Baby und Schlafen: Warum der Schlaf für Babys wichtig ist

müdes baby mit hund.
  • Ein guter Schlaf ist besonders für Babys sehr wichtig, da in den ersten Lebensmonaten viele wichtige Wachstums- und Entwicklungsprozesse ablaufen. Findet der Schlaf nicht regelmäßig oder nicht lange genug statt, könnte die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt werden.
  • Innerhalb der ersten 3 Monate schlafen Babys etwa 16-18 Stunden. Diese Zeiten verteilen sich meist relativ gleichmäßig auf ungefähr sechs Schlafphasen.
  • Wie viel Kinder wirklich schlafen, ist grundsätzlich sehr unterschiedlich. Manche Kinder benötigen mit etwa zwölf Stunden nur wenig Schlaf, andere schlafen mit bis zu zwanzig Stunden sehr viel.

Baby und Schlafen gehört für Neugeborene zusammen: Schlaf ist für Babys besonders wichtig, deshalb verbringen Kinder auch in Ihren ersten Lebensmonaten sehr viel Zeit mit Schlaf. Wir erklären Ihnen die Hintergründe zum Schlaf bei Babys und wie auch Ihr Kind den geeigneten Schlafrhythmus findet.

1. Ihr Baby muss seinen Schlafrhythmus erst entwickeln

Im Mutterleib gibt es für Säuglinge keinen festen Rhythmus. Wenn sie auf die Welt kommen, gibt es für Babys auch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht – sie müssen Ihren Schlafrhythmus erst noch entwickeln.

Daher kann es im 1. Jahr nach der Geburt immer wieder passieren, dass Ihr Kind schlecht ein schläft oder nicht durch schläft.

Grundsätzlich gilt: Je älter Ihr Kind wird, desto mehr wird es täglich lernen und erleben. Die Erlebnisse des ganzen Tages müssen anschließend im Traum verarbeitet werden, wodurch der Schlaf Ihres Babys automatisch einen guten Rhythmus bekommt.

2. Ihr Baby lernt mit der Zeit, sich selbst zu beruhigen

schlafendes baby mit eltern.

Es ist nicht immer eine gute Idee, das Kind im elterlichen Bett schlafen zu lassen.

Auch Neugeborene verfügen zum Schlafen schon über die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen – zum Beispiel indem Sie am Daumen nuckeln oder sich ausgiebig strecken. Innerhalb der ersten 6 Monate entwickelt sich diese Fähigkeit weiter.

Grundsätzlich ist diese Fähigkeit jedoch von Kind zu Kind unterschiedlich und vom individuellen Entwicklungsstand des Kindes abhängig.

Sie können diese Fähigkeit unterstützen, indem Sie spätestens nach den ersten 4 Wochen aufhören, Ihr Baby nur an der Brust, auf dem Arm oder im Elternbett einschlafen zu lassen. Nach Möglichkeit sollten Sie Ihr Kind nur im eigenen Bett schlafen legen, damit es lernen kann, selbstständig in den Schlaf zu finden.

3. Dass Kinder nachts nicht durchschlafen, erfüllt einen bestimmten Zweck

Mein Kind schläft plötzlich sehr viel

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind plötzlich sehr viel schläft, kann es sein, dass es gerade einen Wachstumsschub durchmacht. In diesem Zeitraum ist es völlig normal, dass Ihr Kind mehr Schlaf benötigt.

Ein Kind „schläft durch“, wenn es mindestens sechs bis acht Stunden durchgängig schläft. Wenn Sie Ihr Kind zum Beispiel um 18 Uhr schlafen legen, wacht es spätestens um 2 Uhr am Morgen wieder auf. Dass Ihr Kind durch schläft, bedeutet also noch lange nicht, dass auch Sie durchschlafen können.

Dass der Schlaf eines Babys in der Nacht mehrmals unterbrochen wird, ist nicht nur normal, sondern es ist auch wichtig für eine gesunde Entwicklung.

Während der ersten 9 Monate schlafen Kinder nur sehr leicht (REM-Schlaf), wodurch ermöglicht wird, dass sie Ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen können und dadurch aufwachen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Ihr Baby Hunger hat, die Windeln voll sind oder ihm kalt ist.

Da Säuglinge in sehr regelmäßigen Abständen von 2-4 Stunden hungrig werden, ist es durchaus normal, dass Ihr Kind in der Nacht mehrmals aufwacht. In den meisten Fällen ist nach der Vollendung des ersten Lebensjahres damit zu rechnen, dass sich der Schlaf des Babys immer mehr an die Schlafgewohnheiten der Eltern anpasst und auch Sie wieder regelmäßig durchschlafen können.

4. Probleme beim Einschlafen müssen nicht gleich eine Schlafstörung bedeuten

Wie bereits erwähnt, muss sich der Schlafrhythmus von Babys erst noch entwickeln. Wenn der Schlaf eines Babys problematisch ist, kann daher erst ab dem 6. Lebensmonat von Schlafstörungen gesprochen werden.

Schlafstörungen liegen vor, wenn:

  • ein Kind regelmäßig nur durch elterliche Unterstützung (z.B. nur im Tragetuch, durch Musik oder Schlaflieder) einschlafen kann und dazu mehr als 30 Minuten benötigt.
  • ein Kind mindestens viermal pro Woche dreimal oder öfter in der Nacht aufwacht.
  • ein Kind durchschnittlich länger als 20 Minuten wach ist, wenn es Nachts aufwacht.
  • ein Kind beim nächtlichen Aufwachen die Hilfe der Eltern benötigt, um wieder einzuschlafen.

Ein wichtiges Kriterium für eine Schlafstörung ist auch, wie Sie als Eltern das Schlafverhalten Ihres Kindes empfinden. Wenn Ihr Kind nicht alleine einschlafen kann, nicht mehr durch schläft oder Schwierigkeiten beim Einschlafen hat, kann dies eine hohe Belastung für die gesamte Familie bedeuten.

Wenn Neugeborene zu wenig schlafen, können diesem Problem vielfältige Ursachen zugrunde liegen. Nach einer Impfung ist es beispielsweise ganz normal, dass Ihr Kind kurzzeitig unruhig schläft oder sogar Schlafprobleme entwickelt. Häufig spielen hier auch äußere Faktoren wie die Lichtverhältnisse oder die Umgebungsgeräusche eine Rolle.

Auch seelische Probleme können zur Entstehung von Schlafstörungen beitragen. In seltenen Fällen können auch bestimmte Behinderungen dafür sorgen, dass ein Kind nicht richtig schlafen kann. Im Großteil aller Fälle treten die Schlafstörungen jedoch durch ungünstige Gewohnheiten und sehr aufwändige Einschlafhilfen auf und können einfach behoben werden.

Hier finden Sie nähere Informationen zu Schlafstörungen bei Babys und Kindern.

4.1 Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt unterstützen

schlafendes baby mit teddy.

Es gibt viele Möglichkeiten, Ihrem Baby zu einem besseren Schlaf zu verhelfen.

Egal ob Ihr Kind erst 4 Wochen oder schon 10 Monate alt ist, wenn Sie ernsthafte Probleme beim Ein- oder Durchschlafen feststellen, ist es immer ratsam, diese von Ihrem Kinderarzt abklären zu lassen.

So können Sie sich selbst etwas entlasten und sicherstellen, dass sich keine akuten- oder chronischen Erkrankungen hinter den Schlafproblemen verbergen.

Durch die Unterstützung Ihres Kinderarztes und kleinen Verhaltensänderungen lassen sich die Schlafprobleme in den meisten Fällen schnell in den Griff kriegen. Mit der Hilfe des Kinderarztes können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Einholen von Informationen über die kindliche Schlafentwicklung und das Schlafverhalten
  • Müdigkeit des Kindes erkennen
  • Individuelles Einschlafritual entwickeln
  • Müdigkeit des Kindes erkennen

5. So schaffen Sie optimale Voraussetzungen für den Schlaf Ihres Babys

Damit Neugeborene gut schlafen ist es wichtig, so früh wie möglich einen festen Alltag für das Kind zu schaffen, was es ihm erleichtert, seinen eigenen Rhythmus zu finden.

Dabei helfen schon Kleinigkeiten, zum Beispiel wenn Sie Ihrem Kind beim Stillen immer ein beruhigendes Lied vorsingen. Versuchen Sie, für alle Dinge, wie das Anziehen, Stillen, Wickeln und natürlich auch das Schlafen, feste Zeiten zu finden. So gewöhnt sich Ihr Kind schnell daran, dass alles seine Zeit hat und entwickelt seinen eigenen Rhythmus.

Auch die richtigen räumlichen Bedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für den Schlaf Ihres Babys. Besonders entscheidend ist die Temperatur, welche ungefähr bei 18°C liegen sollte. Wenn es draußen besonders kalt ist, können Sie Ihrem Kind zum Schlafen beispielsweise einen Overall anziehen. Im Sommer bietet es sich an, eine möglichst dünne Bettdecke zu nutzen.

Achten Sie außerdem darauf, dass es im Kinderzimmer nicht zu hell ist. Viele Babys fühlen sich mit einem sanften Nachtlicht besonders wohl. Darüber hinaus sollten Sie versuchen, möglichst alle Störgeräusche auszuschalten.

Beruhigende Schlaflieder können ein schönes Ritual für Ihr Kind sein, die Ihm zeigen, dass nun Schlafenszeit ist und außerdem möglicherweise störende Geräusche, wie zum Beispiel den Straßenlärm übertönen.

Achtung: Bedenken Sie außerdem, dass Babys nicht selbst entscheiden können, wann sie schlafen – Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Kind auch wirklich müde ist. Legen Sie Ihr Kind tagsüber wirklich nur dann schlafen, wenn es auch müde ist. So können sie vermeiden, dass Ihr Kind nur mit offenen Augen im Bett liegt und gar nicht schläft. Achten Sie dazu auf Anzeichen von Müdigkeit, wie zum Beispiel Gähnen, gerötete Augen oder wenn sich Ihr Kind die Augen reibt.

6. Es gibt keine spezielle Position für den perfekten Schlaf

Wie sollten Babys schlafen? Diese Fragen stellen sich natürlich viele Eltern. Allerdings gibt es keine Position, die den Schlaf Ihres Kindes besonders positiv beeinflussen könnte.

Am besten legen Sie Ihr Kind vorerst auf den Rücken. Es wird sich anschließend selbst die Position aussuchen, die im Moment am angenehmsten erscheint.

Viele Babys bevorzugen vor allem die Bauchlage. Im Schlaf wechselt die Position genau wie bei Erwachsenen regelmäßig auf die Seite, auf den Bauch und wieder auf den Rücken – das ist völlig normal.

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