Homöopathie beim Baby: Was in der Hausapotheke nicht fehlen sollte

Klassische Homöopathie Globuli
  • Leichte Beschwerden können für Babys und Kleinkinder oft mit schonenden Mitteln aus der Homöopathie gelindert werden.
  • Die Gabe von Globuli stärkt die Abwehrkräfte und das gesamte Immunsystem des Kindes.
  • Es heißt, dass Homöopathie beim Baby besonders gut wirkt, da der junge Körper sensibel auf pflanzliche Mittel reagiert.

Schon seit vielen Jahren greifen Menschen zur Unterstützung der traditionellen Behandlungsmethoden der Schulmedizin auf Homöopathie zurück. Homöopathie kann besonders beim Baby leichte Beschwerden wie zum Beispiel Blähungen oder Einschlafprobleme lindern. Die Gabe von Globuli ist einfach und schnell, da Babys das Mittel leicht schlucken können.

Was Sie bei der Gabe von Globuli beachten müssen und gegen welche Beschwerden Sie Homöopathie bei Ihrem Baby einsetzen können, haben wir in diesem Ratgeber zusammengetragen.

1. Homöopathie heilt Ähnliches mit Ähnlichem

Globuli in Kinderhand

Krankenkassen übernehmen die Kosten für homöoptahische Medizin in der Regel nicht.

Homöopathie als Heilungsmethode wurde 1796 von Samuel Hahnemann vorgestellt, der auf die Kraft pflanzlicher Arzneimittel setzte. Er verfolgte mit der Homöopathie das Prinzip, Ähnliches mit Ähnlichem zu behandeln.

Im 18. Jahrhundert galt es als revolutionär, dass Hahnemann an gesunden Menschen experimentierte. Obwohl es viel Widerstand von Seiten der Mediziner gab, die um ihren Ruf fürchteten, setzte Samuel Hahnemann seine Forschungen fort und startete diverse Selbstversuche.

Homöopathie Schulmedizin
  • individuelle Anpassung an den Patienten
  • sanfte Medizin gegen Beschwerden
  • auf pflanzlicher Basis und stark verdünnt (kaum vorhandene Inhaltsstoffe, möglicher Placebo-Effekt)
  • beliebte Verabreichung bei Kindern in Form von Globuli (leicht süßlicher Geschmack)
  • oft keine Kostenübernahme von Krankenkassen
  • umfassende Untersuchung für korrekte Verschreibung der Medikamente
  • starke Wirkung von chemischen Mittel (Nebenwirkungen)
  • wissenschaftliche Basis
  • Kassenleistung

In dem Buch “Heilkunde der Erfahrung“ beschreibt Hahnemann das Verfahren erstmals konkret und aus seinem “Chinarinden-Selbstversuch” entstand schließlich die Homöopathie.

Der Name Homöopathie setzt sich aus den griechischen Wörtern “homoios” für gleich und “pathos” für Schmerz zusammen.

Heutzutage wird Homöopathie für Babys und Kleinkinder auch von Medizinern in die klassische Behandlung einbezogen. Auch für Erwachsene ergänzen homöopathische Mittel die traditionelle Behandlung.

2. Babys profitieren von Homöopathie aufgrund der Bekömmlichkeit

Wie funktioniert Homöopathie?

Homöopathie wird oft als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung angewendet und basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip, nach dem Ähnliches mit Ähnlichem behandelt wird.

Da ein Baby vor allem in den ersten Lebensjahren mit unterschiedlichen, jedoch leichten Beschwerden kämpft, kann es belastend für den kleinen Körper sein, sich häufig für eine medikamentöse Behandlung zu entscheiden.

Ein pflanzliches Mittel kann ein sinnvoller Ersatz zu einem synthetischen Medikament sein.

Globuli besitzen zudem im Gegensatz zu chemischen Medikamenten einen angenehm süßlichen Geschmack und sind für ein Baby gut bekömmlich.

Tipp: Fragen Sie Ihren Kinderarzt gezielt nach einer alternativen Behandlung mit homöopathischen Mitteln.

2.1. Homöopathie hilft Babys auch bei Reizüberflutung

Ein Neugeborenes kämpft häufig zu Beginn seines Lebens mit leichten Beschwerden oder Problemen beim Schlafen. Oft handelt es sich um Erkältungen mit Husten und Schnupfen, da sein Immunsystem noch schwach ist. Gelegentlich tritt in dem jungen Alter auch eine Reizüberflutung auf.

Typische Beschwerden bei Babys sind:

  • Blähungen (Drei-Monats-Koliken)
  • Probleme beim Einschlafen
  • Neurodermitis
  • Unruhiger Schlaf
  • Verstopfung
  • Bauchweh
  • Beschwerden beim Zahnen

3. Die korrekten Globuli bei Schlafstörungen kann nur ein Arzt verschreiben

Ein Arzt mit Homöopathie

Den Gang zum Allgemeinmediziner ersetzt eine Behandlung durch Homöopathie nicht.

Ist Ihr Baby nachts unruhig, kann nicht schlafen oder hat aktuell einen Wachstumsschub, können die richtigen Globuli Linderung verschaffen. Selbst innere Unruhe oder eine Regulationsstörung lassen sich mit Hilfe homöopathischer Mittel gut behandeln. Daher ist es für Sie als Eltern von Vorteil, standardisierte Globuli zu Hause in der Hausapotheke zu haben.

Jedoch ist es aufgrund der Vielzahl der homöopathischen Produkte schwierig, die korrekten Globuli gegen unterschiedliche Beschwerden selbst zu wählen. Eine umfassende Beratung bietet daher nur ein Homöopath, der Babys und Kleinkinder in seiner Praxis untersuchen kann.

Tipp: Bereiten Sie alle wichtigen Fragen der Anamnese zum vereinbarten Termin im Vorfeld vor.

4. Legen Sie die Globuli in die Wange des Babys

Bestenfalls haben Sie ein Set Globuli in Ihrer Hausapotheke vorrätig, um die wichtigsten Mittel immer griffbereit zu haben. Besonders vielseitig sind Chamomille, Belladonna, Pulsatilla, Arnica, Nux Vomica und Ferrum Phosphoricum.

Kind bekommt Globuli

Die süß schmeckenden Globuli sind leicht zu verabreichen und werden durch Speichel zersetzt.

Wollen Sie die Beschwerden Ihres Babys mithilfe von Homöopathie lindern, legen Sie die Globuli in die Backentasche des Babys, bis sie sich von selbst zersetzt haben. Ist der Husten Ihres Babys sehr verschleimt oder liegt ein Geburtstrauma vor, können Globuli ebenfalls helfen.

Auch bei einer Labiensynechie können homöopathische Mittel eingesetzt werden, sodass eine Behandlung mit Östrogensalbe vermieden werden kann. Bei dem Ausgleich eines Vitamin-D-Mangels kann Homöopathie das Baby ebenfalls unterstützen.

Achtung: Bei starken Beschwerden sollten Sie trotz Homöopathie zu einem Allgemeinmediziner gehen, um sicherzugehen, dass die Symptome richtig gedeutet und schlimme Erkrankungen erkannt wurden.

4.1. Homöopathie ersetzt nicht die Diagnostik durch einen Allgemeinmediziner

Homöopathie ist grundsätzlich nicht als vollwertige Alternative zur Schulmedizin zu betrachten, sondern vielmehr als Ergänzung anzusehen. Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, haben wir Vor- und Nachteile der Homöopathie als Behandlungsmethode gegenübergestellt.

  • Linderung leichter Beschwerden durch verträgliche Mittel
  • praktische Darreichungsform (Globuli, Tinkturen etc.)
  • keine nebenwirkungsreichen, synthetischen Medikamente
  • keine profunde medizinische Untersuchung (Behandlung basierend auf Schilderung des Patienten)
  • keine Behandlung von schweren Krankheiten sinnvoll
  • möglicher Placebo-Effekt

Zahlreiche Informationen rund um die Homöopathie geben Ihnen einen umfangreichen Einblick in die Methodik.

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