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Eltern


Spätgebärend

 
 

Spätgebärend
 
   
 

 

Anonym

Ich habe die veröffentlichten Erfahrungsberichte gelesen und vieles kam mir bekannt vor. Spätgebärend, wie das schon klingt... Das hat mir meine Frauenärztin auch versucht einzureden. Mit 33 Jahren, ihrer Meinung nach vollkommen berechtigt und bei meiner Vorgeschichte sowieso!

Als ich mich letzten Sommer immer öfters müde fühlte, die Zigaretten nicht mehr schmeckten und die Hitze kaum noch ertragen konnte, wagte ich es enndlich einen Schwangerschaftstest zu machen. Dass meine Periode ausgeblieben war, machte mir keine sorgen, war ja öfters der Fall, auch ohne Schwangerschaft. Im Jahr davor wurde mir in einer ähnlichen Situation mitgeteilt, dass ich vermutlich nur nach einer Hormonbehandlung Kinder bekommen könnte. Dementsprechend haben wir nur selten verhütet, eher die Aufpassermethode...

Der Test war positiv und große Panik brach bei mir aus - der zukünftige Papi hat sich über die Schwangerschaft sehr gefreut. Ich hab noch die nächsten 3 Tage mehrmals täglich getestet (morgens, mittags, abends,..). Das Ergebnis blieb gleich. Irgendwann habe ich es eingesehen und mich daran errinert, dass ich mal Kinder wollte. Ich hatte ziemlich früh geheiratet, mit 20 und die Ehe ging nach 10 Jahren recht unschön in die Brüche - keine Kinder. Im letzten Ehejahr wurde bei mir Brustkrebs festgestellt; es folgten eine operation, sechs Chemotherapiesitzungen und 36 BEstrahlungssitzungen. Ich ging durch die Hölle, jeden Tag, mein Mann vergnügte sich andersweitig und ich fand erst ein Jahr später die Kraft ihn zu verlassen. Mit dem Thema Kinder hatte ich abgeschlossen, auch aus gesundheitlichen Gründen... Meine Frauenärztin wusste das und fiel aus allen Wolken, als ich ihr mitteilte, dass ich schwanger bin. Den neuen Mann an meiner Seite musterte sie recht neugierig - sie kannte ja den Ex. wir waren gerade mal ein Jahr zusammen, er hatte sich immer Kinder gewünscht, ich war mir nicht sicher, ob das jemals klappen würde...
Ab da fing der "Spass" an. Das Zauberwort war SPÄTGEBÄREND = RISIKOSCHWANGERSCHAFT!!!
Der erste Ultraschall zeigte, dass wir uns um mind. 4 Wochen vertran hatten: es war alles da, voll entwickelt. Die Nackenfaltenmessung war ok, der Triple - Test nicht mehr. Das Risiko für Down-Syndrom 10 mal höher als bei anderen Frauen in meinem Alter (mehr als 2%). Schlaflose Nächte, unzählige Untersuchungen, was tun?
In dem Krankenhaus in dem ich entbunden habe, hieß es, alles normal entwickelt, macht euch keine Sorgen.
Die Spezialistin, die wir auf Anraten meiner Frauenärztin aufgesucht habe, hat uns die Fruchtwasseruntersuchung fast aufgezwungen. Das wurde beinahe zur Zerreißprobe für unsere Beziehung. Zunächst kam eine Assistenzärztin, die unbedingt diese Frunchwasseruntersuchung durchführen wollte. Da hatte sie nicht mal den Ultraschall gemacht. lIch kam mir vor wie bei "Gray's Anatomy". Auf die Frage, ob das Baby damit nicht gefährdet wird, erklärte sie mir den Unterschied zwischen 0,5% Risiko dieser Untersuchung und den mehr als 2% bzgl. Down-Syndrom, aber nichts über die Falsch-positiv-Fehler der Ergebnisse des Triple-Tests (die 2 Semester Wahrscheinlichkeitsrechnung sind zwar etwas länger her, aber ich konnte mich noch gut daran errinern...). Bei einer Bestätigung des Verdachts wäre nach ihrer Meinung eine Abtreibung kein Problem - ich war fast im 6. Monat. Als die Spezialistin kam, wurde zwar die Ultraschalluntersuchung gemacht, aber sie bestand auch au die Fruchtwasseruntersuchung. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei. Mein Partner wollte es - er wollte Gewissheit. Ich fing an Fragen zu stellen:
-mein Kind war sehr lebhaft --> selbst wenn sie mit der Nadel getroffen werden würde, wäre das kein Problem, ist alles doch fast wie Gelatine; ich konnte es nicht glauben!
-Gefahr einer Fehlgeburt --> die besteht in dem Alter doch immer
-was tun bei einer Bestätigung des Verdachts --> da haben wir wenigstens Gewissheit
-Abtreibung --> nee, das ist dann nicht so einfach, weil... bis zum Ergebnis dauert es ca. 2 Wochen (also 6. Monat), dann muss eine Beratung her und danach die Suche nach einer Einrichtung, die den Eingriff durchführt (fast 7. Monat). Es ist dann auch keine Abtreibung in dem Sinne, sondern die Geburt wird eingeleitet. Und was passiert, wenn das Kind dann atmet?? --> Wir können es vorher mit einer Spritze töten!!! Da bin ich fast zusammengebrochen. Ich musste aber diese Fragen stellen, damit mein Partner sich der Tragweite dieser Entscheidung auch bewußt ist. Den Test habe ich nicht gemacht. Ich fühlte mich gut und mein Bauch sagte mir, dass alles in Ordnung ist. Mein Partner hat das akzeptiert. Wir waren trotzdem nervlich am Ende. Der Verdacht auf Schwangerschaftszucker war dann einige Wochen später nicht mehr so schlimm. Erneut eine Speziallistin, erneut Unnmengen an Blut abzapfen - nach dem ersten termin bin ich nicht mehr hingegangen. Ich hatte mehr als genug!! Wenn ich andere freiwillige und zahlungspflichtige Untersuchungen abgelehnt habe, hieß es gleich "Wissen Sie was Sie damit Ihrem Kind antun?". Was denn?? Früher gab es diese Tests doch auch nicht!! Schwangerschaft ist keine Krankheit und bis Ende der 60er gab es auch keine Pille. Unsere Mütter und Großmütter haben Kinder gekriegt - war das natürlichste Sache der Welt!!
Vier Monate haben wir mit der Ungewissheit gelebt, dann war es so weit. Die Geburt wurde am Tag vor dem errechneten Termin eingeleitet, da wir bereits ins Krankenhaus überwiesen wurden (Kind zu klein, Fruchtwasser zu wenig - was sonst?)

Nach 3 1/2 Std. kam unsere Tochter. Bei den letzten Wehen dachte ich, jetzt kommt der Augenblick der Wahrheit. Mein Partner dachte das Gleiche, erzählte er mir später. Ich hab mich kaum getraut hinzusehen bis die Ärztin dann sagte "Bist du schön!".

Sie ist wunderschön, 2 Monate alt, kerngesund, aufgeweckt, kein Down-syndrom, kein Zucker, 600g schwerer als am Tag zuvor gemessen. Wir sind sehr froh darüber, sie entwickelt sich prächtig.

Fazit: Vielleicht lag es an meiner Krankheit vor 5 Jahen, dass meine Krankenkasse alles bezahlt hat, wenn es von einem Arzt angeordnet wird. Fluch oder Segen? Wäre bestimmt schlimmer, wenn man alles selber zahlen müsste.

Sonst fühle ich mich mit 34 nicht als Spätgebärende. Ich bin reifer als vor 10 Jahren, habe mehr Geduld, eine gute Ausbildung und auch schon ein paar Jahre gearbeitet und gut verdient. Ich kann meiner Tochter nicht nur meine ganze Liebe und Fürsorge bieten, sondern auch finanzielle Sicherheit und eine gute Ausbildung.

Wichtig ist für mich, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen konnte. Das hat mir die ganze Zeit die Kraft gegeben, mich nicht jeder Untersuchung zu unterziehen, die mir schon fast aufgedrängt wurde. Ich glaube fest daran, dass eine Mutter fühlt, wenn etwas nicht stimmt. Es wäre für mich unvorstellbar, wenn ich meine Tochter bloß auf ein Verdacht hin gefärdet hätte.

 

Anonym

Ich bin fast 35 und zum ersten Mal schwanger. Habe mich bewusst für diese Schwangerschaft entschieden; früher wäre für mich nicht vorstellbar gewesen. Glücklicherweise bin ich sofort nach Absetzen der Pille, die ich jahrelang einnahm, schwanger geworden. Wegen Umzug suchte ich eine neue Frauenärztin auf, die nicht besonders einfühlsam war, als sie u.a. meinte, ich sei ja auch nicht mehr die Jüngste. Im Osten bekommen die Frauen immer noch viel früher Kinder, und es hängt auch mit dem Bildungstand zusammen. Wo wir leben, gibt es viele kinderreiche Anfang Zwanzigerinnen, wovon sicherlich mehrere keine Ausbildung und ein eigenes Einkommen haben. Ich bin gut verdienende Ärztin in gefestigter Partnerschaft, und wir können unserem Kind Sicherheit, Lebenserfahrung und sorgloses Aufwachsen bieten.
Ich habe die Frauenärztin gewechselt und es nicht bereut.
Bis auf einen Bandscheibenvorfall, der auch ohne Schwangerschaft hätte auftreten können, bin ich eine gesunde und topfitte Schwangere, die die Zeit bewusst genießen konnte.
Natürlich wird man durch die vielen Möglichkeiten der Untersuchungen verunsichert, aber eines darf man nicht vergessen: Keines dieser Verfahren garantiert einem ein kerngesundes Baby! Ich persönlich habe das Ersttrimesterscreening und den Organschall durchführen lassen. Unsere Mütter hatten es besser; die hatten keine Wahl und mussten nehmen, was da kam. Und mal ehrlich: In den meisten Fällen geht doch alles gut. Zu allen Zeiten haben Frauen auch noch mit 30 oder 40+ gesunde Kinder bekommen. Ich freue mich jedenfalls auf die Ankunft unserer Tochter in den nächsten Tagen, der ich all das Gute mitgeben kann, dass ich in den 35 Jahren meines Lebens erfahren habe.

 

Anonym

Mein erstes Kind bekam ich mit 30 Jahren und mein zweites Kind mit knapp 37 Jahren. Beide Schwangerschaften verliefen völlig problemlos, die zweite war jedoch mehr überschattet durch Sorgen und Ängste, verursacht durch meinen "übervorsichtigen" Frauenarzt aufgrund meines Alters. Ständig waren irgendwelche Werte nicht in Ordnung und der Druck eine Fruchtwasser durchführen zu lassen, war sehr groß. Wir haben uns nur für eine Blutuntersuchung und einen Nackenfaltentest entschieden (diese relativ "einfachen" Untersuchungen waren für mich schon emotional sehr belastend).Das Risiko einer Fehlgeburt durch die Fruchtwasseruntersuchung war uns zu hoch. Allen Ängsten zum Trotz war auch die zweite Geburt völlig ohne Probleme und wir haben zwei gesunde, fröhliche Mädchen. Auch Gewichtsmäßig habe ich bei beiden Schwanger-schaft nur jeweils ca. 10-12 kg zugenommen. Den einzigen Unterschied zwischen erster Schwangerschaft und Spätgebärender: Manchmal ist es doch "anstrengender" mit dem kleinen Wirbelwind mitzuhalten, als es mit Anfang 30 war!!

 

Andrea Käding

Hallo, mein Name ist Andrea, ich bin 39 Jahre alt und in der 9. Woche schwanger. Also, wie gesagt, eine Spätgebärende. Das wird mir in letzter Zeit ziemlich häufig gesagt, überhaupt von meinem Frauenarzt. Ich finde das zeimlich nervend, weil in mir so viel Panik und Angst eingeflößt wird, dass ich mich schon gar nicht mehr richtig auf unser Baby freuen kann. Übrigens ist das meine zweite Schwangerschaft. Bei meiner ersten war ich 34 Jahre alt. Meine süße Tochter ist nun 5 Jahre alt. Mein Arzt rät mir nun dringend eine Fruchtwasseruntersuchung zu machen. Er drängt es mit ja schon regerlrecht auf. Im Zusammenhang damit bin ich mir echt noch gar nicht sicher. Mal sehen, wie wir uns entscheiden. Jedenfalls fühle ich mich gerade ziemlich alt.

 

Anonym

Ich war 25 als ich nach zwei Fehlgeburten meinen Sohn bekam. 15 Jahre hat es gedauert, bis ich wieder schwanger wurde. (Erst sollte es nicht sein, dann wollte es nicht klappen.)
So fiel ich im März 05 - ich war zu der Zeit bereits 40 Jahre alt- aus allen Wolken, als der SSTest positiv war. Ich wollte es nicht glauben, dachte \"Das vergeht schon wieder\", denn der Gedanke an ein Baby war nach so langer Zeit doch zu eigenartig. Ich weiß nicht mehr, wie viele SSTests ich gemacht habe, die Apotheken haben sich dumm und dämlich an mir verdient, aber alle Tests zeigten das gleiche Ergebnis. Als ich mich dann endlich zum FA bemüht hatte, war ich schon in der 10. Woche. Erst da konnte ich es glauben: Du bist wirklich richtig schwanger!
Allerdings ging ich 8 Monate durch die Hölle. Nicht, dass mir die SS selbst soviele Probleme bereitet hätte, neeee, die Psyche hat verrückt gespielt. Ständig hatte ich nur einen Gedanken: \"Was ist, wenn das Kind behindert sein sollte???\" Selbst die sofortige Feinsonografie in der 10.SSW (ok), die FWU in der 14.SSW (ok),die Feinsonografie in der 20.SSW (ok) konnten mich nicht beruhigen. Während der gesamten SS habe ich \"voll am Rad gedreht\", bin meinen Männern auf die Nerven gegangen und habe mich dadurch eigentlich selbst um die schönste Zeit und die Vorfreude auf das Kind gebracht. Hätte ich zu dieser Zeit schon gewusst, dass unsere Tochter im November 2005 völlig gesund per Kaiserschnitt (Beckenendlage) zur Welt kommt, hätte ich diese SS viel mehr genießen können.
Jetzt ist unsere kleine Made 3,5 Jahre alt und ich weiß inzwischen, dass ich trotz aller Zweifel damals die richtige Entscheidung getroffen habe.

 

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