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Rubrik
Baby


Diagnose: "Mehrlinge"...

 
 

Diagnose: "Mehrlinge"...
 
   
 

 

Katja

Nachdem ich einen Schwangerschaftstest aus der Apotheke gemacht hatte, der positiv war, ging ich zum Frauenarzt. Der sagte "Herzlichen Glückwunsch, Sie sind in der 8. Woche schwanger." Da wir uns ein Baby gewünscht hatten, waren wir superglücklich über diese Nachricht. In der 12. Woche stand dann der nächste Ultraschall an. Meine Ärztin wunderte sich schon über meinen kleinen Bauch, ich dachte natürlich, daß ist bei jeder schwangeren Frau so... Bei Ultraschall machte sie dann plötzlich ein ernstes Gesicht und fragte die Schwester, ob sie auch jenes sehen könne. Ich habe gleich riesige Angst bekommen, daß unser Baby krank ist. Aber dann meinte sie, es sind gleich zwei. In dem Moment habe ich ersteinmal gar nichts gedacht, sondern mir liefen nur Tränen über das Gesicht und nach einigen Sekunden habe ich gedacht, super, daß hat nicht jeder. Auch der werdende Papa hat sich riesig über die neue Nachricht gefreut. Ich konnte es kaum erwarten, daß mein Bauch so groß ist, daß jeder ihn sehen kann. Ich hatte auch keinerlei Schwangerschaftsbeschwerden. Allerdings bekam ich in der 23. SSW Vorwehen, voraufhin ich bis zum Ende der SS krankgeschrieben worden bin. Ich sollte nicht mehr einkaufen gehen, nicht mehr spazierengehen, nicht mehr abwaschen und, und, und. Trotz diesen Verboten habe ich eigentlich alles noch gemacht, nur halt langsamer (der Bauch war ja auch noch da). Anfang Januar habe ich dann wehenhemmendes Contraspasmin sowie Lungenreife-Spritzen bekommen. Normalerweise gibt es die nur bei einem Klinikaufenthalt, aber ich war die 1., die diese Behandlung ambulant bekam (Gott sei Dank!). Naja, in der 34. SSW half aber alles nichts mehr, ich mußte in die Klinik an den wehenhemmenden Tropf. Das habe ich dann noch zwei Wochen durchgehalten und ... das steht in der Rubrik "Geburtsberichte". Alles in allem, ich fand meine Schwangerschaft wunderschön und meinen kugelrunden Bauch (zum Ende immerhin 130 cm) habe ich geliebt...

Liebe Grüße schicken

Rico, Katja, Tom & Kevin

 

Claudia

Da war dieser wunderschöne Malediven Urlaub mit Jürgen. Sonne, Strand, Meer, 40 Grad, die Pille mit dem Vermerk: "Nicht über 25 Grad lagern"........ Ob es daran lag oder an der Tatsache, daß ich 2 Tage Fieber hatte - keine Ahnung. Jedenfalls war es die glücklichste Panne meines Lebens.
Zurück in Deutschland hatte ich dann die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung. Nach der Untersuchung wurde ich ins Besprechungszimmer gerufen und entdeckte auf dem Schreibtisch einen Mutterpass. Ich freute mich für die werdende Mutter, bis ich meinen eigenen Namen darauf entdeckte...... Ich war wohl ziemlich schockiert, an die weiteren Untersuchungen und Fragen kann ich mich jedenfalls kaum erinnern. Im Mutterpass las ich dann nach, daß es die 5. SSW war.
Für mich stand jedoch sofort fest, daß ich das Baby auf alle Fälle wollte, egal was komme. Als sich Jürgen schließlich auch gefreut hat, stand der Schwangerschaft nichts mehr im Wege.
Meinen Job als Direktionsassistentin im Hotel wollte ich behalten und mit meinem Chef war schnell arrangiert, daß ich das Baby mitbringen kann. Unsere 2,5 Zimmer Wohnung sollte, zumindest für die ersten paar Jahre, auch reichen.
Zur 8. SSW war wieder eine Ultraschalluntersuchung geplant und ich habe mich schon gewundert, warum der Arzt den Bildschirm so gedreht hat, daß ich überhaupt nichts sah. Er schüttelte immer wieder den Kopf und sagte ständig: "Das gibt es doch gar nicht". Hätte er dabei nicht so dämlich gegrinst, hätte ich mir ernsthaft Sorgen gemacht. Irgendwann teilte er mir mit, daß es 2 wären und drehte zum Beweis den Bildschirm in meine Richtung. Selbst für einen Laien waren eindeutig 2 Punkte zu erkennen.
Jetzt war ich aber doch etwas schockiert. Den Job konnte ich nun vergessen, die Wohnung war zu klein, das Auto war zu klein und würde ich überhaupt mit 2 Babys zurechtkommen???
Unsere Eigentumswohnung wurde vermietet und wir sind noch schnell in eine größere Mietwohnung gezogen. Schweren Herzens führte ich Vorstellungsgespräche mit meiner Nachfolgerin im Hotel und Jürgen verkaufte seinen Jeep - nur von meinem geliebten knallblauen Polo wollte ich mich nicht trennen. Wohlwissend, daß kein "Doppeldecker-Kinderwagen" da reinpassen würde.
Mein Arzt hat mich auch gleich aufgeklärt, daß eine Zwillingsschwangerschaft eine Risikoschwangerschaft ist. Außerdem müßte ich die Schwangerschaft auf alle Fälle bis in die 26. SSW schaffen. Besser wäre jedoch die 32. SSW und optimal die 36. SSW. An diesen Daten habe ich mich dann auch orientiert. Was für ein Fehler..... Es wäre halt nett gewesen, wenn mir irgend jemand mal gesagt hätte, daß es durchaus auch Zwillingsschwangere gibt, die bis zum Termin schwanger bleiben!
Bald erfuhren wir, daß es Mädchen werden. Jürgen als absoluter Antialkoholiker begoß seinen "Weiberhaushalt" mit einer Flasche Sekt und hat sich den restlichen Abend mit unseren Balkonblumen unterhalten. Inzwischen sind die beiden 2 Jahre alt und wir können es uns gar nicht mehr ohne sie vorstellen.
Claudia

 

Aneta

Meine bisherigen Erfahrungen mit der Nachricht , daß ich Zwillinge bekomme, sind nicht so gut.Ich bin im dritten Monat und bis jetzt habe ich mich noch nicht damit abgefunden.Das ist vielleicht schrecklich von mir , aber ich kann mich nicht richtig darauf freuen.
Ich war an einem Montag bei meiner Ärztin und nach dem Ultraschall hat sie gesagt , es ist alles in Ordnung und das Kind ist 1,7 cm groß.
Mein Mann hat dann zu Hause gesagt:"Gut daß wir nur eins bekommen", weil letzte zwei Nächte hat er geträumt , daß wir Zwillinge haben.
In vier Tagen , am Freitag war ich wieder bei Ärztin , weil die mir Akupunktur machen soll , wegen der Übelkeit.Da hat sie bißchen mehr Zeit gehabt und hat gefragt, ob ich noch eine Ultraschalluntersuchung möchte. Das war mir nicht so wichtig, aber ich habe "ja" gesagt. Während der Untersuchung haben wir geplaudert und auf einmal sehe ich ,daß sie die Stirn
runzelt und denke mir ,da ist was faul.In einer Sekunde hatte ich die schlimmsten Gedanken ,mit dem Kind stimmt was nicht,es ist krank oder tot. Und als sie mir gesagt hat "Ich muß Ihnen was sagen" , war ich fertig. Das aber habe ich nicht erwartet :"Die sind zwei".Ich habe angefangen zu heulen. Tausende Gedanken gingen mir durch den Kopf: Wie schaffe ich
das? Die nächsten 5-6 Jahren bin ich Gefangene, ich werde gar keine Zeit mehr für mich haben. Und Haus? Wir müssen anbauen, wie schaffen wir es finanziell? Da muß man alles doppelt kaufen. Und der ältere Sohn (2)? Wie reagiert er auf zwei Geschwisterchen?
Fragen , fragen , fragen. Alle trösten mich, daß es alles irgendwie klappt. Da bin ich auch sicher: "irgendwie" schon, aber wie?
Dazu kommen die Sorgen um die Kinder und Schwangerschaft. Das ist doch Risikoschwangerschaft: Frühgeburt, Kaiserschnitt, Gestose und andere unangenehmen Komplikationen. einen Vorgeschmack davon habe ich schon jetzt: die Übelkeit, die ich nicht loswerden kann, obwohl ich schon alles probiert habe: Akupunktur, Arzneimittel und bewährte Hausmittel. Und das schlimmste ist, daß sie bei der Doppelschwangerschaft länger dauern können,wie ich gelesen habe: sogar bis zum fünften Monat. Wenn das bei mir der Fall wird,
dann werde ich verrückt. Jetzt bleibt mir nur übrig zu warten ung auf sich aufzupassen.
Aneta

 

Stephanie

"Als ich zur ersten Untersuchung kam und mein FA den U-Schall machte, sah ich sofort, dass dort zwei Fruchtblasen waren. Ich war total entsetzt. Ich und drei Kinder, Nina wäre bis dahin knapp 3 Jahre alt, wie sollte ich das schaffen, Auto, Wohnung alles zu klein, ein Albtraum. Mein Arzt meinte aber ich solle erst mal warten, oft entwickeln sich nicht beide oder eines verschwindet von allein. Das hört sich zwar hart an, aber da hatte ich einen Funken Hoffnung.
Dieser wurde mir dann ganz schnell genommen. Die nächsten Untersuchungen ergaben, dass sich alles prächtig entwickelte. Zum Glück kann ich sagen, dass sich mein Mann sehr darüber freute und es nicht als Last sah. Und ich weiss auch, dass er mir sehr helfen wird, wenn die Zwerge erst einmal da sind.
Bis heute habe ich mich noch nicht 100 % damit anfreunden können, aber ich denke, dass das Empfinden mit dem Bauch wachsen wird."

Stephanie

 

 

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