Baby-Kopfgneis: Unschön im Aussehen, aber harmlos für die Kinder

  • Kopfgneis ist eine Irritation der Haut, die in den meisten Fällen harmlos ist und oft von alleine wieder abklingt.
  • Baby-Kopfgneis ist für die Kinder nicht unangenehm. Juckreiz gehört zu den seltenen Ausnahmen.
  • Betroffen vom Baby-Kopfgneis sind Kinder oft schon eine Woche nach der Geburt. Dennoch kann die sich die Erkrankung über viel Jahre hinziehen und auch Erwachsene betreffen.

Junge Eltern schauen bei Veränderungen an der Haut des Babys zweimal hin. Bildet sich eine Veränderung der Kopfhaut wie Kopfgneis, muss aber keine Sorge bestehen. Diese Irritation ist meist harmlos, die Behandlung kann in der Regel sogar selbst durch einfache Mittel erfolgen.

Wir erklären Ihnen, was Kopfgneis genau ist, welche Unterschiede es zum Milchschorf gibt und wie Sie Kopfgneis beim Baby selbst entfernen können.

1. Kopfgneis beim Baby ist eine meist harmlose Irritation der Kopfhaut

Wie sieht Baby-Kopfgneis überhaupt aus? Baby-Kopfgneis ähnelt einer Schuppenkruste auf der Kopfhaut, die an einer gelblichen, oft auch bräunlichen Farbe erkennbar ist. Diese Schuppen sind zudem meist sehr fettig. Wenn man an Baby-Kopfgneis riecht, ähnelt der Geruch dem von ranziger Butter.

baby mit kopfgneis

Die Kopfhaut wirkt gelblich-bräunlich und riecht oft unangenehm ranzig.

Kopfgneis beim Baby entsteht oft schon kurz nach der Geburt. Die Ursache für die Hauterkrankung liegt an den Hormonen. Bei einigen Babys in den ersten Lebenswochen dauert es ein wenig länger, bis sich die Hormone eingespielt haben. Da die Hormone einen großen Einfluss auf die Talgdrüsen haben, kann es sein, dass der noch nicht eingependelte Hormonhaushalt für eine erhöhte Produktion von Talg sorgt. So entstehen die schuppigen Krusten.

Welche Stellen vom Baby-Kopfgneis betroffen sind, ist bei jedem Kind anders. In der Regel können die folgenden Stellen betroffen sein:

  • Kopfhaut
  • Stirnbereich
  • Augenbrauen
  • Teils auch weitere Bereiche Gesichts
  • in seltenen Fällen auch andere Körperstellen wie Arme oder Beine

2. Baby-Kopfgneis lässt sich mit einfachen Mitteln oft selbst behandeln

Das Gute am Kopfgneis beim Baby: Es gibt keine unangenehmen Begleiterscheinungen. Kopfgneis sieht zwar unschön aus, juckt aber nur in sehr seltenen Fällen oder fängt gar an zu nässen. Daher ist es für viele meist nur optisch und manchmal auch vom Geruch her eine unangenehme Angelegenheit.

babys kopf in den haenden der mutter

Eine Behandlung mit Babyöl bringt meist schon den gewünschten Erfolg und hilft bei der sanften Entfernung der Schuppen.

Möchten Sie die Heilung der Haut unterstützen, kann folgende Behandlung helfen:

Die Schuppen entfernen Sie bitte nicht mit den Fingernägeln oder anderen reizenden Methoden. Reiben Sie die betroffenen Stellen einfach mit Babyöl ein und lassen Sie dieses ein wenig einwirken. Das Babyöl weicht die Schuppen auf, so dass Sie diese anschließend meist ganz sanft mit einem Waschlappen entfernen können. Manchmal reicht es bereits, wenn Sie die Kopfhaut Ihres Kindes anschließend mit einem Babyshampoo waschen. Dabei entfernen sich automatisch bereits viele der nun losen Schuppen. Wiederholen Sie die Behandlung nicht zu oft, um keine zusätzliche Reizung der ohnehin schon irritierten Haut zu verursachen.

Tipp: Kopfgneis beim Kind muss oft gar nicht behandelt werden, sondern verschwindet in vielen Fällen von alleine wieder, wenn sich die Talgproduktion von selbst reguliert hat.

Haben Sie das Gefühl, dass die Behandlung mit Öl nicht funktioniert, kann auch das Babybene-Gel helfen. Eine Eigen-Behandlung kann Vor-Und Nachteile haben.

  • Behandlung kann die Heilung schneller vorantreiben, was vor allem dann von Vorteil für die Eltern ist, wenn der Kopfgneis unangenehm riecht.
  • Heilung kann beschleunigt werden.
  • Eine Behandlung mit falschen Mitteln oder Methoden kann zu noch mehr Reizungen führen.

3. Nur in seltenen Fällen muss ein Arzt aufgesucht werden

baby und mutter bei kinderaerztin

Bei Unsicherheiten sollte immer der Kinderarzt aufgesucht werden.

Verschwindet der Kopfgneis nicht mehr oder Sie haben das Gefühl, dass Ihr Kind darunter leidet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Eine starke Entzündung tritt zwar nicht oft auf, ist aber natürlich nie auszuschließen.

Oftmals passiert es jedoch, dass vor allem unerfahrene Eltern Kopfgneis mit Milchschorf verwechseln. Schauen Sie sich beispielsweise Bilder hierzu im Internet an, werden Sie meist schon erste Unterschiede erkennen. Leidet Ihr Kind an Milchschorf, so nässen die betroffenen Stellen beispielsweise meist auch stark. Fragen Sie im Zweifel auch einfach Ihre Hebamme!

Kopfgneis Milchschorf
Gelbliche bis bräunliche Schuppen-/Krustenbildung. Wird von heftigem Juckreiz begleitet.
Behandlung kann meist problemlos eigenständig daheim erfolgen. Die betroffenen Stellen nässen.
Riecht oft unangenehm bis ranzig. Sollte vom Kinderarzt behandelt werden.

4. Wichtige Fragen und Antworten

4.1. Verursacht Kopfgneis beim Kind Haarausfall?

Haarausfall kann bei Kopfgneis durchaus vorkommen, ist jedoch kein Muss. Die meisten Haaren verliert das Baby, wenn Sie die Kruste nicht vorsichtig genug entfernen und dabei Haare mit herausziehen. Sollten beim Kind dennoch mal ein paar Haare mehr als üblich ausgehen, müssen Sie sich aber keine Sorgen machen. Diese wachsen wieder nach!

4.2. In welchem Alter kann Kopfgneis beim Kind auftreten?

Kinder benötigen ein mildes Shampoo

Gerade Kinder mit 4 Jahren werden gern von bunten Shampooflaschen und glitzernden Bildern angelockt. Leider sind nicht alle Kindershampoos gut verträglich, so dass sich bei bestehendem Kopfgneis ein Blick auf die Inhaltsstoffe lohnen kann!

Auftreten muss Kopfgneis beim Kind nicht zwingend in den ersten Lebenswochen. Ist Ihr Kind 3 Jahre, kann diese Irritation der Haut genauso auftreten. Auch ist es möglich, dass Kinder den Kopfgneis immer wieder bekommen. Manchmal sind auch Erwachsene betroffen.

Wichtig bei Kopfgneis: Tritt der Kopfgneis immer wieder auf, kann sich ein Besuch beim Arzt lohnen. Manchmal stecken beispielsweise hormonelle Ursachen hinter dieser (wenn auch harmlosen) Erkrankung. Wie lange der Kopfgneis besteht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche Kinder haben bereits nach wenigen Wochen keine Probleme mehr, bei anderen ziehen sich die Irritationen über einige Jahre.

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