Pfeiffersches Drüsenfieber beim Baby:

Pfeiffersches Drüsenfieber erfordert Bettruhe.
  • Beim Baby und Kind verläuft Pfeiffersches Drüsenfieber häufig ohne ausgeprägte Beschwerden oder nur mit leichten Erkältungssymptomen. Im Erwachsenenalter dauert die Genesung deutlich länger.
  • Babys, Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet, denn die Übertragung des Epstein-Barr-Virus erfolgt via Tröpfchen vom virustragenden Erwachsenen auf das Kind.
  • Babys mit Pfeifferschem Drüsenfieber dürfen nicht in die Krippe. Kinder mit Pfeifferschem Drüsenfieber dürfen weder in den Kindergarten noch in die Schule.

Umgangssprachlich hat Pfeiffersches Drüsenfieber einen recht witzigen Namen. Pfeiffersches Drüsenfieber wird auch als Kusskrankheit („kissing disease“) bezeichnet. Der Grund für diesen Spitznamen liegt in der Form Übertragung. Der Epstein-Barr-Virus, der die “Infektiöse Mononukleose” bedingt, wird beim Küssen übertragen.

Damit ist Ihr Kind eigentlich zweimal gefährdet: Einmal tritt Pfeiffersches Drüsenfieber beim Baby oder Kind auf – durch Küsse und Liebkosungen von Eltern und anderen Erwachsenen. Meist verläuft das Pfeiffersche Drüsenfieber beim Baby und beim Kind mild.

Die zweite Hochphase hat die Krankheit in der Pubertät, wenn Ihr Kind Küsse mit Gleichaltrigen austauscht. Je älter der Erkrankte wird, desto kräftezehrender ist auch der Verlauf der Krankheit.

1. Die Ursache der Krankheit: Der Epstein-Barr-Virus wird beim Küssen übertragen

Parallele zum Herpesvirus

Der Epstein-Barr-Virus ähnelt dem Herpesvirus. Ist dieser einmal in den Organismus gelangt, bleibt er dort erhalten und vermehrt sich.

Was Ihnen vermutlich auf den ersten Blick vorkommen mag, wie eine besonders witzige Bezeichnung dieser typischen Kinderkrankheit, lässt sich – medizinisch betrachtet – durchaus noch genauer erklären.

Der Auslöser, der Epstein-Barr-Virus, ist im Rachensekret und im Speichel vorhanden – und zwar dauerhaft. Wird er darüber ausgeschieden – im Moment des Kusses – erfolgt dabei die sogenannte ansteckende Tröpfchenübertragung. Die Ansteckung hat stattgefunden. Ab diesem Zeitpunkt bis hin zum Ausbruch der Krankheit mit all ihren Symptomen können zehn bis fünfzig Tage vergehen. Die Inkubationszeit beträgt damit die Zeitspanne von vierzig Tagen.

Husten, Schnupfen und Fieber können Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers sein.

Die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers erinnern an eine Erkältung.

Die Tatsache, dass sich der Epstein-Barr-Virus hartnäckig im Organismus hält, macht die Träger des Virus zur dauerhaften Gefahr. Obgleich sie selbst immun gegen die Krankheit sind, bleiben sie ansteckend. Auch wenn sie sich gesund fühlen und keine Symptome zeigen, können sie den Virus weitertragen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte geht davon aus, dass 70 Prozent der Erwachsenen Träger des Virus sind.

1.1. Mögliche Spätfolgen: Der Epstein-Barr-Virus ist an der Tumorbildung beteiligt

Auch wenn das Pfeiffersche Drüsenfieber beim Kind nichts mit einem Tumor zu tun hat, so gibt es doch eine Information seitens des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte unter kinderaerzte-im-netz.de, dass der Epstein-Barr-Virus Ursache für die Ausbildung des Burkitt-Lymphoms und des Nasopharynxkarzinoms sein könnte.

Das Burkitt-Lymphom ist eines der am schnellsten wachsenden Tumorarten. Eine Infizierung mit dem Epstein-Barr-Virus muss jedoch nicht bedeuten, dass eine Krebserkrankung die Folge ist. Auch geht die Deutsche Krebsgesellschaft von einem Zusammenhang mit einer Chromosomenschädigung aus.

Die Verbreitung des Nasopharynxkarzinoms in Deutschland wird als gering eingeschätzt. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Tumor des Nasenrachens . Die Diagnostik zeigte häufig Antiköper gegen das Eppstein-Barr-Virus.

2. Die Symptome der Krankheit: Pfeiffersches Drüsenfieber beim Baby und Kind sieht aus wie eine Erkältung

Leidet Ihr Kind an Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und tränenden Augen, können dies Anzeichen für eine Erkältung sein. Ihr Kind könnte sich aber auch mit dem Epstein-Barr-Virus infiziert haben. Dann handelt es sich nicht mehr um eine Erkältung, sondern um Pfeiffersches Drüsenfieber, wie dieses Video zeigt:

Weitere Symptome können diese sein:

  • Fieber, allerdings ist die Erkrankung auch ohne Fieber möglich
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Mandelentzündung mit weißlichem Belag auf den Mandeln
  • Entzündung des Rachens
  • juckender Ausschlag; Hautauschlag wie beim Röteln, bei Masern oder Scharlach
  • Schwellung der Leber mit Begleiterscheinung einer Gelbsucht
  • Schwellung der Milz mit dem Risiko eines Milzrisses
  • Lähmungserscheinungen im Bereich des Kopfs
  • Entzündungen der Rückenmarks und des Gehirns

Achtung: Wie drastisch die Symptome der Erkrankung ausfallen und wie lang die Dauer der Erkrankung ist, hängt vor allem vom Alter ab. Pfeiffersches Drüsenfieber bei Kindern kann leicht verwechselt werden mit einer Erkältung, so milde sind die Symptome beim Kleinkind. So kurz ist die Dauer der Krankheit. Mit zunehmendem Alter können jedoch Müdigkeit und Abgeschlagenheit sehr ausgeprägt sein und über mehrere Wochen anhalten.

3. Die Diagnose: So erkennt Ihr Kinderarzt Pfeiffersches Drüsenfieber beim Kind

Die Diagnose der Erkrankung erfolgt mit Hilfe einer Blutentnahme und einem Antikörpertest, sprich: Der Arzt blick auf das Blutbild. Diese drei Blutwerte weisen auf Pfeiffersches Drüsenfieber beim Kind hin:

Virales Capsid Antigen (VCA) Early Antigen (EA) Epstein Barr Nukleäres Antigen (EBNA)
Die Antikörper treten bereits im Frühstadium der Krankheit auf bleiben im Organismus. Diese Antikörper treten ebenfalls im Frühstadium auf, fallen aber anschließend relativ schnell wieder ab. Diese Antikörper treten erst im Laufe der Viruserkrankung auf, bleiben dann aber ein Leben lang im Organismus.

4. Die Therapie: Kinder mit Pfeifferschem Drüsenfieber brauchen keine Medikamente

Pfeiffereches Drüsenfieber muss nicht mit Medikamenten behandelt werden.

Der Besuch beim Kinderarzt kann Gewissheit verschaffen.

Hat sich Ihre Annahme bestätigt und der Kinderarzt stellt Pfeiffersches Drüsenfieber bei Ihrem Baby oder Kind fest, dann heißt es ab sofort: Bettruhe. Reagiert der Körper Ihres Kindes mit starkem Fieber auf das Pfeiffersche Drüsenfieber, ist es möglich, Medikamente zu geben, die eben diese Symptome lindern.

Eine Behandlung kann erfolgen, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Die Gefahr, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber chronisch wird, ist nur gegeben, wenn das Immunsystem instabil ist und den Virus nicht kontrollieren kann. Die Behandlung mit Antibiotika wäre gänzlich falsch und würde vermutlich einen Hautausschlag bedingen, der sogar gefährliche Folgen haben könnte.

4.1. Um die Krankheit rasch zu besiegen, braucht Ihr Kleinkind Ruhe und Fürsorge

  • Globuli sind die homöopathische Alternative zur klassischen Medizin.

    Globuli können die Symptome des Pfeifferschen Drüsenfiebers lindern.

    Gründlich Zähneputzen und den Rachenraum gründlich ausspülen („Gurgeln“).

  • Viel Trinken hilft dem Körper Ihres Kindes.
  • Sie helfen Ihrem Kind durch die Gabe von leicht verdauliche Kost.
  • Senken Sie das Risiko von Spätfolgen (z.B. eines Milzrisses) durch den Verzicht auf Sport.
  • Schicken Sie Ihr Kind nicht in den Kindergarten und nicht zur Schule. Die Krankheit ist derzeit nicht meldepflichtig.

Was hilft, um die Zeit der Erkrankung gut wegzustecken, wissen Sie als Eltern meist am besten. Viel Zuwendung und Liebe lassen die Kleinen schnell wieder fit werden. Ein Baby mit Pfeifferschem Drüsenfieber wird sich in die Arme der Eltern flüchten. Ein Kind mit Pfeifferschem Drüsenfieber wird sich ebenso verhalten.

Achtung: Auch wenn Ihr Kind frei von Symptomen ist, bleibt unklar, wie lange es ansteckend ist und damit auch eine Gefahr für Freunde und andere Kinder im Kindergarten oder in der Schule darstellt.

4.2. Alternative Behandlung: Globuli versprechen lindernde Wirkung

Auch die Homöopathie hält hier etwas Passendes in Form von Globuli bereit. Je nach der Ausprägung der Symptome, dem Verlauf und der Dauer der Erkrankung werden diese Globulis empfohlen: Aconitum napellus, Apis mellifica, Belladonna, Ceanothus americanus, Chinium arsenicosum, Kalium chloratum, Lachesis, Mercurius cyanatus, Mercurius solubilis Hahnemanni, Phytolacca americana und Silicea (vgl. globuli.de). Die Einnahme erfolgt in der Regel mehrmals täglich.

 

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