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    von Veröffentlicht: 12. December 2011 11:07

    Nach der ersten, traumatischen Geburt wollten mein Mann und ich beim zweiten Kind alles anders machen. Keine Klinikgeburt, sondern ganz entspannt ZUHAUSE, alternativ im Geburtshaus. Ich war auch nur selten beim FA, welcher als ET den Mittwoch, 20.07.2011, errechnet hatte.
    Die erste Hebamme aus unserm Geburtshaus korrigierte diesen dann auf den 22.07.2011. Ich war zunehmend nervös, 1. musste ich mir kurzfristig eine neue Hebamme suchen (und das in der Haupturlaubszeit im Sommer!) und 2.weil unser Zwergilein sich überlegt hatte, schon im Bauch sitzen zu wollen... BEL! Ich! Ich hatte sogar schon einen Termin in der Klinik zur manuellen Wendung. Und eine Heidenangst davor. Mehr als vor der Geburt selbst!
    Zusammen mit der neuen, aber genau richtigen Hebamme probierte ich alles aus, was empfohlen wird, um einen Bauchzwerg zur Drehung zu bewegen. Und ich konnte mein Glück kaum fassen: die ERSTE Sitzung Moxa hats gebracht!
    Zwei Wochen vor dem ET richtete sich meine kleine Schwester bei uns häusl. ein, um mir zur Geburt die werdende Große abzunehmen. Wir waren sogar noch zusammen in der Disco – ja, das geht!!! Meine liebe kleine Schwester trug auf jeden Fall erheblich dazu bei dass ich nicht völlig abdrehte. Igelball sei Dank
    Die Nachbarn waren alle informiert- meine Freundin ging sogar abends 2Std. eher schlafen!

    Ich war nun so richtig in freudiger Erwartung, was aber mit näherrücken des Termins in quälende Spannung umschlug. Wollte ich doch UNBEDINGT zuhause gebären, um das Trauma der ersten Geburt zu überwinden. Leider begann der Urlaub meiner Hausgeburtshebamme am 25.07.- das würde bedeuten, wenn ich übertrüge, käme ich ums KH nicht mehr herum...
    In der Woche um den ET begann ich (nach Absprache mit der Hebamme!) mit geburtseinleitenden Maßnahmen, von Prostaglandinen über Globuli bis hin zum Cocktail. Nach dem war ich angetrunken und 3 Std. auf Toilette, aber ohne den gewünschten Erfolg.
    Ich machte mein Umfeld mit meiner Ungeduld regelrecht verrückt! Sorry an alle Beteiligten
    Die Hebamme verabschiedete sich inzwischen nur noch mit „bis zur Geburt“ statt mit „Tschüß“.
    Freitagabend. Die Wurfkiste stand schon lange bereit, als Geburtsort war das Wohnzimmer vorgesehen. Fehlte nur noch der Zwerg.
    Gegen 22:15Uhr Einnahme des zweiten Cocktails. Meine Große schlief in ihrem Zimmer, mein Mann vor dem Fernseher. Meine Schwester und ich spielten noch eine Weile „Stadt, Land, Fluß“ - und dann hieß es VORSCHLAFEN...
    Ich mußte tatsächlich eingeschlafen sein, gegen 01:10Uhr weckte mich mein typisch Endschwangeren-Klodrang. - Und???... Als es im Bauch deutlich knackte, war ich schlagartig hellwach: DAS Geräusch kenne ich, geht’s jetzt los?
    ... nix tat sich. Grummel. Zurück im Schlafzimmer rieb ich mir den Bauch nochmal mit Wehenöl ein (schaden kanns ja nicht) und schlug die Bettdecke zurück. Ins Bett kam ich aber nicht mehr- ich hatte plötzlich NASSE Füße! ...äähh, ja. Uhrzeit: 01:35Uhr. Ich weckte meinen GG- der dachte doch schlaftrunken allen Ernstes, ich mache Witze??? Dann rief ich die Hebamme an. Sie meinte, da ich noch keine Wehen habe, könne ich ruhig noch ins Bett gehen, es dauere noch. Aber als sie hörte, wie sich bei mir eine Wehe der stärkeren Art bemerkbar machte, sagte sie nur: „Ok. Wir kommen.“ Jetzt wars also soweit. Ich mußte laufen, um die Wehen zu verarbeiten- aber endlich hate die Spannung ein Ende!
    Ich schrieb kurz eine Rund-SMS um mich bei den wartenden Lieben für die Unterstützung zu bedanken. Mein Mann weckte meine Schwester, gemeinsam gings ins Wohnzimmer, die Wurfkiste auspacken, Sofa abkleben, Kaffee kochen. - Schade, dass DAS keiner fotografiert hat
    Auch den Ausdruck in meinen Augen beim letzten Toilettengang als Schwangere. Dieser Glanz, diese Wildheit, diese Kraft- unbeschreiblich, unwiederbringlich, weiblich!!!
    Habe ich mich doch bei der ersten Geburt für alles geschämt, was mein Körper so von sich gab- und diesmal habe ich alles zugelassen.
    Unsere Hebammen wollten sich totlachen beim Anblick unseres Wohnzimmers, wollten wir doch ein Kind bekommen und nicht renovieren. Ich wurde erstmal von meiner Hebamme ermahnt, mich auf die Geburt zu konzentrieren, konnte ich doch die letzten Handgriffe nicht abgeben.
    Meiner Schwester wurde nun meine Wehenarbeit zuviel, sie ging zu meiner Freundin rüber, die nur 3 Häuser entfernt wohnt. Die Wehen wurden stärker und ich bekam bei jeder Wehe einen unbändigen Fluchtreflex. Ich mochte nicht liegen, konnte nicht sitzen, ich mußte mich bewegen. Meine beiden Hebammen saßen im Wohnzimmer und ließen es geschehen.
    Mein GG war die ganze Zeit in meiner Nähe, reichte mir Wasser, sprach mir gut zu und rieb mir sogar einmal etwas unbeholfen das schmerzende Kreuz.
    Diese Wucht, dieser Druck, dieser Schmerz! Es war so gut, und gleichzeitig auch unbeschreiblich grausam. Ich probierte selbst, mir den Wehenschmerz zu erleichtern, ich stemmte mich mit beiden Armen und Beinen in den Türrahmen, saß kurz auf dem Hocker- aber am besten konnte ich es aushalten am Treppengeländer im Flur. Im Stehen. Ins Geländer gekrallt.
    Ich war in meinem eigenen Film, ganz für mich, aber trotzdem nie klarer als zuvor.
    Schrägerweise half mir das dort hängende Delfinposter meiner Großen durch die Wehen- wie ein Mantra hatte ich den Satz aus dem Schwangerenratgeber im Kopf …“die Wehe ist wie eine Welle des Meeres, sie kommt und geht und sie müssen lernen, auf ihr zu reiten, wie ein Surfer...“
    Ich tönte, schwitzte, stöhnte und versuchte, nicht zu jammern- und meine größte Angst in dem Moment war: ich fall über das Geländer die Treppe herunter. Aber gleichzeitig spürte ich mein Kind durch den Geburtskanal rutschen und das war ein unbeschreibliches Hochgefühl.
    Die eine Hebamme kontrollierte immer wieder MM und Herztöne und die zweite reichte mir nun ihre Hand zum zerdrücken. DAS muss ein tolles Bild gewesen sein:
    Ich im Flur, ins Treppengeländer gekrallt, hinter mir Hebamme 1, rechts von mir in der Wohnzimmertür mein (sprachloser, jetzt schüchterner) Mann und Hebamme 2 schräg vor mir.
    Mein Mann gab dann sogar noch Anlass zum Lachen- hat er doch den starken, geburtsfördernden Kaffee den Hebammen als Getränk angeboten...
    Inzwischen war der Schmerz für mich grenzwertig, ich wurde laut, mußte bei jeder Wehe mit den Füßen trampeln und hatte auf einmal den unbändigen Drang zu pressen. Man ließ mich gewähren und es tat so weh, dieser reißende Schmerz! Der Kaffee erwies sich als echte Wohltat dagegen.
    Plötzlich ließ mich die Hebamme fühlen- da war schon das Köpfchen meines Babys im Anmarsch. Mein Kommentar: „wie... schon fertig?“ - Man kommt auf Ideen unter der Geburt...

    Und dann gings ganz schnell: Zwei, drei weitere Wehen, es platschte – und da lag unser zweites Kind unter mir!!! Nach nur 2,5Std. um 04:15Uhr. Stolz, gerührt und glücklich wandte ich den Kopf in Richtung meines GG, welcher sich in der Endphase etwas entfernt hatte, und sandte ihm einen „IchliebeDich“-Blick.

    Hebamme 1 meinte nur: „Da ist Dein Kind- nimm Dir Dein Kind“, aber ich zitterte so sehr, als die erste Anspannung fiel und meine Beine waren tonnenschwer, daß man mir mein Baby reichen mußte. So rosig, so naß, so unglaublich- und sie krähte. Zu zweit hievten sie mich dann zurück ins Wohnzimmer aufs Sofa, weil ich plötzlich kurz stark blutete und die Hebamme das genauer untersuchen wollte. Gott, war dieses Baby klein! Der Hintern paßte genau in eine meiner Hände. Aber so süß und roch so gut- endlich hatte das Warten ein Ende. Die Hebammen räumten im Hintergrund herum, mein GG kam nun dazu und fragte, was es denn nun sei, damit man sich auf einen Namen einigen könne. Ich hob vorsichtig das Handtuch und antwortete, ich hätte ja bereits die Hand am Po und da sei „nichts“- also sei es wohl ein Mädchen

    Er schnappte sich die Namensliste von der Tür, verschwand einen Augenblick und als er wiederkam, meinte er, ich solle einen Namen aussuchen, weil für ihn keiner passe. Mein erster Vorschlag, Saphira, wurde mit dem Einwand abgelehnt, das wäre ein Auto, nein. Wir einigten uns auf SALOMÉ.

    Die Nachwehen überfielen mich und so bekam der frischgebackene Papa sein Baby in den Arm, damit ich für die Nachgeburt wieder aufstehen konnte. Danach bezog ich mein königliches Lager im Wohnzimmer (diesmal ohne Malerfolie)-und mein Mann kam um die Ecke, diesmal mit 2 Kindern! Richtig, die Große war ja auch noch da- sie ist wohl erst wachgeworden, als GG mit Baby leise in ihrem Zimmer stand. Was war das doch unbeschreiblich!!! kaum zu glauben. Auf einen Anruf hin kam der erste Besuch: meine Freundin mit meiner Schwester und wir feierten morgens um 5Uhr früh Geburtstag. HUNGER hatte ich!!! Eis, Pizza, Kekse- immer her damit.

    Leider zu früh gefreut. Gegen 6Uhr kriegt man hier beim Schlachter erst Frühstück, was mein Mann dann auch schnellstens für alle besorgen musste.

    Die ganze Zeit über lag dieses kleine Bündel Mensch nackt auf meiner Brust und schnuffelte vor sich hin. Die ersten Anlegeversuche klappten auch besser als beim großen Kind. Ganz klar besserer Start!
    Mann, hatte ich eine Energie in mir- und gleichzeitig war ich todmüde. Schlafen sollte ich, aber hallo?! Ich muss doch mein Baby begucken...
    Die gewordene große Schwester wich nicht von meiner Seite,auch sie war nicht zum schlafen zu bewegen, aus Angst, Salomé könne plötzlich ohne ihr Wissen großwerden.
    Meine Hebammen erledigten in der Zeit den erforderlichen Papierkram und die U1 bei Salomé.
    Sie hatte ihre eigene Art sich fürs Abpflücken vom Mutterbauch bei der Hebamme zu bedanken- hinterließ sie doch einen kleinen schwarzen Fleck auf dem Hebammenpulli... Aber so alle zusammen war urgemütlich!!! irgendwann hatte aber die schönste Nachgeburtsbetreuung ein Ende, schlafen für alle war angesagt.
    Meinen GG hielt es nicht mehr zuhause, hatte er sich doch zum Altpapiersammeln beim Fußballverein angemeldet. Ohne Schlaf, weg war er. Leider dann auch die Hebammen und meine Freundin. Wir „Hinterbliebenen“ gruppenkuschelten auf dem königlichen Lager herum.


    Für diesen Bericht gibt es ganz bewußt keinen Schluß, weil das genannte Hausgeburtsbaby ja von jetzt an bei uns wohnt.
    Aber abschließend kann ich sagen: das Abenteuer HAUSGEBURT hat sich als wundervolles, dem Anlass angemessenes und obendrein heilsames Erlebnis herausgestellt!!!

    es ist zum Nachmachen empfohlen!

    Ännie

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    wir haben auch wieder viele doppelte Bilder und suchen noch :
    10,18,29,48,50,51,58,66,68,77,87,98,165,169,177.
    Wäre schön wenn sich jemand zum Tauschen melden würde.

    Liebe...

    6278monika Gestern, 22:08 Gehe zum letzten Beitrag
    ***Eva***

    AW: Kardinal Meissner: Frauen sollen drei bis vier Kinder bekommen und zu Hause bleiben

    Hi Ella,

    danke für den Link.

    Ich zitier die Stelle des Interviews hier rein:

    Aber Frauen wollen sich doch selbst im Beruf verwirklichen.
    "Nicht alle. Wo werden denn Frauen wirklich...

    ***Eva*** Gestern, 21:56 Gehe zum letzten Beitrag
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    AW: Rewe/Penny Sticker

    Hallo Tine,
    ich gucke morgen vormittag nach, ich habe vermutlich einige der von Dir gesuchten...
    Viele Grüße
    Julia

    jubuch Gestern, 21:55 Gehe zum letzten Beitrag
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  • Rezept-Tipp

    Schnelle Gemüsesuppe

    Zutaten:
    2 Tüten Sommergemüse TK 750gr.
    400gr. Tatar (oder anderes Hackfleisch)
    1 Ei
    Paniermehl
    200gr. Buchstabennudeln (oder andere Suppennudeln)
    Gemüsebrühe
    Salz, Pfeffer, Kräuter

    Anleitung:
    Beide Tüten Gemüse mit ca. 2-3 Liter angerührter Gemüsebrühe zum Kochen bringen. In der Zwischenzeit das Hack mit Ei und Paniermehl, Salz und Pfeffer vermengen und kleine Kugeln formen. Wenn das Gemüse kocht die Hackbällchen dazugeben. Alles ca. 15 Minuten kochen lassen. Dann die Nudeln dazugeben und nochmal 6-8 Minuten weiterkochen lassen.
    Diese Suppe lässt sich super an die Geschmacksnerven der Familie anpassen. Man kann fast jedes Gemüse nehmen, die Gemüsebrühmenge entsprechend erhöhen oder verringern oder auch mit der Menge der Nudeln wird aus der Suppe entweder mehr ein Eintopf oder mehr Suppe. Man kann die Nudeln auch durch Kartoffel ersetzen, die müssen dann aber von Anfang an mitgekocht werden. Guten Appetit!

    Dieses Rezept ist von Svenja, vielen Dank!