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Daniel
Den 1. Dezember 2003 werden wir nie vergessen, meine Frau Melanie und ich. Gemütlich sassen wir zwei am Abend auf dem Sofa und hatten uns einen Film ausgesucht. Erst am Nachmittag waren wir beim Frauenarzt um zu schauen was unsere Zwillinge machen. Es war die 33. SSW und Melanie und die Babys waren putzmunter. Noch, denn als wir uns den Film anschauten wurde Meli ein bisschen nervös, sie dreht sich auf dem Sofa nach links, dann rechts, legte sich hin. Mit ihrem Kopf auf meinen Beinen blieb sie dann eine Weile liegen. Ich machte mir ein bisschen Sorgen und spürte ihre Unruhe.
Eine Stunde später hatte sie sogar leicht Fieber und war am jammern. Als sie dann auf dem Weg ins Badezimmer war sah sie mich an und sagte:\\\" Du hast Recht, es ist soweit.\\\" Jetzt fand ich meine Vorahnung auch nicht mehr so komisch. Völlig aus dem Häuschen holten wir ihren Koffer, riefen in der Klinik an und kamen etwa um zehn Uhr nachts in der Klinik an.
Meli hatte tatsächlich ihre Wehen, dass hiess also, wir bekommen Frühchen über, statt Sylvesterbabys, wie ich sie immer nannte. Der eigentliche Termin sollte der 31. Dezember sein. Uns beruhigte dass unsere Babys auf natürliche Weise zur Welt kommen können,ich war immer an der Seite meiner Meli, hielt ihre Hand, stützte sie beim pressen, aber im Vergleich was sie in dieser Nacht durch machte war das nichts.
Um vier Uhr nachts waren wir zwar ein Stückchen weiter, aber eben noch nicht so, wie es sein sollte. Die Herztöne waren okay, bis ein paar Minuten einer der Zwillinge unregelmässig waren. Der Arzt sagte, dass es bei den Zwillingen nicht so lange dauern dürfte, wegen der Gefahr auf eines. Also fieberten wir gegen die Zeit. Eine Stunde später um fünf Uhr sah es schon besser aus, und nochmals eine halbe Stunde später durfte Meli pressen. Die Gefühle in diesem Moment waren absolut super, die kurze Zeit bevor man Eltern ist. Meli schrie und brachte ihre ganze Kraft zusammen, bis um 05. 44 Töchterchen Lia Tamy da war. Als sie schrie kamen uns beiden Tränen über die Wangen, die Hebamme kümmerte sich draussen um sie, während Meli weiter arbeiten musste. Exakt fünf Minuten später um 05. 49 kam unser zweites Töchterchen Sharleen Lea auf die Welt.
Der zweite Dezember also. Lia und Sharleen ging es beiden gut, wie Meli, auf die ich sehr stolz bin. Und unser schönstes Weihnachtsgeschenk war natürlich, dieses Jahr schon mit unseren Kindern Weihnachten zu feiern, mit der ganzen Familie zusammen.
Aber an Sylvester werden wir trotzdem noch das Glas neben Glück fürs neue Jahr für Lia und Sharleen heben.
Daniel
Christine
ich bin neu im Babyzimmer... wollte aber zum Thema Zwillinge sagen, ich finde meine Zwilli Luca und Lewin 1 1/2 richtig toll, ich hatte in der Schwangerschaft wenig Probleme und habe sie für Zwillinge super ausgetragen 39 SSW und mit 2500gr und 2650gr waren die Beiden alles andere als "klein". Stillen war ebenfall problemlos nur ein wenig streßig weil ich abpumpen mußte und die vielen Fläschchen. Wenn ich jetzt auf die 1 1/2 Jahre zurückblicke muß ich sagen ich hab es gut erwischt und wie man es sich beim ersten Kind(er) vorstellt ging alles glatt.. vom ersten Zahn bis zum ersten Schritt. Klar muß man sich ein wenig organisieren aber das müssen andere mit einem auch?
Sicher wird man mehr gefragt als Mütter mit "Einling" und Fremde neigen dazu schneller persöhnlich zu werden wenns um Stillen und Geburt geht, und klar wird manchmal mit ruppiger Art versucht ein Blick in der Kinderwagen zu werfen... manchmal bekommt man sogar Mitleid bekundet, aber das hat sich alles gelegt.
Ich kann mir meine Beiden Lausbuben nicht mehr wegdenken dabei ist es in meinen Augen nur Zufall das sie sich zusammen auf den Weg in diese Welt gemacht haben... ich betrachte das sicher als Besonders, aber ich könnte keinen mehr oder weniger lieben wären sie nacheinander in mein Leben getreten.
Und dann gibt es Blicke Gesten und Worte zwischen den Beiden so geheimnisvoll und nur für sie bestimmt, das alles aufwiegt das eben auch zum Zwilli Mama sein gehört.
Doppeltes Glück eben!
Liebe Grüße
Christine
Claudia
Als Michelle und Vanessa ungefähr 5 Monate alt waren, haben wir sie mit zum Finanzamt genommen, wo wir unsere Steuererklärung abgeben wollten.
Sie lagen in ihren Maxi Cosys. Michelle stand "zu Jürgens Füßen" und Vanessa zu meinen.
Kurz darauf kam eine Beamtin vorbei, die laut rief: "Das sind aber süße Jungs!!!!". Worauf ich antwortete: "Das sind Mädels!" Ich traute meinen Ohren nicht, als besagte Beamtin erwiderte: "Nein, das sind eindeutig Jungs!".
Mein Mann und ich haben nur noch kurze Blicke getauscht und die Dame dann ignoriert. Wir sollten es schließlich wissen, was für ein Geschlecht unsere Zwerge haben.
Die anderen Wartenden mußten sich ein Lachen schon verkneifen.
Doch die Beamtin war nicht zu verscheuchen. Jetzt behauptete sie: "Und der Rechte ist ja wesentlich größer als der Linke!
Jetzt wurde es meinem Mann dann doch zu bunt und er raunzte: "Die Mädchen sind gleich groß und gleich schwer und ich als Vater werde es wohl wissen!!"
Nun kamen schon die ersten lauten Lacher von den anderen Wartenden und die Beamtin verschwand endlich in ihr Büro.
Unsere Mädchen begannen langsam zu quengeln und wir haben uns mit dem Trösten und "auf den Schoß nehmen" abgewechselt. So kam es, daß schließlich Vanessa vor Papa und Michelle vor mir im Maxi Cosy Platz nahmen.
Unsere "Lieblingsbeamtin" kam nach einer Weile wieder vorbei, stoppte wieder und meinte aus vollster Überzeugung: "Und der Rechte ist doch größer als der Linke!"
Wir lachen noch heute über die durchgeknallte Beamtin und möchten zu gerne wissen, nach welchem Motto sie die Steuererklärungen bearbeitet.
Claudia
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