Babyzimmer Startseite o o o
o
o
o Schwangerschaft o Baby o Kinder ab 3 o Eltern o Austausch o Lesenswertes o Shop o Mitgliedschaft o Sitemap o Suchen im Babyzimmer o Hilfe o

 

Rubrik
Eltern


Vor- und Nachteile des "reinen Hausfrauendaseins

 
 

Vor- und Nachteile des "reinen Hausfrauendaseins
 
   
 

 

Angelika

Mittlerweile bin ich ein knappes Jahr zuhause. Anfangs hat es mir sehr gefallen, weil mir meine bisherige Arbeit auch nicht so doll Spaß gemacht hatte. Dann gab es eine Zeit, als es sehr langweilig wurde weil meine Kleine ziemlich pflegeleicht war. Als sie anfing zu krabbeln wurde sie mobiler und stellte auch jede Menge an. Hinzu kam, dass sie sich durch die neu hinzugekommenen Krabbelgruppen ständig krank ist. Nun bin ich also Tag und Nacht gefordert, auch der Haushalt muss ja erledigt werden. Manchmal sehne ich mich dann doch danach, wieder mal ein paar Stunden an etwas anderes denken zu können als nur an Windeln und Essen machen. Aber bis sie im Kindergarten ist, werde ich auf jeden Fall zuhause bleiben.
Meine Mutter war auch immer halbtags arbeiten. Bis ich von der Schule nach Hause kam, stand auch das Essen auf dem Tisch und sie war den ganzen Mittag für mich da. Aber sie war nicht so gefrustet wie die Mütter meiner Schulkameraden, die den ganzen Tag nur zuhause waren. Meine Mutter stand immer mit beiden Füssen im Leben!
Un noch was fällt mir dazu ein: es gibt im Hausfrauendasein wirklich wenig Komplimente und Erfolge! Dass es dem Kind gut geht, alles sauber ist und man tag und nacht da ist gehört ja zur mütterlichen Pflicht. Wenn man sich beschwert, man hätte Stress lacht einen jeder nur aus! Und wenn man etwas schönes zu erzählen hat, heißt es nur man würde alles schön reden!

Angelika

 

Viviane

Kurz vor Ende meiner Ausbildung an einer Hotelfachschule wurde ich, wie wir es auch immer hofften, schwanger. So habe ich also gar keinen richtigen Job mehr gesucht. Ich hatte immer im Sinn, in den ersten Jahren mit den Kindern zu Hause zu bleiben, so lange unsere finazielle Lage dies zulässt.

Ich genoss meine Schwangerschaft in vollen Zügen, machte alles, was mir Spass bereitete, und von dem ich wusste, dass ich mit einem Kind nicht mehr so unabhängig machen könnte. Ganz bewusst sage ich mir Tag für Tag, dass ich nie mehr so unabhängig nur für mich sein werde.

Als unser Sohn wenige Monate alt war, ich war eigentlich sehr glücklich zuhause, kamen die ersten Fragen von Bekannten. Wann ich wohl arbeiten gehen werde, warum ich eine so teure und schwierige Ausbildung gemacht habe, wenn ich nachher NUR zu Hause bleibe. Unter diesem Druck habe ich mich bei einer Stelle beworben, ich wäre auch angenommen worden. Doch eingentlich hatte ich grosse Zweifel. Ich wollte gar nicht arbeiten gehen, meinen Sohn, der mit 4 Monaten allmählich interessant war, den Grossmütter anvertrauen. Ich fühlte mich hin-und her gerissen, denn mein Inneres war sehr zufrieden mit der jetzigen Situation, doch fragte ich mich allmählich, ob ich nicht normal sei, oder demnächst depressiv würde, weil alle dies von mir erwarteten: heutzutage kann doch eine moderne Frau ohne Karriere und Kind gar nicht glücklich sein . Das Problem hat sich sehr schnell gelöst, denn ich war mittlerweile wieder schwanger, und keiner fragte noch nach einem Job, bei der Idee, dass ich bald 2 Babys im Altersabstand von 14 Monaten haben würde.

Nun ist Gregory 2 Jahre alt, Céline 10 Monate. Und ich bin noch immer glückliche Hausfrau! Natürlich gibt es Tage, an denen ich ein wenig genug von meinen Kindern habe, aber an diesen Tagen wünsche ich mir keinen Job, sondern etwas Ruhe oder Schlaf. Ich bin froh, dass ich das Privileg habe, mich meinen Kindern widmen zu können, sie heranwachsen zu sehen, in diesen ersten Jahren, die so wichtig sind. Ich sehe es als Privileg, denn es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass man mit 1 Lohn eine Familie ernähren kann.

Keinen Moment wünschte ich mir, wieder arbeiten zu können, denn ich sage mir, dass ich noch ein Leben lang werde arbeiten können, aber meine Kinder werden plötzlich grösser sein, selbständiger, und ich werde diese intensiven Momente, die ich nun mit ihnen erlebe, nie mehr zurück holen können. In 3-4 Jahren sind beide im Kindergarten, und dann werde ich zurück in das Berufsleben können.

Viele Frauen brauchen den Ausgleich zum Muttersein, ich bin da auch nicht anders. So habe ich zum Beispiel einen Abend in der Woche, an der ich, sobald mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt, in die Sauna gehe. Und einmal pro Woche kommt eine der beiden Grossmütter die Kinder hüten, und ich kann in Ruhe einkaufen gehen. So schalte ich von meinem Alltag ab, und kann wieder Kraft schöpfen.

Aber einen Riesennachteil hat mein Hausfrauen-Dasein. Ich vermisse Anerkennung von meinem Umfeld. Überall liest man von diesen tollen, modernen Superfrauen, die Karriere und Kinder unter einen Hut kriegen. Alle loben sie, alle schreiben über sie. Und ich bin daneben bloss die doofe kleine Hausfrau. Doch hat mein Leben mit dem ihren einen kleinen Unterschied: ich erziehe meine Kinder selbst, an guten und schlechten Tagen bin ich da, nicht irgend ein Kindermädchen. Ich mache meinen Haushalt, meine Wäsche etc. auch selbst, keine Putzfrau. Doch für diese Arbeit werde ich belächelt, von der Gesellschaft, wie vom Staat, und dies lässt mich echt kochen vor Wut. Ich hoffe also, dass es in diesem Forum noch andere NUR Hausfrauen gibt, und dass ich nicht zu einer aussterbenen Spezie gehöre....

Viviane

 

Kathinka

da ich die Situation bisher nur von meiner Freundin (zwei Kinder 6 und 3) her kenne, kann ich nur meine vagen eigenen Vorstellungen äußern:

Vorteile: Man kann sich seinen Tag selbst einteilen, muß nicht gestylt ins Büro gehen und sich mit nervigen Kolleginnen oder schwierigen Chefs herumplagen. Man kann mal ganz man selbst sein und in den Tag hineinleben (ich höre die Mütter mit Kindern schon lachen) !!! Aber für mich wäre das eine schöne Sache, mit meinem Kind "zu Hause" sein zu können, klar dreht sich fast alles ums Kind, aber ich habe auch noch andere Freunde mit Kindern, da läuft das ganz locker. Man bekommt durch das Kind wieder den Blick für das Wesentliche im Leben.

Nachteile: Man ist als einziger Erwachsener den ganzen Tag nur mit Kindern zusammen (es sei denn, man schließt sich diversen Gruppen an...) Das Kind diktiert den Tagesablauf - Planen völlig zwecklos (wäre mir aber lieber als immer nur der gleiche Arbeitstrott). Man erhält keine Bestätigung oder Anregung von außen. Bei bestimmten Berufen wird der "Wiedereinstieg" je nach Dauer der Arbeitspause schwierig, Mütter mit Kindern gelten immer noch als Risikofaktor beim Arbeitgeber, da ja immer die Gefahr besteht, daß das/die Kind-er krank werden können. Es gibt kaum Halbtagsstellen für Mütter.

Mehr zu diesem Thema fällt mir so spontan nicht ein. Ich weiß nur, daß ich solange wie es unser Geldbeutel ermöglicht später mit unseren Kindern zu Hause bleiben möchte. Meine Mutter war auch eine "Nur-Hausfrau" (eine echt ätzende Bezeichnung, warum sagt man hier N U R-Hausfrau??) und ich habe es als Kind genossen, auch später, als ich aus der Schule kam, daß da immer jemand für mich da war. Es ist eine schöne Erinnerung und daher möchte ich es nach Möglichkeit auch unseren Kindern (noch in "Planung") ermöglichen.
Kathinka

 

 

 

Anfang wird bereits angezeigt zurück geht nicht - 1 von 1 - vor geht nicht

 
   
 

Impressum
Datenschutz
Disclaimer
Kontakt
Werbung

© 1997 - 2015
Mirko Potthast

nach oben
 
Created by Pintech