Baby baden: Tipps und genauer Ablauf

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  • Meist sind ein bis zwei Bäder pro Woche für Ihr Baby genug.
  • Bei Fieber sollte man nicht das Baby baden.
  • Als Behältnis eignen sich eine spezielle Badewanne, ein Badeeimer oder ein Waschbecken.

Die meisten Babys werden gleich nach der Geburt gebadet. Meist nimmt dies die Hebamme vor, manchmal will aber auch der frisch gebackene Vater sein Neugeborenes baden. Wenn man allerdings zum ersten Mal zuhause gebadet das Baby baden will, ist dies für viele Eltern mit Angst besetzt. Sie wollen nichts falsch machen, wissen aber nicht, wie sie vorgehen sollen.

Erfahren Sie hier, ab wann Sie Ihr Baby baden sollten, wie oft und wo Sie Ihr Baby baden können und erhalten Sie eine genaue Anleitung zum Ablauf beim Baby Baden. Sie wissen nicht, wie Sie beim Baby Baden Ihr Kind richtig halten sollen? Hier erfahren Sie alles über den richtigen Griff.

1. Ab wann Sie Ihr Baby baden dürfen

Sie sollten Ihr Kind zuhause erst dann baden, wenn der Bauchnabel abgefallen und abgeheilt ist, denn sonst besteht eine gewisse Infektionsgefahr durch Keime im Wasser. Vom Baby Baden zuhause mit Nabelschnur sollten Sie absehen. Waschen Sie Ihr Kind dann lieber mit einem feucht-warmen, weichen Tuch ab.

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beim ersten Baby Baden von einer Hebamme helfen. Sie kann Ihnen auch sagen, wann das Baden am besten ist.

2. Wie oft Sie Ihr Baby baden dürfen

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Man kann ein Baby auch mit einem feuchten Waschlappen vorsichtig abreiben.

Es hängt grundsätzlich von Ihnen ab, wie oft Sie Ihr Baby baden wollen. Wenn es Ihnen gelingt, einen gemeinsamen Spaß daraus zu machen, und das Baby das Bad lustig findet, spricht nichts gegen ein tägliches Bad. Allerdings ist die Babyhaut wesentlich empfindlicher als die von Erwachsenen, daher sind allzu häufige Bäder meist eher schlecht für die Haut. Daher ist auch vorsichtig abzuschätzen, wie lange ein Bad dauern darf. Das Bad sollte nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern.

Tipp: Die meisten Hebammen raten zu ein bis zwei Bädern in der Woche. Wenn Ihr Kind zwischendurch viel Milch gespuckt hat oder die Windel zum Schutz nicht ausgereicht hat, genügt oft ein Abreiben mit einem feuchten, warmen Waschlappen.

3. Das Baby Baden bei Fieber ist nicht ratsam

Grundsätzlich sollte man jedes Fieber bei einem Baby von einem Kinderarzt abklären lassen, denn es könnte eine schwerwiegende Infektion, z. B. eine Grippe oder eine Lungenentzündung, dahinter stecken. Bäder gelten bei Fieber als ungünstig. Egal ob die erhöhte Temperatur bei Husten auftritt, bei einer Erkältung, bei Schnupfen – Baden trotz Fieber sollte man das Baby nicht.

Tipp: Das Kind bei Fieber auch noch in warmes Wasser zu geben, könnte für das Kind zu viel sein. Wenn eine Reinigung unumgänglich ist, dürfen Sie Ihr Baby kurz warm abduschen oder mit einem feucht-warmen Waschlappen abreiben.

4. Wie man ein Baby beim Baden richtig hält: der passende Griff

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Eine Mutter hält ihr Kind beim Baden mit dem richtigen Griff.

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn Sie Rechtshänder sind, legen Sie den linken Arm unter den Schulterbereich des Kindes. Damit können Sie die Achsel und den linken Oberarm gut halten. Der Kopf Ihres Babys schmiegt sich nun sanft an Ihren Unterarm. Ihre rechte Hand fasst unter den Po. So gleiten die Füße des Kindes zuerst vorsichtig und langsam in das Wasser.

Wenn das Kind nicht protestiert und nicht zeigt, dass es dies hasst, lassen Sie den Po los. Sie können dieses Verfahren auch anwenden, wenn das Baby auf dem Bauch liegt.

Dann bewegen Sie Ihre Hand unter der Brust bis zur Achsel auf der gegenüberliegenden Seite. Ein geeigneter Wanneneinsatz hilft Ihnen über Ihre Unsicherheit hinweg.

Achtung: Wichtig ist, dass Baby beim Bad nie allein zu lassen. Allzu schnell ereignet sich ein Badeunfall. Selbst wenn es beispielsweise an der Tür klingelt, wickeln Sie Ihr Kind in ein Badetuch und nehmen Sie es auf den Arm. Gehen Sie mit Baby zur Tür.

5. Wanne oder Eimer: das geeignete Becken für das Baby Baden

Als Badebecken eignet sich nicht nur eine spezielle Badewanne für Babys – Sie können Ihr Kind auch ohne Badewanne baden. Es gibt beispielsweise geeignete Badeeimer. Es reicht aber auch ein Waschbecken. Kleiden Sie das Waschbecken am besten mit einer sogenannten Blume (Badeblume) aus. Es gibt verschiedene Alternativen zur Babybadewanne.

Achtung: Achten Sie beim Baby Baden im Waschbecken darauf, dass nicht plötzlich heißes Wasser aus dem Wasserhahn das Kind verbrüht. Ein Baby kann schneller versehentlich den Hebel betätigen, als Sie denken. Stellen Sie lieber vorher kurz auf kalt.

6. Wie Sie Ihr Baby baden: der geeignete Ablauf

Wenn Sie Ihr Baby baden, dient dies nicht nur der Pflege, sondern ist auch ein gemeinsames, intimes Vergnügen. Im Sommer dürfen Sie Ihr Kind auch ruhig auf ein Bad im See oder im Meer mitnehmen, wenn das Wasser nicht zu verunreinigt ist, mit Schadstoffen belastet ist und die richtige Temperatur hat. Achten Sie auch auf die Raumtemperatur oder bei einem Bad im Freien auf die Umgebungstemperatur, die nicht zu niedrig sein darf. Auch ein Bad mit Papa in der Badewanne ist für das Kind ein großer Spaß. Nehmen Sie dann aber einen Badezusatz, der für Babys geeignet ist. Hier erfahren Sie den besten Ablauf, damit Sie Ihr Baby baden können:

  1. Legen Sie alle Hilfsmittel und alles Zubehör, das Sie brauchen, vor dem Baby Baden in Reichweite. Wenn Sie Ihr Kind mit Shampoo, Seifen oder einem Badezusatz baden möchten, müssen diese für Babys geeignet sein (pH-neutral, ohne Parfüm und für Babys geprüft). Heizen Sie den Platz zum Wickeln schon vor und legen Sie das Badetuch auf die Heizung.
  2. Die Wanne sollten Sie so hoch füllen, dass das Kind, wenn Sie es auf dem Arm halten, mit den Schultern im Wasser ist. Sie sollten nicht die Ohren unter Wasser halten, denn diese sind vor allem innen empfindlich. (Dass die Ohren nass werden, ist natürlich nicht so schlimm.) Wenn Ihr Kind schon älter ist, beispielsweise 5 Monate, sollte das Wasser bis zur Hüfte reichen. Die Temperatur des Wassers sollte bei 37° Celsius liegen – benutzen Sie am besten ein Badethermometer. Geben Sie Ihr Kind nicht vollständig unter Wasser, denn allzu schnell hat es Wasser geschluckt.
  3. Entkleiden Sie Ihr Baby vollständig und legen Sie ein Tuch bereit, wenn Ihr Kind ein Junge ist. Die frische Luft könnte ihn zum Wasserlassen anregen.
  4. Mit dem oben gezeigten Griff gleitet Ihr Baby langsam ins Wasser. Das Wasser und die Zusätze machen die Haut rutschig, daher sollten Sie den Griff sicher genug halten. Ein regelmäßiger Guss warmes Wasser über Bauch und Arme verhindert ein Auskühlen.
  5. Gewaschen wird das Baby mit einem Waschlappen oder Schwamm. Man geht von oben nach unten und von hinten nach vorne vor.
  6. Bei Schmutz an den Augen oder in der Nase werden diese Bereiche mit feuchter Watte abgetupft. Dadurch wird der Dreck weich und lässt sich leichter abwaschen. Über das Gesicht fahren Sie sanft mit einem ausgewrungenen Lappen.

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    Baden macht fast jedem Baby gute Laune.

  7. Nach dem Baby Baden sollte man das Kind noch einmal mit einem feuchten Lappen abwischen.
  8. Wickeln Sie ein vorgewärmtes, trockenes Handtuch um Ihr Kind und trocknen Sie es. Besonders auf die Zehenzwischenräume und die Hautfalten sollten Sie achten.
  9. Reiben Sie Ihr Kind mit einem Babyöl oder einer Babylotion ein. Welches Öl Sie benutzen können, erfahren Sie in der Apotheke. Bei wundem Po ist das Einreiben besonders wichtig.

Zwillinge gleichzeitig zu baden, ist sicherlich etwas anstrengender. Das zweite Baby aber zu einem anderen Zeitpunkt oder einer späteren Uhrzeit zu baden, macht den Babys weniger Spaß. Sie werden sich vielleicht fragen, ob Sie Ihr Kind vor oder nach dem Essen baden sollen. Vor dem Essen oder Stillen ist es günstiger, weil das Kind nach dem Baden oft hungrig ist. Auch macht ein Bad müde. Wenn Sie also wollen, dass Ihr Baby länger schläft, baden Sie es abends.

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