• Jaquelines Geburt

    von Karin

    (herbeigesehnter und doch ungeplanter Kaiserschnitt)

    18.4.99

    Es fing an einem Sonntag Mittag an. Ich ließ mir mal wieder mein obligatorisches Vollbad einlaufen, als ich fühlte, daß etwas warm an meinen Beinen herunterlief.

    Blasensprung!

    Ja, klasse. Ich war zwar noch zwei Wochen vor Termin, aber heilfroh, dass es jetzt los ging. Ich habe dann auch im Kreißsaal angerufen und die Hebamme meinte, ich solle denn mal kommen. Mein Mann und ich kamen dann auch ca. 2 Stunden später in der Klinik an. Eine Ärztin untersuchte mich, Muttermund war noch gar nicht geöffnet (sakral) und Wehen hatte ich auch keine, beim Ultraschall war alles OK. Kind ANGEBLICH ca. 3000 g schwer, CTG auch gut.

    Naja, ich wurde dann aufs Zimmer verlegt und die Ärztin meinte, daß es wohl noch diese Nacht losgehen würde. Ich hatte dann auch nachts Schmerzen, wie extreme Menstruationsschmerzen, aber es tat sich am Muttermund nichts.

    19.4.99

    Am nächsten Morgen bekam ich Gel vor den MuMu und einige Stunden noch ein 2. Mal. NICHTS! Kaum Wehen, Muttermund sakral und nicht einen cm geöffnet. Gegen Abend wurde wieder in mein Zimmer verfrachtet, wo ich dann über Nacht wieder Schmerzen hatte. Ich bekam dann nachts eine Spritze und schlief im Kreißsaal, so bekam ich endlich etwas Schlaf. Mein Mann fuhr erst mal nach Hause. Mittlerweile waren es schon über 36 Stunden nach Blasensprung. Mein Mann konnte auch schon nicht mehr vernünftig aus den Augen schauen. Schließlich war er fast die ganze Zeit anwesend und campierte zeitweise in der Elternschule.

    20.4.99 - 21.4.99

    An diesem Morgen wurde ich wieder mal gegelt, Ergebnis=0, ich bekam homöopathische Kügelchen, Ergebnis=0, ich lief in der Gegend rum, stieg Treppen auf und ab, Ergebnis=0. Ich bettelte nun nach einem Kaiserschnitt. Mittlerweile kannte ich wohl jeden Arzt/Ärztin und Hebamme und alle konnten sich nicht erklären, warum es nicht losging. Gegen 17 Uhr (20.4.99) wurde ich dann an den Tropf gehängt und die Wehen kamen wie durch ein Wunder in vollem Tempo, so daß ich nach der PDA schrie. Die bekam ich dann auch prompt gelegt. Es war super. Die PDA wirkte zu 100 % und fühlte mich wie auf Wolken. Nach 4 Stunden war der Muttermund dann voll eröffnet. Das war es dann auch. Kein Baby in Sicht und langsam kamen auch die Schmerzen zurück. Die Hebamme war nun wirklich ratlos, ich bekam eine Dauerinfusion für die PDA und einen Katheder gelegt. Ich hatte immer das Gefühl, dringend aufs Klo zu müssen, um ein Häufchen zu machen. Das machte die Hebamme stutzig. Ich sollte dann mal kräftig pressen. NICHTS. Der Kopf des Babys hing fest. Es ging kein Stück mehr voran.

    Die Hebamme ging aus dem Zimmer und kam mit der Ärztin zurück. Sie schaute kurz nach und sagte zu mir: "Das wird nichts mehr, wir müssen einen Kaiserschnitt machen. Übrigens hat man Ihnen schon gesagt, daß Ihr Kind nach der Geburt in die Kinderklinik verlegt wird? Schließlich liegt der Blasensprung ja jetzt gut 60 STUNDEN zurück?" Meinem Mann und mir blieb erst mal die Spucke weg. Was nun wirklich der Grund für den Geburtsstillstand ist, wollte sie mir nicht sagen. Sie meinte nur, das Baby würde mit dem Köpfchen am Becken hängen und nicht mit diversen Hilfsmitteln herauszuholen sein.

    Während des Kaiserschnitts wurde es dann einmal kurz ziemlich hektisch, denn das Baby rutsche mit dem Kopf in den Geburtskanal und es wurde eine Hebamme gerufen, um schnell mit einer Hand gegen zu halten. Mein Mann sagte mir später, daß mein Kreislauf in den Keller ging und sie mich erst mal wieder stabilisieren mußten. Ein Segen, daß ich schon halb weggetreten war. Es ging dann alles ganz schnell, innerhalb von 15 Minuten wurde unsere Jacqueline um 2:45 Uhr mit 45 cm Größe, 2260g und Kopfumfang 32 cm geboren. Noch ein Grund, warum sie direkt in die Kinderklinik kam. Ich war nach 63 Stunden völlig am Ende und habe meine Kleine nur für ein paar Sekunden sehen können, bevor sie in die KiKlinik kam. Mir war aber auch erst mal alles egal, so fertig war ich. Nach drei Tagen wurde sie dann wieder zu mir verlegt.

    Mittlerweile ist sie 4 Monate alt, 59 cm groß, wiegt 5300 g und ist putzmunter. Daß ich sie letztendlich mit Kaiserschnitt bekommen habe, empfinde ich nicht als schlimm und auch die Schmerzen danach waren erträglich.

    Ich wundere mich nur, daß man beim ersten US annahm, daß das Kind mindestens 3000 g wiegt.
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  • Rezept der Woche

    Spargel aus dem Ofen

    1 kg Spargel, weiß
    Salz
    Zucker
    Margarine
    250 g Schinken, roher
    3 Ei(er)
    ⅛ Liter süße Sahne, ungeschlagene
    2 EL Butter
    3 EL Käse, gerieben
    1 Bund Dill
    2 Tomate(n)

    Und so wirds gemacht
    Spargel putzen, waschen und in Salzwasser ca. 15 Min. mit etwas Zucker garen. Aus dem Topf nehmen und gut abtropfen lassen.

    Eine feuerfeste Form mit Margarine auspinseln. Spargel in die Form schichten. Schinken in lange, dünne Streifen schneiden und die Hälfte auf die Spargelstangen legen. Eier mit Sahne, zerlassener Butter, Reibkäse und etwas Salz schaumig rühren. Diese Soße über den Spargel gießen. Dann die restlichen Schinkenstreifen über dem Spargel verteilen und das Gericht im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten überbacken. Die Form aus dem Ofen nehmen und mit einem Untersatz sofort auf den gedeckten Tisch setzen. Den überbackenen Spargel mit gehacktem Dill und mit Tomaten garnieren.