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  Ehe für alle

 
  Ursel (7068)
 ursel-mrohs#salldata.dk
 Kinder: Die Große: 00.00.0000, Die Jüngste: 00.00.0000,

 schrieb am 28.06.2017 um 19:11:06 Uhr:


 

Hej allesammen!

Wieso ist das sooooo ein brennheißes Eisen, heutzutage in einem westlichen Land, in dem Homosexuelle doch absolut öffentlich leben und oft sogar Karriere machen können.
Manchmal finde ich, die Gesetzgebung und Gesetzgeber denken wirklich weitaus langsamer und konservativer als die Menschen in ihrem Land - oder?

Gruß Ursel, DK

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 Die Antworten auf diesen Beitrag
 

*

(20556)
tschuess-bz#gmx.net

antwortete am 29.06.2017 um 07:41:16 Uhr:

Hallo Ursel,

ich bin da ganz bei dir. Bin froh, dass ich in einer Zeit und in einem Land lebe, wo man sich nicht mehr verstecken muss. Was da gerade bei CDU/CSU gerade abgeht, kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

LG Susanne

Nicole*

(19707) Kinder: LM: 18.10.2001
Nilami#gmx.de

antwortete am 29.06.2017 um 08:37:44 Uhr:

Guten Morgen,

das hat ja nix mit denken zu tun, sondern das ist eben eine Rchtlinie der Partei. Und die CDU steht in der Regel für die Konservative. Das sichert ihnen ihre Stimmen für die Wahl. Irgendwo muss man sich von anderen Parteien abgrenzen. Und es gibt noch genug Bürger, die diese Meinung teilen. Auch jüngere.

Wir befinden uns im Wahlkampf und deshalb wird das Thema so hochgekocht und in meinen Augen missbraucht. Da geht es nur um Wählerstimmen.

Viele Grüße
Nick

Frieda

(32191)
hesteven#web.de

antwortete am 29.06.2017 um 09:04:57 Uhr:

Liebe Ursel,

du hast es bestimmt nicht so gemeint, aber dein Eingangssatz, dass Homosexuelle "doch absolut öffentlich leben und oft sogar Karriere machen können", kommt ein bisschen sehr schräg rüber...

Zum Thema selbst gibt es in meinen Augen gar nicht viel zu sagen:
es ist schlicht und ergreifend pupsegal, wen man liebt. Ob Homo oder Hetero: ob man ein guter Mensch ist, ein schlechter Mensch ist, ob man sich zum Eltern-Sein eignet oder nicht, bemisst sich nullkommanull an der sexuellen Orientierung und ich könnte mich auf der Stelle übergeben, wenn ich Aussagen höre, die in die Richtung gehen, dass homosexuelle Paare sich nicht als Eltern eignen oder unsere gesellschaftliche Grundordnung in Gefahr ist, wenn schwule und lesbische Paare heiraten und Kinder adoptieren dürfen.

Und wie heilig die Ehe für die Herren Seehofer und Co so ist, hat man in den letzten Jahren ja erleben dürfen ... Bigottes, verlogenes Geschwafel, um eine ultrakonservative Minderheit bei Laune zu halten. Ekelhaft.

Liebe Grüße
Frieda, hetero, erfolgreich alleinerziehend, mit ganz unglaublich wundervollen Familien im Freundeskreis - ich kenne Schwule mit Kindern, Lesben mit Kindern, Heteropaare mit Kindern, Patchwork-Familien und Ein-Eltern-Familien. Und alle machen einen hervorragenden Job bei der Brutpflege :)

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
mail-an-amber#gmx.de

antwortete am 29.06.2017 um 09:25:11 Uhr:

Hallo ins Rund,

#Frieda: ich glaube, Ursel meinte v.a. PolitikerInnen (Wowereit, Westerwelle und jetzt noch diese fürchterliche AFD-Tante). Von denen war ja der ehem. Berliner Bürgermeister einer der ersten oder überhaupt der erste, der sich öffentlich im Amt geoutet hat.

Ansonsten: ja, klar, höchste Zeit. Auch, wie ich finde, um ein Zeichen zu setzen mit Blick auf die Länder, in denen Homosexuelle wieder zunehmend Repressalien ausgesetzt sind (und davon haben wir sogar welche in der EU).

Lg
rike

Anke

(13404) Kinder: Mädchen: 1.08.1999 / Junge: 1.09.2003 / Mädchen: 1.10.2007
rotweintrinkerin#t-online.de

antwortete am 29.06.2017 um 09:59:05 Uhr:

Hallo Mädels,

ihr habt absolut recht und ich wills nur noch mal bekräftigen. Es wird Zeit, endlich mit dem Theater aufzuhören, das vor allem CDU/CSU seit Jahren in diesem Land veranstalten. Wenn zwei Menschen sich lieben und Verantwortung füreinander übernehmen wollen, dann sollen sie das tun und heiraten können. Mit allen Konsequenzen. Es spielt doch keine Rolle, welches Geschlecht die beiden haben. Das ist alles so mittelalterlich.

Ich hoffe nur, dass es mit der Gesetzesänderung im Bundestag am Freitag klappt und die CDU nicht doch noch eine Möglichkeit findet, die Abstimmung zu verhindern.

LG, Anke

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 29.06.2017 um 15:39:25 Uhr:

Hej allesammen!

Rike, ja genau so meinte ich das, danke - mir ist da überhaupt nichts schräg vorgekommen.

Mich interessiert allerdings auch wirklich nicht im geringsten, wer wann wo warum und vor allem mit wem liiert ist oder auch gerade nicht -- dieses ganze Geoute wfinde ich auch irgendwo bescheuert.
ich renne ja auch nicht dauernd herum und schreie der Welt entgegen, daß ich hetero sei...
Wen geht das was an?
Wer will das überhaupt wissen? (Naja gut, ich bin natürlich nicht berühmt, trotzdem...)
Und wenn ja, warum wollen die Leute das wissen - damit sind wir ja wieder bei der ersten Frage: Wen geht das was an?

Ich finde es schändlich, daß dies ein Thema überhaupt noch so groß sein kann, daß nicht irgendwie alle aufstehen udn sagen:
Liebe Leute, liebe Konservativen, nun kommt mal runter - uns interessieren ganz andere Dinge - wir haben eine Welt im Chaos, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Kriege, Politiker um uns herum, die von Tetosteron mehr gesteuert sind als von ihren Gehirnen - also ehrlich, da interessiert mich hierzulande herzlich wenig, wer wen heiratet!

Als wir mal wirklich ernste Sorgen hatten und eine hiesige Familie sich mit den Gerichten bis ganz nach oben stritt, ob ihr Sohn Christophpher (jawohl, mit 2 ph, analog zu 2 f) heißen dürfe, meinte unsere Pastorin einmal, man müsse sich für diese Leute doch freuen, wenn die eben nicht solche großen Sorgen hätten wie andere, z.B. wir.
Das würde ich angesichts einer solchen Aufregung auch gern sagen ---
Nur HAT die Welt eben weitaus schlimmere Sorgen - da ist es doch wirklich Verschwendung von Kraft, Energie, Nerven und allem mehr, sich auf dieses Thema derart zu stürzen.
Wenn DAS die Politik und die Prioritierung innerhalb dieser seitens der CSU ist, ein Grund mehr, sie nicht zu wählen, kann ich dazu nur sagen.


Gru ßUrsel, DK


Frieda

(32191)
hesteven#web.de

antwortete am 29.06.2017 um 17:26:06 Uhr:

#Ursel

Mir war ja schon klar, dass du es nicht so gemeint hast, aber das "oft sogar Karriere machen können" klingt einfach sehr herabsetzend, auch wenn das nicht in deiner Absicht war - denn: selbstverständlich und natürlich kann man als homosexueller Mensch hierzulande inzwischen seit vielen Jahren Karriere in aller erdenklichen Bereichen machen (sogar in der katholischen Kirche ...hüstel ...)

Die "Ehe für alle" ist dagegen aber in erster Linie wegen des Adoptionsrechts und des sehr veralteten Familienbildes in konservativen Kreisen umstritten, da geht es ja nicht um eine grundlegende Ablehnung von Homosexualität. Selbst viele konservative Politiker haben offiziell ja "gar nichts gegen Schwule und Lesben", aber Kindererziehung oder gar Adoption? Oh, nein, auf keinen Fall, das geht natürlich gar nicht. "Eingetragene Lebenspartnerschaft" muss in deren Augen eben reichen, nach dem Motto "sollen sie doch dankbar sein, dass sie die Steuervorteile bekommen."
Aber bei der "Ehe für alle" geht es eben nicht primär um finanzielle Vorteile, sondern um die Klarstellung, dass das Geschlecht der Eltern völlig unerheblich für das Konstrukt einer funktionierenden Familie ist, in der die Partner die Verantwortung für einander und für gemeinsame Kinder übernimmt und damit letztlich ja auch gesellschaftliche Funktionen erfüllt.

Deshalb habe ich mich an deiner Formulierung gerieben - und nicht, weil ich dir irgendetwas unterstelle!

Ich hoffe, das war jetzt verständlicher!

Liebe Grüße
Frieda

Ursel

(7068) Kinder: Die Große: 0.00.0000 / Die Jüngste: 0.00.0000
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 29.06.2017 um 21:23:05 Uhr:

Hej Frieda!

Wenn es überhaupt wirklich herablassend klingt - der Tonfall wird in Postings ja nicht mitgeliefert - dann war das durchaus an die Adresse derer gedacht, die eben noch ganz entdeckt haben, wie hinterdörflerisch diese ganze Diskussion letztendlich doch längst, ist, bzw. wie überholt von den Tatsachen.
Das erklären oder verteidigen zu müssen geht mir schon zu weit, weil ich das Thema eben wirklich nicht (mehr) als brennend empfinde.
Und in den einen oder anderen "Verdacht" zu geraten, weil jemand Herablassung aus einem geschrieben Wort "hört", geht mir da auch schon zu weit.

Es ist ein wichtiges Thema sicher für die, die es angeht, (ich selber hatte eine lesbische Seelenfreundin, die das sicher freuen wird), aber letztendlich haben wir schon viele grundlegende Änderungen - auch in Sachen Ehe und Familie - erlebt und es gibt auch noch andere Gesetzesvorlagen, die andere Gruppen dann auch für eben so dringend empfinden.
Alle mit vollem Recht - daher sehe ich diesen Wirbel partout nicht ein bzw, er fehlt mir dann doch bei den anderen.
Zumal eben, wie gesagt, die Zeit längst alles überholt hat - d.h. für mich, die Diskussion ist einfach nur ein schlechter Witz ohne Daseinsberechtigung.

Gruß Ursel, DK


 

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