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  Bücherthread

 
  Ursel (7068)
 ursel-mrohs#salldata.dk
 Kinder: Die Große: 00.00.0000, Die Jüngste: 00.00.0000,

 schrieb am 26.06.2017 um 23:39:32 Uhr:


 

Hej allesammen!

Gerade bin ich vom Lesekreis-Abschluß zurück.
Ich als Bindeglied zwischen Bibliothek nud Lesekreisdamen habe diesmal alle Wünsche/Vorschläge für die neue Saison eingesammelt und suche eigentlich auch noch ein paar zusätzliche.
Voraussetzung ist eben nicht nur, daß das Buch gut ist (haha), sondern daß man auch gut darüber diskutieren,s treiten, Meinungen austauschen kann - nicht alle guten Bücher sind gleichzeitig gute Lesekreisbücher.

Zusätzlich kam die Frage auf, welches Buch aus der verganegen Saison uns am meisten beeindruckt, nachdenklich habe oder sonstwie herausragend für uns - interessannt, wie verschieden auch da oft die Meinungen sind.

Und natürlich nehme ich auch gern private Lesetips für Ferien, die Zeit danach und überhaupt entgegen.

Bücherthreads waren doch immer gut hier - also dann bin ich auch diesmal gespannt!

(Unser Abschlußbuch jetzt war von Jens Andersen die Astrid-Lindgren-Biographie, die nicht nur eine ausgezeichnete Studie ihres facettenreichen Lebens ist, sondern auch das Schweden durch die ca. letzten 100 Jahre beleuchtet - daher wirklich interessant zu lesen und ebenso gut geschrieben wie recherchiert dazu!
Über den Sommer hinweg lesen wir nun Ben Eltons Geschichte über 2 sehr unterschiedliche Brüder in Nazidtld.
ich bin sicher, mich überrascht da weitaus weniger als dänischen Mitleserinnen, die manchmal von erstaunlicher Ahnunglosigkeit sind, was Kommunismus, Flucht, Diktaturen etc,. sind ---- dabei gehören Nazi- und Stasi-Dtld. in der Schule immer noch zu den bevorzugten Themen, wenn es um Dtld. geht.)

Gruß Ursel, DK

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 Die Antworten auf diesen Beitrag
 

Julia**

(25373)
Julia.Kugel#wir-haben-nachwuchs.de

antwortete am 27.06.2017 um 11:34:26 Uhr:

Hi,

also ich höre nur Hörbücher, lesen schaffe ich nicht mehr. Hier die besten des letzten Jahres, meistens Weltuntergangsscenarien:

Science Fiction:
Dennis E. Taylor
We are Legion
Nerd als von Neumann Sonde, Weltuntergangsszenario, Weltraumerforschung

Science Fiction:
Sylvain Neuvel
Sleeping Giants
Außerirdischer Roboter, Weltuntergangsszenario, Wissenschaftsthriller

Technik:
Karl Olsberg
Mirror
Sprechendes Smartphone, Tote erst im Finale
Wissenschaftsthriller

Romance:
Courney Milan
The Suffragette Scancal
Liebegeschichte vor dem Hintergrund der Bewegung der Frauen, die für das allgemeine Wahlrecht gekämpft haben

Meine ausländischen nicht europäischen Kollegen haben auch keinerlei Schimmer was die jüngere europäische Geschichte angeht, aber ich muß zugeben, daß ich auch nicht von z.B. Indiens Kolonialgeschichte weiß. Überhaupt waren die Kolonien nie groß ein Thems, frage mich warum. Da ist viel Unrecht geschehen, ohne daß es groß Unrechtsbewußtsein zu geben scheint.

Gruß Julia

Mrs. Long-haired³, E LLA -*-----

(164) Kinder: J.: 15.06.1998
xdergel#t-online.de

antwortete am 27.06.2017 um 12:44:19 Uhr:

Liebe Ursel,

ich lese das was mein Mann aus der Bücherei (eine Stadt weiter) mitbringt. Derzeit am liebsten Thriller / Krimis.

Da ich div. Leseorte habe und mehrere Bücher gleichzeitig lese ...äh also nicht ein Buch nach dem anderen, weiß ich meistens nicht so genau was ich lese. Es muss mich einfach unterhalten bzw. mich kitzeln. Ein Buch abends im Bett ist dann gut, wenn es mich mehr als über Seite 20 hinaus mitnimmt und ich die Charaktere und die Handlung geradezu als Fotos oder Szene im Kopf habe.

Derzeit lese ich
JAmes Carol -Pray,
Robert Wilson -Andalusisches Requiem,
Willim Broderick - Das Schweigen des Mönchs,
Sandra Lükes - Tauben Krieg
C. Gref / M. Schwagmann - die Schädeljäger
J. Sabrowski -Phantom
Und da ich immer gucken wie ein Roman im Orignial heißt wohl ein dänisches Buch - Slagteren i Liseleje (deutscher Titel ist total daneben irgendwas mit Blutwurst und Zimt...*what*, da habe ich lange nach der Blutwurst gesucht *smile*)
Cornelius Hartz -Morgenröte
Schilddorfer & Weiss -Ewig

Ne, das habe ich nicht alles im Kopf, sondern zufällig die Liste der Bücherei vor der Nase *lach.

Analusische Requiem könnte ich mir als Grundlage für eine Gruppe vorstellen. Habe ich mal verlinkt.

Ansonsten mag ich gerne Bücher die aus der Umgebung stammen.
Die Tage hatte ich einige Biografien in den Händen, die ich interessant finde:
1.Nelson Mandela - Der lange Weg zur Freiheit
2. Wolfskind (genauer Titel ist mir jetzt nicht bekannt, es geht um ein Kind aus Ostpreußen, Liesabeth Otto glaube ich)
3.Papst Franziskus und sein mutiger Weg
4. Steve Jobs genehmigte Biographie
5.Barak Obama - Ein amerikanischer Traum
6.Das Klassenbuch
7. Wie ich vom Weg abkam...:Meine Pilgerreise
8. Guido Westerwelle (+ weiterer Autor) - Zwischen 2 Leben

Ich bin mir bei den Biographie-Titeln unsicher, also flexibel denken, falls der Titel nicht hundertprozentig passt in der Suchmaschine.

Sodele
E.l.l.a

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 27.06.2017 um 14:49:51 Uhr:

Danke Ihr zwei.
Mal sehen, ob ich dabei auch was für mich finde, ich höre inzwischen auch viel, vorzugsweise Krimis, zumal etliche eher als Hörbuch in unserer Bibliothek zu ergattern / runterzuladen sind denn als richtiges Buch - da ist die Vorbestellliste bei neuen Titeln in einer Serie horrend lang, obwohl die immer noch gut staffeln können.
(Aber den ganzen Etat sollen die ja auch nicht für Mehrfachexemplare dieser Art ausgeben, die dann 2 Jahre später au fem Bücherausverkauf-Krabbeltisch liegen!)

Naja, Indien und DK sind nun doch ein bißchen unterschiedlich weit voneinander entfern bzw,. von Dtld. --- und die dt. Geschichte ist eben auch viel europäische (die dänische hingegen doch weniger...lächel)

Gestern fand eine das dänische BUch "Signe" so beeindruckend aus dem letzten jahr, weilsie ansnonsten eben die Kriegsgeschichte nur aus Sicht der dän. Widerstandskämpfer erfuhren.
Öh ...???
MIR sind natürlich Fluchtgeschichten, Alliierten-Bombenangriffe auf Dresden und anderswo, Zusammenbrechen der Front überall, geläufiger --- vieles, was dieser Frau zustieß, das meiste eben, ist ihr nicht zugestoßen, weil sie Dänin war, sondern weil es allen in dieser Zeit in Dtld. zustieß.
Das konnten die gar nicht richtig trennen oder erkennen.

Bei einem früheren Buch, das im ehem. Jugoslawien spielte, war die Verwunderung über die kommunistischen Auswüchse auch ziemlich groß --- da merkte ich doch die Kluft zwischen Dänen und einer, die aus einem geteilten Land mit Familie und freunden in eben diesem abgetrennten Teil des Landes hatte.

Und niemals vergesse ich die Frage eines älteren Herrn bei einer Lesung über die DDR und Stasi, ob der Film "Das Lebender Anderen" (hier einer der wenigen bekannten dt. Produktionen der letzten Jahre) auf Realität beruhe, ob das wirklich so gewesen sei.
der Votragshalter,der oftmals in der ehem. DDR und auch im späteren Dtld. war, tickte wohl ein bißchen mehr wie ich und bezog die Frage auf das fast schon romantische Ende, wo der Stasimensch ja zumindest ein bißchen Sympathie für seine Opfer entwickelt: Nein, das sei wohl erfunden.
Erst als ich quasi "übersetzte", mußte der Vortragshalter bestätigen:
Ja, die Stasi spionierte alle und alles aus, ging in Wohnung, öffnete Briefe, hörte Telefonate mit etc.
DAS kann sich hier einfach niemand vorstellen - daher bezeichnet mich meine Tochter auch als paranoid, wenn ich, wie die meisten Deutschen, ein größeres Absicherungsbedürfnis bei so manchen Dingen habe und auf Schweigepflichten etc. beharre.

Aber das hat natürlich nichts mit dem von mir vorgegebenen Thema zu tun, ich finde es nur immer wieder spannend, wie groß manchmal eben doch die Unterschiede sind, auch zwischen Deutschen und Dänen, obwohl es eben Auswanderer gibt, die einen Umzug nach DK mit einem Umzug ine in anderes Bundesland vergleichen.
Und da ich auch dies miterlebt habe und auch dies als kleinen Kulturschock empfand, kann ich da nur den Kopf schütteln --- selbst die jüngere Geschichte unterscheidet sich ja nicht nur in der Wahrnehmung deutlich voneinander.

ich hoffe auf weitere Beiträge, Lesestoff ist immer gut, ob gehört oder gelesen, ist doch ganz egal :)

Gruß Ursel, DK

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
mail-an-amber#gmx.de

antwortete am 27.06.2017 um 16:54:38 Uhr:

Liebe Ursel,

ich habe gerade vor ein paar Wochen das neue Buch von Paul Auster ausgelesen, 4321. Ich weiss aber nicht, ob es so geeignet für einen Lesekreis ist, es hat nämlich über 1000 Seiten. Dafür rekapituliert es aber amerikanische Geschichte der letzten 60 Jahre, mit Schwerpunkt auf der Zeit des Vietnamkrieges sehr anschaulich aus verschiedenen Perspektiven. Mir hat es gut gefallen!

Fast durch bin ich mit Ayelet Gundar-Goshens Roman "Löwen wecken", in dem ein Neurochirug einen illegalen Einwanderer überfährt und sich dadurch in ein Geflecht von Lügen verstrickt. Politisch und ethisch hochinteressant und sehr aktuell, aber auch sehr bedrückend; deshalb lese ich es mit Pausen zwischendurch.

Und schließlich noch der gerade frisch erschienene Band von Adrian McKinty aus seiner Serie über den katholischen Polizisten Sean Duffy, der im Nordirland der 80ger Jahre ermittelt. Auch wenn die schlimmste Zeit der "Troubles" da schon vorbei ist, habe ich viel über den nordirischen Konflikt gelernt. Und nebenbei sind es supertolle, spannende Krimis.

Was warn es denn für Bücher, die euch in der letzten Saison am meisten beeindruck thaben?

Viele Grüße
Friederike

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 27.06.2017 um 17:15:31 Uhr:

Hej Friederike - tolle Tips auch von Dir, danke.
Vor allemdie Krimis merke ich mir mal für mich privat vor.

Auster habe ich auf der neuen Liste, aber 1000 Seiten sind eindeutig zuviel für uns, zumal meine Damen nicht so amerika-stil-freundlich sind --- trotzdem fanden einige Stoner sehr gelungen, das war eins der beeindruckenden Bücher.
Eine hielt sich an das letzte, die Lindgren-Biographie von Jens Andersen, in der ja auch gut 100 Jahre Schwedens Gesellschaftspolitik und Geschichte abgehandelt werden.
Wie erwähnt nannten einige auch dieses "Signe", wo eine junge Dänin in den letzten Kriegswirren einem dt. Wehrmachtsoffizier erst nach Dresden folgt und dann auch das Ende des Krieges incl .Flucht miterlebt - bei ihrer Heimkehr im 2. Band wird sie in Dk auch noch inhaftiert,da sie als Kollaborateurin geächtet ist usw.
Der Roman beruht auf einer wahren Geschichte, trotzdem für mich eben ein Bericht von vielen, die man in dt. Dokumentationen bzw. auch von eigenen Eltern und Großeltern gehört hat, hierzulande offensichtlich bahnbrechend neu.

Eine andere schloß sich mir an und hob das Buch über Israel von Ari Shavitt hervor - allerdings hat sich meine Einstellung oder Meiung zu den Israeli dadurch auch nicht so grundlegend geändert wie bei dieser Dame, die in ihnen aufgrund es Holocaust die Guten sah und nun hin- und hergerissen ist, was sie überdie Palästinenser denken soll.
Dazu lesen wir dann wohl in der neuen Saison auch was.

Superbahnbrechend - den Titel hatte keins der Bücher so wirklich verdient.-- aber immerhin, so richtig daneben gegriffen hatten wir in dieser Saison auch nicht.
Das ist doch mal was... :)

Gruß Ursel, DK

Romy***

(21756) Kinder: : 0.00.0000 / J: 1.01.1999 / F: 1.01.2004 / N: 1.01.2013
romy.schatz777#googlemail.com

antwortete am 28.06.2017 um 07:41:45 Uhr:

Hallo,

Ich komme leider kaum noch zum lesen,kann mich einfach nicht mehr konzentrieren und die Zeit fehlt auch.
Habe aber jetzt mal eine Empfehlung von Mama und Neffen aufgegriffen:
Juli zeh “unter Leuten“
Soll sehr gut geschrieben sein.
Ich habe erst angefangen,aber ja,ist bisher ganz gut.
Und meine Empfehlung für ein lieblingsbuch der letzten Jahre:
Andreas eschbach: König von Deutschland.

Inwieweit die sich für einen lesekreis eignen,weiss ich aber nicht.

LG Romy

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 28.06.2017 um 11:05:28 Uhr:

Hej Romy!

Um auch mal wieder ein paar Deutsche mit reinzubekommen, habe ich u.a. auch Juli Zeh vorgeschlagen, allerdings mit Corpus Delicti.
Mein Handicap ist ja auch, daß die Bücher ins Dänische übersetzt sein müssen.

Aber als privaten Tip merke ich mir auch Deine beiden Titel!

Gru ßUrsel, DK

Romy***

(21756) Kinder: : 0.00.0000 / J: 1.01.1999 / F: 1.01.2004 / N: 1.01.2013
romy.schatz777#googlemail.com

antwortete am 28.06.2017 um 12:01:57 Uhr:

Corpus delicti hat der große in der Schule gelesen und war ziemlich beeindruckt( er liest privat nicht),ich kenne es leider selbst nicht,aber die Autorin scheint ein guter Tipp zu sein.

LG Romy

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 28.06.2017 um 12:26:23 Uhr:

Oh, danke für diese Rückmeldung, das klingt ja toll, wenn es sogar Schullektüre ist, kann man diskutieren - lächel.
Hoffentlich lehnen meine Damen den Tip nicht ab!!!

Gruß Ursel, DK

Beatrix

(13307) Kinder: Paul: 29.06.1990 / Maximilian: 7.07.2001
bea-web#gmx.de

antwortete am 03.07.2017 um 09:17:35 Uhr:

"Unterleuten" von Juli Zeh war auch eins der Bücher aus der letzten zeit, was mich sehr beeindruckt hat.
Für mich hat es vor allem 3 Aspekte:
1. es spielt in einem kleinen Dorf in Brandenburg - da ich auch "Brandenburgerin" bin, kann ich bestätigen, dass das Flair und Beziehungsgefüge tatsächlich gut getroffen ist.

2. Es werden die Sichten aller Beteiligten dargestellt, und man kann jeden Standpunkt irgendwie nachvollziehen und verstehen, auch die gegensätzlichen, das fand ich schon frappierend.

3. Es wird das Wirkungsgefüge aus der DDR-Vergangenheit auf die Gegenwart gezeigt, auch sehr intensiv und glaubhaft.

Was DDR-Geschichte angeht, finde ich auch noch gut
Haltet euer Herz bereit: eine ostdeutsche Familiengeschichte von Maxim Leo.

LG Beatrix


 

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