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  Getauft aber nicht konfirmiert...Austritt oder nicht?

 
  Ulli (19956)
 Nur.fuers.BZ#gmail.com
 Kinder: X: 00.00.0000, X: 00.00.0000, Winterjunge: 00.00.0000, Sommermädchen: 00.00.0000,

 schrieb am 19.07.2017 um 08:27:30 Uhr:


 

Moin Moin in die Kugelrunde!

Mein großes Kind hat sich bewußt gegen eine Konfirmation entschieden. Getauft wurde es schon als kleinstes Baby. Nun ist das Kind seit einiger Zeit 14 und somit religionsmündig.

Frage: Muss es noch explizit seinen Austritt aus der evangelischen Kirche bei der Gemeinde erklären oder hat sich die Mitgliedschaft in diesem Verein einfach dadurch erledigt, dass es nicht selbst seinen Eintritt in die Erwachsenenabteilung (Konfe) erklärt hat?

Liebe Grüße
Ulli

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 Die Antworten auf diesen Beitrag
 

Eva-Maria

(15) Kinder: *: 0.00.0000 / *: 0.00.0000 / +: 0.00.0000
vleischsalat#gmx.com

antwortete am 19.07.2017 um 12:16:33 Uhr:

Hi Ulli,

die Mitgliedschaft in einer Kirche wird durch die Taufe begründet, das bedeutet, das Kind ist Kirchensteuerpflichtig, sobald es ein eigenes Einkommen hat auf das es Einkommensteuer zahlen muss.

Dieser Pflicht entkommt es nur, wenn es am STANDESAMT aus der Kirche austritt. Die Gemeinde wird davon nur informiert. Den Zettel mit der Austrittsbestätigung gut aufheben, damit man seinen Austritt ggf. belegen kann und sich nicht irgendwann größeren Nachzahlungen gegenübersieht.

Falls der Ausgetretene dann irgendwann ein Kirchenmitglied heiratet, muss er möglicherweise wieder Kirchensteuer für seinen Ehepartner zahlen, wenn er derjenige ist, der das Famlieneinkommen bestreitet. Das ist dann entweder so gewollt, weil das Kirchenmitglied von seiner Kirche überzeugt ist, oder ungewollt, weil nur Karteileiche. In so einem Fall ist der Austritt des Ehepartners sinnvoll.

Eva-Maria

lalelu

(17705) Kinder: P: 1.01.2000 / M: 1.01.2002 / F: 1.01.2007
ns99#gmx.de

antwortete am 19.07.2017 um 15:51:54 Uhr:

Hallo,

Kleine Korrektur, der Austritt erfolgt beim Amtsgericht. Habe ich nämlich letztes Jahr gemacht ;) kostet glaube ich 30€

LG Nicole

Nina

(32211)
dni13#web.de

antwortete am 19.07.2017 um 23:14:02 Uhr:

Hi,

Bevor Kind groß aktiv austritt aus der Kirche, solltet ihr euch Gedanken machen, ob es wirklich notwendig ist.

In diversen Berufen (sozial, medizinisch) sind kirchliche Arbeitgeber zahlreich vertreten. Diese können heutzutage nicht mehr wählerisch sein, neben eigentlich jeden, auch ungetaufte - Ausnahme: Menschen, die getauft sind, aber aus der Kirche ausgetreten sind. Das ist ein Ausschlusskriterium, gerade wieder im Freundeskreis erlebt.

Logisch weiß man jetzt noch nicht, was die Kinder tatsächlich für Wege einschlagen, aber obiges sollte nicht unerwähnt bleiben. Vermutlich ist es euch aber eh bekannt, aber falls nicht, wisst ihr es jetzt.

Schönen Abend,
Nina

Ulli

(19956) Kinder: X: 0.00.0000 / X: 0.00.0000 / Winterjunge: 0.00.0000 / Sommermädchen: 0.00.0000
Nur.fuers.BZ#gmail.com

antwortete am 20.07.2017 um 07:35:11 Uhr:

Moin Moin!

# Eva-Maria: Bei Deine Antwort musste ich über mich selbst schmunzeln. Ich bin in einer Stadt südlich des Weißwurst-Äquators geboren. Und vor 30 Jahren hätte ich bei dem Stichwort "Gemeinde" auch "Kirchengemeinde/Pfarramt" gedacht.

In den letzten 30 Jahren bin ich wohl doch niedersächsischer geworden, als ich selbst glaube ;-). "Gemeinde" bedeutet hier "Bürgerbüro/Gemeindebüro/Stadtverwaltung". Eben der Ort, wo man an einem Schreibtisch für alles relativ unproblemlos solche Sachen wie Ummeldungen, Personalausweise, Kirchenaustritte, Führungszeugnisse beantragen kann.

# Nina: Genau das ist der Grund für unseren kollektiven Austritt aus diesem Verein. Ab in spätestens einem Jahr kein Cent freiwillig von uns für diese Institution. Und niemals für die Kirche arbeiten!

Liebe Grüße
Ulli

Ulli

(19956) Kinder: X: 0.00.0000 / X: 0.00.0000 / Winterjunge: 0.00.0000 / Sommermädchen: 0.00.0000
Nur.fuers.BZ#gmail.com

antwortete am 20.07.2017 um 07:38:36 Uhr:

"UNproblemLOS"... auweia! Soll entweder "unproblematisch" oder "problemlos" heißen..... ich bin noch nicht wach!

Steffi***

(1722) Kinder: J: 0.00.0000 / J: 0.00.0000 / J: 0.00.0000
dreimalmam#web.de

antwortete am 21.07.2017 um 11:38:16 Uhr:

Hallo.
bei uns muss man zum Standesamt um aus der Kirche auszutreten.
Kostenpunkt : 20€
Der Verein lässt sich das noch gut bezahlen , bevor er ein Schäfchen entässt :-/
Mag aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.

Lg Steffi

SilkeB

(1492)
silkeb-im-bz#online.de

antwortete am 23.07.2017 um 08:45:52 Uhr:

Der Kirchenaustritt erfolgt in den Bundesländern unterschiedlich

http://www.kirchenaustritt.de/christentum/ekd.htm

Ab dem 14. Geburtstag (Religionsmündigkeit) muss das das Kind selbst machen.
Kosten zwischen 0 und 100 Euro

ABER es wird ein Personlausweis benötigt zum Ausweisen .. oder Reisepaß und ggf. Meldebeschieenigung (nur fall bisher kein Perso existiert)

Das große Kind musss seinen Austritt selbst vor dem Staat (siehe obiger Link) erklären.

Und dann nicht vergessen alle kirchensteuerabführenden Stellen zu unterrichten
- Arbeitgeber
- Banken
.
.
.

Ciao Silke
kein Kirchenmitglied mehr (ev) aber durchaus kirchlich aktiv (rk)

Dreamy **

(15952) Kinder: J.: 12.10.2001 / M: 10.10.2006
Dreamy-imBZ#gmx.de

antwortete am 26.07.2017 um 19:05:38 Uhr:

Hallo Ulli,

Himmel, warum ist das Kindelein schon 14? Unfassbar.
Kind groß hier ist auch nicht konfirmiert, sich auch bewusst dagegen entschieden.
Ausgetreten ist er noch nicht, wir sind ja auch in der Kirche, ich wieder.
Als ich ausgetreten bis, musste ich zum Amtsgericht und haben damals um die DM 30,- gezahlt, vermutlich also heute um die € 30,-

VG Helga


 

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