• Thomas Geburt

    Schon Tage vor der Geburt hatte ich Vorwehen. Nicht schmerzhaft, aber ich merkte, wie mein Bauch immer ganz hart wurde. Donnerstags dann hatte ich ganz schön viele Vorwehen. Bei manchen musste ich ganz schön schnaufen, schmerzhaft waren sie aber noch immer nicht. Den ganzen Freitag über hatte ich wieder Wehen, einige davon auch schmerzhaft. Am Abend wurden die Wehen häufiger, und ich merkte sie nun doch schon mehr, aber sie kamen sehr unregelmäßig. Irgendwann um 23 Uhr ging ich dann mal spazieren. Die Wehen kamen dabei so zwischen 3 und 5 Minuten. Sollte es doch losgehen? Zu Hause wurden die Abstände dann wieder größer und ich beschloß mich noch mal aufs Ohr zu hauen. Als ich im Bett lag, waren die Wehen dann auch weg - bis 2 Uhr.

    Ich wurde wach von einer zeimlich schmerzhaften Wehe. Es verging aber eine viertel Stunde bis zur nächsten, also blieb ich erst mal liegen. Um kurz nach 3 Uhr konnte ich aber nicht mehr liegen, so weh tats. Also stand ich auf, setzte mich vor den Fernseher und wartete. Ich surfte noch ein bischen in der großen weiten Welt und fand es doch eigendlich besser, ich könnte schlafen. Ich glaube, es war so 4.30 Uhr, als ich ins Forum gepostet habe, daß die Wehen so alle 6 - 8 Minuten kämen und es wohl nun doch losgeht. Ich habe dann meinen Mann geweckt, meine Mutter angerufen (die musste auf Jan aufpassen) und mir schon mal die Nummer von der Hebamme herausgesucht. Meinen Mann habe ich aber dann doch wieder ins Bett geschickt. Um 6 Uhr habe ich dann meine Hebamme angerufen und als ich ihr sagte, daß ich alle 3 - 5 Minuten Wehen hätte, sagte sie nur, sie käme sofort. Eine dreiviertel Stund später war dann die Bude voll. Ich musste mich inzwischen an meinen Mann hängen, um die Wehen zu veratmen. Da ich nicht so früh ins Krankenhaus wollte, wehte ich also zu Hause vor mich hin. Ich schickte zwischendurch meine Mutter noch ein paar wichtige Dinge einkaufen, trank Kaffee und versuchte die Ruhe selbst zu bleiben. Um 9 Uhr schaute die Hebamme mal nach, wie weit sich der Muttermund geöffnet hatte. Als sie sagte, daß er sich noch so gut wie gar nicht geöffnet hatte, war ich furchtbar frustriert. Ich dachte - genau wie beim ersten mal. Eine Stunde später beschlossen wir dann, ins Krankenhaus zu fahren, nachdem ich mich übergeben hatte, weil die Wehen so heftig waren. Im Krankenhaus wurde ich ans CTG gehängt, das gute Herztöne und noch viel bessere Wehen zeigte. Meine Hebamme akupunktierte mich dann, was mir große Erleichterung brachte. Trotzdem musste ich mich noch 2 mal übergeben.Um halb 12 Uhr war der Muttermund immer noch nicht weiter auf. Eine halbe Stunde später wurde ich dann vom Chefarzt per Ultraschall unter die Lupe genommen. Der sagte dann, daß das (also die Geburt) nicht klappen kann, weil mein Becken schief ist und der Kopf des Babys nicht genau auf den Muttermund drückt, sondern auf irgendeinen Knochen, also wieder Kaiserschnitt!! Da war ich dann vollends gefrustet und heulte auf dem Gang, man solle mir doch endlich was gegen diese Schmerzen geben. Ziemlich schnell stand dann fest, daß ich eine Vollnarkose wollte - ich wollte einfach alles hinter mir haben. Die Anästhesistin war eine total Liebe und tröstete mich nach Kräften. Dann ging alles ganz schnell. Ich wurde in Windeseile auf die OP vorbereitet und in den OP geschoben. Volker hatte sich inzwischen Umgezogen und war bei mir. Ich dachte nicht, daß man sich nach einem Knock out sehnen kann - ich tats. Ich war so unglaublich froh, als die Narkose begann zu wirken. Volker und die Hebamme erzählten mir dann, daß alles sehr schnell ging, es unserem Tom sehr gut ging, er kaum Käseschmiere hatte - obwohl 10 Tage zu früh, der Apgar prima war und er das süßeste Baby der Welt ist........Volker hat ihn im OP im Arm gehalten, also ist er auch liebevoll in empfang genommen worden. Beim vernähen haben sie dann die alte, häßliche Narbe (vom ersten Kaiserschnitt) komplett weggeschnitten und so habe ich eine Bauchstraffung inklusive *g*.

    Als ich wach wurde, hörte ich Tom und Volker war auch da. Ich bin aber immer wieder weggeduselt. Die Hebamme legte mir Tom an und er begann sofort kräftig zu saugen. Nach einer langen Weile brachte man mich auf mein Zimmer, wo ich immernoch hin und wieder wegduselte, und Tom zu den Schwestern. Volker ging dann auch bald nach Hause, weil ich eh noch schlafen wollte. Schmerzen hatte ich keine, weil ich noch am Tropf hing. Am frühen Abend dann fühlte ich mich aber dann wieder so fit, daß ich mir Tom bringen ließ. Ich schaute ihn gaaaaaaaaanz lange an, streichelte ihn, so viel ich konnte und musste aufpassen, daß ich ihn nicht zu fest drückte. Ach, ich war so glücklich!!!! Und als die Nachtschwester kam, um Tom wieder zu holen, damit ich schlafen konnte, musste sie mir 3 mal versprechen, Tom zu bringen, wenn er weint. Was sie auch tat. Da alle Schwestern total lieb waren, war ich mir auch sicher, daß es Tom gut geht.

    Abends habe ich dann noch mit Volker telefoniert. Sonntag morgen brachten sie Tom wieder zu mir und ich nahm ihn erst mal auf den Arm und kuschelte mit ihm. Bald kam auch Volker und ich ließ mir von ihm von der OP erzählen.

    Aber ich habe grauenhaft geschwitzt. Draußen waren es mindestens 30 Grad und ich lag im Bett und musste Trombosestrümpfe tragen!!!!!! Zum Glück wurde ich Morgens vom Tropf befreit.

    Noch am gleichen Tag stand ich auf. Die Schwestern halfen mir, mich zu waschen und weil ich Nachmittags schon alleine aufs Klo gehen konnte, wurde ich auch diesen blöden Blasenkatheter los. Das war Sonntag. Dienstag habe ich dann schon bei der Wochenbettgymnastik mitgemacht und Freitags kam ich nach Hause.

    Ich fragte den Chefarzt, ob man das mit dem schiefen Becken schon beim ersten Kaiserschnitt hätte sehen können/müssen, worauf er mir sagte, daß man das ganz deutlich sah und er verstehen könnte, daß ich so starke Schmerzen hatte. Mir hat man damals aber gesagt, daß der Geburtsstillstand seelische Ursachen hätte. Ich habe echt an meinem Verstand gezweifelt. Der erste Kaiserschnitt ist nachzulesen bei "Geburt von Jan-Michael, 26.1.98".

    Alles in allem fühlte ich mich in dem Krankenhaus in Engelskirchen gut aufgehoben und wohl. Es ist zwar im nachhinein schade, daß ich eine Vollnarkose hatte, wegen Tom, aber irgendwie bin ich doch ganz froh, daß ich nicht noch einen Kaiserschnitt "miterleben" musste. Diesmal kann ich das alles viel besser wegstecken, weil ich nicht an meinem Verstand zweifeln muss und das ganze Personal im Krankenhaus sehr nett war. Außerdem habe ich jetzt eine richtig tolle Narbe. Die ist kaum noch zu sehen und macht gar keine Probleme, also das ganze Gegenteil von der Ersten.
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  • Rezept der Woche

    Spargel aus dem Ofen

    1 kg Spargel, weiß
    Salz
    Zucker
    Margarine
    250 g Schinken, roher
    3 Ei(er)
    ⅛ Liter süße Sahne, ungeschlagene
    2 EL Butter
    3 EL Käse, gerieben
    1 Bund Dill
    2 Tomate(n)

    Und so wirds gemacht
    Spargel putzen, waschen und in Salzwasser ca. 15 Min. mit etwas Zucker garen. Aus dem Topf nehmen und gut abtropfen lassen.

    Eine feuerfeste Form mit Margarine auspinseln. Spargel in die Form schichten. Schinken in lange, dünne Streifen schneiden und die Hälfte auf die Spargelstangen legen. Eier mit Sahne, zerlassener Butter, Reibkäse und etwas Salz schaumig rühren. Diese Soße über den Spargel gießen. Dann die restlichen Schinkenstreifen über dem Spargel verteilen und das Gericht im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten überbacken. Die Form aus dem Ofen nehmen und mit einem Untersatz sofort auf den gedeckten Tisch setzen. Den überbackenen Spargel mit gehacktem Dill und mit Tomaten garnieren.