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. Schlafen konnte ich da überhaupt nicht, gegen 4 Uhr morgens bin ich "eingedämmert", um 5 wurde ich wieder wach und merkte ein Ziehen im Bauch, ich sah aus dem Fenster (Fensterplatz ist echt prima) und überall gingen langsam die Lichter an. Ich weiß noch genau was ich dachte:
". Die Infusion wurde also abgebaut und ich durfte in die Badewanne klettern (ich kann heute den Geruch von Rosmarin nicht mehr leiden
). Außerdem haben sich alle sehr bemüht, meinen Freund zu erreichen, der Zuhause unter der Dusche stand und das Telefon natürlich nicht hörte. Ab halb neun war er aber dabei. Kurz nach neun war ich dann im Kreißsaal, ich lag im Bett, das war mein eigener Wunsch, ich hätte auch rumlaufen können oder auf einem Ball sitzen. Mir war aber nicht danach. Und so wehte ich eben vor mich hin, abwechselnd kamen Hebamme oder auch mal ein Arzt um nach mir zu sehen. So gegen 10 tauchte eine Medizinstudentin auf, die mich höflich fragte, ob sie zusehen dürfe, sie hätte noch nie eine Zwillingsgeburt gesehen. Ich hatte nichts dagegen und wir (also mein Freund und ich) haben eifrig mit ihr gequatscht. Auf Anraten der Ärzte bekam ich gegen halb 11 eine PDA, sie meinten, das sei besser, da man sonst durch die Schmerzen zuviel Kraft verbraucht und das zweite Kind vielleicht nicht mehr so leicht auf die Welt bringt. Ich fand das sehr einsichtig, warum die Sache schwerer machen, als sie sowieso schon ist?! Die Wirkung setzte so gegen 11 ein und ich muß sagen, ich war froh darüber. Allerdings wirkte das Ganze nur etwa eine Stunde, da war die Eröffnungsphase gerade zuende. Außerdem hatte ich noch einen Tropf, der die Geburt beschleunigt. Jetzt konnte es also losgehen.
. Die Kleine wurde abgenabelt (Tim wollte das auf keinen Fall machen
) und dem Kinderarzt übergeben. Es gab eine sehr kurze Wehenpause, dann ging es wieder los. Ich dachte: "Warum bloß ich, andere Mütter sind jetzt fertig damit."
). Naja, Johannes wollte nicht so recht, der eine Oberarzt sprengte die Fruchtblase (zweieiige haben ja meist getrennte), aber es tat sich immer noch nichts. Also "legte" der Arzt die Unterarme auf meinen Bauch und drückte nach unten (das ist ein spezieller Handgriff). Anscheinend hat das den Kleinen vertrieben, denn um 12:39 kam auch er auf die Welt, mit den Füßen zuerst und genauso unproblematisch wie seine Schwester. Johannes hat überhaupt nicht geweint (er ist jetzt noch ein eher ruhiger Typ). Auch er wurde erstmal dem Kinderarzt übergeben. Nach einer kurzen Pause und etwas Kampf um die Nachgeburt habe ich unsere Kinder dann das erste Mal gesehen: Sara sah ziemlich zerdrückt aus, ihr Kopf war ganz schief und rot, sie hatte sehr lange und vor allem dünne Finger, so daß ich mich kaum getraut habe, ihre Hand zu nehmen. Johannes hatte eine "normale" Kopfform, er mußte sich ja auch nicht so quälen. Beide Kinder wurden sofort auf die Intensivstation gebracht und in ein Wärmebettchen gelegt.
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