Veröffentlicht: 14. March 2011 08:34
Mittlerweile bin ich ein knappes Jahr zu Hause. Anfangs hat es mir sehr gefallen, weil mir meine bisherige Arbeit auch nicht so doll Spaß gemacht hatte. Dann gab es eine Zeit, als es sehr langweilig wurde weil meine Kleine ziemlich pflegeleicht war. Als sie anfing zu krabbeln, wurde sie mobiler und stellte auch jede Menge an. Hinzu kam, dass sie durch die neu hinzugekommenen Krabbelgruppen ständig krank ist. Nun bin ich also Tag und Nacht gefordert, auch der Haushalt muss ja erledigt werden. Manchmal sehne ich mich dann doch danach, wieder mal ein paar Stunden an etwas anderes denken zu können als nur an Windeln und Essen machen. Aber bis sie im Kindergarten ist, werde ich auf jeden Fall zu Hause bleiben.
Meine Mutter war auch immer halbtags arbeiten. Bis ich von der Schule nach Hause kam, stand auch das Essen auf dem Tisch und sie war den ganzen Mittag für mich da. Aber sie war nicht so gefrustet wie die Mütter meiner Schulkameraden, die den ganzen Tag nur zu Hause waren. Meine Mutter stand immer mit beiden Füßen im Leben!
Und noch was fällt mir dazu ein: Es gibt im Hausfrauendasein wirklich wenig Komplimente und Erfolge! Dass es dem Kind gut geht, alles sauber ist und man Tag und Nacht da ist, gehört ja zur mütterlichen Pflicht. Wenn man sich beschwert, man hätte Stress, lacht einen jeder nur aus! Und wenn man etwas Schönes zu erzählen hat, heißt es nur, man würde alles schön reden!
Angelika