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1. Warum zum Babyschwimmen?
Ein neugeborenes Kind kennt das Element Wasser bereits aus dem Mutterleib,
deshalb wird es ab dem 4. Lebensmonat die Zeit im Wasser mit den Eltern
sehr genießen. Alle Bewegungsabläufe sind im Wasser viel
leichter zu vollziehen als außerhalb. Wasser stimuliert die Bewegungsfähigkeiten
und die Sinnesfähigkeiten des Babys, es vermittelt neue Eindrücke
und fördert die geistige Aufnahmefähigkeit des Kindes.
Im Babyschwimmen wird kein Kind das richtige Schwimmen lernen, sondern
spielerische Erfahrungen im Element Wasser machen! Es soll nichts lernen
müssen, sondern Spaß mit den Eltern und den anderen Kindern
im Wasser haben und dabei noch gymnastische Bewegungen machen.
Von vielen Eltern wird heute die geistige Entwicklung auf Kosten der
Anregung der körperlichen Entwicklung gefördert. Die körperliche
Entwicklung wird durch die Wassererfahrung nachhaltig beeinflußt,
das Wasser wirkt auf alle Organsysteme, besonders auf die Atmung. Das
Kind lernt im Wasser früher als an Land, sich zielgerichtet zu bewegen
und findet große Freude an dieser Fähigkeit. Die geistige Entwicklung
wiederum wird durch den engen Eltern-Kind-Kontakt gefördert, das
Vertrauen und die Sicherheit von Kind, aber auch von Eltern, im Umgang
miteinander wächst. Das eigenständige Tun des Kindes wird durch
die Körpererfahrung im Wasser verbessert. Die soziale Entwicklung
profitiert durch den Kontakt zu anderen Kindern und Eltern und dem gemeinsamen
Spiel.
2. Voraussetzungen beim Kind
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Alle Kinder ab dem 4. Lebensmonat können teilnehmen, wenn sie
keine Infekte haben und die Nasenatmung nicht behindert ist.
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Das Kind sollte altersgemäß entwickelt sein; Schluck-,
Husten- und Niesreflex müssen vorhanden sein; das Kind sollte
den Kopf heben und halten können.
3. Voraussetzungen bei den Eltern
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Eltern, die ihr Kind zum Babyschwimmen begleiten, sollten sich sicher
im brusttiefen Wasser bewegen können.
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Selbst schwimmen zu können ist keine Grundnotwendigkeit, hilft
aber sehr, denn eventuelle Unsicherheit wird sich auf das Kind übertragen,
was den Zielen des Babyschwimmens entgegenläuft.
4. Voraussetzungen am Ort
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Das Beckenwasser hat Trinkwasserqualität und hat eine Temperatur
von min-destens 34°C.
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Die Wassertiefe sollte bei 140-150 cm liegen (Brusttiefe). Optimal
ist ein höhen-verstellbarer Boden.
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Das Becken sollte mindestens 10x12 m groß sein.
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Die Gruppengröße darf 15 Kinder plus einer Begleitperson
nicht übersteigen.
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Der Aufenthalt im Wasser dauert nicht länger als 30 Minuten.
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Die Kursleitung ist erfahren im Umgang mit Säuglingen und deren
Eltern, ausgebildete/r Rettungsschwimmer/in und hat eine Ausbildung
im Bereich Babyschwimmen.
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Optimal ist ein von der normalen Schwimmhalle abgetrennter Bereich.
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Umziehmöglichkeiten für die Kinder sind in der Halle gegeben.
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Eine freundliche, zuwendungsreiche Atmosphäre, die es erlaubt,
Kinder und Eltern gemeinsam das Element Wasser zu erkunden. Der Schwerpunkt
sollte auf der Unterstützung der vorhandenen Fähigkeiten
auch durch Individualbetreuung liegen.
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Viele Spielsachen, Bälle aller Art, Schwimmtiere, Luftballons,
Gymnastikmatten und Stäbe sollen Eltern und Kind zum eigenständigen
Spiel ermuntern. Als Schwimmhilfen sollten zunächst die Pool-Nudel,
das
Schwimmbrett und später Schwimmflügel zum Einsatz kommen.
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Der Kurs sollte sich über mindestens 10 Einheiten erstrecken
und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Es hilft,
sich vorher mal eine Stunde anzusehen.
5. Was ist mitzubringen?
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Als Badebekleidung reicht für das Kind zunächst ein Frottee-
oder anderes Höschen. Windeln sind im Wasser abzulegen, da sie
sich vollsaugen und den Schwerpunkt des Kindes so verändern,
daß die
Wasserlage negativ beeinträchtigt wird (man kann sich vorstellen,
was das bedeutet ...).
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Ein großes Badehandtuch.
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Körpercreme oder öl für hinterher.
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Essen/Trinken nach dem Schwimmen haben die Kinder meist einen
gewaltigen Appetit wenn der gestillt ist, schlafen sie meist
schon auf dem Weg nach Hause ein; ein nicht unerwünschter Nebeneffekt.
6. Das Kind darf nicht ins Wasser wenn es
Achtet auf die Signale Eures Babys während der Kursstunde! Wenn
es beginnt, sich unwohl zu fühlen, ist es Zeit, das Wasser zu verlassen.
Bei kleinen Säuglingen kann das schon nach 10-15 Minuten der Fall
sein,
bei größeren ist wahrscheinlich schwieriger, sie am Ende zum
Verlassen des Wasser zu bewegen.
7. Zum Thema Chlor
Entgegen der landläufigen Meinung ist nicht Chlor der Auslöser
für Erscheinungen, wie trockene, gereizte Haut oder Kaninchenaugen.
Reizstoffe entstehen erst aus der Verbindung von Chlor mit z.B.
Schweiß, Schmutz, Körper- oder Sonnenlotion etc. Es ist
daher unbedingt notwendig, daß Eltern mit ihren Kindern vor
Betreten des Wasser duschen, um die o.a. Stoffe von der Haut zu
entfernen.
8. Babysauna
Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, auch schon junge
Säuglinge (ab 4. Lebensmonat) saunabaden zu lassen. Als Voraussetzungen
dafür gelten:
- das Kind ist gesund (keine Infektionen) und altersgemäß
entwickelt
- das Kind ist nicht frisch geimpft
Zu beachten sind - neben den allgemeinen Saunabaderegeln - allerdings
folgende Punkte:
- Säuglinge verfügen noch nicht über ein voll funktionsfähiges
System zur Tempe-raturregelung. Daher sollen die Saunagänge
entweder nur bei niedrigen Tempe-raturen stattfinden (60°
C - 5-7 Minuten) oder es soll ein kurzer (bis 3 Minuten) aber
kräftiger Wärmereiz (80-90° C) stattfinden.
- Es kann hilfreich sein, dem Kind vor dem Saunagang das Gesicht
mit Wasser zu benetzen, damit der erste Wärmereiz nicht zu
unangenehm wird.
- Die Abkühlung nach dem Saunagang soll sanft erfolgen. Also:
erst an die frische, kühle Luft, dann vorsichtig den Körper
abgießen. Das Tauchbecken halte ich nicht für angezeigt.
- Das Kind soll nach dem Saunagang ausreichend trinken. Schön
ist es, wenn während des Saunaganges gestillt wird, da die
Muttermilch in der warmen Atmosphäre auch besonders gut fließt.
- Auf Signale des Kindes achten. Nicht die Uhr sagt, wann es Zeit
ist, die Sauna zu verlassen, sondern das Kind, wenn es unmißverständlich
deutlich macht, daß die Zeit zur Abkühlung gekommen
ist (Eltern kennen ihre Kinder am besten).
- Zwei Saunagänge sind ausreichend für Kinder.
- Ab dem 2. Lebensjahr kann der Saunagang von Kindern ähnlich
wie bei erwachsenen Saunaanfängern gehandhabt werd
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