Himbeerblättertee in der Schwangerschaft

  • Himbeerblättertee kann viele Schwangerschaftsleiden mildern
  • Zudem wird er eingesetzt, um die Wehen auf sanfte Weise einzuleiten
  • Er ist ein typisches Hausmittel, das von Hebammen empfohlen wird

Himbeerblätter ist ein jahrhundertealtes Getränk und Hausmittel rund um die Schwangerschaft, das traditionellerweise von Hebammen empfohlen wird. Anders als Ärzte oder Gynäkologen setzen Hebammen verstärkt auf Heilmedizin und werden Ihnen stets sanftere Alternativen zu Medikamenten vorschlagen. Sprechen Sie sich unbedingt mit Ihrer Hebamme oder einem Arzt ab, bevor Sie den Tee einnehmen.

Ähnlich wie beispielsweise Frauenmanteltee wird auch das Getränk aus Himbeerblättern dazu genutzt, um den Kinderwunsch durch Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen. Darüber hinaus kann dieser Tee eine schnelle Geburt fördern, für mehr innere Ruhe sorgen und hat sogar nach der Entbindung noch eine beruhigende und entgiftende Wirkung. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt, wobei sich auch noch nicht viele akademische Studien mit Himbeerblättertee auseinandergesetzt haben. Wie viele Hausmittel hat er sich allerdings über die Jahre hinweg bewährt.

1. Himbeerblättertee: Ein richtiges Multitalent rund um die Schwangerschaft

himbeerstrauch mit blaettern

Die Blätter der Himbeere haben viele heilende Eigenschaften.

Etwa ein Viertel aller schwangeren Frauen in Deutschland setzt auf die wehenfördernde Wirkung des Himbeerblättertees. Dieser wird meist von der Hebamme oder in der Apotheke empfohlen und ist zu einem fester Bestandteil der natürlichen Frauenheilkunde geworden. Die getrockneten Blätter der Himbeere enthalten Gerbstoffe und Flavonoide, die verschiedene gesundheitliche Wirkungen haben. Zudem enthält der Tee wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Eisen und Kalzium. Himbeerblättertee hat keinen starken Geschmack und kann nach Bedarf auch gesüßt werden. Er sollte am besten in der Apotheke gekauft werden, um hohe Qualität zu garantieren.  Doch ab wann sollte der Tee getrunken werden?

Achtung: Wenden Sie Himbeerblättertee erst ab der der 34. Schwangerschaftswoche an, um eine vorzeitige Öffnung des Muttermundes zu vermeiden. Trinken Sie ihn nicht in der frühen Schwangerschaft!

Hier sehen Sie eine Auflistung der potenziellen Wirkungen des Tees:

  • Linderung der Regelschmerzen
  • Regulierung des Zyklus und Aufbau der Gebärmutterschleimhaut
  • Entspannung der Gebärmutter
  • Kann die Wehen auslösen und entspannt zugleich den Beckenboden für eine sanftere Geburt
  • Wertvoller Lieferant von Vitamin C, Kalzium und Eisen
  • Entgiftung und Entschlackung auch im Wochenbett

Noch dazu beruhigt der Tee nicht nur den Körper, sondern auch das Gemüt. So können Sie mit mehr innerer Ruhe und Gelassenheit den großen Tag erwarten.

1.1. So bereiten Sie Himbeerblättertee richtig zu

Sie finden Himbeerblättertee in der Apotheke, aber auch im Reformhaus oder im Kräuterladen in bester Qualität. Es ist nicht empfehlenswert, den Tee selbst herzustellen, auch nicht, wenn Sie Himbeerpflanzen im Garten haben. Nutzen Sie pro Tasse Tee etwa einen Teelöffel voll getrockneter Himbeerblätter zur Zubereitung. Diese sollten mit sprudelnd heißem Wasser übergossen werden. Der Tee zieht dann am besten etwa 10 Minuten, bevor Sie die Blätter entfernen und bei Bedarf mit Honig noch nachsüßen. Hier noch einmal in der Übersicht:

himbeerblaettertee in einer tasse und kanne

Der Tee hat keinen sehr starken Geschmack und lässt sich daher gut mit Honig süßen.

  • 25 Gramm getrocknete Himbeerblätter auf 600 ml Wasser (ergibt zwei Tassen)
  • je nach Geschmack rund 10 Minuten lang ziehen lassen

Die Dosierung sollte in Absprache mit Ihrem Frauenarzt oder der Hebamme geschehen. Generell gilt, dass Sie frühestens ab der 34. Schwangerschaftswoche und in einer Dosierung von maximal 4 Tassen pro Tag den Himbeerblättertee zu sich nehmen sollten. Selbst bei einem Hausmittel wie Himbeerblättern kann es nämlich zu Überdosierungen kommen, weshalb es empfehlenswert ist, nach etwa einer Woche Tee eine Pause einzulegen.
Hier sehen Sie einen Vergleich zwischen Himbeerblättertee und Frauenmanteltee:

Die Wirkungen von Himbeerblättertee Die Wirkungen von Frauenmanteltee
Unterstützt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut bei Kinderwunsch Besonders bei Kinderwunsch einsetzbar
Wirkt krampflösend und beruhigend Stärkt Muskeln und Venen
Kann die Wehen auslösen Wirkt ebenfalls wehenfördernd und kann Fehlgeburten verhindern
Sollte erst ab der 34. Schwangerschaftswoche getrunken werden Dauer nach Absprache mit dem Gynäkologen bzw. Hebamme

Auch Frauenmanteltee hat also viele wertvolle Eigenschaften und tatsächlich ist es möglich, die beiden Tees in Kombination zu trinken. Hier gilt ebenfalls, dass Sie sich für die richtige Dosierung sowie Beginn und Ende der Einnahme an eine medizinische Fachperson wenden sollten.

2. Himbeerblättertee hilft dabei, die Wehen auszulösen

Der Tee aus Himbeerblättern wirkt krampflösend, weshalb er auch bei Menstruationsbeschwerden eingenommen werden kann. Manche Hebammen schwören auch darauf, dass er zusätzlich die morgendliche Übelkeit bekämpft. Besonders bekannt ist Himbeerblättertee allerdings dafür, die Wehen auszulösen. Er durchblutet die Unterleibsorgane und kann so unter anderem dafür sorgen, dass sich der Muttermund öffnet. Daher sollte er auch auf keinen Fall zu früh getrunken werden.
Zudem entspannt Himbeerblättertee den Beckenboden und lockert die Muskulatur der Gebärmutter. Somit kann er zu einer sanfteren, weniger schmerzvollen Geburt beitragen.

Zusammen mit einer spezifischen Akupunktur, hilft er auf natürliche Weise dabei, den Körper auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Dank der entspannten Muskulatur kann die Geburt zudem schneller von statten gehen und Sie werden sich innerlich ruhiger fühlen.

Allerdings kommt die Wirkung des Tees stets auf die jeweilige Frau an. In der Erfahrung mancher Frauen löst der Himbeerblättertee tatsächlich die Wehen aus, während er bei anderen keine Wirkung zeigt. Hebammen nutzen den Tee häufig in Kombination mit anderen Techniken wie einer Fußreflexzonen-Massage oder der Empfehlung, kurz vor der Geburt viel Sport zu treiben. Himbeerblättertee soll nämlich vor allem einen Anstupser geben, um die Wehen auszulösen.

2.1 Himbeerblättertee bei Kinderwunsch

Ähnlich wie Frauenmanteltee hilft auch dieses Getränk dabei, einen Kinderwunsch zu erfüllen. Denn Himbeerblättertee stärkt die Gebärmutterschleimhaut und erhöht dadurch Ihre Fruchtbarkeit. Zudem hilft er dabei, den Hormonhaushalt auszugleichen. Dies kann dazu führen, dass Ihr Zyklus regelmäßiger wird, was wiederum bedeutet, dass Sie die fruchtbaren Tage einfacher identifizieren können.
Auch der innerlich beruhigende Effekt des Tees kann dabei helfen, einem Kinderwunsch nachzukommen, denn wenn Sie entspannt und gelassen sind, ist es bekanntermaßen einfacher, schwanger zu werden.

2.2. Himbeerblättertee nach der Entbindung

Nach der Entbindung, im sogenannten Wochenbett, wird Himbeerblättertee ebenfalls von Hebammen verschrieben. Der Tee regt die Verdauung an, die durch die Geburt oftmals ein wenig in Aufruhr gebracht wird. Somit hat er auch eine entgiftende und entschlackende Wirkung. Zudem gilt auch nach der Entbindung, dass Ihr Hormonhaushalt, aber auch Ihre Gedanken durch den Tee etwas ausgeglichener sind und Sie eine innere Ruhe verspüren.

3. Himbeerblättertee in unterschiedlichen Phasen der Schwangerschaft einsetzen

Der Himbeertee ist vor allem zur Förderung der Wehen sehr beliebt. Aber auch seine vielen weiteren Eigenschaften haben ihm einen Ruf als Multitalent rund um die Schwangerschaft und den weiblichen Zyklus eingebracht. Dazu gehört, dass der Tee schmerzhafte Krämpfe und laut einiger Hebammen sogar Übelkeit lindern kann. Er hilft Ihnen zudem bei der Empfängnis und bei verschiedenen Schwangerschaftsbeschwerden.
Achten Sie darauf, vor der 34. Schwangerschaftswoche keinen Himbeerblättertee, oder wenn dann nur in geringer Dosierung und in Absprache mit Ihrer Hebamme, einzunehmen, um die Wehen nicht vorzeitig einzuleiten. Solange Sie sich an diese Regel halten, können Sie die Vorteile des Himbeerblättertees vor, während und nach der Schwangerschaft getrost auszunutzen. Abschließend finden Sie hier die Vor- und Nachteile des Tees noch einmal aufgelistet:

  • Lindert Regelschmerzen
  • Stärkt die Gebärmutterschleimhaut und fördert so die Fruchtbarkeit
  • Kann Schwangerschaftsbeschwerden mildern
  • Hilft dabei, die Wehen sanft einzuleiten und die Muskulatur zu entspannen
  • Entschlackt auch im Wochenbett
  • Beruhigt und entspannt innerlich
  • Liefert Eisen, Vitamin C und Kalzium
  • Wirkt nicht bei jeder Frau
  • Hat keinen besonderen Geschmack
  • Kann vorzeitige Wehen auslösen (Vorsicht ist geboten)

 

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