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    Veröffentlicht: 23. April 2011 19:20   
    Kategorien:
    1. Schwangerschaft,
    2. Eltern

    von Melanie

    Der eigentliche Geburtstermin meiner Kinder war am 16. April 1996. Am 07.Februar (einen Tag vor meinem Geburtstag) bekam ich vorzeitige Wehen und der Muttermund war über 3 cm geöffnet, also musste ich ins Krankenhaus. Dort bekam ich nochmal ein CTG, anschließend gab man mir Partusisten. Die Wehen gingen weg und auch der Muttermund schloss sich wieder. Ich sollte noch drei bis vier Tage bleiben, damit ich überwacht werden könnte. Wie alle Krankenschwestern hasse ich es aber, selbst in so einem Laden zu liegen und deshalb wurde ich "auf eigene Verantwortung" entlassen. Ich musste dann jeden Tag zum Frauenarzt, der ein CTG schrieb. Das dauerte jedesmal eine Stunde, weil er nur einen Apparat hatte, ich aber zwei Kinder, die ja getrennt aufgezeichnet werden mußten

    In der Zeit danach lagerte ich ziemlich viel Wasser ein und hatte auch Eiweiß im Urin, am 04.März waren meine Füße so dick, daß man den Übergang zu den Beinen überhaupt nicht mehr sehen konnte, Schuhe konnte ich zwar noch anziehen, aber nicht zubinden. Also mußte ich wieder ins Krankenhaus, diesmal habe ich mich auch nicht geweigert . Schlafen konnte ich da überhaupt nicht, gegen 4 Uhr morgens bin ich "eingedämmert", um 5 wurde ich wieder wach und merkte ein Ziehen im Bauch, ich sah aus dem Fenster (Fensterplatz ist echt prima) und überall gingen langsam die Lichter an. Ich weiß noch genau was ich dachte:
    "Heute ist ein guter Tag um geboren zu werden!"

    Erstmal habe ich etwas abgewartet und als die Wehen so alle 10 Minuten kamen, bin ich zu den Schwestern gegangen, das war so gegen 7 Uhr. Die haben mich erstmal in den Kreißsaal geschickt, dort hat man mich wieder ans CTG gehängt und mir einen Tropf verpaßt, der die Geburt aufhalten sollte (war ja sechs Wochen vor Termin). So gegen acht kam dann der Oberarzt, er fragte, ob schonmal jemand daran gedacht hätte, einen Ultraschall zu machen. Hatte aber keiner, also wurde das nachgeholt: Auf dem Monitor konnte man Sara's Kopf gar nicht mehr sehen, weil er schon im Becken stand. Daraufhin sagte der Oberarzt: "Na dann machen sie diesen Quatsch mal ab (die Infusion), das kann man eh nicht mehr aufhalten ". Die Infusion wurde also abgebaut und ich durfte in die Badewanne klettern (ich kann heute den Geruch von Rosmarin nicht mehr leiden ). Außerdem haben sich alle sehr bemüht, meinen Freund zu erreichen, der Zuhause unter der Dusche stand und das Telefon natürlich nicht hörte. Ab halb neun war er aber dabei. Kurz nach neun war ich dann im Kreißsaal, ich lag im Bett, das war mein eigener Wunsch, ich hätte auch rumlaufen können oder auf einem Ball sitzen. Mir war aber nicht danach. Und so wehte ich eben vor mich hin, abwechselnd kamen Hebamme oder auch mal ein Arzt um nach mir zu sehen. So gegen 10 tauchte eine Medizinstudentin auf, die mich höflich fragte, ob sie zusehen dürfe, sie hätte noch nie eine Zwillingsgeburt gesehen. Ich hatte nichts dagegen und wir (also mein Freund und ich) haben eifrig mit ihr gequatscht. Auf Anraten der Ärzte bekam ich gegen halb 11 eine PDA, sie meinten, das sei besser, da man sonst durch die Schmerzen zuviel Kraft verbraucht und das zweite Kind vielleicht nicht mehr so leicht auf die Welt bringt. Ich fand das sehr einsichtig, warum die Sache schwerer machen, als sie sowieso schon ist?! Die Wirkung setzte so gegen 11 ein und ich muß sagen, ich war froh darüber. Allerdings wirkte das Ganze nur etwa eine Stunde, da war die Eröffnungsphase gerade zuende. Außerdem hatte ich noch einen Tropf, der die Geburt beschleunigt. Jetzt konnte es also losgehen.

    Ich konnte anfangs nicht richtig pressen, weil mir sehr übel war, aber nachdem ich mich vom Tee des Vorabends befreit hatte, klappte alles ganz gut. Inzwischen waren, außer mir und meinem Freund natürlich, 12 Leute anwesend: Zwei Hebammen, drei Anästhesisten (einmal wegen der PDA und außerdem zur Kaiserschnittbereitschaft), zwei Stationsärzte, zwei Oberärzte, ein Kinderarzt und zwei Kinderkrankenschwestern (die auf die Babys warteten) und natürlich die Studentin.

    Ich stemmte meine Beine einer Hebamme und der Stationsärztin in die Seite, alle anderen "feuerten mich an". Die "Kinderleute" hielten sich im Hintergrund und die Anästhesisten klopften mir ermutigend auf die Schulter und wischten mir den Schweiß von der Stirn. Tim (mein Freund), konnte irgendwie gar nichts machen, aber er blieb neben meinem Kopf stehen und sprach mit mir. Den Wehenschmerz habe ich lediglich als Druck auf die Symphyse erlebt, Rückenschmerzen oder ähnliches hatte ich überhaupt nicht. Irgendwann hat man bei mir einen Dammschnitt gemacht, das habe ich noch nicht einmal gemerkt (ich wurde aber vorher darüber aufgeklärt, daß man das machen würde, da es sich um "Frühchen" handelte, die man schonen wolle).

    Um 12:33 erblickte Sara das Licht der Welt, sie schrie sehr schrill und hoch (ihre Stimme ist noch immer ziemlich hoch). Da mir bei ihr vorher niemand genau sagen konnte, welches Geschlecht sie hat, habe ich als erstes gefragt, ob es ein Mädchen ist . Die Kleine wurde abgenabelt (Tim wollte das auf keinen Fall machen ) und dem Kinderarzt übergeben. Es gab eine sehr kurze Wehenpause, dann ging es wieder los. Ich dachte: "Warum bloß ich, andere Mütter sind jetzt fertig damit." ). Naja, Johannes wollte nicht so recht, der eine Oberarzt sprengte die Fruchtblase (zweieiige haben ja meist getrennte), aber es tat sich immer noch nichts. Also "legte" der Arzt die Unterarme auf meinen Bauch und drückte nach unten (das ist ein spezieller Handgriff). Anscheinend hat das den Kleinen vertrieben, denn um 12:39 kam auch er auf die Welt, mit den Füßen zuerst und genauso unproblematisch wie seine Schwester. Johannes hat überhaupt nicht geweint (er ist jetzt noch ein eher ruhiger Typ). Auch er wurde erstmal dem Kinderarzt übergeben. Nach einer kurzen Pause und etwas Kampf um die Nachgeburt habe ich unsere Kinder dann das erste Mal gesehen: Sara sah ziemlich zerdrückt aus, ihr Kopf war ganz schief und rot, sie hatte sehr lange und vor allem dünne Finger, so daß ich mich kaum getraut habe, ihre Hand zu nehmen. Johannes hatte eine "normale" Kopfform, er mußte sich ja auch nicht so quälen. Beide Kinder wurden sofort auf die Intensivstation gebracht und in ein Wärmebettchen gelegt.

    Ich fand die Geburt mit so vielen Leuten nicht schlimm, sicher kommt es dem einen oder anderen schrecklich vor eine so "technisierte" Geburt zu erleben. Was ich wirklich schlimm fand war die Tatsache, daß die Stationsärztin mich erst am nächsten Tag zu unseren Kindern lassen wollte (sie lagen in einem anderen Krankenhaus als ich). Da ich mit dem Ablauf in Krankenhäusern aber bestens vertraut bin, habe ich mir von den Schwestern einen Taxischein geben lassen, (die werden nämlich "auf Vorrat" von den Ärzten unterschrieben) und bin mit meinem Freund zusammen sieben Stunden nach der Geburt zu unseren Kindern gefahren. Die Schwestern da waren ziemlich erstaunt, das hatten sie nach einer Zwillingsgeburt noch nie erlebt. "Meine" Schwestern habe ich natürlich nicht verpetzt und auf die Aussage der Ärztin bei der Visite am nächsten Tag: "Sehen Sie, es hat Ihnen doch gutgetan, dass Sie gestern hiergeblieben sind.", habe ich nur freundlich genickt. Als die Ärztin sich umdrehte haben die Schwester und ich uns nur angegrinst... .

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  • Rezept der Woche

    Das Rezept der Woche in Zusammenarbeit mit Kinderrezepte.de!

    TORTELLINI-AUFLAUF (auch vegetarisch möglich)
    Zutaten:

    1 Packung Tortellini (für vegetarisch: Käse-Tortellini)
    1 Packung fertige Tomatensauce (z.B. Picante im TetraPack)
    2 Knoblauchzehen
    2 Scheiben Gouda
    1 Becher Sahne
    1 TL Ajvar (Paprikazubereitung)(kann auch weggelassen werden)
    ca. 100 g gestiftelter Edamer
    etwas Öl für die Form
    etwas Butter für die Pfannne





    Anweisungen:

    Die Tortellini kochen und in Butter anbraten.
    Die Knoblauchzehen gepresst dazugeben.
    Ajvar unterrühren.
    Die Auflaufform ausfetten und die Tortellini einfüllen.
    Die Käsescheiben auf die Tortellini legen.
    Die Tomatensauce draugeben.
    Den Becher Sahne darübergiessen.
    Gestiftelten Käse obenauf.
    Ca. 30 min. bei 225 g backen, bis die Sauce blubbert.


    Das Rezept mit Bild findet Ihr hier