Blähungen bei Kindern und Babys: Das können Sie dagegen tun

Blähungen können stinken
  • Babys leiden in den ersten 3 bis 4 Monaten nach der Geburt sehr häufig an Blähungen
  • Häufig wird der Begriff Dreimonatskoliken verwendet
  • Die Ursachen der Beschwerden sind bis heute nicht ganz aufgeklärt
  • Hintergrund der Beschwerden könnte ein unausgereiftes Verdauungssystem sein

Bei Neugeborenen kann es bis zum Ende des vierten Monats häufig zu Blähungen kommen. Die Anzeichen sind dabei sehr schnell festzustellen. Die meisten Babys sind in dieser Zeit nicht nur unausgeglichen und weinen sehr oft, sondern ziehen auch die Beine an den Körper. Rumort es zusätzlich im Bauch, ist für viele Eltern die Diagnose Blähungen sehr schnell gestellt.

Im folgenden Text werden die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Blähungen erläutert und konkrete Tipps zur Vorsorge gegeben.

Ursachen für Blähungen kann das Zahnen sein

Blähungen treten häufig bei Babys bis zum 6. Monat auf. Bis heute ist die Ursache für Blähungen nicht ganz bekannt. Es gibt Untersuchungen, die darauf schließen lassen, dass die Blähungen häufig zur gleichen Tageszeit auftreten. Meistens ist dies Nachmittags oder der Abends. Kinder werden zu dieser Tageszeit unruhig, weinen sehr viel und machen meistens Bewegungen mit den Beinen. Das Heranziehen der Beine erscheint krampfhaft, was auf Blähungen schließen lässt.

Viele Ärzte gehen davon aus, dass vor allem gestillte Kinder Blähungen haben und dass das Stillen der Grund für die Blähungen sein könnte. Hier kann unter anderem die Ernährung der Mutter eine Rolle spielen. Ob das Stillen wirklich eine Ursache ist, wurde bis jetzt jedoch noch nicht abschließend bewiesen. Auch das Zahnen kann Auslöser für Blähungen sein, ebenso wie Vitamin D.

Für Blähungen bei Babys gibt es verschiedene Anzeichen

Wie sich die Symptome für Blähungen zeigen und wie lange sie anhalten, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Ein typisches Anzeichen von Blähungen in den ersten Wochen nach der Geburt, ist das plötzliche Innehalten des Kindes beim Stillen. Häufig unterbrechen Kinder, die an Blähungen leiden, das Trinken und verweigern die erneute Nahrungsaufnahme. Hinzu kommt, dass Kinder häufig beginnen zu weinen und unruhig werden. Auch ein Verziehen des Gesichtes ist ein klassisches Symptom für Blähungen.
Blähungen bei einem Kind können jedoch auch noch andere Anzeichen hervorrufen. Häufig ziehen Babys krampfhaft die Beine an, um diese kurze Zeit später wieder von sich zu strecken. Auch Bauchgeräusche können häufig wahrgenommen werden.

Symptome, die das Baby zeigen kann:

  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Innehalten beim Trinken
  • Weinen
  • Unruhige Bewegungsabläufe
  • Das Heranziehen der Beine
  • Das Abstrecken der Beine
  • Bauchschmerzen

Geduld ist wichtig bei Blähungen

Doch ab wann können Kinder Blähungen bekommen? Wenige Tage alte Kinder haben häufig noch kein vollständig ausgeprägtes Verdauungssystem. So kann es in den ersten drei Tagen zu starken Blähungen kommen. Aber auch 5 Wochen alte Kinder leiden häufig noch an starken und immer wiederkehrenden Blähungen.

Nun stellt sich bei vielen Eltern natürlich auch die Frage, was wirklich gegen Blähungen hilft. Bei Kindern, die erst 3 Tage alt sind, ist es häufig schwer die Blähungen zu diagnostizieren, denn die Eltern sind meist noch sehr vorsichtig und unerfahren im Umgang mit einem Neugeborenen. Da Blähungen sehr häufig abends und nachts auftreten, sind Mittel zur Linderung schwer zu finden.

Baby hält Hand

Liebe und Nähe hilft das Baby bei Blähungen zu beruhigen.

Säuglingen, bei denen die Blähungen in den ersten Lebensmonaten auftreten, erfordern viel Geduld von den Eltern. Hier hilft insbesondere liebevolle Zuwendung und Ruhe. Eltern sollten Sie sich in dieser Zeit unbedingt vor Augen führen, dass die Blähungen nur eine zeitlich begrenzte Phase darstellen.

Je älter die Kinder werden, desto ausgereifter wird das Verdauungssystem und desto schneller verschwinden die Anzeichen der Blähungen wieder. Mit einer zunehmenden Mobilität können sich Kleinkinder zudem selber in eine angenehmere Position bringen, die das Aufstoßen begünstigen und somit die Blähungen mildern.

Das hilft gegen Blähungen:

Vorgehen Beschreibung
Nähe aufbauen auch wenn es Eltern im ersten Moment nicht richtig erscheint, aber bei anhaltendem Schreien kann die Nähe zur Mutter tröstend wirken. Durch den Aufbau der Nähe zu den Eltern kann sich das Kind häufig beruhigen.
Fliegergriff Blähungen entstehen durch anhaltende Luft im Bauchraum. In diesem Fall kann der sogenannte Fliegergriff eine Erleichterung für das Kind darstellen. Dafür sollte das Kind in der Bauchlage auf dem Unterarm der Eltern verweilen. Der Kopf des Kindes wird mit der Hand der Eltern gestützt. Eine umgekehrte Position, in der der Kopf durch die Ellenbogenbeuge gestützt wird, ist ebenfalls möglich.
Massage Auch eine leichte Bauchmassage kann dabei helfen, dass die angestaute Luft leichter aus dem Körper befördert wird. Dafür den Bauch einfach einige Minuten lang mit dem Zeige- und Mittelfinger behutsam im Uhrzeigersinn massieren.
Medikamente In der Apotheke können Eltern sich bei besonders starken Blähungen spezielle Salben, Tropfen (z.B. Bigaia) und Öle, die eine entblähende Wirkung haben, anschaffen. Auch die Verwendung von Tee kann bei den Blähungen weiterhelfen. Hierfür sollten Eltern jedoch die Apotheke aufsuchen und sich umfassend beraten lassen, denn nicht jeder Tee wirkt gegen Blähungen. Selbstverständlich gibt es auch noch andere Medikamente, die für Babys bzw. Kinder ab 5 Monaten geeignet sein können. Hierfür sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Des Weiteren gibt es einige Hausmittel, die sich gegen Blähungen bewährt haben, wie z.B. Wärme oder Bauchmassagen.
Stillen Wird Ihr Kind gestillt, kann es dazu kommen, dass Ihr Kind über die Muttermilch Inhaltsstoffe aus Ihrer Nahrung aufnimmt, die Blähungen auslösen. Deswegen sollten Sie als stillende Mutter darauf achten Ihren Speiseplan entsprechend anzupassen. Vor allem Hülsenfrüchte, Kohlgemüse und Zwiebeln sollten in diesem Fall vermieden werden.

 

 

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