Familienplanung: Die richtige Vorbereitung auf eine Schwangerschaft

Beide Eltern legen die Hände auf den schwangeren Bauch
  • Aus biologischer Perspektive liegt das optimale Alter für eine werdende Mutter zwischen 18 und 30 Jahren. Erfahrung und Gesundheit sind die ausschlaggebenden Kriterien für die Spanne.
  • Bei der Familienplanung organisieren beide Partner gleichberechtigt Schwangerschaft und Verhütung.
  • Immer mehr Paare entscheiden sich bewusst für eine natürliche Familienplanung und beobachten körperliche Signale der Frau wie z. B. Temperatur und Zyklus, um die Empfängnisbereitschaft zu bestimmen.

Vielen Paaren ist es wichtig, ihren Kinderwunsch selbst zu planen, um optimale Voraussetzungen für ihr Baby zu schaffen. Familienplanung umfasst die Bereiche Empfängnisregelung, ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und künstliche Befruchtung.

Auch persönliche Lebensumstände und Finanzen des Paares beeinflussen die zukünftige Lebensqualität des Kindes. Durch Berücksichtigung aller sozialen und wirtschaftlichen Aspekte konkretisiert das Paar ihre individuelle Familienplanung.

In diesem Artikel haben wir Informationen zusammengestellt, die Sie bei Ihrer Familienplanung unterstützen sollen. Erfahren Sie, was Sie bei der Verhütung beachten müssen, wenn Sie mit Hilfe der natürlichen Familienplanung schwanger werden wollen.

1. Die Wünsche beider Partner müssen berücksichtigt werden

Ein Paar im Bett freut sich auf das Kind

Trotz der Vorfreude aufs Kind müssen Gegebenheiten im Leben der Eltern verändert werden.

Es ist wichtig, dass beide Partner den Wunsch nach Nachwuchs teilen. Daher sollten Sie gemeinsam den optimalen Zeitpunkt für den Familienzuwachs wählen. Eine ergänzende Beratung bei Pro Familia kann bei der Familienplanung hilfreich sein.

Grundsätzlich sollten individuelle Wünsche und Vorstellungen beider Partner aufeinander abgestimmt werden. Dabei spielen berufliche Karriere, persönliche Wünsche und Ziele beider Partner sowie das soziale Umfeld, in dem das Kind aufwachsen soll, eine zentrale Rolle.

Was ist Pro Familia? Die Beratungsstelle Pro Familia steht vor allem jungen Menschen und werdenden Eltern bei Fragen rund um Sexualität und Partnerschaft zur Seite. Die Beratung ist kostenlos und wird in den meisten Städten angeboten.

Die Wahl der Verhütung ist von entscheidender Bedeutung, da sich beide Partner mit ihr wohl fühlen müssen. Sie entscheiden sich bestenfalls gemeinsam für eine natürliche, chemische oder mechanische Verhütungsmethode.

2. Die Verhütung kontrolliert die Familienplanung

Verhütung ist notwendig, um den Zeitpunkt einer Schwangerschaft kontrollieren zu können. Es werden mechanische, chemische und natürliche Methoden unterschieden.

Zu den bekanntesten Verhütungsmethoden zählen:

  • Antibabypille
  • Spirale
  • Kondom
  • Diaphragma
  • Dreimonatsspritze
  • Temperaturmethode
  • Zykluskalender

Aufgrund unterschiedlicher physiologischer Voraussetzungen wählt jedes Paar seine individuell geeignete Verhütungsmethode. Ein Frauenarzt klärt bei der Wahl darüber auf, welche Risiken und Anwendungshinweise Sie beachten müssen.

Mechanische Verhütung Chemische Verhütung Natürliche Verhütung
  • Kondom
  • Spirale
  • Diaphragma
  • Antibabypille
  • Dreimonatsspritze
  • Temperaturmethode
  • Zyklustabelle

3. Eine Natürliche Familienplanung erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft mit Hilfe der natürlichen Familienplanung (NFP) wird bei Paaren immer beliebter. Paare achten bei der NFP auf körperliche Signale wie die Temperatur oder die Beschaffenheit des Zervixschleims, um die Empfängnis planen zu können und damit die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Zunächst werden chemische Verhütungsmittel abgesetzt, da sie den natürlichen Zyklus der Frau hormonell beeinflussen. Vor einer Schwangerschaft muss der Körper zunächst seinen natürlichen Zyklus einstellen.

Vor- und Nachteile der chemischen Verhütung:

  • Besonders hohe Sicherheit
  • Gute Integration in den Alltag
  • Selbstbestimmung der Frau
  • Kostenintensiv
  • Nebenwirkungen (u.a. Libidoverlust, Depressionen, Abbruchblutungen)
  • Kein Schutz vor Geschlechtskrankheiten

Ein Kalender gibt Auskunft über den Zyklusverlauf der Frau, insbesondere über ihre fruchtbaren Tage und den Eisprung. Viele Frauen nutzen zur Bestimmung der fruchtbaren Tage eine App, in die sie alle Symptome ihres Zyklus’ eintragen können, um auf natürlichem Wege schwanger zu werden.

Tipp: Je akribischer die Dokumentation der Zyklus-Symptome, desto exakter kann der Eisprung bestimmt werden. Nach einigen Zyklen ist die größtmögliche Genauigkeit erreicht.

3.1. Eine erhöhte Basaltemperatur bestätigt eine Schwangerschaft

Ein Fruchtbarkeitskalender

Mit der Führung eines Fruchtbarkeitskalenders steigen die Chancen für ein Paar, schwanger zu werden.

Die natürliche Familienplanung kann auch für die Bestimmung einer Schwangerschaft genutzt werden. Normalerweise fällt die Basaltemperatur gegen Ende des Zyklus ab und steigt erst wieder nach dem nächsten Eisprung an. Sinkt sie nicht und ist an mehr als 18 Tagen erhöht, kann von einer Schwangerschaft ausgegangen werden.

Auch den Geburtstermin können Sie per NFP berechnen, indem sie Ihre Temperatur dokumentieren. Nach einer einfachen Faustregel subtrahieren Sie vom ersten Tag der erhöhten Temperatur sieben Tage und drei Monate und addieren ein Jahr hinzu. Das Ergebnis entspricht dem voraussichtlichen Geburtstermin des Babys.

4. Kümmern Sie sich vor einer Schwangerschaft um die Röteln-Impfung

Ein Termin beim Frauenarzt zur Abklärung einer Schwangerschaft ist rein obligatorisch, um sie endgültig festzustellen und Ihre Fragen zu klären. Der Frauenarzt informiert Sie neben den Routineuntersuchungen darüber, wie Sie Ihrem Baby optimale Voraussetzungen für sein Leben bieten. Er klärt Sie beispielsweise über die geeignete Ernährung und Schutzimpfungen gegen Röteln auf.

Tipp: Während einer Schwangerschaft sollten Sie sich besonders gesund und ausgewogen ernähren. Leben Sie vegetarisch oder vegan, informieren Sie den Arzt darüber, um eine optimale Nährstoffversorgung für Ihr Kind zu gewährleisten.

Denken Sie an die Zeit nach der Schwangerschaft und klären Sie Ihre berufliche Zukunft, gegebenenfalls in Rücksprache mit Ihrem Partner. Finanzen und Wohnsituation müssen ebenso bedacht werden wie Mutterschutz und Elternzeit. Sinnvoll ist es zudem, eine mögliche Betreuung im familiären Umfeld anzusprechen.

Achtung: Eine kindersichere Wohnung gehört bei Familienzuwachs ebenfalls zur Familienplanung.

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