Veröffentlicht: 14. March 2011 10:06
Hallo,
ich habe einige Erfahrungsberichte gelesen und muß nun meine loswerden.
Für mich stand von Anfang an fest wieder arbeiten zu gehen, sobald die Kleine ein Jahr alt ist. Doch es war wirklich schwer. Erst haben wir keinen Krippenplatz bekommen, dann sprang der Arbeitgeber von der Mündlichen Zusage ab, schriftlich hatte ich noch nichts diesbezüglich erhalten (muss auch gestehen wollte nicht zum Anwalt mein Recht auf Elternteilzeit einklagen).
Hatte mich also schon damit abgefunden eine neue Stelle zu suchen, aber aufeinmal kam Anruf wir brauchen dich in vier Wochen. Nun standen wir da, kein Krippeplat, keine Tagesmutter, sind ja Monate davor ausgegangen das ich nicht genommen werde. Losgehetzt eine Tagesmutter gesucht, Gott sei dank eine gute gefunden.Seither arbeite ich 20 Stunden die Woche, wie ich aber Erfahren habe bin ich nur genommen worden weil sie niemand auf diese Stelle beworben hat, bin also nur Lückenbüsser (bin nicht böse darum, liebe die Arbeit). Das Einzige, was mich wirklich nervt, sind die Ständigen Blöden Kommentare wegen Teilzeitkraft usw., auch das man so schlecht angesehen wird bei den Oberen. Mutter+Kind=Teilzeitkraft unbliebt, so kommt mir das vor.Auch im Bekanntenkreis sehe ich das Mütter lieber rausmobbt oder eine gute Abfindung bekommen damit sie gehen. Ich bin froh das ich wieder drin bin, in meinem Beruf. Leider wird es nur bei einem Kind bleiben müssen, da mein Mann und ich, beide im Schichtdienst, arbeiten und zwei Ganztagesplatze für Kinder können wir uns nicht leisten, abgesehen davon das ich nichtmal weiß ob ich für 2009 überhaupt ein Ganztagesplatz bekomme, den die sind rar.
Und nochmal ein Jahr aus dem Beruf raus, geht nicht, bin ja jetzt schon durch Glück reingekommen, nochmal werde ich es bestimmt nicht haben.Ein großes Problem ist meine Ausbildung,es gibt nur diesen einen Arbeitgeber (zu spezielle Ausbildung).Deshalb schließe ich mich meiner Vorrednerin an, habt am besten noch ein zweites Standbein, dann seid ihr flexibler und habt es einfach als ich.Ein weiteres Problem ist unsere Politik. Kinder sollen wir bekommen, arbeiten gehen müssen wir zum Teil, aber wohin mit unseren Kinder? Was bringt mir ein Jahr gutes Geld wenn ich danach nicht weiß wohin. Krippeplätze ausbauen, Recht und Schön aber wohin mit dem Kind wenn es in den Kindergarten kommt und es immer noch zuwenige Ganztagesplätze gibt, die werden nämlich kaum ausgebaut. Sollen Mütter z.B im Verkauf zum Arbeitgeber sagen "Ich muß aufhören der Kindergarten endet um halb zwei"? es ist so schon schwierig weil alle länger arbeiten müssen. Hätte ich meine Eltern nicht, die die Kleine nehmen, wenn mein Mann und ich bis abends elf arbeiten, gebe es sie heute bestimmt nicht.