Blutschwämmchen bei Kindern

Bilder von einem Blutschwamm
  • Das Blutschwämmchen ist eine gutartige Geschwulst
  • Kinderärzte sprechen oft von einem Tumor
  • Der Begriff Tumor unterstreicht nur, dass es sich um eine Veränderung handelt
  • Sie treten oft bei Neugeborenen auf

Viele Eltern erschrecken, wenn das eigene Kind eine Veränderung am Kopf oder der Kopfhaut zeigt. Ärzte bezeichnen solche Veränderungen als Tumor. Meist besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Häufig handelt es sich hierbei um so genannte Blutschwämmchen. Dies sind gutartige Veränderungen, die vor allem bei Säuglingen auftreten.

In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Blutschwämmchen. Wir erklären Ihnen die Entstehung, die verschiedenen Arten und die Ursachen für die Entstehung dieses gutartigen Tumors.

Die Veränderung betrifft häufig Neugeborene

Formen

Man unterscheidet zwischen zwei Formen von Blutschwämmchen:

  • Klein und unauffällig
  • Groß und weiterwachsend

Das Hämangiom ist eine Verwachsung oder Veränderung, die bei Kindern an der Kopfhaut auftaucht. Der gutartige Tumor tritt bei rund 3% der Neugeborenen auf, rund 30% der Kinder haben dieses Blutschwämmchen bereits bei der Geburt. Sie werden in der Fachsprache auch Hämangiom genannt. Bei der Geburt hat das Hämangiom nur selten die volle Größe erreicht. Es kann also sein, dass es in den Wochen und Monaten nach der Geburt weiter anwächst. Oftmals verschwindet das Blutschwämmchen nach einiger Zeit wieder von alleine. Ältere Kinder bekommen Blutschwämmchen seltener.

Am häufigsten treten die Verwachsungen am Kopf auf. Bilden können sich die Blutschwämmchen allerdings nicht nur am Kopf, sondern an allen Bereichen des Körpers. So können sie auch im Gesicht oder auch im Halsbereich auftreten. Die Ursachen für die Entstehung der Verwachsungen sind noch nicht bekannt. Ärzte vermuten, dass die Blutschwämmchen vor allem dort auftreten, wo am Körper Blutgefäße vorzufinden sind. Die Entstehung ist jedoch nicht erblich bedingt

Hinweis: Ärzte versuchen die Blutschwämmchen bei Babys oftmals unbehandelt zu lassen, denn häufig verschwinden diese von alleine oder bilden sich zurück. Dies kann jedoch eine sehr langwierige Prozedur sein, denn es können bis zu 10 Jahre vergehen, bis ein Blutschwämmchen vollkommen zurückgebildet ist.

Man unterscheidet zwei Arten von Blutschwämmchen

Neben zwei Formen gibt es auch zwei Arten von Blutschwämmchen. Man unterscheidet zwischen dem Kapillären Hämangiom und dem Kavernösen Hämagiom.

Bezeichnung Beschreibung
Kapilläres Hämangiom Ein Kapilläres Hämangiom entsteht an den Kapillaren des Körpers. Die Kapillare sind kleine Blutgefäße, deshalb entstehen hier vorwiegend kleine Blutschwämmchen.
Kavernöses Hämangiom Diese Blutschwämme entstehen an größeren Blutgefäßen und können je nach Tiefe in zwei Arten unterteilt werden: Das kutane und subkutane Hämangiom. Das kutane Blutschwämmchen ist rötlich und bildet einen weichen Knoten. Das subkutane Blutschwämmchen ist flacher und liegt unter der Haut. Ein roter Knoten scheint meist nur leicht durch die Haut. Wissenschaftler haben auch eine Mischung aus beiden Formen feststellen können.

Eine Behandlung ist nicht zwingend nötig

Blutschwamm Baby

Auffälliger Blutschwamm bei einem Baby.

Wenn Sie ein Blutschwämmchen bei Ihrem Baby entdecken, sollten Sie zunächst einen Arzt aufsuchen. Dieser untersucht das Blutschwämmchen und kann Ihnen eine passende Behandlung empfehlen. Zunächst wird der Arzt die Art der Veränderung bestimmen. Dafür nimmt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung vor. Auf diese Weise lässt sich die Größe und die Tiefe der Verwachsung erkennen. Mit einem sogenannten Gefäßdoppler wird dann die Durchblutung des Blutschwämmchens gemessen.

In manchen Fällen bildet sich das Schwämmchen von alleine zurück. Das ist jedoch nur bei Blutschwämmchen möglich, die keine Gesundheitsbedenken hervorrufen. Die Rückbildung kann durch homöopathische Mittel unterstützt werden. Kommt das Schwämmchen im Gesicht, am Ohr oder ähnlichen empfindlichen Stellen vor, muss man es entfernen lassen.

Behandlungsmöglichkeiten

Behandlung Beschreibung
Keine Behandlung Entsteht das Schwämmchen in den ersten Lebensjahren, bilden sich die  gutartigen Tumore meist von alleine zurück und es bedarf keiner Behandlung. Es kann jedoch eine Narbe an der Stelle des Blutschwämmchens bleiben.
Operative Methoden Eine operative Behandlung ist sinnvoll, wenn die Schwämmchen im Gesicht entstehen. Die Operation erfolgt durch eine Laserbehandlung oder eine Vereisung. Die Vereisung ist jedoch mit Schmerzen verbunden und es können Narben entstehen. Deswegen raten viele Ärzte zur Laserbehandlung. Nur wenn die Laserbehandlung nicht möglich ist, wird eine Vereisung durchgeführt.
Medikamente Eine Behandlung mit Medikamenten, beispielsweise mit Steroiden, ist ebenfalls möglich. Je nach Größe des Blutschwämmchens sind für eine Behandlung mit Betablockern mehrere Sitzungen nötig. Eine regelmäßige Kontrolle durch einen Arzt ist wichtig.
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