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    Anonym 

    Veröffentlicht: 8. May 2011 11:12   
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    3. Eltern

    Ich habe nach einer wunderschönen Geburt per Wunschkaiserschnitt meine Tochter sofort anlegen können. Sie trank ein wenig und schlief ein. So ging es in den ersten Tagen wunderbar weiter, und ich war sehr erleichtert, dass ich nach einer einfachen Schwangerschaft, Wunschgeburt auch mit dem Stillen keine Probleme hatte. Dann kam nach dreineinhalb Tagen der Milcheinschuss und mit ihm in der Nacht furchtbarer Schüttelfrost, so dass ich um eine zweite Decke bitten musste. Die Brust fing nachts extrem an zu schmerzen, war heiß, prall und hart. Auf mein verzweifeltes Klingeln wollte die Nachtschwester nur, dass ich mein Baby anlege. Meine Tochter trank ein bisschen und schlief sofort wieder ein. Die Nachtschwester kommentierte meine Schmerzen nur mit: Das ist eben so beim Milcheinschuss.

    Die Schmerzen in der Brust wurden immer schlimmer, sie war steinhart und die Milch floss in Strömen heraus. Ich hätte fünf Kinder auf ein Mal satt bekommen. Meine Tochter wurde satt, schlief regelmäßig zwischen den Malzeiten ihre sechs Stunden und nahm zu. Ich heulte dagegen vor Schmerzen, hatte nachts Fieber, und ertrank in meiner Muttermilch. Die Drüsen unter den Achseln waren so stark geschwollen, dass ich mich kaum bewegen konnte. Ich bekam die Kleine nicht aus dem Bett gehoben. Alle meine Bitten an die Schwestern, Hebammen und Ärzte wurden abgeschmettert. Es gab Pfefferminztee und Salbeitee und den ewig gleichen Satz: Stillen um jeden Preis. Das kann eben dauern. Selbst als sich die Brust anfing zu entzünden, half mir niemand. All die Globoli halfen nichts. Da die Brust hart wie Stein war, konnte ich sie auch nicht auspressen. Stilleinlagen waren sofort durchnässt. Ich konnte kaum das Haus verlassen, weil ich nach einer Stunden wieder hätte abpumpen müssen. Ohne die Pumpe hätte ich die Schmerzen einfach nicht ausgehalten, nach dem ich nie alles, sondern "nur" in Windeseile so 200 ml (und das nach dem Stillen!) abgepumpt hatte, ging es für kurze Zeit besser. Am Tag habe ich mehr als einen Liter Milch in den Ausguss geschüttet. Das Kind wurde immer noch satt. Als ich nach sechs Tagen zuhause war, besserte sich der Zustand auch nicht. Wenn ich meine Tochter stillte, wurde alles um sie herum nass, von der Milch und meinen Tränen. Die Schmerzen waren nicht zu ertragen, ich konnte meine Kleine kaum halten. Allein mit der Hilfe meines Mannes habe ich mich durchgerungen, diesem Trauma ein Ende zu setzen und abzustillen. Nach vier Wochen wurden die Beschwerden langsam besser. Unsere Tochter nahm die Flaschenmilch problemlos an und hatte auch keinen Durchfall mehr wie nach dem Stillen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Stillen um jeden Preis das Beste für mein Kind sein soll, wenn ich es dabei vor Schmerzen kaum selber versorgen kann und sie mit meinen Tränen übergieße.

    Im Freundeskreis wurde ich regelrecht attackiert, weil ich nun so früh aufgehört hatte, eine "gute Stillbeziehung" zu meinen Kind aufzubauen. Ich habe mich damit getröstet, dass Muttermilch hoch belastet ist und voller Schadstoffe. Am liebsten hätte ich sie noch untersuchen lassen. Ich habe darunter gelitten, dass ich nirgendwo auf Verständnis stieß und mich Hebamme und Arzt immer nur vertröstet haben. Mit den Fläschchen klappt es prima, und die Familie ist dadurch super flexibel und alle drei sind glücklich!

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  • Rezept-Tipp

    Bärlauchcremesuppe

    1 Bund Bärlauch
    1 gr. Zwiebel
    2-3 Kartoffeln
    1 Möhre
    1,5 l Gemüsebrühe
    Olivenöl
    100 ml Sahne

    Zwiebel in feine, Kartoffeln und Möhre in grobe Würfel schneiden, Bärlauch hacken. Die Zwiebel in etwas Olivenöl anschwitzen, Topf mit der Brühe auffüllen. Kartoffeln, Möhre und Bärlauch hinzugeben und ca. 20 Min. köcheln lassen. Alles pürieren und Sahne unterrühren. Evtl. mit einigen übrig gelassenen Bärlauchblättern garnieren.

    Guten Appetit wünscht das BZ-Team!