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  Wohnt hier jemand mit den Eltern zusammen im Haus?

 
  Anonym

 schrieb am 04.04.2017 um 18:15:55 Uhr:


 

Hallo zusammen

aus aktuellem Anlass (Zoff) würde mich interessieren, ob von euch auch jemand mit den eigenen Eltern im Haus wohnt?
Wenn ja, wie klappt es bei euch?

z.B. mit Abgrenzung, Rückfälle ins "Eltern-Kind-Schema" ohne es zu wollen (gut genug erklärt??)

Wie wohl so alles, hat auch diese Medaille zwei Seiten
Könnt ihr mit euren Eltern streiten und wie fühlt sich das an?
Bei mir fühlt es sich an, wie Welpen schlagen, aber manchmal muss es einfach sein bzw. raus

Wer mag berichten?

LG
Ano

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 Die Antworten auf diesen Beitrag
 

Nicole*

(19707) Kinder: LM: 18.10.2001
Nilami#gmx.de

antwortete am 05.04.2017 um 06:47:21 Uhr:

Hallo Ano,

ich habe bis 30 bei meinen Eltern in einer eigenen Wohnung im Haus gelebt, mein Bruder tut dies heute noch.

Rückfälle ins Eltern-Kind-Schema gibt/gab es immer, aber auch von beiden Seiten. Streit empfinde ich auch normal. Solange es sich danach wieder in normale Bahnen regeln lässt. Ich hab ja auch ab und zu Differenzen mit Kind und Mann, mit denen ich zuammen wohne. :) Und natürlich hat im Zusammenleben jeder andere Vorstellungen. Wie sich also Streit anfühlt, kann ich so gar nicht beschreiben. Er ist immer von kurzer Dauer, nie langwierig, jeder haut halt raus, was ihn stört und es wird mal gemotzt. Und dann hat sich das relativ schnell wieder erledigt und alles geht wieder seinen gewohnten Gang.Bei gravierenden Problemen muss man halt gucken, wie es gelöst wird, aber das wird dann auch angegangen.

Ich komme aber aus einem offenen Haus, sprich, alle Wohnungen sind nicht abgeschlossen und jeder kann sich im Haus frei bewegen.Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, das es sehr übergriffig war und ständig meine Eltern in der Wohnung hatte. Im Gegenzug war ja auch die Wohnung meiner Eltern frei zugänglich. Und da wird/wurde auch in Abwesenehit mal geguckt, wenn man was benötigt hat. Aber genauso, wie man sich gut versteht, gibt es eben auch Reibungspunkte. (Müllsortierung stimmt nicht, oder geholtes wird nicht zurück gebracht, Garagen werden zugestellt , etc) Trotzdem fühlte/fühlen wir uns in dieser Wohnsituation gut. Mein Bruder ist öfters ausgezogen, aber am Ende kam er immer wieder. Frühr teilten wir uns eine Wohnung, nun hat er nach dem Tot eine eigene und wird nicht wieder ausziehen :)

Richtige Abgrenzung, wie es in einem "fremden" Wohnhaus wäre, möchte von uns keiner und wir geniesen das offene Haus. Allerdings gebe ich zu, das es viele nicht als "normal" empfinden. Ob von daher meine Ausführungen in Deine Vorstellungen passen, kann ich nicht beurteilen.

Und wenn man generell sehr unzufrieden ist, das es das Leben gravierend beeinflusst, sollte man halt doch ausziehen und auf die Vorteile verzichten. (geringe Miete, ständig vorhandene Hilfe und Ansprechpartner).

Viele Grüße
Nick



N.n

(22935) Kinder: X: 0.00.0000 / X: 0.00.0000
Sagichnicht#web.de

antwortete am 05.04.2017 um 11:59:41 Uhr:

Ja ich bzw. wir.
Meine Mutter lebt in unserem Haus in der Dachgeschosswohnung. Wir teile uns das Treppenhaus ansonsten hat halt jeder "seins".
Es gibt keine Probleme, keinen Streit o.ä. was aber vermutlich daran liegt dass wir vor dem Hauserwerb zusammen sämtliche Fronten geklärt haben wer sich was wie vorstellt.

Meine Kinder müssen bei Oma klopfen oder eben vorher Anrufen ( Haustelefon ) wenn sie was wollen. Wenn meine Mutter was von uns will klopft sie selbstverständlich auch und wartet bis sie jemand rein lässt. Wir mischen uns nicht gegenseitig in unsere Angelegenheiten helfen uns aber natürlich wenn Hilfe gefragt ist.
Es fühlt sich bei uns nicht an wie "Welpen schlagen" sondern wie gute Nachbarschaft und gleichberechtigt sein.

Nikola**

(2047) Kinder: A.: 1.03.1999 / J.: 1.11.2008
Lyria#t-online.de

antwortete am 05.04.2017 um 19:45:57 Uhr:

Hallo Ano,

ja, wir leben zwar nicht mit meinem Vater aber schon seit letztendlich über 10 Jahren mit meinem Schwiegervater zusammen. Nicht ganz das Gleiche, aber immerhin.

Bei uns ist es gut so, wie es ist. Die Kinder wachsen mit dem Opa auf (und er mit ihnen), das ist für alle Seiten sehr schön. Wir haben damals beim Hauskauf allerdings darauf geachtet, dass wir ein Haus gekauft haben, in dem sich auch jeder zurückziehen kann. Wir haben zwar nur eine Küche aber theoretisch mehrere Wohnzimmer zum Zurückziehen. Grundsätzlich ist es gut wie es ist. Klar streitet jeder mal mit jedem, aber das ist ja ohnehin so (und wie Welpen schlagen fühlen sich auch die Streitigkeiten mit meinem Vater nicht an, vielleicht ist das bei Euch ein grundsätzliches Problem?).

Aufgaben werden untereinander aufgeteilt, z.B. bringt mein Schwiegervater die Kleine morgens zur Schule und früher in den Kindergarten, da wir so früh aus dem Haus müssen, dass sonst immer der Frühhort warten würde. Ich würde mal sagen, die Aufgabenteilung ist so, wie sie bei anderen Familien auch ist - nur mit einer Person mehr.

Ich denke aber wirklich, dass der Platz schon eine wichtige Rolle spielt. Eine Zeit lang haben wir uns zu damals noch viert vier Zimmer geteilt, das war manchmal anstrengend. Jetzt können wir uns notfalls alle in "unser" Refugium zurückziehen. Außerdem war auch vorher schon das Verhältnis sehr gut.

Falls jemand die Mütter vermisst - die gibt es bei uns nicht mehr.

Viele Grüße und Dir alles Gute!

Julia**

(25373)
Julia.Kugel#wir-haben-nachwuchs.de

antwortete am 05.04.2017 um 21:50:07 Uhr:

Hallo,

also ich würde das für mich nicht wollen, ich habe als Kind so gelebt und da gibt es praktisch keine Privatleben.

Soviel kann man dadurch gar nicht sparen, daß sich das lohnen würde.

Gruß Julia

Andrea --*-+*

(19327)
fraukotka#lumpenseckel.de

antwortete am 06.04.2017 um 09:21:13 Uhr:

Hallo Ano,

Ich bin als Kind aufgewachsen mit den eltern im eg und die großeltern mütterlicherseits im og wohnend.

Mit so ca. 13 bin ich dann ins DG gezogen (eigenes Bad, Küchennische).

Für mich war das klasse, es war immer wer da, sonntags gemeinsam in großer runde essen, Ansprache nach Bedarf, "Großfamilie" halt Inkl Streits und Versöhnungen.

Im nachhinein denke ich aber, daß es für meinen Vater am schwierigsten war, denn meine Großeltern haben sich quasi in jeden Ehestreit eingemischt. Das lag in erster Linie daran, daß meine Mutter immer "Kind" geblieben ist, und bei jedem Furz zu ihren Eltern gerannt ist und niemals einen Konflikt alleine lösen konnte (kann sie heute auch immer noch nicht, obwohl sowohl eltern als auch mann tot sind). Aber das liegt mmn eher an ihrem persönlichen defizit, das wurde aber durch die wohnsituation sehr gefördert.

Mit meiner Mutter würde ich neverever in einem Haus wohnen wollen, ich würde sie auch nicht pflegen wollen. Mit meinen Schwiegereltern hätte ich mir das vorstellen können (mit denen kam ich aber auch besser aus als mit ihrem sohn und sie mit ihm).

Vg andrea adler.



Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
mail-an-amber#gmx.de

antwortete am 06.04.2017 um 15:07:13 Uhr:

Hallo Ano,

ich bin so aufgewachsen, mit den Großeltern im Obergeschoss, mit eigener kleiner Wohnung und getrenntem Aufgang. Für mich als Kind war es toll (bis ich dann in die Pubertät kam; da hätte ich mich über ein Haus für mich allein auch mal gefreut), aber für meine Eltern sicher nicht ganz einfach, jedenfalls nachdem mein Großvater gestorben war; meine Großmutter war keine ganz einfache Person.

Ich mag meine Eltern sehr, wir sehen uns fast wöchentlich, aber zusammenwohnen würde ich mit ihnen nicht wollen (und sie mit mir wahrscheinlich auch nicht ;)). Ich finde es aber auch mit zunehmendem Alter der Eltern schwieriger die Balance zwischen Kritik und Hinnehmen zu finden. Ich finde,Alter ist kein Freifahrtschein für schlechtes Benehmen, aber andererseits kann man kaum erwarten, dass noch großartige Änderungen eintreten. Schwierig.

Ein gutes Händchen wünscht
Rike


 

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