• Kaiserschnittgeburten RSS-Feed

    Veröffentlicht: 23. April 2011 18:40   
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    von Karin

    (herbeigesehnter und doch ungeplanter Kaiserschnitt)

    18.4.99

    Es fing an einem Sonntag Mittag an. Ich ließ mir mal wieder mein obligatorisches Vollbad einlaufen, als ich fühlte, daß etwas warm an meinen Beinen herunterlief.

    Blasensprung!

    Ja, klasse. Ich war zwar noch zwei Wochen vor Termin, aber heilfroh, dass es jetzt los ging. Ich habe dann auch im Kreißsaal angerufen und die Hebamme meinte, ich solle denn mal kommen. Mein Mann und ich kamen dann auch ca. 2 Stunden später in der Klinik an. Eine Ärztin untersuchte mich, Muttermund war noch gar nicht geöffnet (sakral) und Wehen hatte ich auch keine, beim Ultraschall war alles OK. Kind ANGEBLICH ca. 3000 g schwer, CTG auch gut.

    Naja, ich wurde dann aufs Zimmer verlegt und die Ärztin meinte, daß es wohl noch diese Nacht losgehen würde. Ich hatte dann auch nachts Schmerzen, wie extreme Menstruationsschmerzen, aber es tat sich am Muttermund nichts.

    19.4.99

    Am nächsten Morgen bekam ich Gel vor den MuMu und einige Stunden noch ein 2. Mal. NICHTS! Kaum Wehen, Muttermund sakral und nicht einen cm geöffnet. Gegen Abend wurde wieder in mein Zimmer verfrachtet, wo ich dann über Nacht wieder Schmerzen hatte. Ich bekam dann nachts eine Spritze und schlief im Kreißsaal, so bekam ich endlich etwas Schlaf. Mein Mann fuhr erst mal nach Hause. Mittlerweile waren es schon über 36 Stunden nach Blasensprung. Mein Mann konnte auch schon nicht mehr vernünftig aus den Augen schauen. Schließlich war er fast die ganze Zeit anwesend und campierte zeitweise in der Elternschule.

    20.4.99 - 21.4.99

    An diesem Morgen wurde ich wieder mal gegelt, Ergebnis=0, ich bekam homöopathische Kügelchen, Ergebnis=0, ich lief in der Gegend rum, stieg Treppen auf und ab, Ergebnis=0. Ich bettelte nun nach einem Kaiserschnitt. Mittlerweile kannte ich wohl jeden Arzt/Ärztin und Hebamme und alle konnten sich nicht erklären, warum es nicht losging. Gegen 17 Uhr (20.4.99) wurde ich dann an den Tropf gehängt und die Wehen kamen wie durch ein Wunder in vollem Tempo, so daß ich nach der PDA schrie. Die bekam ich dann auch prompt gelegt. Es war super. Die PDA wirkte zu 100 % und fühlte mich wie auf Wolken. Nach 4 Stunden war der Muttermund dann voll eröffnet. Das war es dann auch. Kein Baby in Sicht und langsam kamen auch die Schmerzen zurück. Die Hebamme war nun wirklich ratlos, ich bekam eine Dauerinfusion für die PDA und einen Katheder gelegt. Ich hatte immer das Gefühl, dringend aufs Klo zu müssen, um ein Häufchen zu machen. Das machte die Hebamme stutzig. Ich sollte dann mal kräftig pressen. NICHTS. Der Kopf des Babys hing fest. Es ging kein Stück mehr voran.

    Die Hebamme ging aus dem Zimmer und kam mit der Ärztin zurück. Sie schaute kurz nach und sagte zu mir: "Das wird nichts mehr, wir müssen einen Kaiserschnitt machen. Übrigens hat man Ihnen schon gesagt, daß Ihr Kind nach der Geburt in die Kinderklinik verlegt wird? Schließlich liegt der Blasensprung ja jetzt gut 60 STUNDEN zurück?" Meinem Mann und mir blieb erst mal die Spucke weg. Was nun wirklich der Grund für den Geburtsstillstand ist, wollte sie mir nicht sagen. Sie meinte nur, das Baby würde mit dem Köpfchen am Becken hängen und nicht mit diversen Hilfsmitteln herauszuholen sein.

    Während des Kaiserschnitts wurde es dann einmal kurz ziemlich hektisch, denn das Baby rutsche mit dem Kopf in den Geburtskanal und es wurde eine Hebamme gerufen, um schnell mit einer Hand gegen zu halten. Mein Mann sagte mir später, daß mein Kreislauf in den Keller ging und sie mich erst mal wieder stabilisieren mußten. Ein Segen, daß ich schon halb weggetreten war. Es ging dann alles ganz schnell, innerhalb von 15 Minuten wurde unsere Jacqueline um 2:45 Uhr mit 45 cm Größe, 2260g und Kopfumfang 32 cm geboren. Noch ein Grund, warum sie direkt in die Kinderklinik kam. Ich war nach 63 Stunden völlig am Ende und habe meine Kleine nur für ein paar Sekunden sehen können, bevor sie in die KiKlinik kam. Mir war aber auch erst mal alles egal, so fertig war ich. Nach drei Tagen wurde sie dann wieder zu mir verlegt.

    Mittlerweile ist sie 4 Monate alt, 59 cm groß, wiegt 5300 g und ist putzmunter. Daß ich sie letztendlich mit Kaiserschnitt bekommen habe, empfinde ich nicht als schlimm und auch die Schmerzen danach waren erträglich.

    Ich wundere mich nur, daß man beim ersten US annahm, daß das Kind mindestens 3000 g wiegt.
    Veröffentlicht: 23. April 2011 18:39   
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    von Christiane

    (Notkaiserschnitt)

    Meine zweite Schwangerschaft mit Lea verlief ziemlich problemlos, bis auf die Rückenschmerzen, die ich auch schon beim ersten Mal ab dem 5. Monat ziemlich heftig hatte. Als sie sich in der 32. SSW noch nicht gedreht hatte, fing ich an, mir langsam Gedanken zu machen und mich mit dem Thema Kaiserschnitt auseinanderzusetzen. Alle um mich herum lachten mich mehr oder weniger aus, daß ich mich so früh schon verrückt machen würde. In der 35. Woche lag sie immer noch falschrum und mein Gyn versuchte andeutungsweise in der Praxis, ob die Kleine sich auf Drehversuche von außen einlassen würde. Tat sie aber nicht, sie hat sich kein Stück bewegen lassen. Da die Plazenta vorderwandig lag, schied eine richtige äußere Wende aus. Wir fingen dann mit Moxa an und ich merkte auch, daß Lea aktiver war während und nach der "Behandlung".

    Da unser örtliches Krankenhaus "nur" eine Belegklinik ist, lehnen es unsere Gyns ab, eine Beckenendlagengeburt spontan, d. h. mit dem Po voran zu versuchen und machen auf jeden Fall, also auch beim 2. Kind, einen Kaiserschnitt.

    Ich wollte auf keinen Fall einen Kaiserschnitt unter Vollnarkose, wenn überhaupt, dann wollte ich schon "dabeisein", also mit PDA. Ich hatte Angst vor der Zeit nach dem Kaiserschnitt - Bauchoperation, tagelang nichts tun können, auch nicht selbständig mein Baby stillen oder mich überhaupt im Bett umdrehen. Außerdem hatte ich Angst, mich nach der Zeit im Krankenhaus (auch doppelt so lang wie normal) immer noch nicht ausreichend bewegen zu können, um unseren Großen zu versorgen. Da mein Mann noch in der Probezeit war, konnte er auch nicht - wie damals bei Lars - 4 Wochen Urlaub nehmen und mich unterstützen. Und eine fremde Person ins Haus holen, wo der Große doch sowieso schon eifersüchtig genug sein wird...! Und wie soll ich ihm erklären, daß er nicht auf Mamas Schoß darf, daß Mama nicht mit ihm spielen kann und ihn nicht hochheben kann?

    Ich fühlte mich mit der Entscheidung unheimlich alleingelassen, niemand riet mir, was ich tun sollte, man gab mir nur die Fakten, die Entscheidung mußte ich treffen.

    Als aber in der 37. Woche auch mein Blutdruck hochging, im Urin Eiweiß gefunden wurde und ich zudem auch noch Restzucker im Urin hatte (alles allerdings nicht im beunruhigenden Bereich, sondern gerade knapp über normal), empfahl mein Arzt, daß wir uns in Freiburg umschauen und in einer der dortigen Kliniken vorstellen sollten - sicherheitshalber, falls die Werte sich verschlechtern sollten.

    In der Uniklinik schloß man eine Gestose aus (die Werte hatten sich wieder normalisiert) und dort hat man mir auch zum ersten Mal gesagt, daß das Risiko, bei einer Spontangeburt doch noch einen Kaiserschnitt zu bekommen, eigentlich nicht wesentlich höher sei als bei normaler Lage. Daraufhin - nach wieder mal langem Hin-und-Her-Diskutieren - haben wir uns entschlossen, es "normal" zu probieren. Ich dachte, dann hätte könnte ich mir nie vorwerfen, es nicht versucht zu haben und das Schlimmste, was mir passieren könnte, wäre halt der Kaiserschnitt.

    Wir haben uns dann die Kreißsäle in der Uni angeschaut und ich war schlichtweg entsetzt. Mag ja sein, daß alles dort technisch auf dem besten Stand und die Versorgung erstklassig ist, aber eigentlich war ich auf unser örtliches Krankenhaus abonniert, das sehr alternativ ist. Die Kreißzimmer sehen eher aus wie Wohn- oder Schlafzimmer, überall bunte Stoffe, Duftlampen, Bücher. Und hier war alles Chrom oder Fliesen, kein bißchen Farbe, alles total steril. Überall die schmalen Kreißbetten, wie man sie früher überall hatte, und zwar eine tolle Gebärwanne, aber "die benutzen wir nicht, das will unser Chef nicht". Die Hebamme, die uns die Entbindungsstation zeigte, versuchte alles, um mir das Ganze schmackhaft zu machen, aber ich muß immer entsetzter geschaut haben. Zumal in einer Universitätsklinik halt immer die Gefahr besteht, daß zusätzlich zu dem Aufgebot an Personal (bei einer Beckenendlage auch Chefarzt, Narkoseärzte und -schwestern) auch noch AIPler oder Hebammenschülerinnen dabeisein wollen, weil man eine Steißgeburt ja nicht jeden Tag zu sehen bekommt.

    Also haben wir uns noch im Ev. Diakoniekrankenhaus umgeschaut und waren angenehm überrascht. Es war zwar immer noch nicht Breisach, aber unter den gegebenen Umständen doch ein annehmbarer Kompromiß. So habe ich mich am nächsten Tag zur Untersuchung in der Schwangerenambulanz angemeldet und nachdem dort die nötigen Untersuchungen und ein Doppler-Ultraschall gemacht wurden, wurde ich gebeten, mich sofort bei Wehenbeginn im Kreissaal einzufinden, damit die nötigen Sicherheitsvorkehrungen rechtzeitig getroffen werden könnten.

    Am 7. April, eine Woche vor dem errechneten Termin, hatte ich schon ab mittags alle 5 bis 7 Minuten ganz leichte "Wehchen", die zwar regelmäßig kamen, aber eigentlich fast nicht zu spüren waren (so ähnlich wie Übungswehen). Sie hielten auch den ganzen Abend an und gegen 22:30 Uhr bin ich dann in die Badewanne gestiegen, um zu sehen, ob sie stärker werden oder weggehen. Gingen nicht, wurden aber auch nicht stärker. Also habe ich im Kreissaal angerufen, was ich machen soll. Die Hebamme hörte BEL und meinte, ich solle mich auf den Weg machen. Ich rief Lars' Patentante (Babysitter) an, sie kam 20 Minuten später. In der Zeit richtete ich noch Kaffee für Gerald und dann fuhren wir nach Freiburg. Gegen 00:30 Uhr waren wir im Kreißsaal und der diensthabende Arzt fragte mich, ob er gleich den Zugang legen dürfe, damit das im Notfall schon passiert wäre. Durfte er, aber das Ding tat ziemlich weh! Nachdem das CTG nur ein paar kleine Hügelchen verzeichnete, richtete uns die Hebamme den Kreißsaal und brachte auch ein zweites Bett, auf das ich mich dann legte. Gerald hat auf der hochmodernen Gebärlandschaft übernachtet! Da war's dann schon 3:30 Uhr. An Schlafen war allerdings kaum zu denken, da ein Zimmer weiter eine Frau schon ziemlich vernehmlich arbeitete.

    Man hatte uns schon nachts gefragt, ob wir eventuell an Einleiten dächten, weil man dann natürlich beste Bedingungen hätte und das Ganze einigermaßen kontrollieren könnte. Ich hatte mich immer mit Händen und Füßen gegen eine Einleitung gewehrt, weil beim ersten Kind Wehenbelastungstest und Prostangladingeleinlage im Muttermund - und die damit verbundenen Wehen - gemacht wurden und dann wurde doch abgebrochen, weil Lars einfach nicht wollte. Aber ich habe dann gegen meine Überzeugung zugestimmt, weil ich an die Kleine dachte. Morgens war dann gar nichts mehr auf dem CTG und wir gingen nach Hause.

    Die nächsten Tage waren nicht so besonders toll, unsere Nerven lagen ziemlich blank. Genauer will ich darauf gar nicht eingehen, aber es war ziemlich sch..

    Immer, wenn wir im Auto unterwegs waren, hatte ich diese leichten Wehen. Am Sonntag morgen hatten wir dann so die Nase voll und wollten nur noch raus. Wir sind dann ca. 90 km in den Schwarzwald gefahren, nach Furtwangen ins Uhrenmuseum. Und ich hatte wieder - immer noch - leichte Wehen. Abends waren wir dann mal wieder am diskutieren, ob fahren oder nicht. Ich schickte Gerald ins Bett und habe ihm gesagt, daß ich ihn eh' wecken muß, wenn's stärker wird. Wenn nicht, dann kann er am nächsten Tag arbeiten und wenn's so bleibt, dann fahren wir ins Krankenhaus und lassen einleiten.

    Um 4:15 Uhr morgens wurde ich wach, weil meine Nase total verstopft war. Eine Viertelstunde später bekam ich dank einer halben Flasche Nasentropfen zwar wieder Luft, war aber auch so wach, daß ich - mit inzwischen spürbaren Wehen - nicht mehr einschlafen konnte. Gerald ließ ich noch 1 ½ Stunden schlafen, bis sein Wecker sowieso klingelte und ging dann unter die Dusche. Danach rief ich mal wieder Petra, unseren Babysitter an, daß sie kommt und Lars holt. Während Gerald duschte, versuchte ich noch, einen Kakao zu trinken, hatte damit aber schon leichte Probleme - die Dusche war ein Fehler, die wirkte nämlich wie ein heißes Bad ;-)).

    Ich habe nie Wehen im 20-Minuten-Abstand, sondern immer gleich alle 5 bis 10 Minuten, auch schon bei der ersten Geburt. Und so mußte ich mich doch alle paar Minuten am Tisch abstützen, wenn wieder eine Wehe kam. Eigentlich wollte ich mir noch die Haare fönen, aber dazu hatte ich dann keinen Nerv mehr. Bis wir dann im Auto saßen, war's inzwischen 6:50 Uhr. Um 7:15 Uhr saßen wir im Kreißsaal am CTG und nach 5 Minuten sah man schon ganz deutlich, daß die Herztöne unserer Kleinen zu hoch waren, ständig bei 170 - 190. Der Muttermund war ca. 4 cm weit auf. Die Ärztin sagte auch sofort, daß ein Kaiserschnitt nötig sei und spritzte mir einen Wehenhemmer. Ich fragte, ob ich eine PDA bekommen könne, wußte aber schon, daß keine Zeit mehr war. So war's dann auch. Während mir die Hebamme noch auf dem Kreißbett die Stützstrümpfe und das OP-Hemd anzog, mich rasierte und den Blasenkatheder legte, stand auf der anderen Seite die Narkoseärztin und las mir den Aufklärungsbogen vor. Ich bat darum, daß Gerald mit in den OP darf (ist in der Diakonie auch bei Vollnarkose erlaubt), aber "unsere" Ärztin meinte, daß er dann die Kleine nicht so schnell bekommen könnte, weil er durch die Schleuse zurück müßte; es wäre besser, er würde im Kreißsaal warten. Ich war total fertig, ließ nur noch heulend alles über mich ergehen und mußte dann vom Kreiß- auf ein normales Bett umsteigen. Man hat sich allerdings sehr viel Mühe gegeben, uns trotz der inzwischen aufkommenden Hektik alle noch aufkommenden Fragen zu beantworten und alle haben versucht, mich zu beruhigen und mir die Angst zu nehmen. Die Narkoseärztin, die mit Gerald hinter mir herging, redete beruhigend auf mich ein und erinnerte mich immer wieder daran, tief zur Kleinen in den Bauch zu atmen, damit sie noch möglichst viel Sauerstoff mitbekommt. Sie sagte immer wieder: "Sie müssen jetzt an Ihr Baby denken!" Das hat mir allerdings ziemlich Angst gemacht, auch wenn sie es sicher ganz anders gemeint hat. Ich bekam dann noch mit, wie gesagt wurde, man könne nicht mehr durch die Schleuse, dafür sei keine Zeit. Dann lag ich für ein paar Minuten in einem Vorraum vor dem eigentliche OP, schon mit der Sauerstoffmaske auf dem Gesicht. Hier habe ich auch noch eine Uhr gesehen, es war 2, 3 Minuten vor 8 Uhr morgens. Im OP hat man mich dann umgebettet und dann war das Chaos um mich herum perfekt: Ca. 10 Leute standen um mich herum und jeder machte irgendwas an mir, was ich nicht mitbekam. Am rechten Oberarm war die Blutdruckmanschette, die sich immer wieder aufblies, am linken Finger hatte ich diese "Wäscheklammer" für den Sauerstoffgehalt, eine Schwester zog an meinem linken, eine andere an meinem rechten Bein und schnallten diese fest. Irgendwas kaltes schweres wurde auf meinen Bauch gelegt (man hat mir auch erklärt, was das war, aber ich kann mich nicht mehr erinnern) und dann habe ich noch mitgekriegt, wie mein Bauch mit der Desinfektionslösung eingepinselt wurde. Inzwischen muß man mir das Beruhigungsmittel gespritzt haben, denn auf einmal sah ich die OP-Lampen doppelt. Und dann war ich wohl weg.

    Das erste, an was ich mich erinnere, ist eine Uhr. Sie zeigte 4 Minuten nach 9 Uhr. Ich hatte einen total trockenen Mund und flüsterte "Durst". Die Schwester, die hinter einem Tisch saß (ich hatte sie noch gar nicht wahrgenommen) sagte: "Nein, Frau Gondorf, zu trinken bekommen Sie die nächsten 6 Stunden nichts", gab mir aber ein Zitronenstäbchen (bäh, pfui Teufel). Dann fragte ich, wo ich denn sei und sie sagte mir, auf der Wachstation. Ich brauchte immer einige Minuten, um mich zu sortieren. Ich war zwar wach, aber irgendwie noch nicht ganz da. Noch mal ein paar Minuten später fragte ich, wo mein Mann und mein Kind seien. Sie fragte, ob ich denn schon wach sei, dann würde sie sie holen lassen.

    Ca. 9:20 Uhr kam Gerald mit Lea, die schon fertig angezogen war, zu mir auf die Wachstation, gab mir Lea in den Arm und begleitete uns auf unser Zimmer. Er erzählte mir dann, daß Lea um 8:16 Uhr geboren sei, 56 cm groß und 4.320 g schwer. Ich dachte, er hätte sich verhört, da sie 3 Wochen zuvor in der Uni per Ultraschall auf ca. 3.200 g geschätzt wurde und man von einer Gewichtszunahme von 100 - 200 g pro Woche ausgeht, das wären dann 3.500 - 3.800 g. Aber 4.320 g stimmte ;-))

    Im Zimmer fragte ich die Schwester, ob ich was trinken dürfte. Sie meinte, jetzt noch nicht, aber sie würde mir etwas Wasser geben, damit ich wenigstens den Mund ausspülen kann. Das war eine absolute Erleichterung. Eine halbe Stunde später hatte ich dann eine Kanne Tee und eine Schnabeltasse am Bett.

    Lea schlief fast den ganzen Tag und ich durfte abends eine Kleinigkeit essen und aufstehen sollte ich auch - Horror! Aber es ging wider Erwarten ziemlich gut, obwohl ich natürlich schon Schmerzen hatte. Die Infusionsflasche hatte ich auch am späten Nachmittag los und die Nadel wurde am nächsten Tag nach der Visite gezogen, ebenso wie der Katheder. Und die Anti-Thrombose-Strümpfe durfte ich auch ausziehen!! Inzwischen stand ich auch allein auf und konnte auf die Toilette. Nur husten und lachen war gemein.

    Am Dienstag abend habe ich dann schon in der Cafeteria zu abend gegessen und Lea im Bettchen mitgenommen.

    Am Mittwoch mittag bin ich dann unter die Dusche - auch allein (ich war richtig stolz). Und ab da wollte ich nach Hause - mir fiel doch die Decke auf den Kopf, unserem Großer war im Krankenhaus doch absolut langweilig und außerdem war ich ja nicht krank.

    Am Donnerstag sagte mir der Chefarzt bei der Visite, daß er eigentlich dafür wäre, wenn ich noch übers Wochenende dableiben würde, aber wenn ich partout wolle...! Aber nur, wenn bei der Visite am Freitag alles in Ordnung ist.

    War's dann auch und so sind wir dann am Freitag gegen Mittag nach Hause gefahren. Die ersten Tage war's natürlich ein bißchen streßig - ich hab' dann auch prompt am Samstag hohes Fieber (fast 40°C) und furchtbare Kopfschmerzen bekommen. Aber unsere liebe Hebamme hat mich ins Bett geschickt und am nächsten Morgen war alles wieder okay.

    Ich bin im Nachhinein froh, daß es so gelaufen ist, denn ich glaube (und das haben mir auch die Ärzte bestätigt), daß Lea zu groß war für eine "normale" Geburt in der Position; ich wäre mindestens um einen Riesen-Dammschnitt nicht herumgekommen. Außerdem war ich absolut überrascht, wie gut und schnell ich mich nach dem Kaiserschnitt erholt habe. Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal beim gesamten Personal des Ev. Diakoniekrankenhauses in Freiburg bedanken, ich würde jederzeit wieder dahin gehen.

    Und allen Noch-Kugeln wünsche ich eine unbeschwerte Schwangerschaft und eine wunderschöne Geburt - und: Manchmal läuft es eben einfach nicht so, wie man sich das erhofft/erwünscht hat. Dann sollte man es einfach so annehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen.
    Veröffentlicht: 23. April 2011 18:38   
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    Schon Tage vor der Geburt hatte ich Vorwehen. Nicht schmerzhaft, aber ich merkte, wie mein Bauch immer ganz hart wurde. Donnerstags dann hatte ich ganz schön viele Vorwehen. Bei manchen musste ich ganz schön schnaufen, schmerzhaft waren sie aber noch immer nicht. Den ganzen Freitag über hatte ich wieder Wehen, einige davon auch schmerzhaft. Am Abend wurden die Wehen häufiger, und ich merkte sie nun doch schon mehr, aber sie kamen sehr unregelmäßig. Irgendwann um 23 Uhr ging ich dann mal spazieren. Die Wehen kamen dabei so zwischen 3 und 5 Minuten. Sollte es doch losgehen? Zu Hause wurden die Abstände dann wieder größer und ich beschloß mich noch mal aufs Ohr zu hauen. Als ich im Bett lag, waren die Wehen dann auch weg - bis 2 Uhr.

    Ich wurde wach von einer zeimlich schmerzhaften Wehe. Es verging aber eine viertel Stunde bis zur nächsten, also blieb ich erst mal liegen. Um kurz nach 3 Uhr konnte ich aber nicht mehr liegen, so weh tats. Also stand ich auf, setzte mich vor den Fernseher und wartete. Ich surfte noch ein bischen in der großen weiten Welt und fand es doch eigendlich besser, ich könnte schlafen. Ich glaube, es war so 4.30 Uhr, als ich ins Forum gepostet habe, daß die Wehen so alle 6 - 8 Minuten kämen und es wohl nun doch losgeht. Ich habe dann meinen Mann geweckt, meine Mutter angerufen (die musste auf Jan aufpassen) und mir schon mal die Nummer von der Hebamme herausgesucht. Meinen Mann habe ich aber dann doch wieder ins Bett geschickt. Um 6 Uhr habe ich dann meine Hebamme angerufen und als ich ihr sagte, daß ich alle 3 - 5 Minuten Wehen hätte, sagte sie nur, sie käme sofort. Eine dreiviertel Stund später war dann die Bude voll. Ich musste mich inzwischen an meinen Mann hängen, um die Wehen zu veratmen. Da ich nicht so früh ins Krankenhaus wollte, wehte ich also zu Hause vor mich hin. Ich schickte zwischendurch meine Mutter noch ein paar wichtige Dinge einkaufen, trank Kaffee und versuchte die Ruhe selbst zu bleiben. Um 9 Uhr schaute die Hebamme mal nach, wie weit sich der Muttermund geöffnet hatte. Als sie sagte, daß er sich noch so gut wie gar nicht geöffnet hatte, war ich furchtbar frustriert. Ich dachte - genau wie beim ersten mal. Eine Stunde später beschlossen wir dann, ins Krankenhaus zu fahren, nachdem ich mich übergeben hatte, weil die Wehen so heftig waren. Im Krankenhaus wurde ich ans CTG gehängt, das gute Herztöne und noch viel bessere Wehen zeigte. Meine Hebamme akupunktierte mich dann, was mir große Erleichterung brachte. Trotzdem musste ich mich noch 2 mal übergeben.Um halb 12 Uhr war der Muttermund immer noch nicht weiter auf. Eine halbe Stunde später wurde ich dann vom Chefarzt per Ultraschall unter die Lupe genommen. Der sagte dann, daß das (also die Geburt) nicht klappen kann, weil mein Becken schief ist und der Kopf des Babys nicht genau auf den Muttermund drückt, sondern auf irgendeinen Knochen, also wieder Kaiserschnitt!! Da war ich dann vollends gefrustet und heulte auf dem Gang, man solle mir doch endlich was gegen diese Schmerzen geben. Ziemlich schnell stand dann fest, daß ich eine Vollnarkose wollte - ich wollte einfach alles hinter mir haben. Die Anästhesistin war eine total Liebe und tröstete mich nach Kräften. Dann ging alles ganz schnell. Ich wurde in Windeseile auf die OP vorbereitet und in den OP geschoben. Volker hatte sich inzwischen Umgezogen und war bei mir. Ich dachte nicht, daß man sich nach einem Knock out sehnen kann - ich tats. Ich war so unglaublich froh, als die Narkose begann zu wirken. Volker und die Hebamme erzählten mir dann, daß alles sehr schnell ging, es unserem Tom sehr gut ging, er kaum Käseschmiere hatte - obwohl 10 Tage zu früh, der Apgar prima war und er das süßeste Baby der Welt ist........Volker hat ihn im OP im Arm gehalten, also ist er auch liebevoll in empfang genommen worden. Beim vernähen haben sie dann die alte, häßliche Narbe (vom ersten Kaiserschnitt) komplett weggeschnitten und so habe ich eine Bauchstraffung inklusive *g*.

    Als ich wach wurde, hörte ich Tom und Volker war auch da. Ich bin aber immer wieder weggeduselt. Die Hebamme legte mir Tom an und er begann sofort kräftig zu saugen. Nach einer langen Weile brachte man mich auf mein Zimmer, wo ich immernoch hin und wieder wegduselte, und Tom zu den Schwestern. Volker ging dann auch bald nach Hause, weil ich eh noch schlafen wollte. Schmerzen hatte ich keine, weil ich noch am Tropf hing. Am frühen Abend dann fühlte ich mich aber dann wieder so fit, daß ich mir Tom bringen ließ. Ich schaute ihn gaaaaaaaaanz lange an, streichelte ihn, so viel ich konnte und musste aufpassen, daß ich ihn nicht zu fest drückte. Ach, ich war so glücklich!!!! Und als die Nachtschwester kam, um Tom wieder zu holen, damit ich schlafen konnte, musste sie mir 3 mal versprechen, Tom zu bringen, wenn er weint. Was sie auch tat. Da alle Schwestern total lieb waren, war ich mir auch sicher, daß es Tom gut geht.

    Abends habe ich dann noch mit Volker telefoniert. Sonntag morgen brachten sie Tom wieder zu mir und ich nahm ihn erst mal auf den Arm und kuschelte mit ihm. Bald kam auch Volker und ich ließ mir von ihm von der OP erzählen.

    Aber ich habe grauenhaft geschwitzt. Draußen waren es mindestens 30 Grad und ich lag im Bett und musste Trombosestrümpfe tragen!!!!!! Zum Glück wurde ich Morgens vom Tropf befreit.

    Noch am gleichen Tag stand ich auf. Die Schwestern halfen mir, mich zu waschen und weil ich Nachmittags schon alleine aufs Klo gehen konnte, wurde ich auch diesen blöden Blasenkatheter los. Das war Sonntag. Dienstag habe ich dann schon bei der Wochenbettgymnastik mitgemacht und Freitags kam ich nach Hause.

    Ich fragte den Chefarzt, ob man das mit dem schiefen Becken schon beim ersten Kaiserschnitt hätte sehen können/müssen, worauf er mir sagte, daß man das ganz deutlich sah und er verstehen könnte, daß ich so starke Schmerzen hatte. Mir hat man damals aber gesagt, daß der Geburtsstillstand seelische Ursachen hätte. Ich habe echt an meinem Verstand gezweifelt. Der erste Kaiserschnitt ist nachzulesen bei "Geburt von Jan-Michael, 26.1.98".

    Alles in allem fühlte ich mich in dem Krankenhaus in Engelskirchen gut aufgehoben und wohl. Es ist zwar im nachhinein schade, daß ich eine Vollnarkose hatte, wegen Tom, aber irgendwie bin ich doch ganz froh, daß ich nicht noch einen Kaiserschnitt "miterleben" musste. Diesmal kann ich das alles viel besser wegstecken, weil ich nicht an meinem Verstand zweifeln muss und das ganze Personal im Krankenhaus sehr nett war. Außerdem habe ich jetzt eine richtig tolle Narbe. Die ist kaum noch zu sehen und macht gar keine Probleme, also das ganze Gegenteil von der Ersten.

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  • Rezept der Woche

    Das Rezept der Woche in Zusammenarbeit mit Kinderrezepte.de!

    TORTELLINI-AUFLAUF (auch vegetarisch möglich)
    Zutaten:

    1 Packung Tortellini (für vegetarisch: Käse-Tortellini)
    1 Packung fertige Tomatensauce (z.B. Picante im TetraPack)
    2 Knoblauchzehen
    2 Scheiben Gouda
    1 Becher Sahne
    1 TL Ajvar (Paprikazubereitung)(kann auch weggelassen werden)
    ca. 100 g gestiftelter Edamer
    etwas Öl für die Form
    etwas Butter für die Pfannne





    Anweisungen:

    Die Tortellini kochen und in Butter anbraten.
    Die Knoblauchzehen gepresst dazugeben.
    Ajvar unterrühren.
    Die Auflaufform ausfetten und die Tortellini einfüllen.
    Die Käsescheiben auf die Tortellini legen.
    Die Tomatensauce draugeben.
    Den Becher Sahne darübergiessen.
    Gestiftelten Käse obenauf.
    Ca. 30 min. bei 225 g backen, bis die Sauce blubbert.


    Das Rezept mit Bild findet Ihr hier