Hi,
ich halte das für den Regelfall für völlig unproblematisch.
Grüsse
Stefanie
Hallo Betina,
mein sehr reales Töchterchen ist seit vorigem Jahr (2. Klasse) einmal pro Woche 30-45min vor mir zuhause. Meistens beginnt sie gleich mit der Hausaufgabe, manchmal schaltet sie den Fernseher ein - da bin ich sehr entspannt, ich bin ja eh zuhause bevor sie quadratische Augen bekommen kann.
Ihr macht das überhaupt nichts aus, sie würde lieber jeden Tag alleine zuhause sein, als in den Hort zu gehen, aber da es sich an den anderen Tagen um 3 Stunden handeln würde, will ich das nicht haben.
Im Gegensatz dazu will der große Bruder nicht alleine nach hause kommen, er wäre jeden Tag 30 min vor mir aus dem Gymnasium zuhause, aber da geht er lieber in die Nachmittagsbetreuung.
So ist das wirklich sehr kindabhängig.
Liebe Grüße,
Claudia
Sohn 03/2001
Tochter 07/2003
Hi,
ich halte das für den Regelfall für völlig unproblematisch.
Grüsse
Stefanie
Hej nochmal!
ich bin da total bei Silke (und hatte selbst in dem Alter sogar noch die Verantwortung dafür, meinen kleinen bruder aus dem KIGA abzuholen und mit ihm für längerals 1/2 Std. nach Hause zu gehen).
Hier in DK müssen sich Kinder ab der 3. Kl. oftmals sogar schon morgens allein fertigmachen und zur Schule gehen - da kenne ich im persönlichen Umfeld auch einige Beispiele, dies sogar vor der Zeit, als alle schon ein Mobiltelefon hatten!
Und in einem Dorf, wo die meisten anderen Häuser ebenso verwaist sind,also nix mit netter Nachbarin...
Das ging auch.
Man kann natürlich darüber streiten, ob sich die frühe Verantwortung bei mir oder die der dänischen Kinder morgens, aber auch nachmittags, wo sie in ein leeres Haus zurückkommen, schädlich auswirkt und manches Kind dadurch nicht zu früh erwachsen wird. Machbar ist es jedenfalls - und bei einer halben Std. sehe ich wirklich keine Gefahr für seelische Schäden.
Wenn ich die Kümmernisse mancher Mütter hier lese, kann ich die zwar gut verstehen, aber mein erster Gedanke war tatsächlich, daß die dänische (skandinavische) Gesellschaft mit Sicherheit zusammenbräche, wenn die Eltern sich solche Köpfe machten.
Ich denke, man darf da nicht nur nach Betreuunsstätten schreien, sondern muß seine Kinder auch darauf hinerziehen, daß sie selbständig werden und sich zu helfen wissen.
Sonst bleibt die Berufstätigkeit beider Eltern eine Utopie, an der eben nichtnur der Staat oder die Gesellschaft schuld ist.
Gruß Ursel, DK
Hallo Betina,
unter den von Dir geschilderten hypothetischen Umständen halte ich das nicht nur für völlig unproblematisch, sondern glaube sogar fest daran, dass Kinder an einer ihnen übertragenden Verantwortung wachsen - wenn sie die Grundvoraussetzungen mitbringen.
Mein Kind hat glaube ich in der zweiten Klasse einen Schlüssel bekommen und war zu diesem Zeitpunkt abundzu allein zu Haus nach der Schule (vielleicht 2x die Woche). Es gab strengstes Verbot eine bestimmte Freundin mitzubringen, die nur Unsinn im Kopf hat und mein Kind dann natürlich mitreisst. Es hat es prima geklappt - sie hat es genossen allein zu hause zu sein, weil sie sich sehr groß vorkam.
Mit all den Schreckenszenarien (Einbruch, Brand, etcpp) kann ich eher wenig anfangen.
viele Grüße
rike
Hi Betina,
ich glaube, ich fände es okay, wenn es tatsächlich wirklich regelmäßig nur eine halbe Stunde ist. Ich komme "eigentlich" an meinen Arbeitstagen quasi mit den Kindern gleichzeitig heim, aber es passiert ständig, dass es eine halbe oder auch mal zwei Stunden später wird. Nun sind meine Kinder 5. und 6. Klasse und es ist kein Problem, aber bei einem Zweitklässler würde ich das wohl nicht wollen.
Ansonsten sehe ich unter den von dir geschilderten Umständen auch kein großes Problem. Ich würde auch nicht täglich abklären, wer daheim ist, weil man damit die Nachbarn ja auch "bindet". Es ist dem Kind sicher zuzumuten, im Notfall auch 6 Nachbarn abzuklingeln, die Wahrscheinlichkeit, dass alle unterwegs sind, ist ja scheinbar gegen Null. Ich persönlich würde allerdings vermutlich das Kind doch mit Handy und Schlüssel ausstatten. In solchen Situationen wäre mir einfach wohler, wenn ich wüsste, dass das Kind mich anrufen kann, im unwahrscheinlichen Notfall, dass der Schlüssel beim Aufsperren abbricht und keiner der 6 Nachbarn zu erreichen ist... :-)
Schöne Grüße
Esther
Tim 10/99 und Jana 01/01
Hej Esther!
Rike hat es ja auch schon geschrieben:
Mit al lden Schreckensszenarien kan nich auch nichts anfangen.
Uns ist schon vieles passiert, aber keins der Dinge, die hier erwähnt werden und schon gar nicht den Kindern.
Und wenn wenn dies hier wirklich zuträfe, was Du ja selbst für unwahrscheinlich hälst:
"im unwahrscheinlichen Notfall, dass der Schlüssel beim Aufsperren abbricht und keiner der 6 Nachbarn zu erreichen ist... :-)"
dan würde ich wohl doch lieber selber zuhause sein - dennwer weiß,was dem Mobiltelefon auch noch zustoßen kann!
Ich war jahrelang Schlüsselkind, niemals ist der Schlüssel abgebrochen.
Ausgesperrt haben wir uns einmal (hat denn noch niemand diesen harmlosesten aller Zwischenfälle erwähnt?), da haben wir eben auf der Treppe gewartet.
Auch das geht im Hausflur eine halbe Std., falls wirklich 6 Nachbarn nicht zuhause sind, wo doch eigentlich sonst um die Zeit alle Mittag kochen / essen.
Soviele Ängste übertragen sich letztendlich auch auf´s Kind --- da kann niemand vertrauensvoll JA sagen, wenn Muttern ihn fragt, ob er sich zutraut, eine halbe Std. allein zu bleiben.
Man kann jeden Einzelfall als noch so unwahrscheinliche Möglichkeit zur Entschuldigung heranziehen und Angst schüren oder auch mal Vertrauen haben.
Absolute Sicherheit gibt nichtmal ein Mobiltelefon.
(In Notfällen findet sich auch ein Telefon!)
Einbrecher, Brand, Schlüssel abgebrochen, sogar Dummheiten können auch dritt-, Vier-, Fünftkläßlern passieren und sie ebenso überfordern wie Erwachsenen - aber mal ehrlich:
Wie oft passiert sowas nun wirklich?
(Es liest sich hier ja fast schon als Regelfall, mit dem man rechnen muß! Da würde ich ja nichtmal selbst allein zuhause bleiben!)
Gruß Ursel, DK
Hallo Ursel,
ja, im Prinzip hast Du vollkommen Recht. Vielleicht ist es total übertrieben von meiner Seite, wobei ich mich nicht für eine Super-Glucke halte, schon allein aus Egoismus und Bequemlichkeit. Deshalb gehöre ich ja auch zur Fraktion "Machen!" und "Zutrauen!"
Da ich es aber nicht leiden kann, wenn ich dann auf Arbeit sitze und immer denken muss "Hoffentlich ist alles gut gegangen!", ist es mir persönlich lieber, wenn das Kind ein Handy im Schulranzen hat, weil ich dann die ganze Zeit denken kann "Es ist alles gut, sonst hätte sich das Kind gemeldet!"
Die schlimmen Fälle, die dann immer noch sein könnten, kann ich gut verdrängen.
Ich würde vermutlich sogar in der ersten Zeit darum bitten, dass das Kind anruft, wenn es heil angekommen ist. Das machen meine Kinder allerdings auch jetzt noch von selber.
Ich bin ganz sicher kein Verfechter von frühen Handys, aber ich merke zunehmend, dass es Situationen gibt, in denen sie das (Gefühls-)leben sehr erleichtern. Ja, früher gab's das nicht, aber früher waren andere Zeiten.
Und dazu noch sind meine Kinder, die die Handys nur für genau diesen Zweck benutzen, um Bescheid zu sagen, dass sie woanders sind, als ich denke, dass sie später heimkommen als ausgemacht usw. Und das finde ich sehr komfortabel!
Schöne Grüße
Esther
Tim 10/99 und Jana 01/01
Hallo Betina,
kurz und knapp - damit hätte ich überhaupt keine Probleme. Kind bekäme allerdings ein Notfall-Handy (zu seiner und meiner Beruhigung).
VG Carola
Sohn:Juli 2002
Tochter: April 2005
Hej Esther!
ich denke, wir sind so weit voneinander gar nicht, immerhin war ich ja auch eine mutter, die - natürlich nicht (nur) aus diesem grund, noch nicht berufstätig war, als meine kinder in der 2. Klasse waren.
ABER:
Gerade dieses Anrufen, wenn sie zuhause angekommen sind, kann Dich ggf., schnell ein paar Nerven kosten.
Im Lesekreis erzählte dies neulich eine andere Mutter, deren (halb erwachsener) Sohn durch die lateinamerikanische Pampas streifte und vor Mobilzeiten die Absprache mit Muttern hatte, einmal in der Woche von irgendwo anzurufen, daß alles okay sei.
das hat der Junior nach einer kaputten teölefonzelel irgendwo dann völlig vergessen, und während sie völlig entnervt fast schon zur Botschaft rannte, genoß er das Leben in vollen Zügen.
Meine ehem. Cefin, eemanssfrau, hat mir eindrücklich erzählt, wie sie anfangs mit ihrem Mann auch diese Absprache hatte: In jedem hafen...
Aber Männer (und Kinder) sind vergeßlich nud können sich die Sorgender anderen nicht vorstellen, also saß sie oft auf heißen Kohlen und er segelte fröhlich ohne Anruf weiter.
Infolgedessen hat sie ihrem Sohn solche Auflagen (auch vor Mobilzeiten) nie gemacht.
Mir eine gute Lehre:
Mein Mann und ich, die ersten beiden Jahre noch getrennt lebend, haben nie telefoniert,wer wann wo losgefahren oder angekommen ist.
Kein Nachricht - gute Nachricht.
Und nur einmal ist meine Schwiegermutter verrückt geworden, das war als, meine Tante in Dtld. eine DSuchaktion startete,weil wir ihrer Meinung nach zu spät kamen...
Derart über unser unser nicht pünktliches Ankommen informiert, machte sich auch die dänische mutter meines Mannes große Sorgen -. die sie hatte,wen nwir einfach fuhren und irgendwann wiederkamen, ohne vorher dauernd anzurufen.
Will also sagen:
Die Sicherheit, die Du zu erreichen glaubst, kann trügerisch sein - und vor allem eher ins Gegenteil umschlagen.
So abgesichert, wie der Fall hier ist, kann das Kind eh kaum was anstellen, ohne daß es auskommt - und mal ehrlich, wer von allen hat denn nun wirklich alel diese Szenarien erlebt????
Auch hier gilt doch, daß die wenigen dramatischen Fälle die Ausnahme sind - und sofern nicht Leib und Leben bedroht sind, sind kinder sehr wohl imstande, sich zu helfen, wenn man es ihnen vormacht und zutraut.
Dieses Kind kommt NACH HAUSE, also doch wohl sicheres Terrain.
Wie oft hingegen entlassen wir doch unsere Kinder mit gutem Gewissen udn aus gutem Grund zum Spielen in ungesicherte Gefilde, die wir nicht kennen, die nicht überschauen, nicht wissen --- und auch da passiert in den allemeisten Fällen nichts.
Zum Leben gehört eben auch, daß Kinder lernen, sich selbst zu helfen und auf sich gestellt zu sein.
Verantwortung zu übernehmen für sich, für die Wohnung, den Schlüssel.
Und die eigenen Grenzen zu erkennen und einzuschätzen - das geht nämlich nur, wenn man sie auch läßt und nicht schon vorher die Reißlinie zieht.
Hierwurden auch noch die freunde angesprochen, derer sich ein Kidn incht erwhren könnte.
Das kenne ichauch:
Als ich anfing wieder zuarbeiten und mittags nicht mehr zuhause war, hatet ich fot beim heimkommen den Eindruck, hier sei das halbe Dorf bewirtet und versorgt worden.
Auch DAS ist aber ein lernprozeß für das Kind: NEIN sagen üben.
"Ich kann euch nicht mitnehmen, ich darf nur mit 1Kind spielen, wenn ich allein zuhause bin."
Ich finde, solche Lebenssituationen kann man als Risiko oder als Chance betrachten - als Einengung und Angsterzeuger oder als Vertrauensbeweis und Möglichkeit zum Loslassen.
Und ja, es liegt an den Eltern, nicht an den Kindern, was es ist und wird.
Die Grenzen unserer Kinder werden weiter, die Aktionkreise größer, nicht erst, wenn sie in die Schule kommen.
Manchmal kommendie Mütter anscheinend schlechter damit klar als die kinder selbst!
Gruß Ursel, DK
Moin,
Naja, oder den Blutdruck in die Höhe treiben. Ein kleines Andekdötchen dazu?
Wir hatten im Dezember folgende Situation:
Ich wollte Kind direkt nach der Arbeit von der Schule abholen. Klare Ansage, du wartest da und da im Warmen, ich bin dann und dann bei dir. "Wo wartest du? Wann bin ich da? Rischtisch! Alles klar."
Eine gute halbe Stunde vor dem vereinbartem Zeitpunkt klingelt mein Handy: "Ja ich stehe jetzt da und da (wo ganz und gar nicht ausgemacht war) und warte auf dich".
Ich will das Kind wieder ins Warme schicken, da verlässt mich leider mein Handyakku. Hektisch habe ich meinen Ersatzakku eingefriemelt, versucht das Kind zu erreichen, das aber das Klingeln nicht hörte, da im Unterricht das Ding ja auf lautlos gestellt sein muss.
Leicht hektisch und getrieben fühlend will ich also schnell zum Kind fahren und unterwegs (ca. 2 km vor dem Treffpunkt) verreckt mein geliebtes Auto auf offener Straße. Kind geht immer noch nicht ans Handy, ich warte auf den ADAC.
ADAC kommt, hat ein Einsehen (kein Wunder, beim Anblick der armen, gestörten Frau, die da die ganze Zeit mit ihrem Handy rumfummelt und beim Anblick ihres Autos fast in Tränen ausbricht) und will mich bis zum Treffpunkt mitnehmen, wo ich feststelle, dass mein Kind nicht mehr da ist.
To make a long story short: dem Kind war kalt und so ist es einfach mit zu einem Freund gegangen, von wo er sich dann bequemte, zu versuchen, mich zu erreichen. "Echt? Du wolltest anrufen?"
Also, die tollsten Absprachen und Kommunikationsmittel können einen einfach auch wahnsinnig machen. Ich habe daraus gelernt, dass mein Kind sich sehr wohl zu helfen weiß, auch wenn wir vorher nie irgendwelche Horrorszenarien durchgegangen sind.
Grundsätzlich bestehe ich dennoch darauf, dass meine Kinder Handys dabei haben (ja, auch der Zweitklässler, der ab und an mal ein halbes Stündchen nach der Schule allein sein muss), damit sie notfalls jemanden erreichen können.
Die Hoffnung, dass ich sie erreichen könnte, habe ich begraben.
Schöne Grüße
Ma.ike
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