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Eltern


Arbeitsrecht + Unrecht....??

 
 

Arbeitsrecht + Unrecht....??
 
   
 

 

Adelheid

Weihnachtsgeld
Gerne betrügen Arbeitgeber Mütter im Erziehungsurlaub um ihr Weihnachtsgeld.
Auch mir ist das passiert. Mein Kind wurde im Mai 1999 zu früh geboren, ich war
also in Mutterschutz bis 14.09.1999. Mir hätte also anteilig Weihnachtsgeld für
den Zeitraum von 01.01. - 14.09.1999 zugestanden.

Mein Arbeitgeber zahlte mir das Geld nicht aus und meinte, ich würde davon
nichts merken. Am 01.04.2000 hätte ich auch mein zehnjähriges Arbeitsjubiläum in
der Firma gefeiert, aber da ich im Erziehungsurlaub war, wurde dieses Jubiläum
nicht beachtet. Mein Weihnachtsgeld hätte ich bis Ende Juni 2000 einfordern
müssen, wusste jedoch nichts davon! Nun habe ich einen Rechtsanwalt konsultiert,
der mich darüber aufklärte - Beratungskosten: DM 275,--.

Damit andere Mütter dieses Geld nicht auch berappen müssen (wo doch bei
frischgebackenen Familien sowieso erst einmal das Geld knapp ist, da doch ein
Elternteil nicht mehr Geld verdient!), möchte ich diese Information an Sie
weitergeben und hoffe, Sie berichten darüber. Über meine Misere habe ich eine
kleine Geschichte geschrieben, die ich Ihnen in der Anlage übersende.

Ich wurde um mein Weihnachtsgeld betrogen - aber ich möchte nicht, dass anderen
Müttern dasselbe passiert!

Adelheid


 

Chris

Schutz der Familie?!?!
jetzt muß ich auch mal Frust abbauen....
Meine Frau Yasmin war im September 4 Wochen lang im Krankenhaus und ich blieb insgesamt 5 Wochen zu Hause um Robert zu versorgen.
Irgendwie belustigen mich jetzt die Folgen aus der ganzen Aktion, vor allem, da im Grundgesetz gelogen wird, daß die 'Familie' eine schützenswerte Institution darstellt - nur scheinbar nicht in Deutschland.

Erste spürbare Folge für mich war Unkenntnis über die Gesetzeslage und Abrechnugsmodalitäten in so einem Fall - nach 3 Tagen Aufregung und dem Finden einer Lösung wurde mir die Zeit also als unbezahlter Urlaub genehmigt.
Vielleicht sollte ich am Rande erwähnen, daß ich in einem Tochterunternehmen eines Großkonzernes mit 44.000 Mitarbeitern beschäftigt bin - ich hoffte eigentlich, mit so einer Situation kein Einzelfall zu sein.
Zudem hat dieser Konzern 'Familienfreundliches Unternehmen' auf seinem internen Banner stehen - doch dazu komme ich noch.
Naja...immerhin wurde mir zugesagt, daß die Differenz aus der Zahlung der Krankenkasse und meinem Nettogehalt übernommen wird - vielleicht ist das die Erklärung für die Rechtfertigung der Bezeichnung.

In Folge kam es zu einer kleinen Verkettung unglücklicher Umstände - unser Gehaltssystem fiel eine Woche lang aus, dann hatte die zuständige Gehaltssachbearbeiterin ein paar Tage Urlaub - also dauerte es schonmal 3 Wochen, bis die Krankenkasse die benötigte Verdienstausfallbestätigung bekam. Danach habe ich alle 3 Tage bei der Krankenkasse angerufen, ob sie noch etwas benötigen und wie der Stand der Bearbeitung wäre.
Zwischenzeitlich bekam ich meine November-Gehaltsabrechnung in der mir der unbezahlte Urlaub verrechnet wurde - ich mußte 280,-- an meine Firma zurückbezahlen - also ein Monat ohne Einkommen.

Endlich war es soweit, letzte Woche sagte mir der Sachbearbeiter der Krankenkasse, daß das Geld angewiesen und überwiesen wäre - sollte die nächsten Tage bei mir eintreffen. Nur kam das Geld immer noch nicht. Freitag rief ich nochmals an und stellte glücklicherweise die Frage, wohin sie es überwiesen haben (ich habe schon erlebt, daß Überweisungen innerhalb der selben Stadt 4 Wochen unterwegs waren). Der Sachbearbeiter nannte mir eine Kontonummer, die ich vor einem Jahr aufgelöst hatte. Ich wußte nichtmal, daß die Krankenkasse meine Kontonummer hatte, weil sie den Beitrag von meinem Gehalt ja pauschal von meiner Firma bekommen. Auf meine Nachfrage, ob man bei größeren Beträgen - zumal im Antrag keine Kontonummer angegeben war - nicht auf die Idee käme, daß Kunden gelegentlich ihre Kontoverbindung wechseln oder sogar geändert bekommen, kam der Gute ins Stottern. Jetzt verlieren wir also wieder Zeit, bis das Geld zurückgefordert ist und neu überwiesen.

Noch ein Nebeneffekt der Wahrnehmung meiner Pflicht als Vater ist jetzt ein beruflicher Wechsel - ich habe (im Moment noch) eine Funktion, die der eines Gruppenleiters entspricht - jedoch ohne Amt und Würden. Jetzt kamen so Sprüche auf, daß, wenn es nicht auffällt, wenn ein Gruppenleiter 5 Wochen nicht anwesend ist, ist er fehlbesetzt. Aber das konnte man mir so natürlich nicht ins Gesicht sagen - auch aus anderen, strategischen Gründen, bot man mir andere Stellen innerhalb der Firma an - die mich aber nicht interessierten.
Gerettet habe ich mich dadurch, daß ich in der selben Gruppe künftig eine Funktion innehaben werde, die ich bis vor 2 Jahren eh ausübte und in der ich mich zugegebenermaßen auch wieder wohler fühlen werde - zumal ich durch Schichtarbeit mehr Einkommen und mehr Freizeit haben werde - die hoffentlich reichlich meiner Familie zu Gute kommen wird.
Im Endeffekt bin ich also nicht traurig darüber - ich bin nur gespannt, wie nächstes Mal meine Beurteilung aussehen wird, nachdem ich bisher immer um die 105 - 110% lag :-)

Und gestern kam der Abschuß ins Haus geflattert - meine Firma hat mich - berechtigterweise, wie ich zugeben muß - für die Zeit meines Urlaubes von der Sozialversicherung abgemeldet. Geht mir ein - spart meiner Firma ja doch insgesamt die unglaubliche Summe von gut 700,-- .
Wenn ich dereinsten also mal Rente beantragen werde und mir für eine Höhergruppierung also ein Monat fehlt, dann weiß ich wenigstens, woran es lag.

Ich frage mich nur so langsam, was an unserem Staat noch sozial ist und wie die 'Institution Familie' eigentlich gefördert wird - ich habe für mich den Glauben daran verloren - zumal das wirklich lachhafte an dem ganzen Fall folgendes ist: hätten wir für 8 Stunden täglich jemand Fremden beauftragt, unseren Sohn zu versorgen, hätte ich diesen Beitrag nicht schreiben müssen - es wäre alles sofort und anstandslos bezahlt worden.

Ich sehe das alles ein, wenn ich aus Jux und Tollerei zu Hause bleibe - aber in dem Fall, wie ich ihn erlebt habe, sah ich es als das Naheliegendste, selber die Pflege unseres Sohnes zu übernehmen, zumal unsere Verwandtschaft es auch nicht auffangen konnte. Meine Mutter ist selber nahe an der Grenze, mit 72 Jahren ein Pflegefall zu sein, meine Schwiegermutter ist berufstätig und wer nun der Arbeit fernbleibt, muß doch egal sein.
Einzige Lösung wäre aus meiner Sicht, daß ich immer erst im Dezember Urlaub nehme - damit ich den Urlaubsanspruch für Notfälle zur Verfügung habe - schlecht nur, daß ich jobbezogen immer von Mitte Dezember bis Mitte Januar so etwas wie eine unausgesprochene Urlaubssperre habe :-)

Und wenn ich das selber so lese, drängt sich mir der Verdacht auf, daß es in unserem Sozialstaat Fälle geben mag, die sich übers Sozialamt leichter bedienen und schneller 'verarztet' werden - und ich mich einfach nur unglaublich dumm anstelle.

Ich meine nur: das kann es ja nicht sein, oder?

frustrierte Grüße,
Chris

 

NETTE

14 Jahre hab ich für eine großen Elektrokonzern gearbeitet. Ich war wohl das was sich jeder Arbeitgeber wünscht: Ich gehörte zu denen die von Morgens um 6.30 Uhr bis Abends 19.00 Uhr gearbeitet haben, übers Wochenende Arbeit mit nach Hause nahmen, nur ganz selten Krank waren. Als ich vor 3 Jahren meinem Chef sagte, daß ich ein Baby bekomme, ist der schiergar aus allen Wolken gefallen. Gerade zu dieser Zeit wurde diese Abteilung privatisiert und durch meinen Kündigungsschutz konnte ich natürlich während meines Erziehungsurlaubs beim großen Konzern bleiben, was ich auch aus Sicherheitsgründen tat.

Während der vergangenen 3 Jahre bin ich dann von einem Standort zum anderen versetzt worden, obwohl ich ja in Wirklichkeit zu Hause war. Im letzten Jahr kam dann noch ein neuer Arbeitsvertrag indem ich plötzlich von einer "Sekretärin" zu einer "Sachbearbeiterin der Buchhaltung" gemacht wurde.

Klar hab ich nachgefragt, ob das für mich von Nachteil wäre, aber ich wurde von allen Seiten beruhigt.

Nachdem ich nun eigentlich in 6 Wochen wieder arbeiten sollte/wollte, setzte ich mich mit der Personalabteilung in Verbindung und kam ziemlich schnell darauf, daß man mich eigentlich gar nicht mehr haben wollte! Man bot mir einen Vollzeitarbeitsplatz ab dem 3. Geburtstag meines Kindes an. (Das sich ein Kind ja auch eingewöhnen muß, geschweige denn, daß es in Deutschland immer noch zu wenig Kindergartenplätze gibt wurde völlig außer Acht gelassen). TEILZEITARBEITSPLATZ STEHT IHNEN NICHT ZU! Auch meine vorsichtige Frage nach einem Aufhebungsvertrag wurde nur milde belächelt:

MIT FRAUEN DIE AUS DEM ERZIEHUNGSURLAUB KOMMEN, MACHEN WIR GRUNDSÄTZLICH KEINE AUFHEBUNGSVERTRÄGE! Netterweise wies man mich darauf hin, daß ich ja kündigen kann, wenn's mir nicht paßt. Als ich daraufhin auf Hilfe vom Betriebsrat hoffe, fragte der mich immer nur, was ich eigentlich von ihm wolle und ich solle doch froh sein, daß man mir einen Arbeitsplatz anbieten würde (der selbstverständlich der einer Sachbearbeiterin gewesen wäre DAS STAND NÄMLICH IN MEINEM ARBEITSVERTRAG). Kurz und Gut man hat alles für mich getan, damit ich kündige. Ein paar kluge Leute gaben mir den Ratschlag anzunehmen und dann krank zu machen, bis man mir von sich aus eine Abfindung angeboten hätte. Nur das hätte ich nicht verkraftet. Also blieb mir im Prinzip nix anderes übrig, als meine Kündigung zu schreiben.

Es wird so viel geschrieben über Teilzeitarbeitsplätze, Jobsharing, Heimarbeitsplätze usw. Ich frage mich nur wo? Enttäuschend ist doch, daß sich nach 3 Jahren niemand mehr an einen erinnert! Heute hat man mir geschrieben, daß ich ein Abschlußzeugnis bekomme! Wer in aller Welt will das schreiben, es gibt bei dieser Firma niemanden der mich persönlich kennt, oder jemals mit mir zusammengearbeitet hat! Ich weiß noch nicht einmal wo genau das Firmengebäude steht indem ich gearbeitet hätte! Ich wußte zu keiner Zeit wann eine Betriebsversammlung stattfand oder wann ein Geschäftsteil verkauft oder umbenannt wurde.

Wahrscheinlich habe ich es mir zu einfach gemacht. Ich dachte mit Kündigungsschutz und Erziehungsurlaub ist es getan. Weit gefehlt.

Heutzutage wird von jungen Müttern im Erziehungsurlaub verlangt, sich weiterhin um die Vorgänge im Betrieb zu kümmern, sich selbst Informationsquellen zu suchen und zumindest 1 x im Monat vorbei zu schauen Evtl. sollte man wohl auch Urlaubsvertretungen machen, an Fortbildungen teilnehmen oder Aushilfsarbeiten übernehmen, um nicht ganz die Sicht für die Geschehnisse im Betrieb zu verlieren. Für die Betriebe sind Frauen die 3 Jahre aus dem Beruf sind eine Last, nicht mehr up-to-date, sozusagen veraltet und ein Kostenfaktor, weil sie ja alles wieder neu lernen müssen.

Ich fühle mich ungerecht behandelt, aber ich hab daraus gelernt und wünsche Euch allen einen fairen und anerkennenden Arbeitgeber!
NETTE

 

Anonym

Trotz Mutterschutz habe ich:

1. das volle Weihnachtsgeld und
2. den Jahresurlaub im vollen Umfang bekommen.

Ich bin als Angestellte im öffentlichen Dienst beschäftigt. Es ist wohl von Arbeitgeber zu Arbeitgeber etwas unterschiedlich, da z. B. nicht alle ein Weihnachtsgeld zahlen. Wie das ist, wenn nach dem Mutterschutz noch Erziehungsurlaub genommen wird, weiß ich nicht. Ich gehe aber davon aus, daß es beides anteilig gibt.
Der Trick mit dem Wechsel der Steuerklassen der Ehepartner ist, glaube ich, inzwischen auch vielen bekannt. D. h. um das Nettogehalt der Frau etwas in die Höhe zu treiben, wechselt die Frau mindestens 3 Monate vor Beginn des Mutterschutzes in die günstigere Steuerklasse. Damit bekommt sie Netto mehr (der Mann dann vielleicht etwas weniger, was sich aber über die EinkommenstEurerklärung wieder eintreiben läßt :-). Die Bezahlung im Mutterschutz richtet sich nämlich nach dem Nettoeinkommen der letzten 3 Monate vor Beginn des Mutterschutzes.
Es ist Geschmackssache, was man macht, oder ob überhaupt.
Bei mir kam vor lauter Arbeit der Mutterschutz so überraschend, daß sich meine Personalabteilung ziemlich aufregte, als ich sie dann endlich pünktlich zum Mutterschutzbeginn doch endlich benachrichtigte, daß ich in 6 Wochen entbinden soll. Beim nächsten Kind soll ich das bitte schön etwas zeitiger machen. Die Lohnstelle (heißt die so?) muß sich nämlich beizeiten mit der Krankenkasse über die Bezahlung im Mutterschutz einigen. Es hat dann ca. 5 Monate gedauert, bis alles mit der Bezahlung
geklärt war. Bis dahin gab es nur Abschlagszahlungen und Rückrechnungen. Ich war da schon längst aus dem Mutterschutz wieder zurück.

 

 

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