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Eltern


Adoption

 
 

Adoption
 
   
 

 

Anonym

Hallo Zusammen!

Ich war fünf Jahre alt als mein Cousin geboren wurde. Aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen konnte meine Tante für den Jungen nicht sorgen und entschied ihn zur Adoption in die Schweiz zu geben. Sie wollte das Beste für ihr Kind. Ich konnte damals nicht verstehen, warum "wir" das Baby nicht behalten konnten. All die Jahre habe ich mich gefragt, wie es ihm geht, ob er sich eines Tages melden würde...mittlerweile ist er 38...vor einigen Tagen habe ich ein Babyphoto von ihm ergattern können. Mit meinen wenigen Informationen, Geburtsdatum und Vorname (- der könnte sich ja geändert haben), suche ihn nun im Internet, vergleiche Photos der Familie. Manchmal kommen mir Zweifel, ob ich ein Recht dazu habe, den Kontakt zu suchen, bekomme von anderen zu hören:"...er hätte sich sicher gemeldet, wenn er gewollt hätte..." - Heute habe ich einen Brief abgeschickt...und warte hoffnungsvoll und sehnsüchtig auf Antwort!

Ich selbst habe keine Kinder. Wenn ich die Möglichkeit hätte ein Kind zu adoptieren oder in Pflege zu nehmen, dann würde ich nicht zögern, doch ich denke eine offene Adoption würde ich bevorzugen.

Ich wünsche allen hier viel Erfolg in ihrer Sache
Gruß S.H.

 

Pape

Hallo ihr lieben!

Ich möchte hier auch mal einen Bericht von der anderen Seite liefern!

Heute bin ich 29 und Mama von 2 wunderbaren Jungs und seid 7 Jahren glücklich verheiratet!

Mein Leben sollte allerdings nicht ganz so einfach beginnen!

Es fing an als ich 14 war mein Freund (meine Eltern haben ihn nicht gemocht, welch ein Ansporn für einen Teenager ;-)) wir schliefen miteinander ohne groß über die Verhütung nachzudenken! (Wie dumm!!!) Und es kam wie es kommen musste! Ich wurde schwanger und stellte es erst in der 13 SSW fest!!! "Alles zu spät! Aus! Schluss mit Leben! Kein Schulabschluss! Keine Ausbildung! Sozialhilfe mein Leben lang!" So waren meine ersten Gedanken! Ich heulte in dieser Zeit sehr viel der KV verdrückte sich sehr schnell und ich war alleine mit meinen Ängsten und Befürchtungen! Viele Besuche beim Jugendamt zeigten mir viele Übergangslösungen! Leider bringen Übergangslösungen nur mir einen Vorteil für das Kind ist es die Hölle von einer Tagesmama zur mir zu wechseln! NEIN keine Lösung und dann rückte der ET immer näher und ich konnte mir noch immer nicht vorstellen mit diesem kleinen Würmchen zusammen zu leben! Die Geburt kam! Sehr schnell, sehr heftig, extrem Anstrengend und danach wurde es auch nicht besser! Eine Bluttransfusion rettete mir das Leben! Nein dieses Kind durfte nicht bei mir leben! Ich bin noch zu jung! Noch viel zu unreif! Keine Ausbildung in Aussicht! Keinen Schulabschluß! Kein KV! Ich habe dieses kleine Wesen nie gesehen! Sie wurde 1 Woche später von Ihren Eltern aus dem KH abgeholt!

Bis vor etwa 5 Jahren haben die Eltern regelmäßig Kontakt gehalten! Leider haben sie den Kontakt inzwischen abbrechen lassen! Ich habe lange darunter gelitten! Heute ist es besser!

Ich möchte Euch allen Sagen "Ich werde meine Tochter NIE vergessen! Jeden Tag ist sie ein wichtiger Teil meiner Gedanken!"

Heute bin ich sehr froh über meine beiden Kinder und weiß das ich damals die richtige Entscheidung für uns getroffen habe! Zu behaupten ich hätte diese Entscheidung nie bereut wäre eine große Lüge! Aber ein Leben mit ihr wäre nicht schön gewesen!

Ich hoffe jeden Tag das es ihr bei Ihren Eltern gut geht! Hoffentlich ... Dieses Jahr wird sie 14!

So ich hoffe auch die andere Seite mal beleuchtet zu haben!

Liebe Grüße

Stephanie

 

Conny

Auch wir können jetzt hier mitreden. Wir sind bereits seit knapp 5 Jahren beim JA gemeldet und hatten das Verfahren damals nach ca. 1/2 Jahr hinter uns und die "Bescheinigung" in den Händen. Und los gings...ganz nach dem Motto von nichts kommt nichts haben wir ca. 200 Bewerbungen innerhalb Deutschlands verschickt. Die Reaktionen waren mehr als frustrierend. Im Endeffekt standen wir nur auf 4 Wartelisten. Nicht gerade erfolg versprechend. U.a. waren wir auch gemeldet beim SKF (Sozialdienst kath. Frauen) die ebenfalls Adoptionen vermitteln. Im Vorfeld gibt es immer interessante Themen- bzw. Vorbereitungsabende mit anderen Bewerbern und auch mit Eltern die bereits adoptiert hatten. Bei diesen Abenden haben wir regelrecht alle Informationen in uns aufgesogen und auch unseren Freundeskreis erweitert. Vor 18 Monaten bekamen dann eben diese Freunde einen kleinen 6 Wochen alten Wonneproppen. Es war einfach unglaublich. Vieles haben wir direkt miterlebt. Inzwischen hatten wir uns auch schon öfter mit dem Thema Auslandsadoption auseinandergesetzt. Wirklich daran glauben konnten wir nicht mehr bis vor einigen Wochen der Anruf vom JA kam wir möchten mal bitte dringend vorbei kommen. In einer Stadt in unserem Umkreis sollte ein kleines Mädchen zur Welt kommen. Wir wurden über die Hintergründe aufgeklärt und waren absolut aus dem Häuschen.... Tränen flossen in Strömen. Nach 4 erfolglosen ICSI's und 5 Jahren Wartezeit haben wir nun seit 2 Wochen unsere kleine Maus hier zu Hause und können es immer noch nicht fassen. Zeit zum Verarbeiten blieb uns bisher nicht. Das wird wohl nach und nach noch kommen. Momentan bin ich dabei ein kleines Tagebuch zu schreiben mit allen wichtigen Daten, unseren Gefühlen und den Reaktionen in unserem Umfeld. Vielleicht hilft es unserer kleinen Maus später einmal wenn sie mehr erfahren möchte

 

Irčne

Hallo, ich bin auf der Suche nach meinem ICH! und auf dieser Suche bin ich auf dieser Seite gelandet. Gerne würde ich auch meinen Beitrag leisten für andere, denen es evt. gleich oder ähnlich ergeht.
Heute ist Weihnachten, lebe mit meinen Kindern seit kurzem getrennt von meinem Mann... Durch den ganzen Stress der Trennung, des Umzugs, Emotionen und viel Arbeit, bin ich nun seit Mitte November krank, jedesmal wenn ich denke es geht mir wieder gut, fängts von Neuem an und dazu kommen immer mehr diese depressiven Stimmungen, da kommt es oft vor, dass ich mich immer mehr frage: wer bist Du? Woher kommst? Denn ich wurde als Baby adoptiert und im Alter von ca.11 Jahren, teilte mir eine Cousine im Streit mit, dass ich ja gar nicht das Kind meiner Eltern sei, sondern adoptiert! Das tat weh und so fragte ich meine "Mutter" danach, ob das wahr sei. Ich musste mehrmals fragen, da es ihr anscheinend sehr peinlich war und sie sich davor gefürchtet hat, dass ich sie eines Tages danach fragen könnte. Sie hat es mir bestätigt und erklärt, dass sie keine Kinder kriegen konnte und uns, ich habe noch eine 6Jahre ältere Adoptivschwester, somit adoptierten, da sie sehr gerne Kinder hätten. Doch auf weitere Fragen wollte sie mir keine Antwort mehr geben. Heute bin ich 38 Jahre alt und wenn ich sie frage blockt sie sofort ab und meint, wieso dass ich das wissen wolle und sie hätte keine Ahnung. Das glaub ich ihr aber nicht, nicht einmal die Geburtszeit hat sie mir gegeben, so machte ich mich auf den Weg um es selber heraus zu finden, das war vor 5Tagen. Nun geht es mir psychisch sehr schlecht, denn meine Frage nach der wirklichen Idendität wird immer stärker, darum hab ich auch im Internet gestöbert und bin auf eine sehr interessante Maturaarbeit gestossen, die mich einen grossen Schritt weiter gebracht hat (www.gymseefeld.ch/aktuelles/download/marbeiten/m03/waefler.pdf). Beim lesen dieser Arbeit, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen und ich bin meinem ICH ein Schritt näher gekommen, was mir meine Depression bestätigt, dass sie
sich im tiefen Unterbewusstsein etwas auslöste, das mit dieser Adoption zu tun haben könnte, dh die Adoption kann eine psychische Auswirkung auf die Persönlichkeitsentwicklung haben. Ich werde mich noch weiter damit beschäftigen, damit ich aus diesem Tief endlich herauskomme!
Was ich zum Schluss zukünftigen Adoptiveltern mitgeben möchte ist, bitte seid immer ehrlich zu Euren Adoptivkindern wenn sie Fragen stellen, denn durch das Abblocken oder nicht beantworten werdet Ihr ihnen nur schaden und nicht schonen, das weiss ich nun ganz bestimmt.
Sollte ich meine 'biologische' Mutter finden, wird sich ganz bestimmt nichts am Verhältnis zu meinen Adoptiveltern ändern, denn sie sind meine wirklichen Eltern und werden es auch für immer bleiben. Doch wie alle, die adoptiert wurden stellt sich einfach immer wieder die Frage nach dem WARUM und wenn ich das weiss, komme ich hoffentlich endlich zu meiner inneren Ruhe...

Alles gute fürs neue Jahr!
Diese Wünsche kommen aus der Schweiz.
Irène

 

Anonym

Hallo,
ich bin zufällig auf diese Seite gestossen.
Nun ich finde es toll, daß es Menschen gibt die sich auf die Verantwortung und Freude ein Kind zu adoptieren einlassen.

Da ich selbst betroffen bin (37 J.), ich wurde mit 1,5 Jahren adoptiert und bis dahin war mein Leben garantiert nicht sehr rosig.
Aber ich wurde mit soviel liebe und repekt aufgenommen. Das ich mich heute noch mehr denn je, als vollkommenes Familienmitglied fühle und das auch lebe.

Für mich gibt es keine andere Mutter, es gibt nur meine Adoptivmutter.
Die Frau die mich zur Welt gebracht hat, konnte in dieser Zeit nicht anders handeln. Daher hege ich auch keinen Hass oder Groll gegen Sie.
Meine Eltern erzählten mir soviel sie wussten.
Und das bestätigte auch die Eintragungen im Jugendamt, die ich dann mit 18 Jahren, eingesehen habe.

Ich habe keinen Probleme adoptiert zu sein, ich kann darüber reden. Manche verblüfft das, aber es ist einfach so.

Bei uns wurde über das Thema "Adoption", seit ich denken kann offen gesprochen.
Ich bekam immer so viel erzählt, wie ich als kleiner Mensch verkraften konnte.
Weiterhin feierten wir auch immer 2. Geburtstag - und zwar der Tag an dem ich zu meinen Eltern kam -. Da gab es dann etwas besonderes.
Übrigens wir feiern den heute noch und ich bin stolz darauf, in so einer Familie aufgewachsen zu sein.

Daher meine Erfahrung: erzählts Euren adoptierten Kindern so früh es geht, laßt sie einfach damit aufwachsen und gebt ihnen das Gefühl etwas besonders zu sein und dadurch Euren Familienband zu stärken, und sich zu selbstbewußten Menschen entwickeln.

Viele Grüße von einer glücklich adoptieretn.

 

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