Veröffentlicht: 5. May 2011 16:58
Den 1. Dezember 2003 werden wir nie vergessen, meine Frau Melanie und ich. Gemütlich sassen wir zwei am Abend auf dem Sofa und hatten uns einen Film ausgesucht. Erst am Nachmittag waren wir beim Frauenarzt um zu schauen was unsere Zwillinge machen. Es war die 33. SSW und Melanie und die Babys waren putzmunter. Noch, denn als wir uns den Film anschauten wurde Meli ein bisschen nervös, sie dreht sich auf dem Sofa nach links, dann rechts, legte sich hin. Mit ihrem Kopf auf meinen Beinen blieb sie dann eine Weile liegen. Ich machte mir ein bisschen Sorgen und spürte ihre Unruhe.
Eine Stunde später hatte sie sogar leicht Fieber und war am jammern. Als sie dann auf dem Weg ins Badezimmer war sah sie mich an und sagte:\\\" Du hast Recht, es ist soweit.\\\" Jetzt fand ich meine Vorahnung auch nicht mehr so komisch. Völlig aus dem Häuschen holten wir ihren Koffer, riefen in der Klinik an und kamen etwa um zehn Uhr nachts in der Klinik an.
Meli hatte tatsächlich ihre Wehen, dass hiess also, wir bekommen Frühchen über, statt Sylvesterbabys, wie ich sie immer nannte. Der eigentliche Termin sollte der 31. Dezember sein. Uns beruhigte dass unsere Babys auf natürliche Weise zur Welt kommen können,ich war immer an der Seite meiner Meli, hielt ihre Hand, stützte sie beim pressen, aber im Vergleich was sie in dieser Nacht durch machte war das nichts.
Um vier Uhr nachts waren wir zwar ein Stückchen weiter, aber eben noch nicht so, wie es sein sollte. Die Herztöne waren okay, bis ein paar Minuten einer der Zwillinge unregelmässig waren. Der Arzt sagte, dass es bei den Zwillingen nicht so lange dauern dürfte, wegen der Gefahr auf eines. Also fieberten wir gegen die Zeit. Eine Stunde später um fünf Uhr sah es schon besser aus, und nochmals eine halbe Stunde später durfte Meli pressen. Die Gefühle in diesem Moment waren absolut super, die kurze Zeit bevor man Eltern ist. Meli schrie und brachte ihre ganze Kraft zusammen, bis um 05. 44 Töchterchen Lia Tamy da war. Als sie schrie kamen uns beiden Tränen über die Wangen, die Hebamme kümmerte sich draussen um sie, während Meli weiter arbeiten musste. Exakt fünf Minuten später um 05. 49 kam unser zweites Töchterchen Sharleen Lea auf die Welt.
Der zweite Dezember also. Lia und Sharleen ging es beiden gut, wie Meli, auf die ich sehr stolz bin. Und unser schönstes Weihnachtsgeschenk war natürlich, dieses Jahr schon mit unseren Kindern Weihnachten zu feiern, mit der ganzen Familie zusammen.
Aber an Sylvester werden wir trotzdem noch das Glas neben Glück fürs neue Jahr für Lia und Sharleen heben.
Daniel