Babymassage: Eine Wohltat für Kind und Eltern

froehliches baby erhaelt massage
  • Mit einer täglichen, sanften Massage tun Sie Ihrem Baby etwas Gutes
  • Idealerweise führen nur die Eltern die Massage durch
  • Die Massage kann viele Erkrankungen des Babys verhindern

Mit einer liebevollen Massage stärken Sie die Bindung zwischen sich und Ihrem Baby. Daher ist es ideal, wenn nur die Eltern selbst die Massage durchführen. Wenn Sie Ihr Baby jeden Tag zur gleichen Uhrzeit massieren, unterstützen Sie Entwicklung und Gesundheit des Nachwuchses und dürfen sich zudem auf ein zutiefst entspannendes Erlebnis freuen.

Solange Sie einige Grundregeln beachten, ist die Babymassage nicht schwer und wird schnell zu einem willkommenen Teil der täglichen Routine. In diesem Artikel lernen Sie mehr über die Vorteile der Babymassage und erhalten Tipps dafür, wie Sie Ihr Kind korrekt massieren. Sie werden merken, nach der Massage sind sowohl Sie als auch das Baby glücklicher und beide haben ein relaxtes Lächeln im Gesicht.

1. Die Babymassage zum täglichen Genuss machen

Zur “Nahrung” eines Babys gehört tatsächlich auch Berührung, denn ohne Liebe und körperliche Zuwendung ist der Gesundheitszustand eines Babys deutlich schlechter als mit täglichem Körperkontakt. Neben dem normalen Kuscheln mit Ihrem Kind hilft eine Babymassage dabei, jeden Tag zu einer festen Zeit die Bindung zwischen Eltern und Baby noch intensiver zu stärken. Die Babymassage besteht, anders als klassische Massagen, aus einem sanften, zielgerichteten Streicheln. So entspannen Sie Ihr Kind, verbessern seine Gesundheit und regen die Durchblutung an.

Unterstützen Sie Ihr Baby dabei, sich an eine tägliche Routine zu gewöhnen, indem Sie die Massage immer zur gleichen Zeit durchführen.

Die folgenden Köperteile Ihres Kindes sollten Sie bei jeder Massage sanft berücksichtigen:

  • Arme und Beine
  • Füße, Hände und Gelenke
  • Kopf und Torso

Es gibt bestimmte Techniken, aber selbst ohne Vorwissen ist die liebevolle, zärtliche Massage für Eltern und Kind sehr angenehm. Idealerweise beginnen Sie jede Massage mit einem kleinen Ritual, wie etwa sanften Kreisen im Uhrzeigersinn auf dem Bauch des Babys. So weiß Ihr Kleines schon, was kommt und Sie können erkennen, ob die Massage erwünscht ist. Dann können Sie sich zum Beispiel von oben nach unten oder unten nach oben arbeiten.

1.1. Die Babymassage korrekt vorbereiten

Ab wann können Sie mit der Babymassage beginnen? Zur richtigen Durchführung der Massage des Babys ist es wichtig, einige Vorbereitungen zu treffen:

  • Das Kind sollte gut ausgeschlafen und aufnahmefähig sein
  • Eine angenehme Raumtemperatur von mnd. 23 Grad ist wichtig
  • Legen Sie zudem ein sauberes Handtuch, ein weiches Kissen und gemütliche Babykleidung zurecht
  • Mit Baby-Massageöl geht das kleine Ritual noch leichter vonhanden

Auf Wunsch können Sie auch entspannende Musik abspielen, um für eine besonders schöne Stimmung zu sorgen. Diese Rahmenbedingungen sollten bei jeder Babymassage gegeben sein:

Rahmenbedingung Ergebnis
Temperatur von mindestens 23 Grad Das Baby fühlt sich wohl und verkühlt sich nicht
Weicher, sauberer Untergrund Das Baby liegt bequem und kann sich besser entspannen
Warme, weiche Hände der Eltern Die Massage gelingt besser und das Baby erschrickt sich nicht

Viele wertvolle Tipps zur Babymassage erhalten Sie in Videos, einem entsprechenden Buch oder auch aus der Massagelehre nach Leboyer. In seiner Arbeit nutzte der französischer Gynäkologe Frédérick Leboyer die indische Babymassage.

2. Wichtige Techniken für die Babymassage

baby wird massiert

Achten Sie darauf, jedem Körperteil Ihres Babys während der Massage Aufmerksamkeit zu schenken.

Es gibt natürlich entsprechende Kurse und viele Bücher zur Babymassage, aber auch, wenn Sie allein auf Ihre Intuition hören, wird die Massage sicherlich gelingen. Eine spezielle Ausbildung brauchen Sie nicht. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich zu jedem Zeitpunkt wohl fühlt. Indem Sie Öl nutzen, das sich für die Babymassage eignet, wird das Erlebnis noch angenehmer für Sie beide. Das Öl können Sie auch selber machen, indem Sie ein sanftes Öl wie Mandelöl mit Ihren Lieblingsduftstoffen versehen.

Wichtig bei der Babymassage ist, dass Sie einem Ritual folgen. Beginnen Sie die Massage stets mit der gleichen Bewegung und an der gleichen Stelle. Streichen Sie beispielsweise zuerst über Arme und Beine des Kindes, bevor Sie mit dem Torso weitermachen. Jeder hat seine eigene Massagetechnik, aber kreisende Bewegungen auf Bauch und Rücken haben sich bewährt. Von den Schultern können Sie zum Rücken, aber auch nach vorn zur Brust des Babys streichen. Zu guter Letzt hat auch der weiche Babykopf seine Aufmerksamkeit verdient.

Babymassagen werden häufig zur Behandlung von Koliken eingesetzt. Diese spezielle Technik, die vor allem bei der verbreiteten 3-Monats-Kolik angewendet wird, lässt sich bei einem Kurs erlernen. Auch Ihr Arzt sowie die Hebamme können Ihnen die entsprechenden Bewegungen, die bei Koliken zweimal täglich durchgeführt werden sollten, erklären.

2.1 Den richtigen Zeitpunkt für die Massage finden

Wichtig ist vor allem, dass die Babymassage fest in den Tagesrhythmus integriert wird. Die genauen Bedingungen sind je nach Baby unterschiedlich, denn es kommt darauf an, ob Ihr Kind hungrig, satt, ausgeschlafen oder müde ist. Ein quengeliges Baby hat keine Lust auf eine Massage. Passen Sie einen Zeitpunkt ab, zu dem das Baby entspannt, ausgeruht, satt, zufrieden und frisch gewickelt ist. So können alle Beteiligten die Massage noch mehr genießen.
Übrigens hilft eine regelmäßige Massage dem Baby dabei, einzuschlafen. Dies hat wiederum den Vorteil, dass auch Sie mehr Schlaf bekommen. Zusätzlich unterstützt die Babymassage die problemfreie Atmung des Babys.

2.2. Die Gesundheit des Babys durch die tägliche Massage fördern

lachenes baby erhaelt massage

Die Babymassage hat sowohl emotionale als auch gesundheitliche Vorteile.

Darüber hinaus fördert eine Babymassage den Stoffwechsel, die Durchblutung, die Entwicklung des Nervensystems und der Sinneswahrnehmung sowie das Immunsystem. Neben dem emotionalen Aspekt hat die tägliche Massage also auch gesundheitliche Vorteile für Ihr Baby. Beschwerden wie Bauchweh, Blähungen, Verstopfungen können Sie nach Anleitung mit besonderen Massagetechniken gezielt lindern und die Verdauung fördern Aber auch die improvisierte Massage mit Griffen, die sich richtig anfühlen, fördert die allgemeine Gesundheit des Babys.

Ab dem 4. Monat können Sie auch damit beginnen, mithilfe eine Silikonfingerlings das Zahnfleisch des Babys zu massieren und es so spielerisch an die Mundhygiene heranzuführen. Je mehr Erfahrung Sie mit der Babymassage haben, desto sicherer sitzen Ihre Griffe und desto mehr werden Sie und Ihr Kind die tägliche Routine genießen. Massieren Sie auch gemeinsam mit Ihrem Partner und zögern Sie nicht, Freundinnen und Freunde nach deren Tipps und Tricks für die gelungene Babymassage zu fragen.

3. Eine Babymassage hat eigentlich nur Vorteile

Die regelmäßige Babymassage ist eine der wichtigsten Techniken, mit denen Sie nach der Geburt die enge Beziehung zu Ihrem Baby erhalten. Zudem hat die Massage, ob mit oder ohne Anleitung, unzählige Vorteile für die Gesundheit und Entwicklung des Babys.
Wenn Sie noch ausgefeiltere Griffe und Techniken lernen möchten, empfiehlt es sich, in einem Buch oder Kurs zum Beispiel die Babymassage nach Leboyer zu lernen. Grundsätzlich gilt aber, dass Eltern mit ein wenig Übung die Babymassage intuitiv genau richtig machen. Sie werden auch an sich selbst merken, dass Sie sich täglich auf die Massage freuen und danach deutlich zufriedener und entspannter sind.
Abschließend sehen Sie hier die vielen Vorteile einer Babymassage noch einmal aufgelistet:

  • Die Massage fördert Entwicklung und Gesundheit des Babys
  • Entspannte Babys schlafen länger und tiefer
  • Das Band zwischen Eltern und Kind wird noch enger
  • Kostengünstiger als andere Verhütungsmittel
  • Mehr Zufriedenheit und Entspannung bei Eltern und Kind
  • Linderung von Koliken und anderen Beschwerden
  • eine liebevolle Babymassage hat keine Nachteile!
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