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  KiGa- Probleme - immer noch....

 
  Verena**** (13845)
 sundancer2002#aol.com
 Kinder:

 schrieb am 05.05.2017 um 11:52:40 Uhr:


 

Hallo liebes BZ,

ich habe schon einmal zu dem Thema geschrieben. Leider hat sich die Lage nicht so wirklich geändert. Und deswegen brauche ich den Rat vom huten alten BZ.

Kurz zu den Eckdaten:
KindKlein ist etwas über 5 J.
Es
war LateTalker, Wortschatz 20 Wörter mit 2 J., seitdem Logo da SEV.

Er geht seit er 2 1/2J. ist in den Kiga, in die selbe Gruppe wie all seine Geschwister.
Das erste halbe Jahr lief gut, er ging gerne, es war keine lange Eingewöhnung nötig.

Dann fuhren wir zu Mi-Ki-Kur die eine reinste Katastrophe war.
Zuerst war er ohne Geschwister in der Gruppe, nach 2 Tagen zumindest mit einem Geschwister.
Anreise war dort 2x Tage die woche, so das an 2 Tagen sich welche verabschiedeten, an 2 anderen Tage neue kinder dazu kamen.
Er ging dort nur mit weinen. Ich lies ihn extra mittags aus der Gruppe, aber ich musste ja auch zu meinen Terminen. Wir wollten früher abreisen, was durch die Klinikleitung mit massiven Druck und Drohungen verboten wurde.

Ab da gab es auch im KiGa Probleme. Er wollte nicht gehen.

Leider gab es ab da auch Personelle Probleme. Die Gruppenleitung war familär belastet und hatte nicht den Kopf dem entgegenzu wirken.

Dann war die 2. Erziehrin einige Wochen krank und kurz darauf fiel die Gruppenleitung auch noch für 5 Monate aus (erst familär, dann gesundheitlich).
Es sass dann jeden tag wer anderes in der gruppe oder auch mal niemand.

So, das endete letzen Herbst damit das Kindlein nur noch unter heulen ging. Morgens ab aufstehen sagte es dass es nicht in den KiGa will, weinte auf dem Weg usw.
Das gipfelte in Verweigerung, es wollte sich nicht anziehen, nicht essen.

Vom KiGa kam keine Hilfe. Ich solle es heulend da lassen, es beruhige sich immer schnell. Die Situation morgens ist die, dass bis 8h keine erzieherin in der Gruppe ist, sondern das 2 am Eingang in einer Sitzgruppe sitzen und sich besprechen.

Ich habe dann dem eine Ende gesetzt und nochmal eine komplette Eingewöhnung gemacht. Ich hab meine stunden reduziert bin wochenlang mit dabei gewesen so dass ich "nur" noch 10-15min. morgens dabei sein muss bis ich gehen kann ohne das es weint.

So. Nun wäre ja alles ok. Ich kann es meistens einrichten diese 10-15min. Da zu sein. Aber es zeigt sich dass das Kindklein auch in anderen Situationen zunehmend klammert. Z.b. auch wenn es zu Freunden geht bei denen es soggar schon alleine übernachtet hat.

Aktuell ist es in einer Sprach-Reha und wird zu 98% weinend abgeben. Es beruhigt sich wirklich schnell - aber in mir kommt die Frage auf - was ist wenn es nächstes Jahr in die Schule kommt????

Vom Kindergarten gab ich leider keine Unterstützung zu erwarten. Es war in der Überlegung den KiGa zu wechseln. Aber Kindklein hat Freunde in der Gruppe, sie haben ihn trotz seiner SEV gut aufgenommen, er ist integriert und fühlt sich wohl.
Und es ist nur noch ein Jahr bis zur Schule....

Nur das Bringen ist ein Problem. Ich habe das Gefühl das es gar nicht mehr anders kann als weinen.
Wir haben soviel schon durch: tägliche Aufkleber als Belohnung, ein kl. Geschenk als Ziel. Gut zureden, loben, stärken, Ignorieren...
In der Reha haben sie ein Bild von den Eltern einlaminiert als ständiger Begleiter....

Was meint ihr? Sollen wir zu nem Psychologen? Oder legt sich das? Kindklein freut sich auf die Schule, dagt es zumindest jetzt.

Ich bin langsam wirklich am Ende, es tut so weh sein Kind unglücklich abgeben zu müssen.....

Bitte liebes BZ - ich brauche Kopfstreichler, Mutmacher oder einen Rat....

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 Die Antworten auf diesen Beitrag
 

Ulrike***

(20589) Kinder: J.: 1.01.1997 / L.: 1.01.2000 / H.: 1.01.2003
ulma20589#arcor.de

antwortete am 05.05.2017 um 13:22:43 Uhr:

Hallo Verena,

ich denke es gibt drei Möglichkeiten.

Entweder Durchhalten, was für mich keine Option wäre. Ein Jahr kann ganz schön lang sein.

Wechsel in einen anderen Kindergarten mit kleiner Gruppe, oder auch private Tagesmutter.

Daheim lassen, quasi als Urlaub vor der Schule. Diese Möglichkeit geht allerdings nur, wenn du nicht arbeiten musst. Falls du nur an manchen Tagen arbeiten könntest, kann man evtl. an diesen Tagen Oma-/Tanten-/Freunde-/Tagesmuttertage machen.

Psychologen würde ich (noch) nicht aufsuchen, bis du da einen Termin hast und dann irgendwas greift, ist das Jahr fast vorbei. Vorallem wollen die auch immer Stellungnahmen vom Kindergarten, und wenn die nichts für nötig halten ist das auch doof.

Ich denke mal, dass die Kur ihm den Rest gegeben hat. Ich weiß von Erzählungen einer Freundin, dass ihre Zeit auf Kur mit dem Sohn, die schlimmste ihres Lebens war.

Ein Idee hätt ich doch noch, kann ihn jemand anderes hinbringen? Vielleicht trennt er sich dann leichter. Evtl. könnte ihn auch ein Kindergartenfreund abholen.

Belohnungen für nicht weinen find ich übrigens kritisch. Er hat ja Sorgen und macht das nicht freiwillig. Da bekommt er dann eine Belohnung für Schmerz in sich reinfressen. Das kann nach hinten los gehen :o(

Keine wirklichen Tipps, aber ich denke immer, man soll die Kinder (soweit es geht) so nehmen wie sie sind. Vorallem wenn sie noch klein sind. Er braucht dich jetzt, dann ist das halt so. Dann kommen eben die Freunde zu euch und er geht nicht zu ihnen. Und mit dem Kindergarten hängt einfach stark davon ab, ob du überhaupt eine Möglichkeit hast auf den Kindergarten zu verzichten.

Auf jeden Fall, würde ich ihm deutlich machen, dass Schule später verpflichtend ist. Vielleicht könnt ihr gemeinsam entscheiden, ob er den Kindergarten, bei dem du dabei sein kannst morgens, als Übung nehmen will. Oder ob er tatsächlich Erholung braucht um dann gestärkt in die Schule zu können. Ich würde ihn auf alle Fälle mit in die Entscheidung einbeziehen. Er leidet, er muss mitreden dürfen.

Ich wünsch dir was,
Uli

Verena****

(13845)
sundancer2002#aol.com

antwortete am 05.05.2017 um 13:41:31 Uhr:

Hallo Uli,

ich arbeite seit 1.2. wieder jeden Tag (halbtags), davor war ich flexibel.

Daheim bleiben ist keine Option. KiGa-Wechsel wird schwierig da alle voll sind (und Kind das eigtl. nicht will).
TaMu gibt es hier kaum eine.
Eltern/andere Betreuungsmöglichkeiten habe ich nicht.

Zudem gefällt es ihm im KiGa grundsätzlich schon. Er hat seine Freunde, ich hole ihn gutgelaunt ab.
Nur das Abgeben ist das Problem. Und das haben wir ja soweit im Griff dass ich immer 10-15min. da bleibe.

Meine Angst ist halt das es so weiter geht oder schlimmer wird wenn Kindklein in die Schule kommt.......

Viele Grüsse
Verena

Ulrike***

(20589) Kinder: J.: 1.01.1997 / L.: 1.01.2000 / H.: 1.01.2003
ulma20589#arcor.de

antwortete am 05.05.2017 um 13:55:18 Uhr:

Nochmal Hallo,

dann würd ich tatsächlich an der Bringsituation arbeiten.

Vielleicht kann man in Anbetracht auf den baldigen Schulanfang Laufgruppen mit anderen Kindern bilden. Immer ein anderer Elternteil begleitet die Kinder, so bist du zwar manchmal, aber nicht immer die, die ihn bringt. Falls ihr zu weit weg wohnt, kann man ja einen Treffpunkt ausmachen, ab dem dann eine kleine Gruppe zusammen läuft. Und wenn sie dann zusammen gleichzeitig ankommen, ist keiner allein und so finden sie vielleicht gleich ins Spiel und brauchen gar keine Erzieherin im Spielzimmer.

Bei uns ist es üblich, dass die Kinder nicht in die Schule gebracht werden dürfen. Da ist spätestens am Schulhoftor Ende. So gesehen, wäre ein Schritt in Richtung Selbständigkeit ja für alle Kinder im letzten Jahr ganz gut. Da musst du bei den anderen Eltern gar nicht dein weinendes Kind in den Vordergrund stellen.

Gruß Uli

Mrs. Long-haired³, E LLA -*-----

(164) Kinder: J.: 15.06.1998
xdergel#t-online.de

antwortete am 05.05.2017 um 14:07:02 Uhr:

Schade das im Kindergarten so ein Chaos herrscht. Ich wünsche mir eigentlich von einem Kindergarten, dass er das Kind abholt wo es steht.

Du kannst ja bei Psychologen /Psychotherapeuten einen Termin ausmachen. Bis die Zeit haben dauert es normalerweise...und wenn das Problem nicht mehr da ist oder du nicht möchtest, kannst du absagen.

Wäre die Kinderärztin / der Kinderarzt ein guter Ansprechpartner. Zumindest hier war die Kinderärztin enorm wichtig und hat auch mal ein Gespräch ohne Eltern geführt...bzw. dem Kind gezeigt, dass es einen Vertrauensmenschen hat, dem er alles erzählen kann.

DAs eine Klinikleitung einem vom Abreisen abhält finde ich grenzwertig. Wenn man eine Reha abbrechen möchte, macht man das einfach inkl. Fax (dokumentenecht) an die Rentenkasse. Das das unzumutbar war, weil das seelische Wohl des Kindes gefährdet ist und so weder du noch die Kinder die Rehaziele erreichen können.
ICh weiß ich war nicht in der Situation...aber das mir als Erwachsener einer eine Abreise verbietet...äh ja. Wie schrecklich und gruselig. Und ja ich war schon in ähnlichen Situationen und weiß das Gehen nicht so einfach ist....bevor das verkehrt verstanden wird.

Von Außen betrachtet stellen sie mir die Fragen:
-Warum macht er das?
-Ist das mittlerweile eine Rolle /Angewohnheit oder hat er wirklich "Sorgen".
-Ist er "immer so".
-Wie besorgt bist du und überträgt sich das aufs Kind
-Wie waren die Eltern in dem Alter (manchmal recht aufschlussreich )
-Kann jemand anderes ihn zum Kindergarten etc. bringen? Und reagiert er dann auch so?
-Andere Routinen?
-Wurde er schon mal gefragt, WARUM er so arg weint?

Das ist eventuell auch ein schwieriges Alter. Sie merken gerade das die Welt eben nicht immer heile ist. Das Mama und Papa keine Superhelden sind. Das das Leben endlich ist...das Bezugspersonen einfach so weg sind...

Ich habe nicht wirklich eine Lösung, nur kleine Ratschläge. Eben das mit dem Kinderarzt + Termine bei Therapeuten ausmachen...

Hoffentlich kannst du bald positive Sachen berichten.

Liebe Grüße
E.l.l.a

Claudia **

(17917) Kinder: Sohn: 1.01.2001 / Tochter: 1.01.2003
aon.912593505#aon.at

antwortete am 05.05.2017 um 15:38:13 Uhr:

Liebe Verena,

mein Sohn ist nie gerne in den Kindergarten gegangen und war generell ein Kind, das am Liebsten in meiner Nähe war.
Besonders schlimm wurde es im letzten KiGa-Jahr, da blieb er auch nicht mehr allein bei Kindergeburtstagen oder beim Kinderturnen.
Natürlich habe ich mir auch wegen des bevorstehenden Schulanfangs große Gedanken gemacht, ich sah mich schon jeden Tag ein weinendes Kind dort abgeben. Tatsächlich ist er dann am ersten Tag rein marschiert und war ab da ein selbständiges, selbstbewusstes Kind. Also, so kann es auch laufen.

Im Kindergarten hatte übrigens geholfen ihn in der Früh früher hinzubringen. Da hatte er die Gelegenheit für sich anzukommen, ohne dass schon viele andere Kinder da waren (ich hätte es ja instinktiv anders gemacht und ihn später gebracht, damit er nicht so lange bleiben muss).

Alles Gute,
Claudia

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 05.05.2017 um 17:21:56 Uhr:

Hej Verena!

Ich verstehe Dich soo gut, ich hatte auch ein Kind, das im ersten KIGA-Jahr JEDEN Tag beim Abgeben weinte.
Meine Vorteile:
Ich wußte, daß sie sowieso Verlassensängste hat, auch wenn wir mal abends weggingen - da reichte es auch, daß nur 1 von uns ging und große Schwester und der andere Elternteil oder auch die geliebte (!!) Großmutter blieben:
Sie heulte.
Aber wie der KIGA, zu dem ich eben viel Vertrauen hatte und den ich heute noch für das beste, was uns für beide Kinder zustoßen konnte, halte, versicherten auch alle anderen, daß das Weinen bald aufhörte, wenn ich/wir weg war.
Sie spielte wunderbar (im KIGA konnte ich mich manchmal davon überzeugen, wenn ich sie holte und beobachten konnte, bevor sie mich bemerkte) und sie hat auch heute nur gute Erinnerungen an diese Zeit.

Ich habe alles versucht: Kurz abgeben und gehen, lang dabei bleiben; Freunde suchen undundund.

Meine große Überraschung und erst im Nachhinein erklärbar:
Als sie im Frühling zur Kolonie (mit 2 Übernachtungen) fuhren, hatte ich - im Gegensatz zur Zeit, als dies für die große Schwester im selben Alter anstand - große Bedenken.
Abersie war fröhlich, fuhr begeistert winkend los, wurde zwar krank wie viele Kidner, weil ei nBrechvirus rumging, weigerte sich aber standhaft, das Angebot, abgeholt zu werden, anzunehmen und war dann auch schnellw ieder gesund und wirklich munte.

Meine Erklärung:
Es ist leichter, selbst zu verlassen als verlassen z uwerden.
Und sie heulte wieder --- noch bis zu den Sommerferien, danach war Schluß.

Ich habe keinen Rat.
Aber ich habe sie im KIGA gelassen, weil ich wußte, daß sie es dort gut hat.
Es waren nur die Minuten des Abschieds, die ich dann irgendwann so kurz wie möglich hielt. Wozu den Schmerz,die Angst vor dem Weggehen, verlängern?
Das war der preis für einen Tag mit Kameraden, mit Lernen und Spielen, mit Lachen, Singen und Basteln.
Wollten wir diesen preis nicht zahlen, hätten wir mit dem Verlust all der schönen Erlebnisse bezahlt - und da ich eben wußte, daß der Abschiedsschmerz bald vergessen war - bis zum nächsten tag eben --- wogen die Erlebnisse, die Gemeinschaft mit anderen und alles, was sie lernte und erfuhr, für mich höher.
mag sein, man hält mich für hart, aber ich glaube heute noch, es war richtig so.
Ob das für Euch geht und paßt, weiß ich nicht - ich wünsche Dir jedenfalls den Mut zu einer Entscheidung, mit der IHR leben könnt, auch wenn sie evtl. kurzfristig mal schmerzt und/oder manchen Müttern dann unpopulär ist.


Gruß Ursel ,DK

Anke

(13404) Kinder: Mädchen: 1.08.1999 / Junge: 1.09.2003 / Mädchen: 1.10.2007
rotweintrinkerin#t-online.de

antwortete am 05.05.2017 um 19:27:40 Uhr:

Hallo Verena,

ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, bin aber auch der Meinung, dass ich das Kind in diesem Kindergarten lassen würde und versuchen würde, an der Bringsituation zu arbeiten. Für mich klingt das Ganze sehr nach einem eingefahrenen Muster, aus dem dein Kind allein nicht raus kommt. Ich würde zunächst versuchen, das "Abgeben" im Kiga anders zu gestalten. Vielleicht wie schon vorgeschlagen mit einem Freund und dessen Mutter/Vater zusammen, ohne dich. Oder du bringst es bis zur letzten Ecke und es geht dann allein weiter und rein. Als fast schon Schulanfänger schafft es das sicher. Vielleicht hilft es, wenn es die letzten Meter rennt, damit es nicht so viel nachdenkt. Oder rückwärts reingeht, irgendwas was ablenkt, um das Muster zu durchbrechen. Vielleicht hilft es auch, wenn ihr euch jeden Abend/Morgen etwas überlegt, was es heute unbedingt mit einem Freund tun will, worauf es sich freuen kann. Und wenn es schon nach dem Aufstehen Probleme gibt, dass es weint, würde ich auch hier versuchen, den Ablauf zu ändern. Erst frühstücken, dann anziehen. Morgens ein kurzes (10 Minuten) Spiel spielen. Kurz mit dem Nachbarshund Gassi gehen. Irgendwas, was ablenkt und die Weinroutine unterbricht. Lass das Kind (als Spiel) die Verantwortung übernehmen und dich wecken und dir sagen, dass du dich jetzt anziehen sollst. Vielleicht hilft euch irgendeine ungewöhnliche Idee. Mehr fällt mir im Moment auch nicht ein.

Was sagt das Kind eigentlich, warum es weint? Kannst du mit ihm über die Situation reden? Vielleicht hat es selbst eine Idee, was es gern anders machen würde?

Ich wünsche euch, das ihr die Situation bald ändern könnt. Glaube an dein Kind, es schafft das!

LG, Anke

Manisha

(32388) Kinder: K1: 1.06.2000 / K2: 1.02.2002 / K3: 1.04.2004
muesli77#hotmail.ch

antwortete am 05.05.2017 um 19:35:01 Uhr:

Hallo

Ich hatte letztes Mal schon geschrieben, dass eines meiner Kinder das Verabschieden immer total schlimm fand. Schon als kleines Kind hat sie immer geweint, wenn ich weg ging. Ich musste dann gehen ohne mich zu verabschieden. Im Kindergarten war es dann okay, als sie alleine gehen konnte. Dann ging sie einfach los und fertig. Bis dahin war das verabschieden dort auch immer schlimm...

Vielleicht ist es ja das?

LG

Verena****

(13845)
sundancer2002#aol.com

antwortete am 05.05.2017 um 19:51:27 Uhr:

Danke ihr Lieben,

Das tut gut.

Ich stimme mit euch überein dass es eine festgefahren Situation ist.
Ich habe selbst das Gefühl das er gar nicht mehr anders kann als weinen, obwohl er es nicht will. Er sagt ja auch er geht heute ohne weinen.... bis er um die Ecke zu seiner Gruppe geht...

Er selbst sagt KiGa ist scheixxe, er will da sein wo ich bin. Auf die Frage ob er in einen anderenbKiGa will sagt er nein, er will in keinen anderen KiGa sondern bei seinen Freunden sein.

Bei Papa ist es übrigens das selbe, er"spielt" also nicht mit mir.

Wir thematisieren es auch nicht gross, so dass er keine Bühne für theatralische Spiele hat.

Ich glaube ihm wirklich dass er ohne weinen gehen möchte, aber er schafft es nicht.

Erstaunlich ist dagegen dass er früher immer überall problemlos hinging. Er war noch nie anhänglich. Klar er ist ein Mamakind (zuhause), aber bei Freunden spielen, zu Oma gehen oder sogar mit den Grosseltern eine Woche! In Urlaub fahren war kein Problem.

Freunde können ihn leider nicht mit zum KiGa nehmen, da sie nicht auf dem Weg liegen.
Aber das mit dem alleine laufen ist eine Idee, evtl. Auch mit den 2 geschwistern zusammen. Denn der KiGa liegt nur ca. 400m entfernt am anderen Ende der Straße.

Meine idee war noch ein kleines Mut-Kuscheltier, vielleicht sogar mit Bild von Mama/Papa/Geschwistern .
Gibt es da etwas?

Liebe Grüße
Verena

Mrs. Long-haired³, E LLA -*-----

(164) Kinder: J.: 15.06.1998
xdergel#t-online.de

antwortete am 05.05.2017 um 23:10:34 Uhr:

Zum Kuscheltier.
Es gibt -gewiss auch online- Sorgenfresser-Monster. Hab ich meinem Mann, bei uns im Dorf, gekauft. Ein ulkig aussehendes Plüschtier mit Reißverschlussmaul. Dort können Fotos, Liebesbotschaften, Sorgen hineingetan werden.

http://diemaniutka.blogspot.de/
Der in grün, wobei unser dunkelgrün ist. Keine Ahnung ob ein Kind sich darüber freut und ob die Nachbarn dann nicht denken, ugs gaga...eventuell andere Augen...die X-Augen sind schon gewöhnungsbedürftig (in Comics als KO oder tot interpretiert). Wobei ich glaube die Anbieterin gibt es nicht mehr. Soll auch nur eine Anregung sein.

Ich hätte die Sorge, dass das verloren geht.

Es gibt auch bei Fotoanbieter, Teddybären* mit Fotomotiv-Shirt dabei
oder ein Kuscheltier** (sieht aus wie eine Mischung aus Teletabbie, Maus und dem "blauen Elefanten", da kann auch ein Foto als Gesicht reingesetzt werden.

Alles verlierbar. Und die Frage ist, wie ist die Qualität
* Teddy: https://www.fotokasten.de/kuscheltier.html

** Fototiergesicht: https://www.geschenkidee-sofort.de/geschenk/Pluesch-Maus-mit-Foto&src=magazin



Vielleicht eher was für an der Kindergartentasche, sowas wie ein großer Plüschanhänger...oder Anhängerfotorahmen...wobei die gibt es ja auch schon in Digital für wenig Geld. Auch da, verlieren und Gelegenheit macht Diebe.

Der gesammte Rucksack (Turnbeutelformat) liese sich auch bedrucken.
Sodele
E.l.l.a

Andrea B *98 *02 -05 -08

(84)
FrauB.84#web.de

antwortete am 06.05.2017 um 17:02:25 Uhr:

Hallo Verena,

darf denn ein Kuscheltier mit in die Gruppe zum Spielen? - Sonst wären die nächsten Tränen vorprogrammiert. Dann vielleicht besser ein kleiner Schlüsselanhänger an die Hose.

Selber hingehen statt bringen war auch hier die bessere Option - und das Verabschieden so kurz wie möglich gestalten. Es gibt ja auch viele erwachsene Menschen, die sagen, dass sie Abschiede nicht mögen. Einfach akzeptieren, dass er eben so ist. Wenn er es selbst akzeptiert, dann weint er vielleicht immer noch, aber es ist nicht mehr so schlimm.

Vielleicht klappt es auch, dass man sich mit einem Freund vor dem KiGa trifft, die werden ja auch von der anderen Richtung in etwa zur gleichen Zeit eintreffen. Dann muss er nicht allein reingehen.

LG und gutes Gelingen, Andrea

Karline * - - * *

(25937) Kinder: Tochter (05/2004): 0.00.0000 / Sohn (07/2006): 0.00.0000 / Sohn (07/2008): 0.00.0000
karline_25937#yahoo.de

antwortete am 07.05.2017 um 07:33:08 Uhr:

Hallo Verena,



Ich würde auch noch mal mit den Erzieherinnen in der jetzigen Sprachheilreha sprechen.

Die können die Situation vielleicht ganz gut beurteilen, da sie ja dein Kind noch nicht so lange kennen; eher so als unbeteiligte Dritte, aber mit Sachverstand.

Die Idee mit dem einlaminierten Foto stammt ja auch von ihnen, oder?
Und dann da ansetzen.
Irgendein Ritual o. ä. das in der jetzigen Reha gut läuft, mit in den bisherigen Kindergarten mitnehmen.
Vielleicht jetzt schon das ,alleine gehen' in der Reha üben, im geschützten Umfeld.

Und eben weiterhin die Fotos mit in den Kindergarten nehmen.

Gibt es eine Psychologin vor Ort in der Reha?
Dann hier Mal das Thema ansprechen.


Alles gute


Karline

Romy***

(21756) Kinder: : 0.00.0000 / J: 1.01.1999 / F: 1.01.2004 / N: 1.01.2013
romy.schatz777#googlemail.com

antwortete am 07.05.2017 um 21:30:39 Uhr:

Hallo,

Ich glaube auch,du musst die grundsituation irgendwie verändern,damit er da raus kommt.

So ein kuscheltier mit fotofach habe ich neulich bei jako-o gesehen.

Gutes gelingen wünscht euch Romy


 

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