• Learas Geburt

    von Michaela

    Ich möchte hier mal meinen Geburtsbericht niederschreiben, um den werdenden Müttern Mut zu machen...

    Nach einigen ET-Änderungen stand der neue Termin fest: 05.03.2005. Der vorherige Termin war der 28.02.05 gewesen und der war nun gerade verstrichen.

    Am 03.03. bekam ich Schmerzen, die ich in keinster Weise für Wehen gehalten hätte... völlig unregelmässig und auch nicht wirklich heftig. Sie dauerten oft nur 20 Sekunden an und kamen mal alle 5 Minuten, mal alle 30 Minuten. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen und rief bei meinem FA an, um seine Meinung zu hören. Der sagte dann, das höre sich nach Senkwehen an. Gegen Mittag war der Spuk dann auch wieder vorbei und ich spürte nichts mehr dergleichen.

    Abends um 22.30 Uhr ging es dann wieder los, genauso wie bisher... unregelmässig und nicht wirklich schmerzhaft. Schlafen konnte ich nicht in dieser Nacht, ich musste immer wieder aufstehen und zur Toilette gehen, da ich das Gefühl hatte, ich müsse ein "grosses Geschäft" erledigen. Dies war nicht der Fall, also verbrachte ich die Nacht mit dem Fernsehprogramm auf dem Sofa.

    Am nächsten Morgen weckte ich unbeabsichtigt meinen Mann, da ich mich zu ihm legte und begonnen hatte, die "Schmerzen" zu veratmen. Dies klappte hervorragend, es war nicht so heftig - also hielt ich es noch immer für Senkwehen.

    Mein Mann wollte mit mir ins Krankenhaus fahren, aber ich war der Meinung, mein FA würde fürs erste genügen - schliesslich könne auch er mich ans CTG anschliessen. Also fuhren wir in die Praxis. Beim CTG waren keinerlei Wehen zu sehen. Untersuchen konnte mich der FA nicht, da er sich verletzt hatte und auf Krücken laufen musste. Er stellte mir eine Einweisung aus und meinte, ich könne ja vorsichtshalber mal ins Krankenhaus fahren.

    Zuhause angekommen packte ich ganz in Ruhe noch einige Kleinigkeiten in die Kliniktasche, mein Mann ging noch mal mit dem Hund raus, ich telefonierte noch ein wenig. Dann fuhren wir ganz gemütlich Richtung Krankenhaus.

    Wir meldeten uns dort im Kreissaal an (es war mittlerweile 12.00 Uhr), ich wurde erneut ans CTG angeschlossen - noch immer keine Wehen zu sehen. Die Ärztin fragte nach meinen Beschwerden und war ebenfalls der Meinung, dass dies Senkwehen sein müssten. Die Überraschung kam dann beim Abtasten des Muttermundes: der war bereits 4 cm geöffnet!! Die Ärztin sagte dann, dass es sehr ungewöhnlich wäre mit den paar Wehen, die ja nicht mal so sehr schmerzhaft waren, ein solches Ergebnis zu erzielen und dass so manch andere wohl auf Knien an die Tür gekratzt hätte. Ich fand das natürlich ganz toll. Die Vorstellung, mein Baby noch an diesem Tage in den Armen zu halten (die Ärztin bestätigte mir, das dies wohl so sein würde) war einfach irre!!! Ich sollte dann noch ein wenig herumlaufen, wenn ich wollte, um den Muttermund noch weiter zu öffnen. Und ob ich wollte!!

    Mein Mann holte die Kliniktasche aus dem Auto und ich wartete vor der Krankenhaustür auf ihn. Um 13.45 Uhr sollten wir wieder im Kreissaal sein. Dort bezog ich ein Wehenzimmer und schickte meinen Mann erstmal nach Hause, damit er noch etwas essen konnte und nochmal mit dem Hund rausging. Der Muttermund war zu dem Zeitpunkt 5 cm geöffnet. Kaum war mein Mann weg, gingen die Wehen richtig los!! Alle 5 Minuten - jetzt wurde mir auch klar, dass es wirklich Wehen waren. Sie liessen sich zwar recht gut veratmen, aber sie waren nun etwas stärker und absolut regelmässig. Auch der Wehenschreiber zeigte nun ganz ordentliche "Berge" an. Ich fragte nach einer PDA, denn ich hatte wenig Lust, die nächsten Stunden mit Wehen im 5 Minuten-Abstand kämpfen zu müssen. Leider war es nicht möglich, mir die PDA zu geben, ich hatte bei dem Versuch höllische Schmerzen und konnte nicht mehr aufrecht sitzen oder stehen. Die Anästhesistin musste aufgeben und erklärte, dass ich zu viele oberflächliche Blutgefässe hätte, in die sie immer reinspritzen würde. Nun musste ich die Geburt ohne PDA überstehen !!! Ca. 1 Stunde später war mein Mann wieder da und er staunte nicht schlecht über die dokumentierten Wehen und dass es nun richtig losging. Die Wehen kamen bald im Abstand von 3 Minuten - es tat schon weh, aber ich konnte sie noch immer relativ gut veratmen. Ich bekam ein anderes Mittel gespritzt, welches mir zwar nicht nicht Schmerzen erträglicher machte, mich aber irgendwie "high" machte - jedenfalls hatte ich das Gefühl, ich redete wie ein Wasserfall *g*. Da das Köpfchen unserer Kleinen noch nicht fest im Becken war, bekam ich einen Wehentropf, der nicht wirklich angenehm war, er verstärkte die Wehen.

    Um 17.00 Uhr ging es dann direkt in den Kreissal, da so langsam die Presswehen begannen (der Muttermund war bereits komplett geöffnet). Diese Wehen empfand ich als noch unangenehmer, diese konnte ich nicht so enfach veratmen. Ich kämpfte eine ganze Stunde lang mit den Presswehen, ich konnte nicht mehr!! Mein Mann stand mir die ganze Zeit zur Seite, er hat mir so toll geholfen!! Selbst als das Köpfchen bereits zu sehen war, ging es irgendwie nicht voran, ich war völlig erschöpft. Als man mir dann mit der Saugglocke drohte (guter Psychotrick) und mir mitteilte, dass dies um einiges schmerzhafter sein würde, gab ich nochmal alles und presste wie verrückt. Die Ärztin unterstützte das Ganze, indem sie ein Tuch unter meinen Rücken spannte, welches dann durch Druck auf meinen Bauch half, unsere kleine Tochter herauszuschieben (ich selbst hab davon nichts mitbekommen, weiss nicht genau, wie das gemacht wurde). Und plötzlich war sie da und schrie sofort!! Als sie mir auf den Bauch gelegt wurde, wusste ich vor Rührung nicht, was ich sagen sollte. Ich konnte nur stammeln: da ist sie ja... (hatte mir mein Mann hinterher erzählt).

    Dann kümmerte sich die Hebamme gemeinsam mit meinem Mann um unsere kleine "Leara", ich musste leider noch genäht werden - ein beachtlicher Dammschnitt und ein Scheidenriss rechts mussten versorgt werden. Das Nähen dauerte eine Stunde und mir tut der Arzt, der das erledigen musste, heute noch leid!! Ich habe ziemlich geschimpft mit ihm...

    Um 18.06 Uhr wurde unsere Süsse geboren - 2680 g, 48 cm, KU 35 cm.

    Eigentlich war es eine schöne und schnelle Geburt (vom Beginn der "richtigen" Wehen, die auch etwas schmerzhafter waren, bis zur Geburt dauerte es ca. 4 Stunden). Und das beim ersten Kind... Ich hoffe, das macht auch anderen Erstgebärenden Mut!!

    Michaela
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  • Rezept der Woche

    Spargel aus dem Ofen

    1 kg Spargel, weiß
    Salz
    Zucker
    Margarine
    250 g Schinken, roher
    3 Ei(er)
    ⅛ Liter süße Sahne, ungeschlagene
    2 EL Butter
    3 EL Käse, gerieben
    1 Bund Dill
    2 Tomate(n)

    Und so wirds gemacht
    Spargel putzen, waschen und in Salzwasser ca. 15 Min. mit etwas Zucker garen. Aus dem Topf nehmen und gut abtropfen lassen.

    Eine feuerfeste Form mit Margarine auspinseln. Spargel in die Form schichten. Schinken in lange, dünne Streifen schneiden und die Hälfte auf die Spargelstangen legen. Eier mit Sahne, zerlassener Butter, Reibkäse und etwas Salz schaumig rühren. Diese Soße über den Spargel gießen. Dann die restlichen Schinkenstreifen über dem Spargel verteilen und das Gericht im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten überbacken. Die Form aus dem Ofen nehmen und mit einem Untersatz sofort auf den gedeckten Tisch setzen. Den überbackenen Spargel mit gehacktem Dill und mit Tomaten garnieren.