| |
Anonym
Ich habe beim 1. Kind nach auffälligem Triple-Test eine Fruchtwasseruntersuchtung machen lassen. Richtig schlimm war das Warten (14 Tage) aufs Ergebnis. Und dann hatte ich bis zur Entbindung Bedenken, ob ich mich aufs Ergebnis auch verlassen könnte. Ich hatte während der "Warterei" sehr viel gelesen und mich dann auch erst richtig informiert. Zuvor bin ich mehr so in die "Routiene-Untersuchungen" reingerutscht. Jetzt bei der 2. Schwangerschaft habe ich auf den Tripletest und alle weiteren Spezial-Untersuchungen verzichtet und ein sehr gutes Gefühl!!
Dorothee
ich war 37 Jahre alt, als ich zum ersten Mal schwanger wurde nach langen Jahren, in denen es einfach nicht geklappt hat. Meine Gyn hat mir vorgeschlagen, eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen, hat mir aber die Entscheidung nicht aufgezwungen, denn sie erwähnte auch die Risiken. Ich habe die Untersuchung nicht machen lassen, da sie mir zu riskant erschien. Es kann ja, wie man weiß, zu einer Fehlgeburt kommen oder das Ergebnis kann falsch sein und man macht sich dann furchtbare Sorgen. Für uns stand sowieso fest, dass das Kind nicht abgetrieben wird, es sei denn, es wäre nicht lebensfähig gewesen bzw. meine Überlebenschance wäre gering gewesen.
Auch wenn man "älter" ist und ein erstes Kind bekommt, ist das Risiko, dass es behindert ist, recht gering.
Es gibt schließlich auch den Fall, dass ganz junge Mütter behinderte Kinder bekommen.
Unsere Tochter ist prima gelungen auch ohne Fruchtwasseruntersuchung. Die Ärzte können mit Ultraschall schon so viel sehen und ausmessen, dass man eine Behinderung auch größtenteil im Ultraschall feststellen kann.
Dorothee
Kerstin
ich habe darauf verzichtet, da ich meine Kinder so akzeptieren wollte, wie sie sind. Da die Fruchtwasseruntersuchung momentan weniger Therapiemöglichkeiten als vielöfter die Tötung des ungeboren oder spätausgetriebenen weil vermutlich behinderten Kindes nach sich zieht, lehne ich diese Methode der Pränataldiagnostik für mich strikt ab. Kerstin
Anonym
ich habe in meiner Zwillingsschwangerschaft eine Amniozentese durchführen lassen. Ich war 32 Jahre alt, die Zwillinge sind mit ziemlicher Sicherheit eineiig und hatten zwei Fruchtblasen. Es wurden also genauer gesagt zwei Amniozentesen durchgeführt. Ja ich wurde aufgeklärt, konnte mir aber nicht vorstellen, wie belastend diese Untersuchung im Ganzen für mich sein würde.
Zwei Tage später kam ich dann mit Verdacht auf Fruchtwasserabgang ins Krankenhaus. Da wurde mir klar, daß ich nie in der Lage gewesen wäre mich gegen eins oder sogar beide meiner Kinder zu entscheiden. Egal wie krank sie gewesen wären. Zum Glück ist diesbezüglich alles gut gegangen. Später gab es dann meinerseits ziemliche Probleme und wir haben noch mehr als einmal um das Leben unserer Jungs gebangt. Ich würde NIE WIEDER eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen.
susan
bei meiner ersten schwangerschaft (mit 37) hatte ich eine fruchtwasseruntersuchung. ich war damals vollkommen überzeugt, daß ich mit einem behinderten kind nicht würde leben können und habe voll vertrauen in die medizin und mit der vorstellung, so alle unwägbarkeiten ausschließen zu können die amniozenthese machen lassen. naiv von mir. das ergebnis war, daß
wir einen genetisch gesunden jungen bekommen würden. der kam dann auch.
sogar ziemlich plötzlich, denn schon in der 24. ssw. er hat zwar kein downsyndrom, aber du kannst dir vielleicht denken, daß wir viele monate lang ängste ausgestanden haben und uns gar nicht so sicher waren (es heute noch nicht sind?), ob wir je ein ganz gesundes kind haben würden. moritz hat glück gehabt, unverschämtes glück und er ist heute ein munterer
dreijähriger, vielleicht etwas entwicklugnsverzögert, auch sprachentwicklungsverzögert, aber wenn man bedenkt, wie seine ausgangsposition war, ein wahres wunder!!!!!
ein jahr später (mit 38) hätte ich um nichts in der welt nochmal irgendeine form von pränataler diagnostik an mir durchführen lassen (bis auf das messen der nackenfalte), denn inzwischen wußte ich, daß ich ohnehin kein kind abtreiben lassen würde, das so alt und "groß" sein würde wie moritz bei seiner geburt (720 g, 30 cm), wie auch immer die diagnose lauten würde. auch
marie ist gesund und sehr munter.
ich hätte ja nun in der umfrage bei "ja" und bei "nein" ein kreuzchen machen können, aber ich dachte, das thema verträgt auch ein wenig kommentar, zumal von jemandem, der beide male überzeugt gewesen ist, genau das richtige getan zu haben.
susan
- 30
von 30 -
|
|