Mumps: So erkennt und behandelt man Mumps bei Kindern

Impfung gegen Mumps
  • Die Übertragung von Mumps erfolgt durch die Tröpfcheninfektion. Einfaches Niesen genügt bereits, um den Virus verteilen zu können.
  • Die Symptome ähneln der Grippe. Ein Bluttest kann die Krankheit eindeutig nachweisen. Bettruhe ist dann absolut wichtig. Ein spezielles Medikament gegen Mumps gibt es nicht.
  • Wird Mumps nicht ausreichend auskuriert, kann dies zu Spätfolgen führen. Von Hirnhautentzündungen bis hin zu Fruchtbarkeitsproblemen ist einiges möglich.

Die Kinderkrankheit Mumps ist auch als Ziegenpeter bekannt und wird durch einen Virus ausgelöst. Da die Gefahr der Ansteckung sehr hoch ist und auch Spätfolgen möglich sind, sollte man sich ausreichend schützen.

In diesem Ratgeber erklären wir, wie Sie die Ansteckung durch Mumps bei Babys und Kindern verhindern können, welche Anzeichen auf die Krankheit hindeuten und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt.

1. Mumps kann bereits durch Niesen übertragen werden

Versäumte Impfung nachholen

Wurde eine Impfung versäumt, kann diese in jedem Alter (auch bei Erwachsenen) nachgeholt werden.

Die Krankheit Mumps gehört zu den Tröpfcheninfektionen. Dies bedeutet, dass die Viren bereits durch Niesen oder über den Speichel übertragen werden können. Da dies vor allem bei Kindern schnell mal geht, sollte man sich ausreichend vor der Krankheit schützen.

Eine Impfung ist gegen den Erreger das erste, was man machen kann. Die erste Impfung erfolgt, wenn das Baby ca. ein Jahr alt ist. Die zweite Impfung erfolgt dann innerhalb der kommenden 12 Monate. Vor der ersten Impfung sind Babys in der Regel durch die Antikörper der Muttermilch ausreichend geschützt.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind oder gar Sie selbst gegen Mumps geimpft sind, genügt meist schon der Blick in den Impfpass. Mumps wird in der Regel als Zweifach- oder Dreifachimpfung mit Röteln und Windpocken verabreicht.

Vor- und Nachteile einer Impfung gegen Masern

  • Kann vor Mumps schützen, wenn beide Impfungen erfolgt sind und so auch die Ansteckungsgefahr minimieren.
  • Die Impfung kann nicht nur die Krankheit verhindern, sondern auch die daraus resultierenden Spätfolgen.
  • Schützt das Kind vor den unangenehmen Begleiterscheinungen wie den grippeähnlichen Symptomen und den Schmerzen.
  • Viele Kleinkinder reagieren mit grippeähnlichen Symptomen auf den Impfstoff – vor allem bei einer Mehrfachimpfung.
  • Viele Impfgegner kritisieren, dass Impfungen Allergien auslösen können.

2. Eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse ist ein sicheres Anzeichen für Mumps

Kind mit Fieber

Die Symptome von Mumps ähneln denen einer Grippe.

Die Symptome von Mumps bei Kindern können, wie bei jeder anderen Krankheit auch, grundsätzlich sehr unterschiedlich ausfallen. Nicht jedes Kind hat die typischen Anzeichen. Erkrankte Kinder fühlen sich schwach, bekommen oft Fieber und Schwellungen. Zu den häufigsten Symptomen einer Infektion durch den Virus gehören die folgenden Merkmale:

    • Grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen
    • Schwellung der Lymphknoten
    • Anschwellen der Ohrspeicheldrüse
    • Schwellung im Gesicht
  • Schmerzen beim Öffnen des Mundes bzw. bei Kaubewegungen

Ein Ausschlag wie bei Masern ist kein Anzeichen für die Erkrankung Mumps. Die Definition der beiden Krankheiten ist jedoch sehr ähnlich (beides ist eine Virusinfektion, ausgelöst durch Tröpfchenübertragung).

Beim Verdacht auf Mumps sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Der Kinderarzt wird dann einen Mumps-Test durchführen. Dieser Test wird durch eine Blutentnahme durchgeführt. Im Blut lassen sich dann der Virus oder auch die Antikörper nachweisen.

Achtung: Mumps ist eine meldepflichtige Krankheit. Bei einer Erkrankung informiert der Arzt das Gesundheitsamt.

Der Verlauf der Krankheit ist schleichend, beginnt meist mit Unwohlsein, bis die sichtbaren/spürbaren Symptome dann auftreten. Oft sagt man, dass Kinder, die an Mumps erkrankt sind, “Hamsterbacken” haben, weil diese so dick anschwellen. Die Dauer der Erkrankung beträgt in der Regel 1-2 Wochen.

3. Mumps kann Spätfolgen verursachen, das vollständige Auskurieren ist daher besonders wichtig

Mumps bei Kindern

Schon beim Verdacht auf Mumps oder grundsätzlich einer Krankheit sollte das Kind daheim bleiben. Die Ansteckung weiterer Kinder lässt sich, genau wie Spätfolgen, so verhindern.

Zwar kommt es nur sehr selten vor, dennoch sind Spätfolgen bei nicht auszuschließen. Eine Therapie durch den Arzt sollte bei Verdacht auf die Krankheit daher schnellstmöglich durchgeführt werden. Bei Jungen sind beispielsweise Hodenentzündungen möglich, die Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Gleiches gilt für Mädchen in Bezug auf die Eierstöcke. In sehr seltenen Fällen sind auch Hirnhautentzündungen (Meningitis) oder Entzündungen im Innenohr möglich. Letzteres kann zu dauerhaften Hörschäden führen.

4. Wichtige Fragen und Antworten

Kann man Mumps mit Hausmitteln heilen?

Eine direkte Therapie mit speziellen Medikamenten gibt es nicht, weswegen vom Arzt nur Mittel verschrieben werden, welche die Beschwerden lindern (Schmerz- und fiebersenkende Mittel beispielsweise). Dennoch kann man die Genesung des Kindes mit einigen Hausmitteln zusätzlich lindern, die den Körper darüber hinaus nicht noch weiter belasten:

Schmerzen lindern Für das allgemeine Wohlbefinden
Kalte Wickel für den Hals oder die Ohren. Absolute Bettruhe.
Das Lutschen von fruchtigen Eiswürfeln lindert auch Halsweh. Essen als Brei oder Püree, wodurch das Schlucken nicht so schmerzhaft wird.

Wichtig ist es zudem, dass das Kind aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr strengstens von anderen Kindern isoliert wird.

Kann ich trotz Impfung an Mumps erkranken?

Mumps bei Kindern

Zweimal Impfen reicht bereits aus, um im Normalfall einen lebenslangen Schutz zu erwirken.

Trotz Impfung an Mumps zu erkranken ist möglich, wenn auch selten. Wie oft man impfen muss, ist klar definiert: 2x. Die zweite Impfung ist bereits die Auffrischung. Danach besteht in der Regel eine lebenslange Immunität, die in seltenen Fällen ausgehebelt wird, wenn beispielsweise der Impfstoff falsch gelagert wurde.

Spätestens wenn das Kind in den Kindergarten kommt, ist eine Impfung empfehlenswert. Dann ist das Ansteckungsrisiko durch viele Kinder deutlich höher.

Wie lange beträgt die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) kann ca. 1-3 Wochen betragen.

Wie kann man sich noch vor Mumps schützen?

Neben der Impfung kann man nur mit ordentlicher Hygiene vorbeugen. Regelmäßiges Händewaschen (besonders vor dem Essen), gesunde Ernährung für die Stärkung des Immunsystems und zusätzlich das gründliche Auskurieren aller Krankheiten sind wichtig, um das Immunsystem immer wieder auf Neustart setzen und die Erkrankung durch andere Viren weitestgehend eindämmen zu können.

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