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  1. #1
    27233 Avatar von Maxi
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    Standard Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Ihr Lieben,
    also sooo schwierig hätte ich es mir nicht vorgestellt.
    Mein Sohn hat mit diesem Zeugnis die Schulart Empfehlung Realschule / Gemeinschaftschule bekommen.
    Für uns Eltern war das ok und für den Sohn auch.
    Wir wohnen sehr ländlich und die nächste Gemeinschaftsschule ist gut mit dem Bus zu erreichen, also alles in trockenen Tüchern.....
    Nun waren wir am Freitag zur Besprechung der Empfehlung
    Die Lehrerin hat nun alles wieder in Frage gestellt.
    Mein Sohn wäre ja ein Wackelkandidat zum Gymnasium, weil er von den Leistungen her sehr gut ist ( er hat auch wirklich ein super Zeugnis )
    Aber seine "Arbeitseinstellung" ist nicht gut genug für das Gym. Er ist manchmal unkonzentriert und flusig.
    Und außerdem sei die von uns gewählte Gemeinschaftsschule doch nochmal zu überdenken. ( Diese Schule hat auch eher einen, sagen wir mal, nicht so guten Ruf)
    So und nun überlegen wir schon seit Tagen, was wir machen.
    Sohn auf Gym??
    Sohn auf Gemeinschaftschule ??
    ( Leider gibt es hier keine reinen Schularten mehr)

    Also ich würde mich wohl fühlen mit einer Schule, die Gemeinschaftsschule Gym / Real wäre, aber leider gibt es die hier nicht.
    Die Gemeinschaftschule in der Nähe war vorher eine Hauptschule und wie schon gesagt, hat sie einen nicht so guten Ruf.
    Alle anderen Gemeinschaftschulen / Regionalschulen / Gymnasien liegen in der nächst größeren Stadt und sind fahrtechnisch eher schlechter zu erreichen und fahren kann ich ihn nicht.

    Ach man alles doof das.

    Ich würde gern mal Eure Meinungen zum Thema wissen.
    LG
    Heike und die zwei B
    .

  2. #2
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Halloo Heike,

    also wie jetzt - Gym-Empfehlung ja oder nein? Ich dachte, das ist eine ganz klare Sache, und basiert in erster Linie auf dem errechneten Notendurchschnitt.

    Was ich mich immer frage bei diesen Einschätzungen: Wieso glaubt man, das sei in Stein gemeißelt? Wenn ein Viertklässler noch nicht die "richtige" (was ist überhaupt die richtige?) Arbeitshaltung hat, kann das immer noch ein sehr zielstrebiger und eigenverantwortlicher Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe werden. Das kann man doch zu diesem frühen Zeitpunkt noch gar nicht für alle Ewigkeit vorhersagen.

    Will sagen: Wenn das Kind von der Leistung her für's Gymnasium geeignet ist, dann wäre es für mich überhaupt kein Frage, mein Kind auch dorthin zu schicken!

    Viele Grüße
    Anja
    Schöne Grüße,
    Anja


    KGNR 17662
    B. (2003), M. (2007)

  3. #3
    27233 Avatar von Maxi
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Anja,

    Danke schon mal für den Denkanstoß

    Er hat einen Durchschnitt von 2,1
    bei der Besprechung haben wir auch die Noten des Zeugnisses im einzelnen besprochen und die 3en in Deutsch und Englisch waren eher 3+ .
    Die Lehrerin meinte eben, das wir es auch mit dem Gym versuchen könnten.
    Aber ist es nicht besser einen guten Realschulabschluss zu machen anstatt schlecht auf dem Gym und frustriert zu sein??

    Ich weiß es einfach nicht......
    LG
    Heike und die zwei B
    .

  4. #4
    Alter Hase
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Heike,

    vor kurzem hat Clode ein Posting zu einem ähnlichen Thema geschrieben, mal sehen, ob ich das Verlinken schaffe:
    http://www.babyzimmer.de/showthread....ule?highlight=

    Wie auch darin geschrieben, wollte ich sagen, dass sich bei meinem Sohn die Arbeitshaltung im Gymnasium gegenüber der Grundschule stark verbessert hat - das alleine wäre für mich also kein Ausschlusskriterium für's Gymnasium.

    Liebe Grüße,
    Claudia
    Sohn 03/2001
    Tochter 07/2003

  5. #5

    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Heike

    Ich schließe mich Anja an.
    Die Arbeitshaltung eines Schülers sieht jeder Lehrers an. Bei dem einen ist der Schüler in der mündlichen Arbeit gut, der andere Lehrer deutet es unter Umständen als *vorlaut*

    Meine Tochter hatte nach der Grundschule einen Schnitt von 3,0. Für die Lehrer war klar das sie auf die Hauptschule geht, für uns jedoch war klar das sie auf die Realschule geht.
    Unsere jüngste Tochter hatte nach der Grundschule genau den gleichen Notendurchschnitt wie ihr Bruder ein paar Jahre zuvor, bekam eine Gymnasialempfehlung, der Sohn dagegen nur die Realschulempfehlung.
    Begründung: Er hat die falsche Arbeitseinstellung....

    Also immer eine Auslegung der Interpretation der Lehrer, die basteln sich das gern zurecht.
    Wir haben unsere Tochter damals auf die Realschule geschickt, den Sohn auch und die jüngste Tochter nach 2 Jahren Realschule aufs Internat/Gymnasium.
    Der Sohn folgte dann nach der 10. Klasse Realschule und besucht jetzt die gleiche Schule/Internat.
    Guck dir deinen Sohn genau an, du kennst ihn am besten. Ich bin der Meinung das man immer leichter die Treppe runter geht, als hoch.
    Soll heißen:
    Lass ihn auf dem Gymnasium beginnen...wechseln kann er immer noch. Denn selten wechseln Schüler von der Real- auf das Gymnasium als andersrum, denn kaum ein Lehrer stimmt leicht zu seine starken Schüler gehen zu lassen.

    LG
    Gabi
    Gabi,9784
    3 Kinder*93,94 u. 97

  6. #6
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo nochmal,

    ich kenne natürlich dein Kind nicht und kann darum keine weitergehenden Tipps geben. Aber ich denke immer: Die SOrge, das Kind könnte auf dem Gym scheitern (aus welchen Gründen auch immer) ist doch irgendwie falscher, vorauseilender Gehorsam.

    Sollte das passieren, kann man _dann_ überlegen, wie man mit der Situation umgeht. Aber _jetzt_ steht doch da erstmal ein ziemlich guter Notendurchschnitt, der eine eindeutige Sprache spricht: Das Kind ist leistungsfähig genug für's Gym.

    Da gäbe es für mich - wie gesagt, es sei denn, es sprächen tiefgreifende persönliche Gründe dagegen, wo mir jetzt gerade kein einziger einfallen würde - überhaupt kein langes Überlegen.


    Alles Gute für die richtige Entscheidung! (Was will denn dein Kind eigentlich gerne?)

    Viele Grüße
    Anja
    Schöne Grüße,
    Anja


    KGNR 17662
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  7. #7

    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Maxi,

    wir haben eine ganz ähnliche Situation gerade

    Unsere Tochter hat einen Notendurchschnitt von glatt 2, die einzige 3 hat sie in "Schwimmen". ABER:

    Für uns stellt sich die Frage nicht, ob sie aufs Gymnasium geht oder nicht, denn ich sehe jeden Tag bei den Hausaufgaben ihre Arbeitshaltung und weiss, dass sich jede gute Note nur durch Üben, Üben und Üben bewerkstelligen lässt. Sie hat kein Fach, wo ihr alles einfach so "zufliegt". Manche Kinder haben ja eine eindeutige Mathematik-Begabung oder halt eher in Deutsch. Unsere Tochter ist überall "gut", WENN sie es denn erstmal verstanden hat, WENN sie dafür gelernt hat und WENN sie die Motiviation für ein Thema hat.

    Verstehst Du, wie ich es meine ? Manche Kinder setzen sich hin und können den Stoff nach zweimaligen Durchlesen. Andere brauchen Anschauungsmaterial oder Hilfestellung, gern auch mehrmals. Und dazu gehört unsere auf jeden Fall. Es bedeutet für sie Arbeit, gute Noten zu schreiben. Und sie war schon immer ein Kind, dass nicht einen Handschlag mehr tut als sie muss. Und DAS ist für mich das Ausschlaggebende: Ich glaube eher nicht, dass sie auf einmal einen unglaublichen eigenen Ehrgeiz entwickelt. Und genau DAS sollte meiner Meinung nach mit ein ganz wichtiges Kriterium für die weitere Schullaufbahn Deines Kindes sein. Kann es und will es ? Oder kann es eher nicht so, nur mit viel Unterstützung und hat dann auch keine rechte Motivation ?

    Es wird ja nicht einfacher, je höher die Klassen werden. Und das zugedrückte Auge der Grundschulklassenlehrerin weicht ganz schnell auf der weiterführenden Schule dem Rotstift des nicht ganz so kuscheligen Lehrers...
    (zumal Du ja selbst seine Arbeitshaltung ansprichst).

    Ich wünsche euch eine gute Entscheidung. Mein Rat wäre, den Charakter des Kindes auch in Bezug auf seine Arbeitshaltung und seinen Willen zum Lernen mit bei der Entscheidung einzubeziehen.
    Und, ganz zum Schluss: Es gibt ja die Orientierungsstufe... also, wenn es nun das Gymnasium werden sollte, ist das Kind ja nicht in den Brunnen gefallen, wenn es nicht bis zum Abi durchläuft. Wie wir aus anderen Postings und aus den eigenen Erfahrungen ja wissen, verläuft unser Leben selten geradlinig

    Und eigentlich finde ich, auch aus eigener leidvoller Erfahrung, dass bei Kindern, die das Gymnasium nur durch viiiiel Üben und Anstrengung schaffen, denen kaum mehr Freizeit bleibt, die vielleicht zusätzlich einen sensiblen Charakter haben und sich einen unglaublichen Leistungsdruck aufbauen können, das Gymnasium im ersten Anlauf der falsche Weg ist. Mit Erreichen des Realschulabschlusses sind die Kinder fast erwachsen, haben den Großteil des nervigen Teenager-Hormon-Wirrwarrs hinter sich und wissen doch schon langsam, worauf es ankommt. Warum nicht dann das Fachabitur machen ?
    Geändert von Anne@ (4. February 2012 um 18:48 Uhr)
    grüssles !

    anne

  8. #8

    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo Heike,

    ich würde Dir auch raten, Deinen Sohn zunächst zum Gymnasium zu schicken und dass OBWOHL mein Sohn nach der 5. Klasse vom Gym auf die Realschule gewechselt ist.

    Er kam mit dem Druck, den die Lehrer dort an der Schule aufgebaut haben ("Elitegymnasium"), einfach nicht klar.

    Auf der Realschule nun ist er total happy, hat ein super Zeugnis.

    Aber ich weiß nun, dass er dort, wo er jetzt ist, genau richtig ist.
    Aber hätten wir dieses Ausprobieren auf dem Gymnasium vorher nicht gemacht, würde ich mich jetzt ganz schön ärgern und denken, dass er jetzt auf der Realschule schon fast unterfordert ist.

    Ein wichtiges Kriterium finde ich aber auch, was Dein Sohn selber will.

    Will er es mal probieren oder doch lieber gleich auf die Realschule?
    Was sagt ihm sein "Bauchgefühl"?


    Viele Grüße,

    Monia

  9. #9
    Mädchen für alles
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    hallo,

    ich muß sagen, das ich nicht unterschätzen würde, was die grundschullehrer dazu zu sagen haben.

    natürlich ist das, was monia schreibt, nicht von der hand zu weisen - das wissen ,ob die realschule richtig ist, hat man erst, wenn man beides versucht hat-
    aber : für empfindsame kinder kann das tatsächlich ein versagen sein.....

    und ich kann nur immer wieder sagen :
    90 % der lehrer, die mein sohn am gym bisher hatte - denen war es schlichtweg egal, ob die kinder den unterrichtsinhalt verstehen,wie die heftführung aussieht, wenn kinder immer wieder arbeitsmaterial oder hausaufgaben vergessen - das ist oft nichtmal eine mitteilung im ha-heft wert, man erfährt das dann so nebenbei auf dem zeugnis.
    der unterricht wird abgespult und fertig.

    dazu kommt,daß einige lehrer an j.schule regelrecht zynisch den schülern gegenüber sind - da ists mit der motivation oft schnell essig.

    wenn ein kind auf einen solchen lehrer trifft UND ein eher schlechtes arbeitsverhalten hat, sind schlechte noten vorprogrammiert - wenn es nicht grad ein überflieger ist,der den unterrichtstoff nebenbei aufsaugt und eben nix dafür tun MUSS.

    generell wird HIER wackelkandidaten eher die realschule empfohlen, mit der option danach das abitur zu machen an fachoberschule,beruflichem gymnasium oder abendgymnasium/kolleg.
    das dauert üblicherweise nochmal 3 jahre, also nur eins mehr als sonst.

    das hat auch den vorteil, daß sich jugendliche ganz bewußt dafür entscheiden zu können, weiterzulernen.
    ein 10jähriger kann doch überhaupt nicht einschätzen, was auf ihn zukommt.

    http://www.sachsen-macht-schule.de/schule/3402.htm

    lg romy

    noch etwas zu : runterstufen geht immer und ist kein problem

    das kann durchaus zum problem werden.kinder sind grausam.
    und ich kenne mehrere leute /heute erwachsene, die runtergestuft wurden und erstmal "der letzte loser" in der neuen schule waren, weil sie die schule wechseln mußten und in eine feste gemeinschaft kamen...
    eine bekannte z.b. schaut heute noch mit bitterkeit zurück, weil sies auf dem gym eben nicht geschafft hat - und das ist schon viele jahre her.

    natürlich muss das nicht so laufen, ist aber auch keine seltenheit.
    Geändert von Romy**21756 (4. February 2012 um 21:09 Uhr)

  10. #10
    1542 --+*-* Avatar von Ekieh - Kg. 1542
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    Standard AW: Schulempfehlung Realschule aber ...

    Hallo,

    für mich wäre das keine große Frage: wenn das Kind von den Noten her auf Gymnasium gehen kann dann möchte ich das es das auch erst einmal versucht.

    Runterstufen geht immer und ist relativ einfach selbst wenn das Ego dann ein paar Beulen bekommt aber hochstufen ist sauschwer und nur mit ganz viel Fleiß und Ergeiz zu schaffen und Beulen bekommt das Ego dann ggf. ebenfalls da man anfänglich weder mit dem Stoff so vertraut ist (hängt in machen Fächern etwas nach) noch ist man sofort sozial integriert.

    Dein Sohn hat jetzt die Noten fürs Gym aber (noch) nicht die notwendige Arbeitseinstellung? Ist doch super, sollte sich seine Einstellung in den nächsten Jahren dann doch noch ändern werden die Noten doch noch besser, wenn nicht - was solls, dann ist er halt ein mittlerer Schüler auf dem Gym!!!!

    Mir wäre ein Abi mit 3 für meine Kindern allemal lieber als ein Realschulabschluß mit 2 denn mit Abi würden ihnen später doch deutlich mehr berufliche Wege zur Auswahl stehen als mit mittlerer Reife.
    LG
    Heike

    M: 06/2004
    M: 05/2006

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