Hallo,
mein Sohn ist jetzt 18 1/2 Monate alt und er hat sich selbst- also natürlich- abgestillt.
Als ich schwanger wurde, wusste ich zwar, dass ich auf jeden Fall dieses erste halbe Jahr stillen werden würde. Aber das rührte daher, dass ich starke Neurodermitikerin bin, und meinem Sohn den besten Start bieten wollte.
Nach einem sehr ungewollten, aber überlebenswichtigen Kaiserschnitt begann unsere wundervolle Stillbeziehung sofort. Max hatte auch keine kaiserschnittbedingte --------------------. Ich weiß jetzt, dass mitunter das Stillen unsere Wunden der Geburt geheilt haben.
So erlebte ich das Stillen als sehr heilsam und wohltuend. Obwohl ich die ersten 16 Wochen durchgehend so stark Neurodermitis an meinen entzündeten Brustwarzen hatte, dass ich mit einem Teesieb unterwegs war. Trotz der Schmerzen konnte ich es einfach meinem Sohn und mir nicht antun, abzustillen.
Ich habe auch während der Stillzeit das gemeinsame Stillen immer genossen und es hat mich wirklich nur einige Male gestört. Wir hatten oft auch viel Spaß dabei. Ich genoss die Zweisamkeit und liebte es, meinem Sohn so viel Freude und Wonne bereiten zu können. Hinzu kommen noch die ruhigen und entspannten Nächte in unserem Familienbett.
Ich habe meinem Sohn nie die Brust verweigert, da ich nie einen Anlass hierfür sah. Max fühlte sich stets mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen angenommen. Ich habe ihn sozusagen nie von mir gestoßen.
An seinem ersten Geburtstag war das Abstillen noch kein Thema und ich beschäftigte mich mehr mit dem Thema und mir war klar, dass ich bewusst Natürlich abstillen wollte.
Das Umfeld meinte natürlich Anderes. ich würde ihn nie abgestillt bekommen. Nur unter Tränen und mit Gewalt, was mir natürlich auch Angst einfloss. Das wollte ich nie. Aber tief in mir drin wusste ich, dass wir beide es wissen würden, wann es soweit wäre.
Und wenn ich meinem Sohn sah, wie er seinen Busen liebte und es ihm sooooooo gut tat, wusste ich , ich kann ihm das nicht nehmen und es ist richtig so. Ich denke, dass ist meine Entscheidung, da es meine, unsere STillbeziegung ist und niemand hat das Recht, darüber zu entscheiden. Man sagt ja auch nicht zu einer Freundin sie solle sich trennen, da ich das doof finde.
Als Max 14 Monaten alt war, ging ich wieder arbeiten. Zu aller Überraschung konnte mein Freund ihn meist problemlos ohne Busen zu seinem Mittagsschlaf bringen- ich denke, dass hat das Abstillen auch beschleunigt, da er auch zu anderen eine intime Beziehung aufbauen konnte.
Ich machte mir darüber noch keine Gedanken und stillte fröhlich weiter.
Dann wurde es immer weniger- nur noch daheim, dann nur noch morgens, nachts (5-7) und abends.
Nachdem das Morgenstillen auch noch wegfiel, merkte ich, dass das zu Ende gehen würde und wir nun eine andere Beziehung oder eine zusätzliche Beziehung aufbauen mussten. Aber vielleicht würde Max auch noch für immer nachts kommen- prima.
Tja und dann wollte er nur noch zum Einschlafen und nur noch ganz kurz und vor einer Woche ist er einfach ohne Aufhebens von alleine eingeschlafen und ich wusste, dass es nun vorbei sein. Am Anfang war ich so stolz und rauchte erst mal eine Zigarette. Aber mittlerweile beschleicht mich auch ab und an eine gewisse Traurigkeit. UNd das sind bestimmt nicht die Hormone.
Als mein Schwester stillte, war ich mir sicher, dass er noch mal kommen würde, aber er küsste nur meinen Busen und meinte Meiner! und ging weiter. Einerseits war ich stolz auf ihn und andererseits war mir schon kurz bange.
Aber es erfüllt mich mit tiefer Zufriedenheit, meinem Sohn das mit auf seinen WEg gegeben zu habe. Und ich weiß, dass es richtig war. Mittlerweile genieße ich auch unsere neue Beziehung, er küsst mich viel mehr und sucht mehr Körperkontakt, will mehr schmusen, was ich natürlich umso mehr genieße. Wir schauen viel Bücher miteinander, wo der Körperkontakt auch da ist.
Und: Max schläft durch!!!!!!!!!!
Ich denke, dass ein Grund für dieses frühe, problemlose Abstillen der ist, dass ich ihn nie von mir weggestoßen habe und es mir nie – zum Glück !- zu viel war.
Max ist eben ein gestilltes, getragenes FamilienbettKind.
Außerdem ist jedes Kind anders- trotzdem hätte es von mir aus hätte es noch eine Weile so weitergehen können.
Da wir ein zweites Kind planen, freue ich mich jetzt umso mehr auf das Stillen und eben Alles, was so dazu gehört.