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Eltern


Beerdigungen

 
 

Beerdigungen
 
   
 

 

Friebe

Ich musste mich vor vielen Jahren (1993)entscheiden,ob ich meine Kinder (damals 1J.,3J., 4J.)zur Beerdigung ihrer kleinen Schwester(3 Monate) mitnehme. Ich habe mich dagegen entschieden, denn sie waren einfach noch zu klein. Ihre Schwester ist im Krankenhaus durch einen Ärztefehler verstorben. Es war schon schwer, meinen Kindern zu erklären, wo unser Baby jetzt ist. Ich sagte meinen Kindern, dass der hellste Stern am Himmel unsere süße Maus sei. Jetzt sind meine Kinder Erwachsen und dennoch sehen sie in den Himmel und reden mit ihr. Meine Zwei jüngsten sind nun selber Eltern. Aber niemand von uns hat sie vergessen.

 

Anonym

Hallo, ich will an dieser Stelle aus eigener Erfahrung schreiben. Meine Mutter starb, als ich selbst 12 Jahre alt war und sowohl mein Bruder (damals 11) und ich waren auf ihrer Beerdigung. Mein Vater und auch die Großeltern hatten uns gefragt, ob wir mit hin wollten und wir wollten beide. Nur aus meiner Sicht kann ich schreiben warum. Ich empfand es gegenüber meiner Mutter als eine Art \"Pflicht\", sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten, wollte sie da nicht im Stich lassen und wollte das auch sehen. (Ich hatte nie das Gefühl, dass andere es von mir erwarten würden hinzugehen, ich habe es selbst von mir erwartet) Ich denke in dem Alter können Kinder das schon allein entscheiden und glaube nicht, dass es geschadet sondern eher genutzt hat. So wusste ich wenigstens, dass da wirklich ein Sarg in die Erde gesenkt wurde. Noch viel besser wäre es gewesen, hätten wir sie tot noch einmal sehen dürfen. Einen toten Körper kann man begreifen, dem kann man nicht ausweichen. So hatte ich immer Träume, sie würde zurückkommen, es war ein bisschen unwirklich. Noch unwirklicher wäre es aber ohne Beerdigung gewesen. Von Eltern las ich an dieser Stelle, dass sie ihrem Kind die hilflosen Erwachsenen nicht zumuten wollen...ich denke dass es eher eine Angst der Erwachsenen ist, vor den Kindern nicht alles im Griff zu haben. So kann das Kind aber auf der Beerdigung das Gefühl haben, nicht allein zu sein mit seiner Trauer. Außerdem gehört der Tod einfach dazu zum Leben und zum Tod gehören nun mal auch Beerdigungen (oder andere Arten der Bestattung). Daher finde ich es völlig normal und gut, Kinder dort mit hin zu nehmen (wenn sie nicht selbst absolut dagegen sind nachdem ihnen erklärt wurde, was dort passiert). Mit \"Geheimhaltung\" erscheint doch alles noch viel schrecklicher und unheimlicher als es ist, wird die Angst, die sie eventuell vor Beerdigungen haben noch verstärkt (\"Oh, Du bist noch zu klein, Du hälst so was bestimmt nicht aus!\" - Na, wenn mir das immer gesagt wird ist das sicherlich auch irgendwann so.)
Aber auch die Kinder müssen mit dem Verlust einer geliebten Person umgehen lernen, ob mit oder ohne Teilnahme an der Beerdigung und eine Beerdigung ist eine Art ganz konkretes Abschiedsritual das dabei helfen kann. Wie gesagt aus meiner Sicht noch mehr, wenn es vorher die Gelegenheit gab, zu überprüfen dass wirklich der Körper der \"fehlenden\" Person im Sarg liegt und die Person ansich aber fehlt, die Seele gegangen ist.
Hoffe, ich konnte Euch bei Eurer Entscheidung ein bisschen helfen.

 

Anonym

Ich (17) war 4 als meine beiden Großeltern, kurz nacheinander, starben.
Damals überlegten meine Eltern auch , ob ich meine toten Großeltern ncoh im Krankenhaus besuchen udn später der Beerdigung beiwohnen durfte.
Doch ein Arzt empfahl meinen Eltern dies zu tun.
Also besuchte ich mit mienem Vater beide male das Krankenhaus.
Jedes mal war dort ein lieber Pfleger, der mir aus einem Buch vorlas.
Da war ein Dachs, der durch einen Tunnel ging und in eine bessere Welt kam...
Mein Vater kaufte es mir später.
Ich konnte dieses Buch später niemals mehr ohne Tränen lesen.
Auch auf der Beerdigung war ich.
Ich kann mich noch genau dran erinnern.
Ich warf meinem Opi selbst gemalte Bilder uns Grab und fragte noch meine Oma, ob das Christkindchen diese auch ja öffnen und sie meinem Opi zeigen würde...
Ich verstand nciht, warum alle weinten...damals nicht.
Ich bin sehr froh, dass meine Eltern mich damals mitgenommen hatten.
Ich wusste nun, wo mein Opa war und wie er dahin kam.
Begriffen was geschehen war habe ich damals natürlich noch nicht.
Das kam erst später.
Aber ich wusste das es meinem Opa dort gut gehen würde...
ich weiß nicht, wie ich es erklären soll...
aber ich weiß, dass es das richtige war.

 

Anonym

Unser Luca ist 6 und seine Kindergärtnerin ist gestorben. Ich dachte alle Kindergartenkinder kommen und auch ehemalige, da der Kindergarten in der Schule integriert ist. Aber leider waren nur 2 Kinder da. Ich fand es wichtig das Luca lernt mit den Tod um zu gehen und das er jetzt weiss, wo seine Kindergärtnerin jetzt ist. Sie kommt nicht mehr zurück und er hat Abschied genommen, auf seine eigene Art. Auch wenn er noch nicht alles realisiert, aber er sagte "jetzt kann sie im Himmel "Kindi" geben, das ist sicher toll für die Kinder dort". Wir haben ihm alles vorher erklärt, wussten aber nicht das sie in einen Urnengrab kam, das habe ich ihn dann am Friedhof noch gesagt. " deine Fr. S. ist dort in der Urne; Flasche und sie wird jetzt bei Jesus sein.

 

Andrea Loidl

Im November 2006 starb mein Großvater nach langer schwerer Krankheit. Viele Verwandte standen an seinem Grab.

Darunter auch auch mein zweitjüngster Cousin (damals 7 Jahre alt) und meine jüngste Cousine (damals 6 Jahre alt).

Ihnen wurde erklärt, dass der Opa jetzt ein Schutzengel ist.

Und so sehe ich (23) das auch.

 

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