Babykleidung richtig waschen

mutter mit baby an der waschmaschine.
  • Babyhaut ist wesentlich zarter und empfindlicher als die Haut von Kleinkindern oder Erwachsenen. Genau aus diesem Grund sollte von Anfang an darauf geachtet werden, die Kleidung der Babys schonend zu waschen und dabei trotzdem widerspenstige Keime und Flecken zu entfernen.
  • Kommt der Nachwuchs in Kontakt mit aggressiven Waschprodukten, können die enthaltenen künstlichen Duftstoffe, Farbstoffe oder Konservierungsmittel Allergien oder andere ungünstige Reaktionen auslösen.
  • Die Auswahl eines sanften Waschmittels sollte oberste Priorität haben, wenn Sie Ihre Babykleidung richtig waschen möchten.

1. Das Waschmittel ist mit Bedacht zu wählen

waschmittel für babykleidung

Um die Haut Ihres Kindes zu schonen, ist die Auswahl des richtigen Waschmittels von größter Wichtigkeit.

Bei der Auswahl eines milden Vollwaschmittels ist auf den Zusatz „sanft“ oder „sensitive“ zu achten. Diese können in der Regel bedenkenlos genutzt werden, um die Babykleidung zu waschen. Weder Hygienespüler, noch Desinfektionsmittel werden benötigt, um die Wäsche des Babys wieder sauber zu kriegen.

Achten Sie bei der Auswahl des richtigen Waschmittels vor allem darauf, dass es frei von Phosphaten und Parfümzusätzen ist. Diese Bedingungen können auch herkömmliche Waschmittel erfüllen, die Sie genauso gut für Ihre eigene Kleidung verwenden können.

Ein spezielles Waschmittel für Babykleidung ist grundsätzlich nur nötig, wenn Ihr Kind an einer Hautkrankheit leidet oder besonders empfindlich ist.

2. Vor dem ersten tragen sollte Babykleidung richtig gewaschen werden

Auch Kuscheltiere sollten vor der ersten Nutzung gewaschen werden

Kuscheltiere sollten sorgfältig ausgesucht und vor dem ersten Gebrauch gründlich gewaschen werden. Um sicherzustellen, dass das Kuscheltier für Ihr Baby geeignet ist, sollten Sie vor dem Kauf einmal daran riechen. Gibt es einen unangenehm chemischen Geruch ab, ist unbedingt von einem Kauf abzuraten.

Wickelbodys, Strampler, Babystrumpfhosen oder Schlafanzüge gehören zur Erstausstattung eines jeden Babys. Alle diese Kleidungstücke kommen in direkten Kontakt mit der zarten Babyhaut. Hierbei gilt: Babykleidung, die Industriell hergestellt wurde, sollte vor dem ersten Gebrauch gründlich gewaschen werden.

Wie oft neue Kleidung vor dem ersten Gebrauch gewaschen werden sollte, hängt davon ab, wie empfindlich die Haut Ihres Kindes ist. In den meisten Fällen reicht einmaliges Vorwaschen aus. Wenn Ihr Kind jedoch sehr empfindliche Haut hat, kann mehrmaliges Waschen vor dem ersten Tragen sinnvoll sein.

Eventuelle Verschmutzungen oder Rückstände von etwaigen Chemikalien zur Imprägnierung oder Färbung der Textilien werden dadurch entfernt, welche sonst eine potentielle Gefahr für die empfindliche Babyhaut darstellen.

Wenn Sie sich ganz sicher sein möchten, kaufen Sie bevorzugt Kleidung für Ihr Baby, die nach dem „Öko-Tex-Standard 100“ auf Schadstoffe geprüft wurde. Hier können Sie nachlesen, wodurch sich diese Kleidungsstücke auszeichnen.

3. Die Richtige Temperatur ist essenziell, um Babykleidung richtig zu waschen

Bei wie viel Grad soll ich meine Wäsche waschen? Wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt, vor allem, wenn jetzt auch noch die Kleidung des Babys dazu kommt.

Wenn Sie die Wäsche vor sortieren, sollten Sie immer auf die Herstellerangaben auf dem Wäschezeichen achten. Die Temperaturwerte die darauf stehen, sind eine zuverlässige Angabe für das jeweilige Kleidungsstück. Die meisten Waschgänge können zwischen 40 °C und 60 °C durchgeführt werden.

Eine Temperatur von 60°C sollte beispielsweise bei Bettwäsche genutzt werden, um mögliche Keime vollständig zu entfernen. Wenn zum Beispiel eine Hausstauballergie vorliegt, empfiehlt es sich sogar, die Bettwäsche mit 95°C zu waschen.

Damit können Sie sicherstellen, dass Hausstaubmilben und deren allergiefördernder Stuhl gänzlich entfernt wird.

4. Die Art der Textilie entscheidet, welches Programm das richtige ist, um Babykleidung zu waschen

Bei den meisten Textilien reicht ein Waschgang mit 60°C vollkommen aus, um alle Bakterien und Flecken loszuwerden. Es gibt jedoch bestimmte Ausnahmen, bei denen Sie einen speziellen Waschgang anwenden sollten.

Natürlich finden sich die meisten Bakterien auf gebrauchter Unterwäsche oder Stoffwindeln (besonders bei eventuellen Kot Rückständen), hier ist ein Kochwaschgang mit 95 °C zu empfehlen.

Ein separates Waschen von empfindlicheren Textilien oder Naturmaterialien, wie zum Beispiel Seide und Wolle ist durchaus sinnvoll, um die Stoffe zu schonen. Hierbei ist ein Feinwaschprogramm oder die Wäsche von Hand das Mittel der Wahl.

Tipp: Der bei modernen Waschmaschinen oft mögliche „Express-Waschgang“ ist sehr gut für eine kleine Menge an Wäschestücken, die nur wenige Verschmutzungen aufweisen geeignet. So können Sie schnell sowie wasser- und energiesparend waschen. Falls die Wäsche vom Baby schnell wieder benötigt wird, ist dieses Programm ideal.

5. Fleckenbehandlung ist vor allem bei Babykleidung oft nötig

babykleidung waschen.

Mit einigen Tricks entfernen Sie auch die widerspenstigsten Flecken aus der Kleidung Ihres Babys.

Das entfernen von Flecken ist beim Thema Babykleidung und dem richtigen waschen natürlich ein wichtiges Thema. Erfahrene Eltern wissen, wie oft Sie die Kleidung Ihres jungen Sprösslings waschen mussten.

Bei 60 °C wird der Großteil an möglichen Flecken vom Waschmittel entfernt. Flecken, die sich als hartnäckiger als Gedacht erweisen, werden durch eine Kochwäsche mit 95 °C beseitigt.

Bei der Verwendung von möglichen Fleckenentfernen ist darauf zu achten, dass diese nicht auf chemischer Basis hergestellt wurden. Zu empfehlen ist stattdessen die Verwendung von natürlicher Gallseife.

Den Fleck einfach damit einreiben und für ein paar Minuten einwirken lassen. Anschließend mit dem Waschmittel ihrer Wahl durch das Programm Ihrer Waschmaschine jagen.

Falls Ihr Kind an einer Allergie oder Neurodermitis leidet, kann die Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt hilfreich sein.

Hier noch ein paar Tipps für spezielle Flecken:

    • Milchflecke können direkt mit kaltem Wasser bearbeitet und mit Gallseife vorbehandelt werden.
    • Grasflecke am besten vor dem Waschen mit Zitronensaft behandeln. Stattdessen sind auch Essigessenz oder Gallseife gut geeignet.
    • Ein Spinatfleck ist leichter zu lösen, wenn er vor dem Waschen mit Kartoffelhälften eingerieben wurde.
    • Karottenflecke lassen sich besser entfernen, indem sie vor dem Waschgang mit Babyöl eingerieben werden.

6. Es gibt Alternativen zum Weichspüler

Der Verdacht, dass Weichspüler Allergien begünstigen oder sogar auslösen können, besteht schon länger. Es gibt spezielle Weichspüler für Kinderkleidung, die keine allergenen Stoffe oder Zusätze enthalten.

Als komplett natürliche Alternative zum Weichspüler bietet sich auch Essig oder Essigessenz an, um die Wäsche des Nachwuchses weich zu bekommen. Geben Sie vor dem Waschgang einfach eine geringe Menge Essig direkt in die Trommel. Die Wäsche in den Trockner zu geben verbessert das Ergebnis zusätzlich.

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