Autismus bei Kindern: Bedeutung und Therapie

autismus baby
  • Autismus beeinträchtigt drei Lebensbereiche
  • Babys können bereits autistische Züge zeigen
  • Die Symptome sind sehr vielseitig
  • Autismus ist nicht heilbar, nur behandelbar

Autismus ist eine Entwicklungsstörung und kann sich bereits im Säuglingsalter bemerkbar machen. Die Krankheit gerät häufig in Vergessenheit, da sich hauptsächlich betroffene Eltern mit der Entwicklungsstörung Ihres Kindes auseinandersetzen.

In unserem Ratgeber erfahren Sie, was Autismus ist und wie sich die Erkrankung äußert. Wir erklären Ihnen die Symptome, mögliche Beeinträchtigungen betroffener Kinder, sowie Behandlungsmöglichkeiten.

1. Kinder sind besonders häufig betroffen

Autismus betrifft besonders häufig Kinder. Oft ist ihr Sprachvermögen beeinträchtigt und zwischenmenschliches Verhalten fällt ihnen schwer. Einige Kinder sprechen nicht oder erst sehr spät. Zudem ist es für Autisten schwerer, Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen.

Bei Kindern zeigt sich jedoch oftmals eine starke Eltern-Kind-Beziehung. Wie stark die Autismus Symptome ausgeprägt sind hängt von der erkrankten Person ab. Manche Kinder entwickeln beispielsweise nur einen leichten Autismus, andere wiederum sind geistig schwer behindert. Um die Symptomatik und die Diagnostik zusammenzufassen, wird auch der Begriff Autismus-Spektrum-Störung verwendet.

Sollten Sie befürchten, dass Ihr Kind an Autismus leidet, ist die Untersuchung durch einen Arzt besonders wichtig. Spätestens in der Schule wird Ihr Kind mit der Erkrankung konfrontiert werden. Um mit Autismus leben zu können, ist es wichtig den Kindern zu erklären was Autismus ist. Dabei kann auch z.B. auch ein Kinderbuch über Autismus eine gute Hilfe sein.

2. Gefühle zu zeigen, fällt Autisten besonders schwer

Zu den autistischen Erkrankungen gehört unter anderem frühkindlicher Autismus, der atypische Autismus und das Asperger Syndrom. Die Symptome der Autismus-Spektrum Störung können sich in unterschiedlich starken Ausprägungen äußern. Sie lassen sich jedoch immer in drei Kategorien einteilen:

  1. Kommunikation
  2. Verhalten
  3. Soziale Bereiche

2.1. Soziale Bereiche

Kinder, die an Autismus leiden, haben häufig Probleme damit Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Bei Kindern wird dies häufig bereits im Kindergarten festgestellt. Selbst ein Baby kann bereits diese Symptome aufweisen. Zu erkennen ist dies daran, dass Ihr Baby den Blickkontakt nicht erwidert und körperliche Nähe abwehrt. In erster Linie leiden vor allem die Eltern unter der mangelnden Bindung zu Ihrem Kind. Auch das Lächeln des Kindes stellt sich erst sehr spät ein.

Kinder, die bereits in jungen Jahren an Autismus leiden, können keine freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Kindern eingehen. Sie spielen am liebsten alleine und nehmen ihre Mitmenschen nur wahr, wenn sie ihre Bedürfnisse erfüllen wollen. Autistische Kinder haben häufig auch Probleme damit Gefühle zu verstehen und sich in andere Personen hineinzuversetzen. Sie können selbst die Gefühle nur sehr schlecht ausdrücken und zeigen häufig aus ganz unterschiedlichen Gründen falsche Gefühle.

2.2. Gestörte Kommunikation

Auch die Sprache ist bei autistischen Kindern häufig beeinträchtigt. So können viele Kinder, die bereits mit frühkindlichem Autismus umgehen müssen, keine normale Kommunikation erlernen. Sprechen Kinder in diesen jungen Jahren doch, wiederholen Sie häufig ihr Sätze noch einmal. Auch die Sprachmelodie bei diesen Kindern fehlt. Sie wirken auf ihre Mitmenschen häufig wie Roboter.

2.3. Auffällige Verhaltensmuster

Zuletzt zeigen autistische Kinder auch auffällige Verhaltensmuster. Sie wiederholen ihre Verhaltensweisen häufig und haben panische Angst vor Veränderungen. Bestimmte Rituale und Gewohnheiten werden beharrlich wiederholt und dürfen nicht unterbrochen oder verändert werden. Auch auf Zehenspitzen zu laufen ist ein deutliches Zeichen, um Autismus bei Kindern zu erkennen.

autismus kind

Auffällig oftes Kratzen kann ein Symptom für Autismus sein.

Autisten zeigen häufig auch eine besondere Bindung zu bestimmten Gegenständen oder Dingen. Es ist nicht selten der Fall, dass Ärzte bei autistischen Kindern, die auffällige Verhaltensmuster aufzeigen, eine sogenannte Inselbegabung feststellen. In der Schule erzielen sie in einzelnen Fällen teilweise überdurchschnittliche Ergebnisse.

Selbstverständlich können die Symptome und die autistischen Züge je nach Kind unterschiedlich sein. Nicht jedes Kind zeigt die selben Symptome.

Zu diesem Verhaltensweisen gehören unter anderem:

  • Sich kratzen
  • Spielzeug aufreihen
  • Licht an und ausschalten
  • Wörter oder Geräusche wiederholen
  • Mit den Finger schnalzen
  • Sich im Kreis drehen
  • Mit den Händen flattern

3. Die Diagnose von Autismus kann bis zu drei Jahre dauern

Die Anzeichen bei einer autistischen Störung können sehr unterschiedlich sein. Die Diagnose einer autistischen Erkrankung kann zwischen zwei bis drei Jahre andauern. Der Grund dafür ist, dass Ärzte häufig Angst haben, eine falsche Diagnose zu stellen. Das liegt vor allem daran, dass Kleinkinder in ihrer Entwicklung sehr unterschiedlich sein können, sodass eine definitive Autismus Diagnose schwierig zu stellen ist.

Ein Kinderarzt ist nicht in der Lage eine autistische Diagnose zu stellen. Deswegen sollten Sie mit Ihrem Kind zu einem Spezialisten gehen. Für die Diagnose wird ein sogenannter Autismus Test, teilweise auch über einen Fragebogen, durchgeführt. Dieser beinhaltet eine autismusspezifische Diagnose, eine Entwicklungsdiagnose und eine medizinische Diagnose.

In diesem Rahmen wird festgestellt, ob das Kind Anzeichen von ungewöhnlichem Verhalten zeigt. Häufig müssen Eltern anschließend einen Fragebogen ausfüllen, um die soziale  Kommunikation und Auffälligkeiten Ihres Kindes zu bewerten. Auch ein IQ-Test wird in vielen Fällen durchgeführt.

4. Mutter Kind Therapie für ein normales Leben mit Autismus

Sollte bei Ihrem Kind mit Hilfe des Autismus Tests eine Diagnose gestellt werden, ist es wichtig sich umfassend mit den weiterführenden Maßnahmen zu beschäftigen. Eine Maßnahme kann eine Mutter-Kind-Kur sein. Es kann auch eine Therapie begonnen werden. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto umfassender kann die Krankheit behandelt werden. Zu einer Autismus Therapie gehört es unter anderem Ziele zu setzen.

Zu diesen Zielen gehören:

  • Den Umgang mit anderen Menschen zu erlernen
  • Das Kind fördern
  • Stereotypische Verhaltensweisen abbauen
  • Familie und Betroffene unterstützen

Heilbar ist die Krankheit nicht. Sie kann jedoch soweit behandelt werden, dass ein normales Leben durchaus möglich ist. Auch der Einsatz von Medikamenten ist möglich. Medikamente kommen in vielen Fällen nur zum Einsatz, um die Begleiterscheinungen zu behandeln. Aggressives Verhalten kann zum Beispiel mit Medikamenten behandelt werden, in seltenen Fällen hilft auch eine gute Eltern Kind Beziehung. Des Weiteren ist es möglich Pflegegeld zu beantragen. Als Grundlage hierfür empfehlen wir ein Pflegetagebuch.

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