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  Lehrerin erzählt Kindern, dass es keinen Weihnachtsmann und Nikolaus gibt...

 
  Nina (29871)
 berlin-sunshinegirl#arcor.de
 Kinder: boy: 01.01.1998, boy: 01.01.2000,

 schrieb am 28.11.2008 um 08:19:34 Uhr:


 

Hallo,

gestern habe ich erfahren, dass die Religionslehrerin (die ich sehr gerne mag!) der Klasse (3.) erzählt hat, dass es weder Weihnachtsmann noch Nikolaus gibt und was die Eltern den Kindern erzählen alles Quatsch ist.

Ehrlichgesagt wusste ich nicht mal genau ob meine Kinder noch daran glauben. Nach dem Gespräch wusste ich: zumindest der Kleine glaubt(e) noch dran und war doch sehr enttäuscht.

Ich habe dann Schadensbegrenzung betrieben (auch Lehrer wissen nicht alles und vielleicht erzählt sie ja Quatsch und nicht ich) usw.

Da die Kinder hier ja in dem Jahr eingeschult werden in dem sie 6 werden, sind demzufolge noch nicht mal alle Kinder der Klasse 8 Jahre alt!
Muss man den Kindern da schon alles erzählen? Können die Kinder das nicht selber rausfinden? So langsam nach und nach?

Steht ihr das zu?

Hm, ich war gestern so enttäuscht, dass ich ihr einen Brief geschrieben habe. So ähnlich was ich hier schreibe, dass ich eben enttäuscht bin, dass Kinder erfahren sollen warum wir Weihnachten feiern, aber muss man da zeitgleich sagen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt?

Und dann habe ich noch den Artikel der New York Sun beigelegt, viele kennen den sicher.

Tja, und während Junior den Brief gerade der Lehrerin übergibt überlege ich ob ich übertreibe. Bisher habe ich noch keine Briefe an Lehrer geschrieben...ist das jetzt albern von mir? Hätte ich es einfach auf sich beruhen lassen sollen...*grübel*

Liebe Grüße
Nina


P.S.: hier der Zeitungsartikel:


Die achtjährige Virginia aus New York schrieb 1897 an die Zeitung „Sun” einen Brief:

Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der “Sun” steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir - gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’ Hanlon

Dieser Brief war dem Chefredakteur damals so wichtig, dass er seinen besten Kolumnisten mit der Antwort betraute. Diese Antwort erschien nicht nur 1897, sondern Weihnachten für Weihnachten bis zur Einstellung der “Sun” im Jahre 1950:

Liebe Virginia,
deine kleinen Freunde haben nicht recht.
Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können.
Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen gehört oder einem Kind. Im Weltall verliert es sich wie ein Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu begreifen.
Ja, Virginia, es gibt den Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe und die Großherzigkeit und die Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe!
Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie - gar nichts, was das Leben erst erträglich macht. Ein Flackergeist an sichtbarem Schönen bliebe übrig.
Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.

Es gibt einen Weihnachtsmann. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss könntest Du Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme ihn zu Gesicht - was würde das beweisen?
Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.

All die Wunder zu denken - geschweige denn, sie zu sehen - das vermag nicht der Klügste auf der Welt.
Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter.
Warum? Weil es einen Schleier gibt, den nicht einmal alle Gewalt auf der Erde zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften.
Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. „Ist das denn auch wahr?” kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist wahrer und beständiger.

Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia!

Und frohes Fest allen Leserinnen und Lesern.


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Heike@ **- *²

(13907) Kinder: Justin: 29.01.2001 / Ayleen: 9.02.2003
solino#arcor.de

antwortete am 28.11.2008 um 11:08:49 Uhr:

Hallo,

ich antworte mal nicht direkt, aber zum Thema passend.

Seit Wochen versucht Justin seiner Schwester klar zu machen, daß es nichts in der Art wie Zahnfee, Nikolaus, Weihnachtsmann, Christkind gibt.

Nun ist vorletzte Woche Ayleens erster Milchzahn ausgefallen.

Vorgeschichte:
Ayleens Zahn fing schon vor 5 Wochen an zu wackeln. Ich fragte, was sie sich denn von der Zahnfee wünscht, sie "ein Glückstern aus Stein". Ich oh schreck, wo bekommt denn die Zahnfee einen Glückstein her und Ayleen sagte "vielleicht in der Stadt".
Justin meinte: "Na meinst du Mama hat noch Lust in die Stadt zu fahren!"
Doch Ayleen erklärte Justin, daß die Mama ja nicht in die Stadt muss, sondern die Zahnfee kommt, liess sich von Justin nicht beirren.

Justin und ich gingen dann den nächsten Tag und kauften eine Glückskette mit Stein. (Er glaubt schon sehr lange nicht mehr daran, ist der totale Realist und weiß auch Bescheid)

Nun vergingen also die Wochen und der Zahn fiel natürlich aus, als die beiden bei Oma und Opa schliefen. Justin lästerte schon, daß nun keine Zahnfee kommt, weil er ja wußte ich habe die Kette bei mir.
Doch wir haben ihm einen Streich gespielt und ich legte vor der Arbeit früh morgens noch die Kette vor Omas Haustür und der Opa dann vor dem aufstehen an Ayleens Bettkante.

Das fand Justin schon sehr verwirrend und versuchte ab nun Ayleen zu erklären, wo die Kette in Wirklichkeit her kommt, weil es eben keine Zahnfee gibt.

Doch Ayleen erklärt ihm immer wieder, wie soll denn das Geschenk sonst hier her kommen und schliesslich hat die Zahnfee auch den Zahn zu Hause unters Kissen gelegt und der ist ja schliesslich bei Oma ausgefallen.

So glaubt sie schön weiter an die Zahnfee, keine Chance, daß Justin ihr diesen Glauben nehmen kann.

Letzte Woche saßen wir dann da, schauten Kinderprogramm und es kam die St. Martinsgeschichte.
Justin stellte hier wieder laufend fest, was wohl Wirklichkeit ist und was wohl nicht, zweifelt inzwischen auch an der Bibel, weil es ja keiner wissen kann, was geschehen ist und kam durch das wieder bis zur Zahnfee.

Und nun die klare, kurze Ansage von ihm

"Warte bis Du Kinder hast, dann siehst du es kommt keine Zahnfee und schenkt deinen Kindern was."

.............................

Ich erklärte Justin später alleine, wer daran glauben mag, der darf das gerne tun, weil das eine schöne Vorstellung ist. Wer das nicht glauben möchte ist auch ganz in Ordnung.

Ayleen jedenfalls lässt sich nicht vom Glauben abbringen.
Aber ich denke bis zur dritten Klasse wird sie dann Justin auch irgendwann glauben. ;-)

LG Heike

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
rike11#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 11:20:17 Uhr:

Hallo Nina,

so ganz verstehe ich die Aufregung nicht. Mag aber auch daran liegen, dass ich diese Märchen nie großartig mitgetragen, dafür aber jeden leisen anklingenden Zweifel seitens meines Kindes aktiv unterstützt habe.

Kann sein, dass die Lehrerin vielleicht nicht ganz den richtigen ton gefunden hat (lässt sich aber schwer beurteilen), aber daraus ein Grundsatzerziehungsautoritätsproblem zu machen, halte ich nicht nur für reichlich übertrieben, sondern auch sachlich falsch. Schließlich ist dieses "Recht auf Bildung" eines der Gründe für die Schulpflicht in Deutschland und die Ablehung von Homeschooling.

Mich wundert im Übrigen auch, dass es noch Drittklässler gibt, die an den Weihnachtsmann glauben. Haben die sich denn noch nie mit anderen Kindern unterhalten? Und wenn doch und sie dann mit ihren Zweifeln nach Hause gekommen sind, habt ihr das nicht für ein aufklärendes Gespräch genutzt?

vg
Friederike

frausiebenhaar****

(23109) Kinder: y: 0.00.0000 / x: 0.00.0000 / x: 0.00.0000 / x: 0.00.0000
frausiebenhaar#online.de

antwortete am 28.11.2008 um 11:26:25 Uhr:

hallo nina,

ich würde mich freuen wenn du berichtest ob und wie die lehrerin reagiert hat.

den weihnachtsmann gibt es natürlich nicht, die geschenke bringt nämlich das christkind, wie frau lexikon schon so richtig bemerkte *gg*.

irgendwann blickts eh jedes kind, das eine früher, das andere später.
ganz von selbst, ohne irgendwelche erhobenen zeigefinger anderer mitschüler oder lehrer.

vg, petra

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 11:45:54 Uhr:

#Christine: *grins* Ich finde es auch lustig, dass es verwunderlich ist, dass Kinder im 3. Schuljahr noch an den Weihnachtsmann glauben, aber Erwachsene immer noch glauben, der Weihnachtsmann sei eine Erfindung von Coca Cola.

LG Stefanie

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
rike11#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 11:54:15 Uhr:

# Stefanie und christine

der Vollständigkeit halber sollte aber schon darauf hingewiesen werden, dass der Weihnachtskmann, so wie wir ihn heute kennen, in der Tat auf eine Werbekampagne von coca-cola zurückgeht. Weißer Rauschebart und roter Mantel tauchen vorher so nicht auf.

vg
Friederike

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 12:00:03 Uhr:

Das ist nicht richtig, Friederike. Bereits im 19. Jahrhundert tauchten Zeichnungen von einem dickbauchigen Mann auf, der in rot-weiße Gewänder gekleidet war. Cola hat lediglich (im Jahre 1931) aus dem Mantel den uns bekannten Anzug gemacht. Das Cola den Weihnachtsmann erfunden hat ist ein Märchen.

Stefanie

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
rike11#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 12:11:13 Uhr:

# Stefanie

Die frühen Zeichnungen vom Weihnachtsmann sind noch sehr unterschiedlich. Die Vereinheitlichung (und Vermarktung) ist erst durch Coca-Cola entstanden.

Außerdem ist es doch im Zusammenhang mit diesem Posting egal, oder? Im Ausgangsposting ging es ja um was ganz anderes.

vg
Friederike

Nadin *----*-*

(7043) Kinder: N.: 5.08.1993 / L.: 29.11.1996 / M.: 2.12.2000
nadin#women-at-work.org

antwortete am 28.11.2008 um 12:18:33 Uhr:

Hallo noch einmal in die Diskussionsrunde,

ich bin doch immer wieder sehr überrascht.

Was gibt es nicht massenhaft Postings in diesem Forum, wie und in welcher Form ich meinen Kindern beibringen kann nichts von fremden Menschen anzunehmen.

Aber der Weihnachtsmann ... der darf das! Der darf sogar mit einer Rute drohen. Wenn wir so etwas machen, droht man UNS ... und zwar mit dem Jugendamt.

Und warum in aller Welt schenkt uns dieser Mensch so tolle, schöne Sachen .... die eigenen Eltern schenken aber nichts?
Oder wie ist das? Oder schenken die Eltern und der Weihnachtsmann ist nur so eine Art himmlicher UPS-Bote?

Wie um alles in der Welt verkauft Ihr das Euren Kindern?

Puuhh ... damit hätte ICH Probleme.

Und die Einstellung, nur wir Eltern hätten das Recht darüber zu bestimmen, was unseren Kindern an Wissen zugänglich gemacht wird und was nicht, halte ich ehrlich gesagt für grenzwertig.

Liebe Grüße

Nadin





frausiebenhaar****

(23109) Kinder: y: 0.00.0000 / x: 0.00.0000 / x: 0.00.0000 / x: 0.00.0000
frausiebenhaar#online.de

antwortete am 28.11.2008 um 12:35:44 Uhr:

ät nadin,

bei uns hat der begleiter des nikolaus, der knecht ruprecht, mit der rute gedroht.
das war aber zu einer zeit als eltern durchaus im zuge von erziehungsmaßnahmen ihre kinder mit diversen gegenständen "auf den richtigen weg" bringen durften ohne gleich mit dem jugendamt gedroht zu bekommen.

meine kinder haben nie von einem knecht ruprecht gehört.

zudem bringt zumindest bei uns kein echter nikolaus irgendwelche dinge und drückt sie den kindern in die hand, sondern der kommt des nachts heimlich still und leise.

ebenso gibt es hier keinen weihnachtsmann in menschengestalt, sondern das christkind, das eh niemals irgendein mensch zu gesicht bekommt.
also entfallen hier deine bedenken sowieso.

bei nikoläusen ( die im übrigen dem echten nikolaus helfen weil der ja schließlich nicht überall gleichzeitig sein kann ), die wir in der stadt gesehen und id emeinen kindern irgendwelche süssigkeiten in die hand gedrückt haben war es stets so, das wir dabei waren und somit war es für die kinder ok von fremden menschen etwas anzunehmen.
sie dürfen durchaus auch zum geburtstag von anderen menschen geschenke annehmen ;-)
ich finde schon, das es ein großer unterschied ist ob kindern in begleitung der eltern dinge angeboten werden oder wenn sie alleine unterwegs sind.
und DA liegt der hund begraben, DAS müssen die kinder lernen und erkennen können.

vg, petra

Silke

(1492) Kinder: J: 18.09.1998 / M: 15.03.2000
die_boeglsche#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 12:44:47 Uhr:

#Freiederike:
es gibt in Deutschland kein Recht auf Bildung sondern eine Schulpflicht

es wäre schön wenn beides Deckungsgleich wäre - ist es aber nicht.

Ebenso wird den Kinder nicht Wissen sondern Kompetenzen vermittelt.

Kleiner aber wichtiger Unterschied.

Hat aber nichts mit dem wiehnachtmann zu tun .. oder doch ?
Der Glaube daran das es ein Recht auf Bildung gibt ist nämlich auch ein Irrglaube ... ein sehr weitverbereiteter übrigens.

CiaO Silke
die dir da gerne die Augen öffnet *lach*

Kathi S. *

(27919)
KathiS#weibsvolk.org

antwortete am 28.11.2008 um 13:03:28 Uhr:

# Silke

Das ist ein Quatsch. Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht. Zur Durchsetzung dieses Recht besteht die Schulpflicht. Mag schon sein, dass Du da irgendwas anderes meinst (was auch immer).
Aber Tatsache ist, dass das Recht auf Bildung in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aufscheint und danach jedenfalls auch im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Den hat Deutschland ganz sicher auch unterzeichnet und umgesetzt. Als Schulpflicht eben.

Und in Anbetracht dessen, wie normal es erscheint, Wissen (und damit in gewissem Maß auch Gedanken) der Kinder kontrollieren zu können, ist es gut, dass es eine Schulpflicht gibt. In Ö ist das nicht so. Da kann man auch daheim unterrichten.

Liebe Grüße

Kathi

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:04:21 Uhr:

#Friederike: Das ist nicht korrekt. Coca Cola hat das rot-weiße Outfit NICHT erfunden:

Quelle Wikipedia:

"Die Darstellung des dicklichen Weihnachtsmanns mit dem rot-weißen Mantel gab es schon im 19. Jahrhundert. Das beweisen alte Postkarten.[1] Diese spezielle Variante des Weihnachtsmanns im rot-weißen Gewand wurde seit 1931 alljährlich von dem Unternehmen Coca Cola aufgenommen und für eine Werbekampagne zur Weihnachtszeit verwendet. "

Hier noch ein interessanter Artikel:

http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/leben/artikel/284/149918/

Coca Cola ist NICHT der Erfinder des rot-weißen Weihnachtsmannes.

Stefanie

Anja - * *

(17662) Kinder: Benedikt: 13.12.2003 / Merle: 24.02.2007
abcm#gmx.net

antwortete am 28.11.2008 um 13:09:10 Uhr:

Liebe Silke,

mag ja sein, dass du wirklich eine Art Lexikon-Wissen angehäuft hast - es hat tatsächlich oft den Anschein (fragt sich zwar, was einem das bringt, aber nu ja).

Deine Ausführungen zum Thema Schulpflicht und Recht auf Bildung sind jedoch sehr aus der Luft gegriffen. Auch wenn du all deine Weisheiten mit einer gewissen Apodiktik vorträgst, so bewegst du dich dennoch sehr oft auf dünnem Eis und verlässt nur selten den Bereich der Behauptung.

Beste Grüße
Anja

Heike -**

(986) Kinder: (w): 1.01.1996 / (m): 1.01.1999
hl500#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:13:02 Uhr:

Nadin? Sagmal, was hast Du dir denn da eingeworfen?

Spannende Ansichten jedenfalls ;-D

Heike

Melanie * *

(20346) Kinder: M. E.: 28.09.2002 / L. B.: 8.12.2005
thalassa555#googlemail.com

antwortete am 28.11.2008 um 13:23:07 Uhr:

Hallo Nina!

Ich habe jetzt nicht alle ANtworten gelsen, aber:

Ich finde das Verhalten der Lehrerin nicht in Ordnung.
Ihr Reaktion ist befremdlich, da niemand meine Verhalten als "quatsch" hinzustellen hat.

Sei mal dahin gestellt, ob es um den Nikolaus, Christkind, Osterhasen und die Zahnfee geht.

Aber wenn ein Lehrkörper meine Aussagen als "Quatsch" hinstellt und meinem Kind damit sagt, das ich es angelogen habe, bin ich stinkig!

Bei der Arbeit mit Kindern gibt es kein Schwarz und Weiss.
Gerade im sozialen Bereich sollte man ja in der Ausbildung gelernt haben, das es keine Patentrezept für den Umgang mit Kindern gibt.
Und somit auch nicht mit den verschiedenen Erziehungsstilen der Familien.
Ja, Lehrerkörper sein ist ein mega-anstrengender Beruf. Meinen Respekt!
Und allem in der Religion, wo es doch um Toleranz und Nächstenliebe geht, ist so ein Verhalten ein prima Beispiel wie man es NICHT ,machen sollte.

*ironieon* ansonsten sollte wohl per gesetz eingeführt werden, das Kindern ab 6 Jahren die Phantasie, das Hoffen, das Träumen und was sonst noch alles Statistiken und dem Lehrplan entspricht, bitte verlernt werden soll! *ironieoff*


In diesem Fall eine kleine Gratwanderung a la: ohja, manche sagen den Weihnachtsmann gibt es, und manche sagen, den Weihnachtsmann gibt es nicht. Schwierige Sache. Was glaubt ihr denn?
Und das Ganze wäre eine wunderbare Unterrichtseinheit in Punkto Toleranz, Akzeptanz und Respekt.

Erzählst du uns, wie die Lehrerin reagiert hat?


Viele GRüße


Melanie

Tebby+**

(23792) Kinder: j: 0.00.0000 / J: 1.02.2005 / M: 5.06.2007
tebby#live.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:28:57 Uhr:

Hallo Nina,

ich finde es super doof. Mir wurde es damals schon im KIGA (letztes Jahr) von der Erzieherin gesagt. Meine Mutter ist damals auf die Barikaden gegangen, meiner Meinung nach zurecht und hat mir das gleiche erzählt wie Du deinem Kind;-)

Haben sie nichts anderes zu erzählen?


Liebe Grüße

Tebby

Jule *

(26746) Kinder: Michel: 25.07.2006
superjule#online.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:36:20 Uhr:

Hallo Nina,

genau dazu gab es kürzlich schon mal ein Posting.

Entschuldigt mal die Frage (an alle, die sich hier so aufregen): habt Ihr auch Verständnis für die Kreationisten, die in den USA gerichtlich durchsetzen wollen, dass ihre Kinder nicht mit Darwin belästigt werden, sondern dass an die Stelle der bisherigen Evolutionstheorie die biblische Schöpfungsgeschichte gestellt werden soll? Die finden nämlich genau das: Dass es den Lehrern nicht zusteht, so in das - hier: religiöse - Weltbild der Kinder einzugreifen; das sei schließlich Sache der Eltern, welches Weltbild sie den Kindern vermitteln.

Ich erwarte von einer Schule, dass sie Fakten lehrt. Und ich erwarte von einem Religionsunterricht, dass er religiöse Grundlagen lehrt. Und in keinen dieser Bereiche fällt es, einen Schleier von Christkindweihnachtsmannbringtgeschenke auszubreiten.

Wenn ein Kind in der Schule fragt, ob es Monster gibt, ob es Feen gibt, ob es Seeungeheuer gibt, ob manche Leute wirklich wirklich zaubern können - was sollen Lehrer dann antworten? Na sicher, die Wahrheit. Aber wenn es darum geht, wo an Weihnachten die Geschenke herkommen, da sollen sich die Lehrer an der großen "Wir Erwachsenen erzählen den Kindern was vom Pferd"-Verschwörung beteiligen? Pfff. Was macht denn die Geschichten mit dem bärtigen Mann schützenswerter als andere aus dem Reich der Legenden?

Ich bin manchmal wirklich baff, wie breit das Verständnis dafür ist, Kindern solche Fantasiegeschichten (oder kauft Ihr tatsächlich die Geschenke nicht selbst?) als so wahr zu verkaufen, dass sie in der dritten Klasse (!!!) noch aus allen Wolken fallen, wenn man ihnen sagt, dass der Weihnachtsmann gar nicht so ganz echt ist. Warum muss man den Kindern denn so was als "ganz und gar wahr" verkaufen? Ist es nicht, ganz hart gesagt, Dein Problem, wenn Du Dein Kind so überzeugend anlügst, dass es noch in der dritten Klasse felsenfest von der Wahrheit Deiner (falschen!) Worte überzeugt ist?

Ich fand als Kind Weihnachten zauberhaft und habe dafür keinen Weihnachtsmann und kein Christkind gebraucht. Und ich kenne viele, bei denen zu Hause zwar vom Weihnachtsmann geredet wurde, aber von Anfang an so augenzwinkernd, dass es immer unklar war: gibt es ihn, oder gibt es ihn nicht? Oder sind es vielleicht doch die Eltern, die die Geschenke bringen? Und dann ist eine solche Enthüllung eben auch kein Schock, weil es immer im Bereich des Möglichen liegt, dass es ihn nicht gibt. Der Schock liegt zu einem großen Teil darin, dass die Eltern einem nicht die Wahrheit gesagt haben - und daran ist tatsächlich nun mal überhaupt nicht die Lehrerin schuld, dass Ihr das nicht getan habt.

findet jedenfalls: jule *inzwischen mit hals auf den weihnachtsmann...

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:46:41 Uhr:

#Jule: Wenn ein Kind in der Schule fragt, ob es Monster gibt, ob es Feen gibt, ob es Seeungeheuer gibt, ob manche Leute wirklich wirklich zaubern können - was sollen Lehrer dann antworten? Na sicher, die Wahrheit.

Klar die Wahrheit - oder hast du Beweise, dass es Monster (z.B. den Yeti/Sasquatch) oder Seeungeheuer (z.B. Nessi) nicht gibt? Und ob du es glaubst oder nicht: es gibt viele Leute, die zaubern können. Zwar vielleicht nicht so, wie du dir das vorstellst, aber sie gibt es.

Stefanie

Ursel

(7068) Kinder: Nora Louise: 13.12.1992 / Greta Sophia: 18.08.1996
ursel-mrohs#salldata.dk

antwortete am 28.11.2008 um 13:49:02 Uhr:

Hej nochmal!

Alles habe ich jetzt nicht gelese, aber die hohe Antwortzahl hat mich eben neugierig gemacht.

Wenn ich lese, worüber sich manche hier shculisch aufregen (oder auch nicht), dann finde ich durchaus, daß eine Lehrerin gerade mit sowas sensibel umgehen kann - und sollte.
Über die Weihnachtsgeschichte konnte ich zu jeder zeit sehr gut mit meinen Kindernr eden, ohne ihnen das Christkind gleichzeitig ausuzreden.
Ich konnte auch immer den Nikolaus kommen lassen, ohne daß ich deshalb auf die usprüngliche Legende verzichten muß.

Sicher, die Kinder leben in einer Welt, in der sie täglich mehr desillusioniert werden, es ist aber nicht unbedingt Aufgabe der Lehrerin, dies zu tun.
Wie schon oben schrieb, widerspricht die Existenz eines Christkinds oder Osterhasen ja nicht dem, was sie vermitteln will. Sprich. Ich verlange ja nicht, daß sie erklärt, die Welt sei eine Scheibe mit Bretterzaun als Abgrenzung, nur wei das in mein Weltbild paßt (tut es nicht, um allen Gerüchten vorzubeugen).
Aber das Christkind, der Weihnachtsmann, Nikolaus etc. gehören in Dtld. - un dnicht nur da - zum traditonellen Fest, und ob manche dann schon "aufgeklärt" sind und andere nicht, muß sie ja nicht herausfinden:
Sie bewegt sich auf der sicheren Seite, wenn sie das Thema ruhen läßt und ggf. ja auch sagen kann.
Fragt Eure Eltern.
Damit schiebt sie denen das Problem zu, das sie laut Meinung einiger selbst geschaffen haben.
"Das Christkind kommt zu dem, der daran glaubt", ist eine andere Antwort, die genau trifft, was wir hier immer noch glauben - so alt wie wir sind.


Nein, eine Lehrerin muß nicht alle Märchen bestätigen - aber ohne Not gängige Traditionen "geraderücken" muß sie auch nicht!

Gruß Ursel, DK

K

(26015) Kinder: E. (1998): 0.00.0000 / A.(2oo2): 0.00.0000
la-clandestina#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:54:54 Uhr:

Und ob du es glaubst oder nicht: es gibt viele Leute, die zaubern können. Zwar vielleicht nicht so, wie du dir das vorstellst, aber sie gibt es.

DARUM wußten meine Kinder schon seit jeher, dass es eine schöner GLAUBE ist, aber eben nur das und nicht mehr. Wie ein Märchen...
Sonst werden sie später am Ende zu leichtgläubigen Leuten, denen andere mit "Engelssitzungen", "channeln", "Bioresonanz" und dergl. Methoden das Geld aus der tasche ziehen

BTW, was soll sich Nadin eingeschmissen haben? Ich finde, sie stellt, ganz genau wie Jule, gute Fragen, die ich auch gerne beantwortet hätte.

Friederike

(14769) Kinder: L.: 0.00.0000
rike11#gmx.de

antwortete am 28.11.2008 um 13:57:55 Uhr:

#Stefanie

lies doch mal bitte dein eigenes Zitat richtig: ..."die spezielle Variante des Weihnachtsmannes.."

Aber wir können darüber gerne noch ein paar Postings austauschen, wenn es Dir denn so wichtig ist...

# Silke: Die Antwort auf Dein etwas merkwürdiges Posting (Unterschiede zwischen Wissen und Kompetenzen - ah ja! Da schreibt eine, die sich auskennt) hat bereits Kathi übernommen. Danke, Kathi!

Und ansonsten bin ich inzwischen wirklich entsetzt darüber, wie hier mit dem aufklärerischen Gedanken umgegangen wird und mit welcher Selbstverständlichkeit viele das Recht für sich in Anspruch nehmen alleinige Kontrolle auf Glauben und Wissen ihrer Kinder ausüben zu dürfen. Nach den Posting bin ich doppelt froh, dass in Dtl. kein Homeschooling erlaubt ist.

Friederike

Claudia Chaos-Twins

(1452) Kinder: M.: 15.11.1998 / V.: 15.11.1998
hier_kann_spam _hin#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 14:12:16 Uhr:

Dann schmeisse ich mir jetzt auch mal was ein (legger Kekse *gg*) und stelle mich zu Nadin, Jule und Kirsten :-)


Und an alle, die die fehlende Einfühlsamkeit der Lehrerin bemängeln, einschl. Nina, die schreibt, daß die Lehrerin gesagt hätte, daß das alles "Quatsch" sei, sollen sich doch erstmal mit den Kindern in der Klasse unterhalten, ob es wirklich so sehr als Quatsch dargestellt wurde, oder - im Eifer des Gefechtes, nur vom Kind so empfunden wurde.

Ich finde es nicht o.k. wenn eine Lehrerin so nieder gemacht wird, obwohl man gar nicht dabei war und somit auch den O-Ton gar nicht kennt.

Nochmal Grüße - Claudia

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 14:12:34 Uhr:

*seufz* Genau, Friederike: DIESE Version des Weihnachtsmannes. Es gab mehrere alte Zeichnungen von ihm (da gab es die Firma Coca Cola noch nicht). Und Coca Cola hat genau DIESE Variante des Dicken mit rot-weißen Klamotten übernommen, um ihre Artikel zu vermarkten.

Cola hat weder den Weihnachtsmann noch die rot-weißen Anziehsachen desselbigen erfunden.

Mehr Erläuterungen bedarf es nicht - es dürfte alles klar sein.

Stefanie

Stefanie** Mäusemama

(12767) Kinder: Saskia: 27.08.1997 / Alissa: 23.03.1999
Die_Maeusemama#yahoo.de

antwortete am 28.11.2008 um 14:15:11 Uhr:

#Kirsten: Der von dir so bezeichnete GLAUBE ist realer als du denkst.

Natürlich hast du Recht, dass es schwarze Schafe gibt, die nur auf die Kohle anderer Leute aussind. Es gibt aber auch anere Personen, also bitte nicht verallgemeinern.

BTW: "Engelssitzungen", "Channeln" und "Bioresonanz" haben nichts mit Magie und zaubern zu tun.

Stefanie

Stefanie***

(3) Kinder: Colin: 27.09.1997 / Luca: 10.06.1999 / Danny: 12.01.2002
hasennest#web.de

antwortete am 28.11.2008 um 14:17:01 Uhr:

Hi,

es ist gerade vier Wochen her, da hatten wir das Thema zuletzt. Und ich kopiere gerne noch mal meine Antwort von damals hier rein und unterschreibe zudem bei Jule, Anja und Kathi...

"Du kannst doch nicht den Lehrer dafür verantworlich machen, dass er Eure Lügen nicht unterstützt!!!

Die nächste Familie möchte dann bitte, dass die Kinder noch ganz lange an den Klapperstorch glauben, und eine möchte von der Evolutionstheorie nichts wissen...

Das ist Euer Problem und ihr habt es Euch selbst geschaffen. Denn selbst wenn dieser Lehrer jetzt nicht gewesen wäre, den sich manch einer hier gerne "vorknöpfen" würde, hätte das Dein Kind ja genauso gut von irgendwem anders auf der Straße hören können. Ihr hättet damit jederzeit rechnen müssen. Und irgendwann wäre es so oder so soweit gewesen. Wer sagt Dir denn, dass es weniger schlimm für Dein Kind gewesen wäre, wenn Du es über die Lüge selber aufgeklärt hättest.

Nein, solche peinlichen "Aufklärungssituationen" (der Vergleich mit dem Storch passt doch ganz gut), erspart man sich, wenn man die Kinder nicht bewusst anlügt. Dass muss überhaupt nicht heissen, gar nichts vom Christkind zu erzählen, oder Weihnachten komplett unromantisch zu gestalten. Es ist nur ein kleiner aber feiner Unterschied, einem Kind eine Geschichte nicht als absolute Wahrheit zu verkaufen, sondern offen zu lassen, ob es wirklich so ist. Wie bei jedem anderen schönen Märchen auch. Die Kinder glauben oftmals trotzdem irgendwie dran, wenn sie klein sind - aber sie fühlen sich später nicht belogen."

Ciao, Stefanie

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