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  Nochmal zu Beerdigung - und "Erlebnis" dazu

 
  Ursel (7068)
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 schrieb am 30.03.2018 um 00:18:28 Uhr:


 

Hej allesammen!

da wir das Rhema Trauer/Beerdigung hatten:
Gestern hatten wir überraschend einen traurigen Termin im Kalender, die Mutter des besten Freundes meines Mannes wurde beerdigt.
Wir sind mit der Familie auf vielerlei Art verbandelt, die Große ist unsere Patentochter - somit alle Geschwister auch; die Jüngste habe ich eingehütet, als ich neu in Dk war - so haben wir beide (dänisch) sprechen gelernt - mit- und voneinander :)
Auch wenn der Anlaß eigentlich traurig war:
Es war schön, alle kinder mit ihren Familien wiederzusehen, auch die den Cousin/die Cousine, die bei deren Kindergeburtstagen ja auch stets mitmachten etc.
Und allen hat die große Runde sicher gutgetan, jeder saß mit denen, die ein bißchen "stützen" konnten, und sei es nur durch die Freude, sich mal wiederzusehen.
Schließlich stand noch ein älterer Herr auf, der als Ferienkind familiären Anschluß an die Familie hatte und unseren Freund von Kindesbeinen an kannte- er erzählte von vielen schönen Erlebnisse, die er dank den Eltern der Verstorbenen zusammen mit ihr und ihr ihrem späteren Mann hatte.
Und als ich mich veranschiedete, erzählte die Älteste, unsere ehem. Patentochter, sie verbrächten Ostern beim Bruder (der auch da war) und alle ihre Kinder müßten NATÜRLICH Ostereier suchen, wie sie es früher bei uns "mußten" --- sowohl im dänischen als auch engl. Brauchtum der Mutter kommt das nicht vor.
Das war immer so schön, wenn sie uns zu unseren dt. Zeiten fast schon traditionell über die Feiertage besuchten.
Und der Pastor habe doch davon gesprochen, daß jeder ein Erbe in sich trage, aber auch etwas weitergebe, was dann das Erbe für die Hinterbliebenen sei - dieses Ostereiersuchen sei auch so ein Erbe.
Nun habe ich nicht vor, demnächst zu sterben, aber es ist doch schön, wenn junge Menschen sich an sowas erinnern, wenn sie dankbar für diese Erinnerungen sind und sie weitergeben, und wenn wir so - und wie eben bei dem älteren Redner vorher - in ihnen weiterleben.
Ohne Trauerfeier hätten viele solche kleinen Erlebnisse am Rande nicht gehabt - und das finde ich schade.
ich bin sicher, auch die Verstorbene hätte sich gefreut, daß auf ihrer Trauerfeier soviel gute Erinnerungen wachgerufen wurden - in Zusammenhang mit ihr und anderen.

So ein Abschied ist würdevoller und trostspendender als ein stilles heimliches verborgenes Begräbnis, da bin ich sicher. Aber das weiß nur der, der es zuläßt und nicht wegläuft --- ich habe es erlebt, daß Menschen sich vor der Trauerfeier oder den Kondolenzen am Grab gruselten und später dankbar waren, dabei gewesen zu sein.

Geteiltes Leid ist halbes Leid - wenigstens an einem solchen Tag hat der Volksmund Recht.

Die wirkliche Erkenntnis, wieviel und was man verloren hat und wie man un allein klarkommen mu0, kommt sowieso erst in der Zeit NACH all diesen außérordentlichen Ereignissen, im Alltag.

Gruß Ursel, DK

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PETRA * *

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antwortete am 30.03.2018 um 09:26:29 Uhr:

Ursel

ich habe den Eindruck du betrachtest das alles etwas durch eine rosarote Brille. Nicht böse gemeint.

"So ein Abschied ist würdevoller und trostspendender als ein stilles heimliches verborgenes Begräbnis, da bin ich sicher. Aber das weiß nur der, der es zuläßt und nicht wegläuft --- ich habe es erlebt, daß Menschen sich vor der Trauerfeier oder den Kondolenzen am Grab gruselten und später dankbar waren, dabei gewesen zu sein."

Stell dir vor, oft sind es sogar die Verstorbenen die (deine Worte->) ein stilles und heimlich verborgenes Begräbnis wollen.
Dabei denke ich z. B. an einen Verwandten.
Ein Narzisst. Zeitlebens berechnend und bösartig.
Teils gar in jungen Jahren auch gewalttätig.
Er heiratete im Alter noch einmal und seine zweite Frau sorgte für die kleine und heimliche Urnenbeisetzung.
Das kann die Rettung vor der Blamage sein, dass keine Leute zu einer Beerdigung kommen.

Ich bin im ambulanten Hospizdienst aktiv.
Bekomme viel mit und irgendwie hat jeder seine Leichen im Keller. Das Leben ist nicht nur rosa und sollte auf Beerdigungen auch nicht immer nachträglich so dargestellt werden.

Auf Beerdigungen wird immer viel gelogen.
Man erinnert sich öffentlich an die tollen Dinge.
Über das Schlechte wird nie gesprochen.
Oft sitze ich da und denke: Über wen wird da geredet?

Der ehemalige SS-Offizier der nach Kriegsende in der Heimat dann als Stadtrat aktiv war und bei vielen Vereinen.
10 Jahre seines Lebens wurden bei der Trauerrede komplett unter den Tisch gekehrt.
Bürgermeister, Vereinsvertreter etc Ein Großaufgebot am Grab.
Das hat einfach einen faden Beigeschmack.
Man kann nicht das Lobenswerte komplett in den Vordergrund stellen und alles andere unerwähnt lassen.

Oder kürzlich auf der Beerdigung des Vaters meiner Freundin.
Die Familie wurde gelobt dass sie sich jahrelang um den Schwerkranken gekümmert hat.
Dabei waren das ausschließlich polnische 24/7 Pflegekräfte die auch für die ganze Familie gekocht hat. Die Familie kam in die Wohnung zum Essen und auf Besuch.
Zweifamilienhaus. Frau oben. Pflegerin und Kranker in eigener Wohnung unten extra für sich.
Die Pflegekräfte wurden mit keinem Wort erwähnt.
Das fand ich bitter.



Selten wird so viel gelogen und geheuchelt als auf Beerdigungen.
Wie sagt man so schön:
Es sterben nur die Besten.

Im Rahmen meiner Hospizausbildung mussten wir unsere eigene Trauerrede schreiben, da man sich sehr intensiv mit dem eigenen Tod befassen sollte wenn man andere dabei begleitet.
Ich halte sie für so gelungen dass mein Mann sie abgeheftet hat und bei meiner Beerdigung vorgelesen werden soll.
Darin geht es nicht um mich, sondern um das Leben allgemein und meinen Blick darauf und um Dank und Demut. Der, der mich kennt, hat sich ein Bild von mir gemacht und bedarf keiner Verklärung am Grab.

Ursel

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antwortete am 30.03.2018 um 10:29:38 Uhr:

Petra - mag sein, Du hast da andere Erfahrungen, auf die kommt es natürlich an wie auch auf die Einstellung zu Leben und Tod.
Ich verwahre mich doch entschieden gegen Deine Bezeichnung "rosarot", ich finde nicht, es hat viel mit rosarot (was ja wohl für "seicht" und "geschönt" steht (sonst erklär mir bitte Deine Auffassung), wenn ich von meinen Erfahrungen am Tag zuvor berichte.
insofern denke ich gerade so, daß Dein Beitrag, so gut er sonst auch sein mag, eigentlich keiner Antwort bedarf, er disqualifiziert sich geradeselbst, weil er andere Erfahrungen derart abwertet.
Nicht durch Deine andersgearteten Erfahrungen, sondern durch Deinen Schluß/Kommentar - darauf bzgl. meiner.

Wenn ich aber darüber hinwegsehe, daß Du es rosarot empfindest, sich in der Gesellschaft der Trauernden wohl zu befinden, was sichtlich auch die Hinterbliebenen taten, denen dennoch Trauer hin und wieder im Gesicht stand, dann
scheint es, Du bist oft umgeben von wirklich schlechten, bösen Menschen.
Die gibt es sicher auch, die gehören zum Glück nicht so sehr zu meinem Dunstkreis.
Und ich denke, bei den meisten hier verhält es sich ähnlich.
Wen ich absolut nicht leiden kann, zu dessen Begräbnis gehe ich nicht, es sei denn, ich habe ein starkes Bedürfnis, die Hinterbliebenen zu unterstützen.
Und ansonsten weiß ich eben, daß jeder Mensch auch Schwächen hat und nicht immer nett war - Fehler gemacht hat, unter denen andere auch gelitten haben.
Das ist bei mir nicht anders als vermutlich auch bei Dir.
Aber wer möchte eine Abrechnung angesichts des Todes?
Da ist Versöhnung angesagt, da ist ist - wenn es irgendgeht - Verständnis und Verzeihen angesagt --- schon für einen selbst, um weiterzukommen und nicht in Bitterkeit zu verharren.
Auch dafür sind Beerdigungen gut.
Angesichts des Todes trage ich den meisten meiner Mitmenschen ihre Schwächen nicht mehr nach - und wie wir bereits unten schrieben, geht man ja AUCH zu einer Beerdigung, um den Trauernden zu helfen - und die können ja durchaus nett sein und eine Lücke selbst beim Ableben eines Ekelpaketes verspüren.
Da zählt man nicht mehr jeden Fehltritt auf und/oder rechnet groß ab; das ist nicht nur kleinlich, sondern auch bei anderen Feiern unüblich --- oder sagst Du Deiner Freundin ausgerechnet an deren Hochzeitstag, daß Du ihren Mann aber im Leben nicht genommen hättest, weil ...???
Am offenen Grab is tes eh zu spät für Abrechung, Wiedergutmachung, Auseinandersetzung - das müßte vorher erfolgen.
Am offenen Grab kan nich nur für michentscheiden, ob ich weiter hassen und nachtragen will oder vezeihge, verstehe
oder es einfach ruhenlasse und weiter gehe.

Übrigens erlebt jeder die Menschen anders - was ich in meinem Mann sehe, sehen andere vielleicht gar nicht und umgekehrt. Die Familie erlebt einen Geschäftsmann, Politiker, Lehrer, Kollegen anders als seine §berufliche) Umgebung; aber gerade das ist doch die Vielfalt von uns Menschen.
Ich kannte meinen verst. Onkel sehr viele Jahre, aber ich habe noch viel über ihn gelernt, als die anderen von ihm erzählten, wie sie ihn kannten und kennengelernt hatten.

Gute Pastoren können mit den richtigen Vorgaben gute Predigten halten, in denen sogar die Schwächen eines Menschen erwähnt werden, auch das habe ich schon erlebt.
Und gute Pastoren sprechen durchaus auch über Sinn des Lebens, des Todes und über die Irrwege, die es dazwischen gibt.
Und auch zur Beerdigung eines Menschen mit solch bekannten Fehlern und Schwächen waren viele gekommen - weil die Menschen wohl auch die guten Seiten sahen.
Fremd war ich persönlich nur auf der Beerdigung meines Bruders, an diesen "Abschied" denke ich sehr ungern zurück.
Das liegt an vielen Dingen, auf die ich hier nicht eingehen möchte, hatte aber nichts mit ihm persönlich zu tun, im Gegenteil.

Rituale wie Konfirmation, Hochzeit, Geburtstag oder auch Weihnachten und jetzt Ostern, aber eben auch Beerdigungen sind Eckpfeiler im Leben - es gibt sie nicht zu Unrecht in allen Kulturen und zu allen Zeiten.
Sie verlaufen oft nach bestimmten Mustern, eben als Stütze, als Rettungsanker, als Leuchtturm in Leben, die ansonsten sehr individuell und manchmal auch eigenwillig geführt werden.
Da sind Verläßlichkeit und Struktur in Ausnahmezeiten wichtig. Und genau das geben Begräbnisse.

In der Diskussion unten ging es darum, daß Trauer heute oft sehr einsam und individuell gelebt und Beerdigung sehr zurückgezogen, fast heimlich, vollzogen wird.
Die meisten fanden das unangemessen, die meisten haben wohl dieselbe "rosarote" Einstellung wie ich zu Leben, zu Tod und zu Beerdigungen als Abschluß des Ganzen.
Die wirkliche Trauerarbeit, das wirkliche Erkennen, was man verloren hat, beginnt sowieso erst NACH jeder Beerdigung.
Sich also zurückzuziehen und anderen auch noch deren Trauer z nehmen und gar abzusprechen, ist eine irrige Annahme, es sich zu erleichtern.
Wenn Menschen es dennoch so machen, ist das natürlich ihr Recht.
Aber sie haben vielleicht noch gar nicht ausprobiert, es noch gar nicht von dieser Warte aus betrachtet: wie man es anders fühlen und empfinden kann - also Betroffener und als Trauergast, ich habe schon auf beiden Seiten gestanden.
Und ich denke, es ist erlaubt, darüber zu sprechen, ohne als "rosarot" abgewertet zu werden, wenn man eine andere Meinung = ERFAHRUNG hat als Du.
Dafür sind Diskussionen doch auch da.
Ich schaue darauf nicht professionell, ich war wie erwähnt schon oft betroffene Hinterbliebene, aber auch schon oft Trauergast, manchmal auch irgendwie beides ...
Die professionelle Sicht ist sicher immer (ver-)urteilender als die persönliche, denn wenn Trauer kein Gefühl ist, was dann?
Und wie die Beziehung der Trauernden zum Verstorbenen war, kann doch kaum jemand von außen sehen.
Da urteilen, verurteilen,d aß manches nicht erwähnt oder gar schöngeredet wird beim letzten Abschied, ist eben auch nur einseitige Sicht.

Ich denke, für die Kinder der Verstorbenen vorgestern war es schön zu hören, daß ihre Mutter Spuren, ein Erbe hinterlassen hat, wie der Pastor es vorgestern ausdrückte, egal, an welche negativen Seiten der Mutter sie sich sicher auch erinnern.
Aber wie gesagt, ich kenne auch keine großen Verbrecher oder durch und durch Ekelpakete, ich sehe die Menschen eingedenk meiner eigenen Fehler und Schwächen dann doch lieber so, wie Du es nennst: rosarot und ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit.

Frohe Ostern allen - Ursel ,DK

PETRA * *

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antwortete am 30.03.2018 um 21:09:42 Uhr:

Mein rosarot bezog sich nur auf folgende Aussage:

"So ein Abschied ist würdevoller und trostspendender als ein stilles heimliches verborgenes Begräbnis, da bin ich sicher. Aber das weiß nur der, der es zuläßt und nicht wegläuft --- ich habe es erlebt, daß Menschen sich vor der Trauerfeier oder den Kondolenzen am Grab gruselten und später dankbar waren, dabei gewesen zu sein."

Es mag sein, dass das in diesem Fall das Richtige war.
Aber man sollte sich hüten das allgemein so zu sehen.
Jeder Mensch und jedes Leben sind anders.
Somit ist auch der Tod und der Abschied etwas ganz individuelles! Etwas sehr intimes und privates.
Und darüber sollte man nicht urteilen und richten.
Dies muss dem Sterbenden und/oder den nächsten Angehörigen überlassen werden ohne das zu bewerten.
Manchmal kann das was du als still, heimlich und verborgen bezeichnest aber für die Familie genau das richtige sein.
Und das kann die unterschiedlichsten Gründe haben.
Rosarot meine ich, wenn man denkt dass jede Beerdigung so auflaufen kann oder muss dass sie für andere (oder für einen selber) als würdevoll und trauerspendend bezeichnet werden.

Ein Trauerfall ist immer eine schwierige Situation - egal wie das Leben davor war.
Es sollte in der heutigen Zeit kein falsch oder richtig geben, wie man eine Beerdigung gestaltet.

Julia**

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antwortete am 01.04.2018 um 01:49:48 Uhr:

Liebe Ursel,

also ich bin da ganz bei Dir und kann es nicht verstehen, warum man sich im Fall einer Beerdigung nicht an hilfreichen Traditionen festhält.

Und das hat nichts mit rosarot zu tun. Ich war schon auf sehr sehr schlimmen Beerdigungen wo mit all dem Schlimmen offen umgegangen wurde und es war gut so.

Das Zusammensein, die Blumen, die Erinnerungen, Treffen von Leuten, mit denen man sich über den Verstorbenen austauschen kann, ich finde es auch schade, wenn man sich dem nicht aussetzen will.

Gerade so Sätze wie "von Beileidsbezeugungen bitten wir abzusehen" stiften soviel Unsicherheit, was ist da gemeint, nur am Grab oder bei der Trauerfeier, oder ganz immer, soll der Verstorbene komplett verschwiegen werden, als hätte er nie gelebt?

Natürlich ist es gut, daß es neue Formen gibt, es nicht nur die kirchliche Trauerfeier mit klaren Rahmen gibt. Aber ganz auf einen Rahmen zu verzichten, finde ich auch schwer zu verkraften.

Gruß Julia

Katrin

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antwortete am 01.04.2018 um 13:48:56 Uhr:

Mich treibt grad eine ganz andere Frage um:

Mir wurden ungefragt Sterbebilder von den Eltern von Bekannten gegeben. Wohlmeinend, aber nun hab ich diese Bilder und mag sie gar nicht haben eigentlich. Da ich die beiden aber auch kannte, fällt es nicht so leicht, sie im Altpapier zu entsorgen.

Zu den Beerdigungen kann ich nur soviel sagen, daß mich schon immer gestört hat, daß sie dem Verstorbenen selten gerecht wurden. Sicher ist es hilfreich für manch Hinterbliebenen, einen Rahmen zu haben, wie es abläuft.
Aber letzendlich könnte jeder im Sarg gewesen sein, persönlich war es selten.
Warum tun grade wir Deutschen uns so schwer damit?

Ein anderer Gedanke ist noch, daß Beerdigungen grade hier auf dem Land schon immer auch eine starke soziale Komponente hatten.
Für viele alte Leute ist es eine Gelegenheit, rauszukommen, Leute zu treffen, zum Trauerkaffee gehen etc.

Wie sollte denn eure eigene Beerdigung sein? Habt ihr Vorstellungen oder ist es euch komplett egal?

Drüber reden schaden sicher nichts, macht es auch für die Angehörigen leichter, denke ich

LG
Katrin

Petra * *

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antwortete am 01.04.2018 um 16:16:35 Uhr:

Hallo liebe Katrin,

meine eigene Beerdigung? Das überlasse ich den Angehörigen - ich bin dann schon tot.

Und den Satz meine ich genau so...

Mich graust die Vorstellung, von Würmern gefressen zu werden... aber meine Kinder fühlen sich vielleicht schrecklich bei dem Gedanken, dass ich verbrannt werde. Tja - ich bin tot, sie müssen aber mit meiner Beerdigung weiterleben... Vielleicht brauchen sie eine Anlaufstelle, vielleicht möchten sie meine Asche verstreuen - keine Ahnung. Noch lebe ich.


Wir haben auch schon im Familienkreis darüber gesprochen - wir sind überzeugt davon, dass wir nach dem Tod in den Himmel kommen, der Gedanke hat uns auch bei den verstorbenen Verwandten getröstet.

Liebe Grüße

/Petra

Ursel

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antwortete am 01.04.2018 um 21:27:32 Uhr:

Hej!

Ich habe gerade andere Dinge im Kopf, sehr irdisch - meine Tiefkühltruhe hat am 1. Feiertag hier -= Gründonnerstag - den Geist aufgegeben...
und dazu Töchterbesuch ,Kirche uvm - Ostern natürlich :=
aber die frage nach der eigenen Beerdigung hat mich seit diesen beiden Postings und unsere hier diese Woche auch wieder einmal beschäftigt.
mein Mann ist dorfberühmt als emsiger Mitbegründer Gründer der Schule, daß ich ihm dabei beim ersten (vergeblichen)Anlauf sehr aktiv, beim 2. nur noch durch Rückenfreihalten geholfen habe, wird sicher übersehen, insofern bin ich sicher nur die dt. Ehefrau - ach die ...
Ob da viele kommen?`
Aber vielleicht gerade, wenn ich vor ihm sterbe, um meinem Mann und meinen Kindern ein Trost zu sen - und das wiederum wäre mir wichtiger.
Auch bei der Gattin, die Du in deiner 1. Antwort erwähnt hast, wo keiner hn wollte, weil der Mann so schlimm war - vielleicht hätte die Frau auch ja gefreut, statt allein zu sein.
Vielleicht geht man eben auch viel mehr hin, um den Angehörigen zu helfen als dem Toten gerecht zu werden (dem es eh wurscht sein kann).

Aber bei uns haben 2 Angehörige und die auch am, Mittwoch beerdigte bekannte vorher genau geplant, von Bestattungsart bis zum Lied in der Kirche etc., wie es ablaufen sollte - sehr hilfreich für die Hinterbliebenen.

Gruß Ursel, DK


 

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