Baby schreit beim Stillen: Ursachen und was Sie dagegen tun können

mutter mit baby beim stillen
  • Schreien beim Stillen kann viele Ursachen haben. Können gesundheitliche Probleme ausgeschlossen werden, sollte die Hebamme sich den Still-Prozess anschauen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die zu Unstimmigkeiten führen.
  • Zu viel oder auch zu wenig Milch sind oft die Ursachen für ein schreiendes Kind beim Stillen. Neugeborene trinken noch nicht so viel, ältere Babys werden nicht immer satt.
  • Gerade bei Müttern, die zum ersten Mal ein Baby bekommen haben, fehlt die Routine beim Stillen. Diese anfängliche Unruhe überträgt sich auch oft aufs Kind.

Wenn das Baby schreit beim Stillen, kann dies die Mütter zur Verzweiflung treiben. Manchmal sind die Probleme auf den ersten Blick gar nicht erkennbar schlicht nicht bekannt

In diesem Bericht erklären wir, welche Ursachen es haben kann, wenn das Baby  beim Stillen schreit und geben Tipps, was Sie dagegen tun können.

1. Manchmal schmeckt es dem Baby beim Trinken einfach nicht

mutter mit kind in kueche

Nicht immer schmeckt dem Baby das, was die Mutter zuvor getrunken hat.

Haben Sie etwas anderes gegessen oder getrunken als sonst? Oder haben Sie Ihre letzte Mahlzeit besonders scharf oder mit ungewöhnlichen Gewürzen verfeinert? Die Nahrung, die Sie zu sich nehmen, hat natürlich auch einen Einfluss auf den Geschmack der Milch. Wenn Ihr Kind nur unregelmäßig beim Stillen schreit, sollten Sie einmal genau überlegen, was Sie an diesem Tag außergewöhnliches gegessen haben.

Übrigens kann auch die sogenannte Brust-Schimpf-Phase beim Trinken eintreten. Vor allem ältere Babys mit 12 Wochen merken irgendwann, dass sie nicht die Kontrolle über die Brust haben und diese Kontrolle bei der Mutter liegt. Je älter ein Kind wird (beispielsweise mit 5 Monaten) desto schlimmer kann es werden.

2. Bauchschmerzen können der Grund für das Schreien beim Stillen sein

Bewahren Sie vor allem immer die Ruhe

Auch wenn es schwer ist: Wenn Sie selbst unruhig werden, erschwert dies das Stillen. Lassen Sie sich vom Partner unterstützen oder fragen Sie Ihre Hebamme um Rat. Es wird irgendwann besser, versprochen!

Wenn ein Neugeborenes schreit, kann dies beispielsweise an Blähungen und Bauchweh liegen. Auch das Kind muss sich an die Nahrung gewöhnen. Oft hilft schon eine sanfte Babymassage oder ein warmes Kissen auf dem Baby-Bauch beim Stillen, sodass sich der Bauch von alleine entspannt.

Bauchschmerzen lassen sich beispielsweise an folgenden Merkmalen erkennen:

  • Das Baby weint und ist unruhig.
  • Ihr Kind windet sich und macht sich steif, wenn Sie es an der Brust anlegen wollen.
  • Beim Anlegen dreht das Kind den Kopf weg und strampelt.

Auch können alle diese Symptome abwechselnd oder zusammen während des Stillens eintreten.

3. Das Baby wird beim Stillen nicht satt

mutter mit baby beim stillen

Nicht immer reicht die Muttermilch aus, um das Baby wirklich satt zu bekommen.

Wenn es beim Trinken Probleme gibt, das Baby unruhig ist und sich windet, sollten diese Anzeichen ernst genommen werden. Es kann durchaus sein, dass das Baby nicht satt wird, weil zu wenig Milch vorhanden ist. Auch wenn beispielsweise nach 6 Wochen die Brustwarzen nicht mehr wund sind und sich an das Stillen gewöhnt haben, so kann es durchaus sein, dass die Ruhephasen vor und nach dem Stillen nicht ausreichen, um für das Stillen ausreichend Milch produzieren zu können. In diesem Fall kann es sich lohnen, mit separat gekaufter Babymilch das Problem zu lösen.

Vor- und Nachteile des Stillens

  • Mit der Muttermilch nimmt das Baby alle wichtigen Nähr- und Abwehrstoffe auf.
  • Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe in fertiger Babymilch, die zudem oft sehr teuer ist.
  • Es ist eine wunderbare Verbindung zwischen Mutter und Kind und für viele auch ein schönes und sehr intimes Ritual.
  • Für manche Frauen kommt das Stillen in der Öffentlichkeit nicht in Frage.
  • Die Brustwarzen werden schnell wund und schmerzen heftig.
  • Die Ernährung der Mutter ist weiterhin genau zu beachten, da auch schädliche Stoffe wie Alkohol über die Muttermilch weitergegeben werden können.
Probleme beim Stillen Zuhause Schreien beim Stillen unterwegs
Das Baby ist 3 Monate und macht beim Trinken plötzlich Probleme? Vielleicht sind Sie bereits zu sehr in der Alltags-Routine drin, dass Sie die kleinen Anzeichen vom Unwohlsein Ihres Kindes schon übersehen? Wenn ein Neugeborenes beim Stillen unterwegs weint, kann dies auch ein Zeichen von Unsicherheit sein. Eine ungewohnte Umgebung, vielleicht viele fremde Menschen… Auch ein Baby mit 10 Wochen ist noch längst nicht an alles gewöhnt und braucht seine Zeit.
Wenn das Baby immer weint und spuckt, sollten Sie natürlich auch gesundheitliche Probleme ausschließen lassen. Unterwegs spüren Kinder oft die Unruhe der Mütter. Legen Sie das Kind nur dann an die Brust an, wenn Sie sich sicher und wohl fühlen. Notfalls eine Flasche für unterwegs mitnehmen.
Manche Kinder beginnen bereits mit 4 Monaten zu zahnen. Gehen Sie nicht von Standard-Aussagen aus, manche Kinder sind einfach schneller als andere in ihrer Entwicklung.

4. Wichtige Fragen und Antworten

4.1. Warum schreit das Baby, wenn ich es abends stille?

Der Grund für das Schreien beim Stillen kann tatsächlich ein Zeichen für Müdigkeit sein. Tritt das Phänomen des Schreiens bei jedem Stillen am Abend ein, so sollten Sie einfacher früher mit dem Stillen beginnen und darauf achten, wann das Baby wach ist.

4.2. Ich schaffe es kaum ruhig zu bleiben, wenn mein Baby beim Stillen schreit.

eltern und hebamme

Die Hebamme begleitet Sie auch nach der Geburt und unterstützt bei Problemen.

Holen Sie sich Unterstützung. Oft beginnen Kleinigkeiten als ein schleichender Prozess. Vielleicht beginnt Ihr Baby mit dem Zahnen oder hat Probleme, weil es zu viel Milch bekommt! Bedenken Sie, dass beispielsweise ein Kind mit 8 Wochen noch einen sehr kleinen Trinkbedarf hat.

Fragen Sie auf jeden Fall Ihre Hebamme um Rat. Sie wird Ihnen garantiert sagen können, ob das Schreien eine Ursache hat, die Sie leicht ändern können.

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