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Rubrik
Schwangerschaft


Amniozentese

 
 

Amniozentese
 
   
 

 

Anonym

Ich habe mir alle Amniozentese-Berichte/Erfahrungen auf dieser Seite durchgelesen und mich dann zu einer AC entschlossen.

Es ist eine individuelle Entscheidung weil jeden eine FG treffen kann. Auch sind Komplikationen Tage später noch möglich. Mein FA meinte, nach 48 Stunden sei das "schlimmste" überstanden. Aus diesem Grund traue ich mich, meine AC ist 3 Tage her, meine Erfahrung zu berichten. Die AC tat nicht weh und ist wirklich mit einer Blutabnahme zu vergleichen, die Nadel wird so schnell gestochen, dass man gar keine Zeit hat zu überlegen, ob es weh getan hat. Ich hoffe nun auf gute Ergebnisse und wünsche jedem, dass er für sich die richtige Entscheidung trifft.

Für mich ist eine AC, auch wenn man nicht abtreiben könnte/würde, trotzdem gerechtfertigt, wenn man andernfalls die Schwangerschaft nicht genießen kann.

Alles Gute an Alle!

 

Tanja

Ich bin 36, habe eine 9-j. Tochter und bin von meinem 2. Mann mittlerweile in der 15. SSW. Vor einigen Wochen war ich mir noch nicht sicher, ob ich die Fruchtwasseruntersuchung machen lassen soll oder nicht. Ich hatte bereits 2 Fehlgeburten (jeweils etwa 8. SSW) hinter mir und wollte irgendwie Sicherheit. Mein Mann ist sowieso eher pragmatisch und weiß gerne, was ihn erwartet. Also haben wir uns, auch aufgrund meines "hohen" Alters ;-) dafür entschieden. Wohl wissend, dass ein negativer Bescheid für uns Konsequenzen hat, die wir dann auch gezogen hätten.
Heute waren wir nun da. Es war überhaupt nicht schlimm. Die Aufklärung hat länger gedauert. Ich war nur total nervös, weil ich dachte, gleich tut es weh. Aber fast nix. Der Doc meinte danach noch ganz lässig, wenn ich das Piercing in meinem Bauchnabel überstanden hätte, müsste sein Piks ja wohl ein Witz gewesen sein. :-)
Der Nachteil ist, dass man 2 Wochen auf das Ergebnis warten muss. Wir haben uns für den kostenpflichtigen Schnelltest entschieden (124 €), der uns morgen schon etwa 85 % der Ergebnisse mitteilt. Wir wollten jetzt nicht noch länger warten.
Mir ging es nach dem Eingriff gut, ich hatte überhaupt keine Beschwerden oder einen harten Bauch o.ä. Nun hoffe ich, dass der Befund o.k. ist, damit wir uns endlich unbeschwert auf das Baby freuen können.
Ich kann jeder unentschlossenen Schwangeren, was die Aminozentese betrifft, nur die Angst nehmen. Ich würde es jederzeit wieder machen.
Allerdings sollte man sich auch wirklich sicher sein, dass ein negatives Ergebnis Konsequenzen zur Folge hat. Wenn man sein Baby dann trotzdem bekommen möchte, dann sollte man von dem Eingriff auf jeden Fall absehen. Denn das Risiko, eine Fehlgeburt auszulösen, ist immer dabei, wenn auch klein.

Liebe Grüße!

 

Anonym

ich bin 40 jahre alt und wollte eine Fruchtwasserpunktion vermeiden, ich redete mit meiner FA darüber, sie steht der Amniozentese auch kritisch gegenüber. sie empfahl mir eine NT mwssung und Blutabnahme. bei dem ultraschall in der spezial praxis wurde auch kopf und femur knochen vermessen, blutfluß, herzkammer, niere blase und was weiß ich alles untersucht und vermessen. nach dem ultraschall sei nichts auffälliges sichtbar. mein alter wurde aus meiner sicht nicht extra beurteilt, also keine fragen nach fitness oder so. ich bin raucher und gab 10 zigaretten an. ( ja ich reduziere weiter!)
ich war ganz happy mit dem ultraschall und ahnte nichts.
4 tage später der anruf aus der spezial praxis, die sprechstundenhilfe....sie haben ein stark erhöhtes risiko auf ein downsyndrom, ihre blutwerte sind ganz schlecht (panik!!) was heißt ganz schlecht?
naja...ihr risiko beträgt 1:6 (vorher nur ultraschallwerte und alter war es bei 1:700)
sie können gerne zur beratung heute nachmittag vorbei kommen, oder zu ihrer ärztin gehen, wir haben ihr alles gefaxt.

meine FA war nicht mehr erreichbar.
ich völlig fertig...nicht schlafen können...nur am weinen...

nächster tag... meine FA ist krank aber die sprechstundenhilfe konnte mich gut trösten und empfahl mir diese fruchtwasserpunktion.
FA rief mich dann an dem selben tag noch an.

ich war aber erst in der 12 woche und frühestens bei günstigem fruchtwasserstand ist in der 14 woche eine punktion möglich.
der kollege in der selben praxis konnte diesen eingriff vornehmen.
termin bei ihm ... er regte sich etwas auf über die kollegin und meinte er würde frauen meines alters immer eine AZ empfehlen um diese unsicherheitsphase kurz zu halten.

dann war die punktion und ich habe noch einen schnelltest machen lassen. morgens um 8 der termin und um 13 uhr wußte ich das es ein mädchen ist und keine trisomien vorliegen.

das wasser war gelblich so das ich als erstes sagte: sie haben meine blase erwischt....
aber er beruhigte mich und sagte das wasser könne auch viel dunkler sein manchmal sogar bräunlich.

und ich glaube man sollte sich vor dem eingriff klar sein was man mit dem ergebnis anfängt....

 

Anonym

Heute habe ich mir Zeit genommen, meine Geschichte zum Thema Fruchtwasseruntersuchung aufzuschreiben. Ich habe in unserer schwierigen Zeit viel Hilfe im Babyzimmer bei den Erfahrungsberichten gefunden und habe mir gesagt, wenn alles vorbei ist, möchte ich meine Geschichte ebenfalls veröffentlichen:
Als meine Frauenärztin beim US in der 12 SSW eine vergrößerte Nackenfalte feststellte und uns vor die Aufgabe stellte, über eine Fruchtwasserpunktion nachzudenken, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich war 27 Jahre alt, wir hatten einen gesunden 3jährigen "Teufel" zu Hause und jetzt soll unser zweites Wunschbaby nicht gesund sein? Die Nackenfalte betrug 3mm. Ist nicht viel, aber eben außerhalb der Norm. Ich begann das Internet zu durchforschen und habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Möchte ich mir, meinem Mann und unserem großen Sohn ein behindertes Kind "antun"? Ich habe keine Antwort darauf finden können. Trisomie 21 war dabei mein größter "Feind", denn bei T13 oder T18 nimmt das Baby und seine Chance zu leben uns die Entscheidung ab. Eine bekannten Mutter einer 13jährigen Tochter mit Downsydrom stellte ich die Frage, ob sie ihre Tochter mit ihrem heutigen Wissen damals bekommen hätte. Sie konnte mir darauf keine Antwort geben! Also stand für uns fest, wir wollen wissen, über was wir nachzudenken haben. Allerdings wollte ich auf keinen Fall ein krankes Baby normal kriegen müssen. Also wollten wir die Chorionzottenbiobsie machen lassen. Ich war nervlich am Ende. Der Mann auf Montage, meine Angst und dazu noch die Last, niemandem was zu sagen. Jedenfalls bin ich dann ganz allein zur Untersuchung gegangen. Doch der Wurm lag genau vor der Plazenta. Das Risiko einer Fehlgeburt war dem Oberarzt zu groß. Er machte einen ausführlichen US und dann sagte er, dass er absolut nix auffälliges erkennen kann. Bis eben auf die 3mm Nackenödem. Nun sollte ich 3 Wochen bis zur Fruchtwasserpunktion warten. Das war die Hölle. Der eine Tag so, der andere Tag so. Zwischendurch immer wieder die guten und die negativen Berichte über Trisomien. Ich war so eine Zicke. In unserer Familie wussten nur die Eltern über das Baby bescheid. Ich hatte in den 3 Wochen gelernt, meine Schwangerschaft zu irgnorieren, auszublenden. Ich redete nicht darüber, versuchte für den großen stark zu sein und irgendwie über die Zeit zu kommen. Dann kam der große Tag. Ich hatte Angst ohne Ende. Musste ebenfalls alleine dort hin, da mein Mann keinen Urlaub bekam. Die Punktion selber war n Witz. Ich war darauf eingestellt, dass der Arzt erst nochmal n US macht und erst dann punktiert. Also schaute ich voller Spannung auf den Monitor an der Wand. Auf einmal sagte der Arzt: "So, drinn sind wir!" Ich schaute und war unglaublich erleichtert, erstaunt und "begeistert" über die fast schmerzlose, schnelle Punktion. Das Ganze war nach 3 Minuten vorbei. Dann musste ich 2 Stunden in der Klinik bleiben und dann für 30min ans CTG. Da waren keine Wehen drauf und ich durfte nach Hause. Am Tag drauf machte meine Frauenärztin n Kontrollultraschall und dem Wurm ging es gut. Durch den FISH-Test (ca. 90€) wusste ich 4 Tage später, dass keine Trisomie 13 oder 21 vorliegt! Ich hätte die ganze Welt umarmen können. Das endgültige Ergebnis kam nach 14 Tagen: alles bestens! Von da an hab ich die SS genossen und mich riesig auf das Baby gefreut. Der Wurm ist heute fast 8 Monate alt und macht erste Krabbelversuche. Oft schaue ich ihn an und denke an diese anstrengenden Wochen zurück. Mit einigem Abstand bin ich froh über die Möglichkeit, genau zu erfahren, ob die Kinder gesund sind oder nicht. Auch dann, wenn man noch nicht weiß, ob man auch ein behindertes Kind bekommen möchte oder nicht. Ich finde, dass sich Eltern so früh wie möglich mit der Zukunft des (kranken) Babys auseinandersetzten sollten. Um die Familie richtig vorzubereiten und um sich selber an den Gedanken zu gewöhnen, dass die Natur andere Pläne mit dem Baby hat. Wir hätten zum Beispiel ein Baby mit der Trisomie 13 oder 18 gleich zu den Sternen geschickt und nicht erst das Ende der SS abgewartet. Ein Baby mit Downsydrom wäre für uns eine schwere Entscheidung gewesen, für die wir (zum Glück) keine Antwort finden mussten. Doch wollten wir wissen, über welche Krankheit wir zu entscheiden haben. Die Entscheidung trifft ja nicht nur unser Leben als Eltern, sondern beeinflusst unsere Lebensplanung, beeinflusst die Kindheit unseres großen Sohnes und die Familie. Darum haben wir uns für eine Diagnostik entschieden, ohne genau zu wissen, wie wir uns entscheiden.

 

Anonym

Hallo an alle werdenden Mamis und Papis.
Ich bin 25 Jahre alt und warte nun schon seit ein paar Tagen auf die Geburt meines ersten Kindes.
In der 17. SSW habe ich eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen, da in meiner Familie Trisonomie 21 auftritt. Ich und mein Partner hatten vorher lange überlegt. Vor allem hatten wir auch große Bedenken wegen der Risiken. Aber letztendlich hielten wir es doch für die richtige Entscheidung. Wir wollten einfach Sicherheit haben. Wir haben uns einfach gesagt "es wird schon alles gut gehen und passieren kann ja schließlich immer was, und davon gehen wir nicht aus".
Nun war der Tag endlich da. Außer mir war noch eine zweite Frau zu Untersuchung da. Dies war recht angenehm, da wir uns ein wenig austauschen konnten, was auch die Angst nahm. Mein Freund war natürlich auch dabei. Der Arzt führte mit uns ein langes und intensives Vorgespräch, bei dem wir auch viele Fragen stellen konnten. Dann ging es endlich los. Die Untersuchung begann mit dem Ultraschall. So konnten wir noch mal schauen, was unser Krümelchen so macht. Der Arzt suchte schließlich eine geeignete Stelle zum Einstechen der Nadel, welche sehr lang aber auch sehr dünn war. Dannn wurde der Bauch sehr intensiv desinfiziert. Es roch furchtbar, aber muss halt sein. Dann gings los. Ich kniff die Augen zu, ballte die Hände zu Fäusten und biss die Zähne zusammen. Es war schon ziemlich unangenehm. Da der Arzt auch noch mal nachstechen musste, weil es nicht gleich richtig klappte, zog es sich dann doch ganz schön hin. Mein Freund hat mit mir mitgelitten und hätte mit den Schmerz am liebsten abgenommen. Ich dachte nur immer, dass die Geburt noch viel schmerzhafter wird. Dann hatte der Arzt endlich genug Fruchtwasser entnommen und ich war erlöst. Danach musste ich zu Überwachung noch ein paar Stunden im Krankenhaus bleiben.
Ich hatte dann ein leichtes Ziehen im Unterleib, das war aber nicht schlimm. Zum Schluss war dann noch mal Ultraschall angesagt. Da war alles in Ordnung, ebenso bei der Nachuntersuchung 3 Tage später.
Es war nicht das angenehmste Erlebnis für mich, aber das ist der Zahnarzt auch nicht. Das Wichtigste für uns ist, dass wir erfahren haben, dass alles in Ordnung ist und die Schwangerschaft danach ganz normal verlief. Nun ist die Zeit schon wieder vorbei, und wir können unseren kleinen Schatz bald im Arm halten.
Ich hoffe, ich konnte anderen Eltern etwas Mut machen und beruhigen.

 

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