Pilates in der Schwangerschaft: Eine gute Idee, um sich als Schwangere fit zu halten!

Pilates Übungen
  • Pilates in der Schwangerschaft ist eine gute Idee. Dieser Sport trainiert exakt die Muskelgruppen, die Ihnen während der Schwangerschaft und bei der Geburt helfen: den Rücken, den Bauch und den Beckenboden.
  • Pilates ist während der Schwangerschaft erlaubt, wenn Sie auf Ihren Körper hören und sich auf die neuen Körpermaße sowie die Instabilität Ihres Körpers einstellen.
  • Alternative Übungen oder das Gespräch mit Frauenärztin und Hebamme können Beschwerden beim Pilates umgehen.

Pilates erfreut sich einer großen Beliebtheit. Aus der großen Pilates-Fangemeinde heraus stammen dann auch die Fragen rund um Pilates in der Schwangerschaft. Ist Pilates für Schwangere erlaubt? Ja. Ist Pilates für Schwangere gefährlich? Nein. Wie soll ich während der Schwangerschaft Pilates machen, wenn ich mit Pilates am Anfang stehe? Vielleicht mit einer DVD. Ausführliche Antworten auf diese Fragen sowie zahlreiche weitere Tipps rund um Pilates in der Schwangerschaft, verrät dieser Beitrag.

1. Pilates: Dieser Sport kräftigt den Körper und sorgt für eine gute Haltung

Pilates hat einen klaren Fokus: auf den Rücken, den Bauch und den Beckenboden. Damit ist Pilates eigentlich die Sportart, die an all den Punkten ansetzt, die für Sie in der Schwangerschaft und bei der Geburt von großer Bedeutung sind. Wer Pilates macht, stärkt die Muskulatur des Rückens, des Bauches und des Beckenbodens. Das sorgt für mehr Kraft, eine bessere Koordination und eine gute Körperbeherrschung.

2. Pilates in der Schwangerschaft ist das ideale Training

schwangere frau macht pilates vorm fernseher

Pilates ist das perfekte Fitnessporgramm für Schwangere. Wer keinen Kurs besuchen möchte, kann mithilfe einer DVD trainieren.

Wie bereits erwähnt, trainieren Sie bei Pilates genau die Muskelgruppen, die während der Schwangerschaft und bei der Geburt ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das Training hilft Ihnen an diesen Stellen:

  • An den Bauchmuskeln. Mit jeder Woche, in der Ihr Baby wächst, wächst auch die Belastung, mit denen Ihr Bauch konfrontiert wird. Pilates stärkt Ihre Bauchmuskeln und hilft dabei sogar Verletzungen vorzubeugen, denn hormonbedingt werden die Bänder während der Schwangerschaft lockerer.
  • Am Rücken. Rückenschmerzen sind für Schwangere oft an der Tagesordnung, doch das muss nicht sein. Wer die Muskulatur im Bereich der Bauch-, Rücken- und Beckenmuskeln trainiert, kann die Gelenke nachhaltig stabilisieren und Rückenschmerzen vorbeugen.
  • Am Beckenboden. Ein trainierter Beckenboden schützt Uterus, Darm und Blase vor dem im Bauch wachsenden Baby. Ein trainierter Beckenboden kann Inkontinenz vorbeugen.
  • Mit Blick auf Ihren Gleichgewichtssinn. Der Bauch, der nach vorn wächst und wächst, sorgt bei Schwangeren häufig für ein Gefühl der Instabilität. Eine kräftige Muskulatur hilft dabei, diese Instabilität auszugleichen.

Tipp: Pilates in der Schwangerschaft kann noch viel mehr Gutes bewirken. Ein mit Pilates trainierter Körper minimiert die Belastung auf den Rücken und den Beckenboden. Positionen auf allen Vieren weisen dem Baby zudem den Weg in den Geburtskanal. Zudem sorgen Atemübungen für Entspannung während Schwangerschaft und Geburt.

3. Pilates-Übungen für den Anfang checken den Muskel-Status-Quo

Pilates in der Schwangerschaft ist eine gute Idee. Die Sportart gilt als erlaubt und nicht gefährlich. Allerdings gilt es einige Spielregeln zu beachten. Anfänger sollten vorab einen Muskelcheck durchlaufen, um den Status Quo festzustellen.

Diese Testübung absolvieren Sie auf allen Vieren. Hände und Schultern bilden eine Parallele, Knie und Hüfte ebenso. Der Rücken bleibt gerade. Das ist die Ausgangsposition. Anschließend erfolgen diese Schritte:

  • Einatmen. Ausatmen.
  • Beckenboden anspannen. Bauchnabel einziehen. Weiteratmen.
  • Muskeln entspannen.

Für Sie war diese Übung leicht? Dann haben Sie sowohl einen trainierten Beckenboden als auch gut trainierte, tiefe Bauchmuskeln. Für Sie ist Pilates in der Schwangerschaft erlaubt. Sie können zuhause Pilates machen, beispielsweise mit Hilfe einer DVD, oder in einem Kurs.

Weitere Tipps fürs sanfte Training während der Schwangerschaft gibt es unter pilates.de. Das Werk aus der Feder von Harald Schmidt – „Fleischlos schwanger mit Pilates“ – hat zwar einen witzigen Titel, sollte aber nicht als Nachschlagewerk für Pilates in der Schwangerschaft genutzt werden.

4. Ihr Körper sagt Ihnen, welche Übungen nicht geeignet sind

schwangere im schneidersitz

Beim Yoga geht es um Entspannung. Beim Pilates geht es um gezieltes Muskeltraining.

Nehmen Sie an einem Pilates-Kurs für Schwangere teil, dann wird Ihre Trainerin ohnehin nur die Übungen durchführen, die für Schwangere erlaubt und vor allem auch angenehm sind.

Nehmen Sie an einem regulären Pilates-Kurs teil, sollten Sie sagen, dass Sie schwanger sind. So kann Ihre Trainerin Ihnen regelmäßig Tipps zur Abwandlung der Übungen geben.

Achtung: Bei Sport während der Schwangerschaft hat immer Ihr Körper das Sagen. Fühlen Sie sich unwohl – beispielsweise in der frühen Schwangerschaft wegen der Hormonumstellung oder später aufgrund der Instabilität Ihres Körpers – stoppen Sie sofort die Pilates-Übung. Sprechen Sie vor dem nächsten Training mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt.

4.1. In Bauchlage, beim Bänderstrecken und beim Karpaltunnelsyndrom ist vorsichtig bei Pilates in der Schwangerschaft geboten

Yoga vs. Pilates

Yoga dient der Entspannung und beugt Wasseranstauungen im Körper vor. Pilates ist die sportlichere Variante der beiden Trendsportarten. Hier geht es um das Trainieren von Muskeln.

In der frühen Schwangerschaft werden Ihnen die Übungen kaum Schwierigkeiten bereiten. Mit zunehmendem Bauchumfang werden vor allem Übungen, die auf dem Bauch oder auf dem Rücken liegend ausgeführt werden, immer schwerer. Fragen Sie nach Alternativen!

Nicht nur die Bewegungsfähigkeit schränkt sich für Schwangere ein, sondern auch die Stabilität Ihres Körperbewusstseins. Das bedeutet auch, dass Sie Übungen meiden sollten, bei denen Sie balancierend auf einem Bein stehen. Umzufallen, wäre gefährlich.

Achten Sie auf Ihre Bänder, die während einer Schwangerschaft zunehmend elastischer werden. Schuld daran ist Relaxin. Dieses Hormon lockert die Bänder. Achten Sie darauf, um sich nicht zu gefährden.

Stützen Sie sich auf Knien und Händen ab, kann das – abhängig von den Wassereinlagerungen in Ihren Armen, Händen und Beinen – schmerzhaft sein. Leiden Sie am Karpaltunnelsyndrom, fragen Sie besser nach einer alternativen Übung.

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