisch war aber sowohl die Hebamme als auch der Arzt haben immer noch sehr persoenlich gearbeitet und man fuehlte sich als Paar mit all seinen Aengsten ernst genommen. Natuerlich war unsere Geburt nicht repräsentativ, so ziemlich alle Aerzte und Hebammen waren verbluefft, dass es bei einer Erstgebaerenden so schnell und problemlos ging (Sibylle war am meisten ueberrascht (;) aber wir sind froh, dass wir solch einen Wonneproppen haben und dass ausser einer Hosentasche meiner Jeans, in die sich Sibylle waehrend der Presswehen heftigst gekrallt hat niemand so richtig lange durchhalten musste.

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