Aber wo ist die Grenze zwischen "Gefahr" und "Wagnis"?
Den Artikel las ich gerade heute morgen. Auch "kleine" Abenteuer gehen eben nicht immer nur mit Schrammen ab.
http://chrismon.evangelisch.de/artik...s-wasser-13437
Gruß
Ingrid
Vielleicht interessant?
http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-836706.html
Einen schönen Sonntag!
Viele Grüße von Fredericia
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"Träumst du, Frederick?", fragten sie vorwurfsvoll.
"Aber nein", sagte er, "ich sammle Wörter. Es gibt viele lange Wintertage."
Leo Lionni, Frederick
Aber wo ist die Grenze zwischen "Gefahr" und "Wagnis"?
Den Artikel las ich gerade heute morgen. Auch "kleine" Abenteuer gehen eben nicht immer nur mit Schrammen ab.
http://chrismon.evangelisch.de/artik...s-wasser-13437
Gruß
Ingrid
Kinder
+(2003-2011)
-(2005)
*(2006)
Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach' Limonade draus.
hallo,
also sorry,
aber ich finde, das eine hat mir dem anderen nichts zu tun.
Bestimmt haben die Eltern den JUngs schon 1000 mal gesagt gehabt:
kein Hechtsprung in ` s Wasser.
Und in dem ersten Fall standen sie sogar daneben.
Bei dem ersten Artikel geht es darum, Kinder auch mal los zu lassen.
Bei den Fallbeispielen darum, dass sich Erwachsene nicht an Regeln gehalten haben.
chris
(-)***, 98 M, 2001 J, 2007 J
Hallo,
naja, ich selbst lasse meine Kinder auf keine Bäume klettern, wie im ersten Artikel beschrieben und daran ist das BZ nicht ganz unschuldig (natürlich gebe ich niemanden wirklich die Schuld daran). Ich muss immer an den Jungen denken, der Kastanien pflücken wollte, seit dem krieg ich das nicht aus dem Kopf =((
Natürlich dürfen meine Kinder laufen, raufen und rumtollen, aber z.B. auf Bäume klettern, dürfen sie bei mir Glucke nicht. Ich denke sie sind trotzdem mutig.
Greetz
Jen
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Ersteres muss erst noch bewiesen werden.
-Albert Einstein-
Hallo alle!
Ich selbst bin nicht besonders mutig - klettern war als Kind schon nicht mein Ding und wenn man mir heute anbietet, einen Hochseilgarten zu besuchen, dann lehne ich dankend ab und betrachte völlig ohne Neid die anderen, die sich zwischen den Bäumen hin und her bewegen.
Meine Kinder wiederum kennen nichts Schöneres als herumzuklettern. Als sie klein waren, turnten sie stets ganz oben auf dem Klettergerüst herum - und ich starb tausend Tode. Genauso, wenn ich sie auf der Nestschaukel im Kindergarten sah, von der ich permanent überzeugt war, sie würde sich demnächst überschlagen.
Meine Lösung: Ich drehte mich um und schaute nicht hin.
Auch nicht wenn sie im Kindergarten auf Bäume kletterten - alles andere als leicht auszuhalten, nachdem eine Freundin meiner Tochter heruntergestürzt war und sich den Arm gebrochen hatte.
Irgendwann war klar, dass beide Kinder eine Körperspannung und -beherrschung hatten und haben, die mir nie gegeben war und wohl in diesem Leben auch nicht mehr beschert sein wird.
Ohne Kindergarten, Schule und Verein wären sie wohl arm drangewesen.
Fürs Fahrradfahren gilt dasselbe.
Als Stadtkind durfte ich nie ein Rad haben, lernte erst mit 12 in den Ferien fahren - auf einem alten Damenfahrrad, auf dem ich nicht gleichzeitig treten und sitzen konnte. Bis heute bin ich nicht wirklich sicher auf dem Ding - und es macht mir nur mäßig Spaß.
Meine Kinder wiederum dürfen mit dem Fahrrad zur Schule fahren (mindestens 5 km davon auf dem Radweg, nur die letzten drei auf der öffentlichen Straße), weil ich weiß, dass sie das können - auch mit Gepäck.
Beigebracht hat es ihnen ihr Vater.
Was ich damit sagen will: Ich persönlich kann nicht gut mit diesem "Schrammen"-Ding umgehen, obwohl ich weiß, dass es wichtig ist, den Kindern diese Art von Selbstvertrauen mitzugeben. Also habe ich es ausgelagert.
Erheblich leichter fällt es mir, in anderer Hinsicht "loszulassen". Da wo andere die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, fahren meine Kinder alleine S-Bahn oder Zug, nehmen an Veranstaltungen und Kursen teil, begeben sich in die Obhut ihnen unbekannter Menschen.
Das tun sie, weil mein Grundvertrauen in die Welt und die Menschen, die sie bevölkern, größer ist, als mein Mißtrauen gegenüber unbekannten Situationen - und weil sie das offensichtlich übernommen haben.
Wohlgemerkt: Ich möchte nicht, dass sie dabei leichtsinnig und unvernünftig werden (obwohl sich das möglicherweise nicht für den rest ihres Lebens vermeiden lässt *seufz* ... und ich weiß, wovon ich spreche ... ;-))
Ganz wichtig, denke ich, ist es wohl, die eigenen Grenzen zu erkennen und auch zu respektieren. Mir gelingt das manchmal - nicht immer. Allerdings bin ich so weit, dass ich mich zu manchen Dingen nicht gezwungen fühle, nur weil alle es erwarten - auch wenn mir persönlich nicht wohl dabei ist. Dann wird das nämlich nix.
Bei mir.
Andere mögen auf diese Weise über sich selbst hinauswachsen, ihre Grenzen überwinden.
Wobei dieses "früher war alles freier, anders und besser" sicher auch nicht immer zutrifft. Und ich meinen eigenen Sprößlingen längst nicht alles, was _ich_ als Kind und Jugendliche getan habe, ohne weiteres erlauben würde (hatten wir dieses Thema nicht sogar irgendwann vor einiger Zeit im Forum?).
Auf jeden Fall danke für den Gedankenanstoß!
LG von MuP
Junge *12/98 Mädchen*01/01 - MTs ganz viele ;-)
Guten Morgen,
ja tragische Dinge passieren und man kann nicht in Worte fassen wie schrecklich das ist. Als Eltern möchte man sein Kind vor allem schützen, was passieren kann. Ganz klar, ich auch!
Aber Unfälle passieren. Immer und überall. Wir können unsere Kinder nicht vor allem schützen was passieren könnte, also können wir auch aufhören sie in ihrer Entwicklung zu behindern.
Meine Töchter dürfen auf Bäumen klettern, an Seen spielen, ohne Schutzkleidung Waveboard und Inliner fahren. Meine Töchter haben sich Arme gebrochen, Rücken geprellt und diverse Zerrungen und Verstauchungen geholt. Aktuell sehen die Knie meiner 12jährigen aus, wie die eines wilden 5jährigen und ab und an hat sie mal einen Schnupfen, weil sie trotz Regens mit dem Fahrrad zur Schule muss und nicht per Mama-Taxi bis ins Klassenzimmer gefahren wird, wie viele ihre Klassenkameradinnen. Sie musste sogar als Grundschülerin schon die 2km Schulweg alleine, zu Fuß bewältigen - ich galt als vernachlässigende Rabenmutter in meinem Umfeld, andere Kinder wurden gefahren oder man trug ihnen wenigstens den Ranzen in die Klasse und nach der Schule wieder nach Hause.
Ich habe den Artikel gelesen und ich habe die ganze Zeit sehr heftig vor mich hingenickt!
Liebe Grüße
Angela
Tochter 1: Jahrgang 1993
Tochter 2: Jahrgang 2000
http://einfachgehtanders.wordpress.com
Liebe Angela,
den Schnupfen hat deine Tochter aber bestimmt nicht, WEIL sie im Regen zur Schule gefahren ist, sondern OBWOHL. ;-)
Viel draußen sein stärkt ja bekanntlich die Abwehrkräfte, und Kinder, die auch bei Regen mal draußen sind, sind in der Regel deutlich weniger krank als diejenigen, die andauernd drinnen hocken. (Ausnahmen bestätigen die Regel, klar. das hat dan aber andere Gründe.)
Ich stimme dir völlig zu. Bis auf einen Punkt: Schutzkleidung beim Inlinern ist schon nicht so verkehrt: Zumindest Handgelenkschoner, da bestehe ich drauf. Denn man fällt einfach gerne auf die Hände, und ein gebrochenes Handgelenk ist langwierig und kompliziert und durch das Anlegen von handgelenkschonern vermeidbar, verschrammte Knie hingegen eine Lappalie. ;-)
Viele Grüße
Anja
Schöne Grüße,
Anja
KGNR 17662
B. (2003), M. (2007)
leider nix zum Thema, den Artikel werd ich später lesen,
aber - hey Angela du bloggst ja wieder, find ich super und freu mich schon drauf
wenn ich dort ab und zu dein Gast sein darf,
lg von mia
Hallo,
ja, diese Überbehütung führt zu mehr Unfällen, dazu gibt es Studien! Den Artikel hatte mir mein Sohn geschickt, weil er darin unser Leben mit Kindern wieder erkannte und er ist dankbar dafür, dass wir ihn/sie NICHT Bäumen und aus Pfützen zerrten. Was meine 9 Jährige darf und kann geht sicher über das heutige Gefühl von " draussen sein" hinaus, aber genau so ist es für UNS richtig.
Natürlich denke ich auch an den Jungen, der ca 6 Meter hoch in eine Kastanie stieg und auf harten Boden herunter knallte und natürlich habe ich meinem Kind dieses auch vorgelesen und wir haben auch das erschütternde Video auf Youtube zusammen geschaut mit den Fotos von einem wunderbaren Jungen! Und sicher haben wir den Kids von Gefahren erzählt, die sonst noch so lauern . Aber deshalb kann man sie doch nicht von jedem Rasen zerren, nur weil dort Zecken lauern könnten oder verbieten, barfuss im Regen herum zu laufen , nur weil man sich angeblich davon " erkälten" kann.
Schutzkleidung ist sicher auch angebracht, wo Geschwindigkeiten im Spiel sind oder das Fallrisiko erhöht ist. Aber Kindern das rumstromern, klettern, springen in der Natur zu verbieten finde ich/ wir schon recht merkwürdig..
Aber wenn man bedenkt, dass es Eltern gibt, die meinen, es wäre Sport wenn man vor der WII herum hopst und die meinen, das Kind erlebt Natur wenn es auf dem Spielplatz ist, wundert es wirklich nicht, dass es immer mehr " Glashaus-Kinder" gibt, die ständig überwacht und gegängelt werden
lg Sonja
Kind1: 1980
Kind2: 1983
Kind3: 1987
Kind4: 2003
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