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Geburtsberichte
 

Brief an meine Frau nach der Geburt von Lena Sophie

von Silke

spontane Geburt, Im Krankenhaus, Vom Vater geschrieben

Hallo Ihr lieben,

ich hatte ja vor einigen Tagen meinen Geburtsbericht von Lena eingestellt. Mein GG hat ihn auch gelesen und war ganz begeistert. Aber nicht nur ich habe es als was ganz besonderes empfunden, und daher hat er mir erlaubt seinen Brief zu veröffentlichen, den ích nach der Geburt von ihm bekommen habe. und hier ist er:

Ein Brief an mein Frau

Danke, für den schönsten und Tag in meinem Leben!
Danke, dass du mir eine so süße Tochter geschenkt hast!
Danke dafür, dass ich an alle dem teilhaben darf!

Ja - du musst jetzt sicher denken: „Jetzt über treibt er aber langsam...“? Aber da sage ich definitiv: NEIN!

Morgen kommt Ihr zwei nach Hause! Bis jetzt hab ich mich Abends verabschiedet und bin nach Hause gefahren. Doch morgen sind wir eine richtige Familie – und da freue ich mich tierisch drauf! Doch den letzten Abend allein möchte ich nutzen um ein paar Zeilen zu schrieben, um das in Worte zu fassen, was mich in den letzten Tagen beschäftigt hat.

Ich hab eigentlich gedacht, ich würde dich durch und durch kennen. Klar hast du mich in der Vergangenheit immer wieder überrascht und hast Dinge getan oder gesagt, die ich nicht erwartet hätte. Aber nach über 10 Jahren Beziehung – so dachte ich - weiß man was man in welcher Situation von seinem Partner erwarten kann. Das war ein Irrtum. Denn ich habe in den letzten Tagen erfahren dürfen, dass noch so viele unerforschte Talente und vor allem wahnsinnige Kraft in dir wohnen. Und ich bin jetzt noch sprachlos.

Ich muss im Nachhinein sagen, dass ich die Geburt als solche unterschätzt habe. Ich fühlte mich gut vorbereitet, durch Geburtsvorbereitung und durch diverse Lektüre. Ich habe gedacht, wir gehen darein, du bekommst Wehen, es wird zwischendurch mal ein bisschen heftiger und dann kommt das Kind – und zwar in 12 Stunden und um 16.00 Uhr. Und ich habe gedacht, du machst das mit Links. Wenn ich gewusst hätte, was uns erwartet, hätte ich nicht gesagt, dass du das mit Links macht. Ich hätte mir vielleicht sogar gedacht, dass packst du nicht. Für diesen Gedanken schäme ich mich heute.

Was du in diesen vielen Stunden durchgemacht hast, ist für mich noch immer unfassbar. Ich habe dich leiden sehen, ich habe gesehen wie du dich aufgegeben hast. Das war für mich als Mann unheimlich schwer. Aber ich habe vor allen Dingen gesehen, wie du über dich selbst hinausgewachsen bist. Wie du deine Ungeduld ausgeblendet hast und gegen dich selbst entschieden hast, um weiter zu machen. Diese Seiten an dir kennen gelernt zu haben, das erfüllt mich mit stolz.

Eine weiteres großes Gefühl an diesem Tag war Angst.
Angst in dieser Größenordnung kannte bisher auch nicht. Angst um unseren Schatz, dass irgendwas nicht in Ordnung sein könnte . Aber vor allen auch Angst um dich. Die plötzliche Hektik im Kreissaal versetzte mich in einen Angstzustand, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Und dieses Gefühl möchte ich nie wieder haben müssen – egal um wen es geht.

Doch als ob das noch nicht genug wäre, habe ich noch etwas Neues an dir entdeckt: Mutterliebe! Wenn ich sehe wie du die Kleine stillst, dann geht mir mein Herz auf. Wie routiniert du mit ihr umgehst – als hättest du nie etwas anderes gemacht. Und trotzdem achtest du genau darauf, mich so eng wie möglich mit einzubeziehen, dafür danke ich dir.
Während ich diesen Brief schreibe ist spät geworden, viel zu spät eigentlich. Und wie ich ihn mir noch einmal durchlese, stelle ich fest, dass er bei weitem nicht das ausdrückt, was ich eigentlich ausdrücken wollte.
Doch eines ist hoffentlich klar geworden: Unsere kleine Familie macht mich unglaublich glücklich und stolz. Ich bin froh und dankbar mit dir zusammen zu sein, du bist das beste was mir passieren konnte. Ich möchte in Zukunft immer für dich und unseren Schatz da sein. Und so vielleicht ein bisschen davon zurückgeben, was ihr mir geschenkt habt.

DANKE
Dein Mann

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