Mein Baby schreit den ganzen Tag – was kann ich tun?

weindendes baby.
  • Das ein Baby weint, ist natürlich völlig normal. Auch Babys, die sich bester Gesundheit erfreuen, können phasenweise zwischen ein und drei Stunden am Tag weinen – ohne ersichtlichen Grund.
  • Ein Neugeborenes hat nicht viele Möglichkeiten, sich mitzuteilen wenn es etwas möchte – weinen ist meist der einzige Weg. Ihr Baby ist vollkommen abhängig davon, dass Sie sich um es kümmern, indem Sie es füttern, warm halten oder ihm einfach nur Geborgenheit geben.
  • Für die meisten frischen Eltern ist es schwierig zu beurteilen, warum das Neugeborene quengelt. Je älter das Baby wird, desto mehr Möglichkeiten der Kommunikation findet es auch.

1. Hunger ist einer der häufigsten Gründe, warum ein Neugeborenes den ganzen Tag schreit

baby wird gestillt.

Wenn Ihr Baby weint, ist das Stillen immer das erste Mittel der Wahl.

Je jünger der Nachwuchs ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby vor Hunger nach der Brust oder dem Fläschchen schreit. Ein 5 Wochen altes Baby schreit deutlich öfter vor Hunger, als ein Baby, das 11 Monate alt ist.

Ihr Baby nur alle drei oder vier Stunden zu füttern, wie viele Fachleute vorschreiben, ist nicht immer zu empfehlen.

Besonders Neugeborene in den Ersten Monaten sind mit kürzeren Abständen zwischen den Mahlzeiten meist besser bedient. Sind die Abstände zu groß, kann es passieren, dass der kleine Magen des Babys zu große Mengen auf einmal aufnimmt, was oft zu einer Überforderung des noch jungen Magens führt.

Stillen und Füttern durch die Flasche wirken außerdem beruhigend. Babys, die gerade dabei sind, die Welt für sich zu entdecken, können hin und wieder eine kleine Beruhigung gebrauchen.

Nicht selten kommt es jedoch zu dem sogenannten Cluster-Feeding. Hierbei will das Baby ständig an die Brust. Es ist ratsam, das einfach entspannt mitzumachen – dieses Verhalten legt sich in der Regel von selbst. Ihr Baby braucht das an manchen Tagen einfach.

Versuchen Sie es also erstmal mit einer Mahlzeit, selbst wenn das Baby nicht viel trinkt, kann es vor Hunger geweint haben. Wenn Sie ihr Baby stillen, sollten sie es möglichst oft anlegen, um damit den Milchfluss richtig in Gang zu bringen. Natürlich kann es vorkommen, dass der Nachwuchs immer noch weint. In diesem Fall müssen Sie die Augen weiter nach der Ursache offen halten.

2. Koliken sind häufig ein Grund dafür, dass Ihr Baby den ganzen Tag schreit

Ist Ihr Baby jünger als 5. Monate, wird es verstärkt am späten Nachmittag und Abends weinen. Das ist jedoch normal und lässt nichts schlimmes vermuten. Wenn das Schreien allerdings überhand nimmt, ist ein Besuch bei der Hebamme, Kinderarzt oder bei der Schreiambulanz zu empfehlen.

Darmbeschwerden sind für das Kind selbstverständlich sehr Anstrengend, selbst wenn es nur Blähungen sind. Exzessives Schreien definiert sich als untröstliches Weinen und Schreien, das länger als 3 Stunden an 3 aufeinander folgenden Tagen über mindestens 3 Wochen andauert.

Wenn dies bei Ihrem Kind der Fall ist, sollten Sie auch die sogenannten Trimenonkoliken in Betracht ziehen. Diese treten nicht selten innerhalb der ersten drei Lebensmonate auf und zeigen sich durch plötzlich auftretende Schmerzen im Bereich des Darms, welche durch krampfartige Muskelkontraktionen ausgelöst werden

Zur Abklärung der Ursache sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Die Koliken verschwinden jedoch meist von alleine und bedürfen keiner Behandlung.

Hier finden Sie hilfreiche Ratschläge, wie Sie am besten mit Koliken umgehen können.

3. Die Windeln sind oftmals ein Grund für ein schreien des Babys

baby mit windel

Sie sollten stets darauf achten, dass de Windel Ihres Babys gut sitzt und nicht zwickt.

Einige Babys sind auch von sauberen Windeln schnell genervt, wenn diese schlecht sitzen. Andere sich selbst an vollen Windeln nicht stören. Um die zarte und empfindliche Babyhaut zu schützen, ist ein sofortiges Wechseln der Windeln nötig, wenn sie voll ist.

Ein prüfender Blick in die Windeln ist immer zu empfehlen, wenn Ihr Kind schreit. Es kann gleichzeitig nachgeschaut werden ob eventuell der Windelverschluss zu fest oder andere Kleidungstücke unbequem sitzen. Ist der Po wund oder gereizt, bieten Zinksalbe oder Heilwolle schnelle Hilfe.

4.Müdigkeit sorgt schnell dafür, das Ihr Baby den ganzen Tag schreit

Auch wenn es heißt, dass Babys in jeder Situation einschlafen können, gibt es doch ein paar Ausnahmen. Besonders wenn das Kind einen anstrengenden Tag hinter sich hat, indem viel Besuch gekommen ist und es viele neue Eindrücke gesammelt hat, kann es sein, dass das Baby überdreht ist und nicht schläft.

Sensiblen Babys fällt es generell schwerer, inmitten von Tumult einzuschlafen. Sie brauchen einen festen Rückzugsort und viel Ruhe. Hier ist darauf zu achten, dass nach Möglichkeit fast keine Geräuschquellen vorhanden sind und das eine angenehme Temperatur herrscht – ungefähr zwischen 18 °C und 19 °C.

Falls der Nachwuchs wirklich überreizt ist, kann es passieren, dass er vor dem Einschlafen noch eine ganze Weile weint. Bleiben Sie dabei anwesend, um dem kleinen Sicherheit zu vermitteln.

Die folgenden Mittel können helfen, um Ihrem Kind zu einem besseren Schlaf zu verhelfen:

  • beruhigende Musik
  • ausschalten aller möglichen Störgeräsche
  • die Nähe der Eltern
  • ein kleines Nachtlicht

5. Die richtige Temperatur ist wichtig, damit Ihr Neugeborenes nicht den ganzen Tag schreit

blau-weiße baby söckchen

Kalte Füße können Ihrem Kind das Einschlafen merklich erschweren.

Einige Babys lieben es kuschelig warm und hassen, es gewickelt oder gebadet zu werden. Falls das bei Ihren Nachwuchs so ist, werden Sie schnell lernen, wie Sie die Windeln in Höchstgeschwindigkeit wechseln.

Die Faustregel für die Anzahl an Kleidungsschichten für Babys besagt: Es ist immer eine Kleidungsschicht mehr notwendig, als ein Erwachsener braucht, damit sich das Kind wohl fühlt.

Indem sie dem Baby an den Nacken fassen, können Sie feststellen, ob es zu warm oder zu kalt für das Kind ist. Kalte Füße stören besonders beim schlafen und sind durch warme Söckchen leicht zu vermeiden.

Achtung: Beim Schlafen ist unbedingt darauf zu achten, dass es zu keinem Wärmestau kommen kann (z.B. Decken nicht über den Kopf des Babys legen), da dieser mit dem Plötzlichen Kindstod in Verbindung gebracht wird.

6. Das Neugeborene schreit den ganzen Tag, wenn es nicht genug nähe bekommt

Die Nähe der Eltern beruhigt die meisten Babys

Babys lieben die Nähe ihrer Eltern. Um das Neugeborene zu beruhigen oder das Einschlafen zu fördern, können Sie Ihr Baby in einem Tuch oder in einer anderen Traghilfe mit sich herumtragen. Die Körperbewegungen, die Wärme und die Nähe maßgeblich zur Beruhigung und zum schnelleren Einschlafen beitragen.

Egal ob es sich um ein 16 Wochen- ,3 Monate- oder 6 Monate altes Baby dreht, der Nachwuchs brauch viel Liebe, Zuneigung, Körperkontakt und Geborgenheit, um sich wirklich wohl zu fühlen. Eventuell möchte Ihr Kind einfach nur von Ihnen geknuddelt werden.

Manche Eltern machen sich Sorgen, dass Sie ihr Kind damit „verziehen“, wenn Sie es zu oft oder zu viel knuddeln. Das ist jedoch Unnötig. Wenn dem Kleinkind keine Grenzen aufgezeigt werden oder ihm jede Mühe abgenommen wird, ist es viel wahrscheinlicher, dass es „verzogen“ wird.
Das Baby kann häufig bereits dadurch beruhigt werden, wenn Sie es fest an sich halten und es Ihren Herzschlag spürt. Es kommt auch vor, dass sich Ihr Baby erstmal richtig ausweinen muss, bevor es sich beruhigt.

Erlauben Sie es dem Kind, zu weinen und halten Sie es währenddessen liebevoll im Arm. Wenn Sie dabei ruhig ein- und ausatmen, können Sie ebenfalls zur Beruhigung Ihres Babys beitragen.

7. Die Eltern wissen am besten, warum Ihr Baby weint

Ohne guten Grund weinen Babys selten. Es kommen zu den bereits erwähnten noch zahlreiche andere Gründe in Frage, wie zum Beispiel die Zeit, in der das Baby anfängt zu Zahnen oder direkt nach einer Impfung.

Letzten Endes kennt Niemand Ihr Baby so gut wie Sie. Wenn Sie selbst nicht mehr weiter wissen, können Sie sich immer einen Rat bei Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme einholen.

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