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Die "Technik"
Über die technischen Details findet man einiges in Büchern. Grundsätzlich
ist zu sagen, daß gegen Sex in der Schwangerschaft nichts einzuwenden
ist. Manche Wissenschaftler sagen, daß sich dieser sogar positiv
auf die Gebärmutter auswirkt. Und wenn die Mutter Glückshormone
ausstößt, fühlt sich auch das Baby wohl.
Dem Baby kann nichts passieren, der Mann kann es nicht verletzten.
Das kleine Lebewesen wird nie wieder in seinem Leben so gut geschützt
sein, wie in der Gebärmutter.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn es während der Schwangerschaft
Probleme gibt. -> Treten vorzeitige Wehen auf, ist der Muttermund
geöffnet oder besteht eine Gefahr zu Fehlgeburten, sollte Mann entweder
Kondome benutzen oder es sollte ganz auf Penetration (einführen
des Gliedes) verzichtet werden.
Bei Komplikationen in der Schwangerschaft ist immer ein Arzt zu
befragen, welche Vorsichtsmaßnahmen man ergreifen sollte!
Zu den Positionen, wie das Paar miteinander schläft, ist zu sagen,
daß eine Position gewählt werden sollte, die den Bauch nicht drückt
oder einengt. Aber da gibt es unzählige Möglichkeiten und kein Paar
sollte sich scheuen gerade jetzt viel zu experimentieren.
Missverständnisse
Bei den meisten Paaren hat sich die Sexualität im laufe der Beziehung
eingespielt, aber eine Schwangerschaft bringt auch die Sexualität
durcheinander. Die Frau verändert sich nicht nur körperlich, auch
ihre Sexualität verändert sich. Sie ist sensibler, ihre Wünsche
ändern sich. Bei den meisten Frauen wird der Wunsch nach mehr Zärtlichkeit
vorrangig. Sie hat weniger das Verlangen nach dem eigentlichen Akt,
sondern ein starkes Bedürfnis von ihrem Partner gestreichelt zu
werden, mit ihm zu schmusen, ihm nahe zu sein. Viele Männer hingegen
verspüren aufgrund der größer werdenden Brüste und des sich rundenden
Bauches der Frau ein größeres Bedürfnis, sich mit ihr zu vereinigen.
Schon diese Veränderung kann zu Missverständnissen und zu Frustration
führen. Beides kann aber nur entstehen, wenn die Partner nicht über
ihre veränderten Wünsche reden.
Beide sind oft unsicher, deuten die Signale des Partners falsch
oder beachten sie erst gar nicht. Oft wandeln sich diese Unsicherheiten
in Frustration. Manchmal schaukelt sich diese so hoch, daß irgendwann
die sexuellen Probleme schwere Störungen in der Beziehung verursachen
können.
Vielen Männern fällt es schwer nachzuvollziehen, was am Anfang der
Schwangerschaft in der Frau vorgeht, welche körperlichen und seelischen
Veränderungen sie durchmacht. Schon von Anfang an vollbringt der
Körper der Frau Höchstleistungen. Diese sind vom Mann nicht wahrnehmbar,
auch ist für ihn sein Kind noch gar nicht "greifbar".
Das ändert sich erst, wenn auf dem Ultraschall ein Menschenkind
erkennbar wird und wenn er fühlen kann, wie das Baby tritt.
Bevor er aber ganz direkt sein Baby spürt, wird er von der Frau
vielleicht mit Übelkeit, empfindlichen Brüsten oder anderen Beschwerden
konfrontiert. Wie schon gesagt, ist es für viele Männer nicht ganz
leicht nachzuvollziehen. Da sind wieder Beide gefragt über ihre
Gedanken zu reden.
Das wichtigste in der Schwangerschaft ist also, miteinander zu reden,
den Anderen ernst zu nehmen. Beide sollten sich ihre Gefühle mitteilen,
ebenso wie ihre Wünsche und Abneigungen. Besonders wichtig wird
dies in der Sexualität. Auch wenn es schwerfallen mag - jetzt ist
es besonders wichtig.
Denn nur wer weiß, was sein Partner / seine Partnerin für Wünsche
und Gefühle hat, welche Vorlieben oder Abneigungen er / sie hat,
kann sich darauf einstellen!
Auch sollte das Paar nicht vergessen, daß es immer noch ein Liebespaar
ist und das auch nach der Geburt des Kindes sein wird!
Die Facetten der Sexualität
Sex besteht nicht nur aus dem eigentlichen Akt, Sex ist auch streicheln,
schmusen, fühlen, riechen, liebe Worte und noch vieles mehr. Überlegt
mal: Wann habt Ihr Euch das letzte mal gegenseitig massiert?
Wann habt Ihr das letzte mal zusammen gebadet?
Wann habt Ihr das letzte mal zusammen im Bett gefrühstückt?
Wie lange ist es her, daß Ihr ein romantisches Abendessen hattet?
Wann habt Ihr Euch das letzte mal für den / die Partner/in herausgeputzt?
Die Liste mit solchen Fragen könnte ich noch endlos ausführen.
Jetzt ist genau die richtige Zeit, um die Liebe wieder richtig aufleben
zu lassen und diese auszuleben. Das muß wie gesagt, nicht immer
damit enden, daß sich Beide vereinigen.
Wenn zum Beispiel Sie keine Lust hat, so wird sie sich mit Sicherheit
über einen gemeinsamen Spaziergang an einem schönen Ort freuen,
aber das Händchenhalten nicht vergessen! Oder vielleicht bereitet
Einer ein wunderbar duftendes Entspannungsbad für den Anderen. Oder
wie wäre es mit einem Blumenstrauß? Erinnert Ihr Euch daran, wie
und wo Ihr Euch das erste mal geküsst habt?
Vielleicht vereinbart Ihr auch einfach vor dem zu-Bett-gehen einige
Regeln, also zum Beispiel, daß es nicht zur Penetration kommt, aber
sonst alles erlaubt ist. Auch sollte in diesem Zusammenhang nicht
vergessen werden, daß es für Beide genau so befriedigend sein kann,
vom Partner bis zum Höhepunkt gestreichelt zu werden.
Es gibt ungeheuer viele Möglichkeiten, sich gegenseitig die Liebe
zu zeigen. Tut es!!! Gebt Euch mal wieder Mühe!!! Entwickelt Ideen
und setzt diese auch um.
Nur ein paar
Ideen und Anregungen
Diese Sätze sollen Denkanstöße sein und vielleicht sogar ein paar
Ideen enthalten, die helfen können. Das Ganze hat eine "Kugel"
geschrieben und diese wäre Dankbar über weitere Anregungen und Kommentare,
diese Rubrik soll ja möglichst breit gefächert sein und für alle
etwas Nützliches sein.
Kapitel "Schwangerschaft und Sexualität" aus dem Buch
"Schwangerschaftsbuch für Männer" von Helmut W. Mallmann.
ISBN
3-473-42746-2
Das sexuelle Leben ist schon außerhalb der Zeit der Schwangerschaft
so variantenreich, daß es erst recht schwerfällt, einen "Normalzustand"
für die Zeit während der Schwangerschaft zu beschreiben. Ich beschränke
mich darauf, einige Besonderheiten aufzuzeigen, die häufig vorkommen.
Die Ausprägungen dieser Besonderheiten sind individuell sehr unterschiedlich
und von der Intimität der Paarbeziehung abhängig. Aber es gibt doch
etliche Probleme und Erfahrungen, die von vielen Paaren geteilt
werden.
Grundsätzlich erfordert die Schwangerschaft keine Einschränkung
des sexuellen Lebens. Das körperliche und seelische Wohlergehen
des Kindes ist beim sexuellen Verkehr nicht gefährdet. Wie in vielen
anderen Bereichen auch, bieten sich ebenfalls für das sexuelle Leben
währen der Schwangerschaft besondere Chancen, festgefahrene Strukturen
in der Beziehung aufzuarbeiten und zu verändern. Gerade im Rahmen
der Sexualität wird über besondere Wünsche oder Abneigungen so gut
wie nie gesprochen. Während der Schwangerschaft entstehen aber zwangsweise
Veränderungen, die zwischen den Partnern besprochen werden müssen,
und dabei können Abneigungen und Wünsche neu formuliert werden.
So kann zum Beispiel der Mann eine sanftere Art von Sexualität schätzen
lernen. Durch die körperlichen Veränderungen der Frau werden
neue Stellungen ausprobiert, die der Mann sich zuvor nicht getraute
anzusprechen. Nur Mut, denn dies ist jetzt die Chance, die sich
vielleicht nicht mehr ergibt. Und dies ist eine Chance für beide
Partner, zu einem befriedigenden Sexualleben zu kommen. Es liegt
mir fern, Schwangerschaft als Sexualtherapie zu verstehen, man bedenke
aber, daß Veränderungen, die von Außen kommen, oft die Möglichkeit
zur
Erneuerung nach innen ermöglichen. Im ersten Schwangerschaftsdrittel
kann das sexuelle Verlangen der Frau durch die möglichen Beschwerden
der Frühschwangerschaft vermindert sein:
- Müdigkeit
- Erbrechen
- Übelkeit
- Brustspannen
- Ängste
Wenn man bedenkt, daß in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft
millionenfache Zellteilung einen Menschen mit allen Organen aufbauen
und jede Zellteilung eine enorme Stoffwechselleistung bedeuten,
darf es nicht verwundern, daß der Körper der Frau erschöpft ist.
Allein diese körperliche Leistung verlangt so viel Energie von Ihr,
daß wenig Raum für aktive Sexualität bleibt. Hier müssen Männer
bisweilen umdenken. Der Mann verbindet sexuelle Anerkennung und
Akzeptanz durch die Partnerin meist mit Penetration. Darf er Sexualität
nicht über das Einführen des Gliedes (Penetration) erleben, fühlt
er sich oft nicht bestätigt, nicht geliebt. Aber gerade in der Zeit
der Erschöpfung sucht die Frau Zärtlichkeit, Nähe, Verständnis,
Zuspruch und auch sanfte körperliche Zuwendung wie Festhalten und
Massagen. Es bedarf sicher keines Kommentares durch psychologische
Experten, und es wird wohl jedem klar sein, daß Frauen, die durch
ständige Übelkeit und Erbrechen geplagt sind, keine Lust auf Sexualkontakt
haben. Das tägliche Problem der Frau in dieser Zeit ist, ihre körperlichen
Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Meist findet diese unangenehme
Phase in der 12. Schwangerschaftswoche ein Ende.
Brustspannen
Ein Teilproblem der Sexualität in der Frühschwangerschaft kann
das Brustspannen sein. Das Brustspannen wird manchmal so stark,
daß jede Art von Berührung schmerzhaft ist. Der Mann wird aber häufig
durch die zunehmende Größe der Brust erregt und möchte diese Spannung
auch sexuell umsetzten. Da ist zunächst Zurückhaltung von seiten
des Mannes notwendig. Es gilt auch hier, daß diese Beschwerden der
Frau nach der 12. Schwangerschaftswoche abnehmen.
Ängste
Ängste können nicht nur bei der Frau das Sexualleben beeinträchtigen.
Auch Männer haben häufig Angst, durch die Berührung beim Sexualkontakt
eine Fehlgeburt oder eine Verletzung des Kindes zu verursachen.
Diese Ängste bauen sich aber im Verlauf der Schwangerschaft meist
rasch ab. Sieht man einmal von den beschriebenen Ursachen ab, die
eine Einschränkung erforderlich machen, so ändert sich in den meisten
Fällen das Sexualverhalten in der Frühschwangerschaft nicht im Vergleich
zur Situation vor der Schwangerschaft.
Das sexuelle Verlangen steigt
Im zweiten Schwangerschaftsdrittel steigt meist das sexuelle Verlangen
der Frau. Viele Frauen berichten, daß sie dies sowohl quantitativ
wie auch qualitativ erleben. Das anschwellen der Scheide und des
Dammbereichs empfinden viele Frauen als starke sexuelle Stimulation.
Wenn wohl auch in den meisten Beziehungen die Sexualfrequenz höher
liegt, kann er jetzt darin von der Frau übertroffen werden. Manche
Frauen empfinden die körperliche Stimulation so stark, daß sie sich
häufiger auch selbst befriedigen.
Den Männern sei an dieser Stelle empfohlen. die Selbstbefriedigung
in ihrem Sexualleben nicht zu vergessen, wenn aus welchem Grund
auch immer, das sexuelle Bedürfnis bei beiden Partnern unterschiedlich
groß ist. Im Rahmen der Sexualberatung werde ich oft auf Selbstbefriedigung
angesprochen. Es gilt als sicher, daß Selbstbefriedigung sowohl
für den Mann als auch für die Frau gesundheitlich unbedenklich ist.
Dies gilt auch für die Selbstbefriedigung der Frau während der Schwangerschaft.
Sie sollte deshalb genauso frei genossen werden wie jede andere
Art von Sexualität. Außerdem entsteht dadurch keine Überforderung
des Partners.
Der gesteigerten Lust der Frau steht manchmal die Angst des Mannes
entgegen, das mittlerweile gewachsene Kind oder die Fruchtblase
zu verletzen. Die Fruchtblase stellt aber für das Kind einen solch
perfekten Sicherheitsbereich dar, daß diese Angst unbegründet ist.
Wenn auch alle Vergleiche hinken, stelle man sich vor, wie schwer
es ist, einen mit Wasser gefüllten Luftballon mit einem stumpfen
Gegenstand zu zerstören. Durch die Flexibilität der Hülle kann der
Druck überallhin ausweichen. So kommt es auch bei schweren Unfällen,
in die schwangere Frauen verwickelt sind, nur selten zu Verletzungen
des Kindes oder der Fruchthöhle. Dies hat unter Umständen für eine
betroffene Frau juristische Konsequenzen. Kommt es nämlich bei einem
Unfall zu einem Blasensprung, wird dies Gutachterlich nicht allein
durch den Unfall begründet, sondern durch ein Zusammentreffen mehrer
Faktoren, zum Beispiel eine eventuelle Infektion des Gebärmutterhalses
usw. Auch die Angst, beim Geschlechtsverkehr Infektionen auszulösen,
die wiederum die Gesundheit des Kindes gefährden können, ist grundsätzlich
nicht berechtigt. Im Einzelfall kann es natürlich sinnvoll sein,
Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Kommt es in der Beziehung häufiger
zu Partnerwechseln, sollten Kondome zum Schutz vor Infektionen verwendet
werden. Denn gerade die typischen Geschlechtskrankheiten wie Tripper,
Chlamydien, Herpes oder gar Aids stellen echte Gefahren für das
Kind dar.
Die besten Stellungen
Bedingt durch die zunehmende Größe des Kindes, lassen sich bestimmte
Stellungen nunmehr schwer durchführen. Häufig wird das Paar Stellungen
bevorzugen, bei denen die Frau dem Mann den Rücken zuwendet. Dies
ist im Liegen, Knien, Sitzen möglich. Es muß einfach ausprobiert
werden, welche Stellung am besten ist, und im Laufe der Schwangerschaft
muß eventuell variiert werden.
Sexualität am Ende der Schwangerschaft
Zum Ende der Schwangerschaft, vielleicht ab der 34. Schwangerschaftswoche,
wird die Sexualität durch die Beschwerlichkeit des Alltags ebenfalls
mit beeinflußt, und die Lust auf Geschlechtsverkehr kann wieder
abnehmen. Auch beim Mann findet man in dieser Zeit oft Tendenzen,
sexuellen Kontakt zu meiden. In den letzten Schwangerschaftswochen
nimmt die Spannung durch die nahende Geburt zu. Aber auch jetzt
brauchen sie nicht auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Wundern
sie sich nicht, wenn Sie am errechneten Termin eventuell von ihrer
Hebamme sogar zum Geschlechtsverkehr aufgefordert werden. Denn das
Sperma es Mannes enthält Prostaglandine, einen chemischen Stoff,
der bei der grundsätzlich wehenbereiten Gebärmutter Kontraktionen
auslösen kann. Wenn die Frau nach oder während des Verkehrs das
Becken mit Kissen unterpolstert und die Beine an sich zieht oder
durch den Mann halten läßt, so daß ein "Katzenbuckel"
entsteht, taucht der Gebärmutterhals in das mit Sperma gefüllte
hintere Scheidengewölbe ein, wodurch die Einwirkungsmöglichkeiten
der Prostaglandine erhöht wird.Die Frau sollte dann etwa 10 bis
15 Minuten in dieser Stellung verharren. Durch Stimulierung
der Brustwarzen mit Saugen oder Streicheln kann die Wehenauslösung
noch unterstützt werden. Eine gewisse Vorsicht scheint mir in sofern
geboten, als eine Zweckgebundenheit der
Sexualität Gefahren in sich birgt. Aber solange es beiden Partnern
Freude macht, so zu verfahren, ist nichts gegen eine solche
"Geburtseinleitung" einzuwenden. Im Zusammenhang mit einer
möglichen Überschreitung des errechneten Geburtstermins sei erwähnt,
daß der Genuß von Datteln und die Einnahme von Rizinusöl als geburtsfördernde
Mittel bekannt sind.
Einschränkung des Sexuallebens
Wann sollte Sexualität eingeschränkt werden? Wenn am Anfang der
Schwangerschaft Blutungen auftreten, sollte eine Zeitlang auf das
Einführen des Penis verzichtet werden oder die Penetration zumindest
nicht so tief erfolgen. Beim Auftreten vorzeitiger Wehen in Verbindung
mit einer Verkürzung des Muttermundes sollten zumindest Kondome
verwendet werden, damit die Prostaglandine im Sperma des Mannes
nicht noch zusätzlich die offenbar verfrühte Bereitschaft der Gebärmutter
zur Wehentätigkeit provozieren. Bedeckt der Mutterkuchen den inneren
Muttermund, sollte auch auf penetrierenden Sexualverkehr verzichtet
werden. Es kann sonst tatsächlich zu plötzlichen Blutungen kommen,
die
sich oftmals nur schwer stoppen lassen. Bei wiederholten vorangegangenen
Fehlgeburten sollte auch über den Gebrauch von Kondomen oder den
Verzicht auf penetrierenden Verkehr nachgedacht werden. Wichtig
scheint mir, bei allen Einschränkungen die Empfindungen der Frau
ernst zu nehmen, sie weiß am besten, was ihr guttut und was sie
belastet. Löst das einführen des Gliedes Wehen aus? Kennt sie ähnliche
Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr auch aus der Zeit vor der
Schwangerschaft?
Die Sorgen der schwangeren Männer
Der folgende Bericht ist von einem Vater für werdende Väter
(und Mütter) geschrieben. Die Väter können hier Vorschläge finden,
wie sie mit ihren Ängsten besser umgehen, die Mütter bekommen Einblick
in die Seele des "schwangeren" Mannes und verstehen ihn
(hoffentlich) ein bißchen besser.
Verlust der Frau und Geliebten
Männer messen die Qualität einer Beziehung oft am Sex. Und der
muß manchmal in der Schwangerschaft zurückstehen, weil die Frau
vielleicht weniger Lust hat, als davor. Nach der Geburt des Kindes
wird dieses Problem dann meist noch größer. Das beunruhigt
uns Männer natürlich, wir fühlen eine Bedrohung der Beziehung. Und
wir übersehen dabei, daß die Frauen durchaus Zärtlichkeit wollen,
nur auf etwas andere Art als
zuvor. Oft kommen wir auch nicht mit der Mutterrolle klar, die unsere
Frauen bald einnehmen werden. Wir fürchten, die Frau als Geliebte
zu verlieren an die Frau als Mutter.
Diese Ängste werden noch dadurch geschürt, daß die Frauen während
der Schwangerschaft oft in sich gekehrt sind, da sie sich mit dem
Kind beschäftigen, das in ihnen wächst. Kein Wunder, daß wir uns
ausgeschlossen und unwichtig finden.
Tips für werdende Väter
Die eigenen Gefühle müssen ernst genommen werden. Denn man kann
sich nur dann in die Sorgen der anderen hineinversetzen, wenn man
mit sich selbst im Reinen ist. Die schwangere Lebensgefährtinnen
sind hier allerdings nicht immer die richtigen Austauschpartner.
Denn sie haben oft ähnliche Sorgen und die gleiche Sehnsucht nach
Zuwendung wie unsereins. Jeder fühlt sich vernachlässigt, ein offenes
Gespräch ist gar nicht möglich. Deshalb mein männlicher Rat an die
werdenden Kollegen Väter: Suchen Sie sich jemanden, mit dem Sie
reden können. Das können Bekannte sein, die schon Kinder haben oder
auch Fremde, die sie über eine Anzeige kennenlernen. Ein Anschlag
am schwarzen Brett des Geburtsvorbereitungskurses genügt vielleicht
schon.
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In ganz verfahrenen Situationen sollten die Partner sich nicht scheuen,
eine Eheberatung in Anspruch zu nehmen. Die Hoffnung, daß alles
besser wird, wenn das Kind erst mal da ist, wird selten erfüllt.
Denn dann geht der Stress erst richtig los und für Aussprache und
Konfliktbewältigung bleibt gar keine Zeit mehr.
Diese Seite hat Anja
geschrieben und zusammengetragen. Danke!
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